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Der Israelit · 1929-01-31 · Heft 5 (31.1.1929) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 5 (31.1.1929)
Date
1929-01-31
Page
– (sequence 9)
Language
German
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II JS' -Il.Januar 1929 D e r 3 s ree C it Sir. 5, Seite § tn harmonischer Ehe. Vor 3 Jahren noch konnte er mit seiner-Frau in größter Rüstigkeit und geistiger Frische die diamantene Hochzeit feiern. Anseiner^^Bühre.. schilderte Herr Lehrer Spien-.däs^wechfelvülle Leben, bes Dahingeschiedenen-. Eine grüße Träüexgemeinde' solgke, seiner Bahre. - ' . ' V -• tar sy*: A Borken, 21. Jan. Lim Alter von' 86 Jahren vexschieh im nahen Großenenglis Frau /Veilchen Kai se r. Mit ihr ist eine seltene Frau dahingegangen. Sie war erfüllt von tiefer Frömmigkeit. An jedem- ^V machte sie bis in, ihr hoh^s Alter den weiten Weg zum Gotteshaus, nach' Borken und / verließ die heilige Stättenicht bis abends nach Schluß. Ihr Haus war weit , und -breit bekannt, als ein Haus der Gastfreundschaft. Eine Freude machte ihr, den Armen zu helfen und 'Tränen zu trocknen., Die Familie Kaiser, war -die einzige.-jüdische Familie -im Orte, trotzdem war jedes Haus bei ihrer Beerdigung vertreten.- Auch von nah und fern waren sehr viele he.rbeigeeilt, ihr die letzte Ehre zu erweisen? Herr Lehrer Ka-tz-Borkyn' schilderte vor dem Häufe in Großenenglis und auf dem... mrSM?** in Borken die Verstorbene als eine wahre vm nDrr und spendete den Hinterbliebenen innige Trostesworte. rn:ran- Berlin, 29c Jan. Am Mittwoch den 23. Jan. hat man in.Berlin Abraham C ha im, Sohn des weitbekannten und berühmten Rabbiners Elias Chaim r"x^Znrn (Posen), zu Grabe getragen. Es war das Vorbild seines verewigten Varers, das ihn nie verlassen, die. ererbten heiligen Traditionen, die er in allen Prüfungendes Lebens hochgehalten, eiferten ihn an, während seines mehr als zwanzigjährigen Aufenthaltes in Berlin die Kranken und Leidenden seines Freundeskreises zu besuchen und ihnen in den Stunden der Not Worte des Trostes und der Aufmunterung zu spenden. Anläßlich einer Beerdigung, an der er teilnahm, holte er sich eine Lungenentzündung, die ihn schon am nächsten Tag hinwegraffte. Sein körperlicher Zustand und Gebrechlichkeit versagten ihm leider, einen Familienstand zu gründen. — So möge ihm die Erde leicht werden, auf der er fast sieben Jahrzehnte unter Entbehrungen und Erschwerungen, aber in wahrer Frömmigkeit und Gottergebenheit gewandelt. Herr Rabbiner Dr. Esra Munk hat am Grabe feine Verdienste gewürdigt, ‘ rrrwr. Heidingsfeld, 29. Jan. Die Firma S. Schwär zenberg er, Manufaktur- und Modewaren Heidingsfeld- Würzburg, kann am 4. Februar auf ein 30jähriges Bestehen zurückblicken. Köln, 23. Jan. Wenngleich bislang kaum etwas über das, was in diesem Dorado zunächst für die gesetzestreue Judenheit Kölns an unwägbaren Werten mit seltenem Eifer, in wahrer Mizwohwärme, an Jung und Alt, Tag für Tag, Stunde um Stunde, vermittelt wird, an die Oesfentlichkeit drang, so mag es heute doch erlaubt fein, diese Bescheidenheit zu brechen. Wenige Stunden erst hatten.wir den Schabbos hinter uns. Noch wirkte die nach. Aber ein gewisser Ersatz winkte uns. Und man darf sagen: es war ein voll und ganz gelungener, echt jüdischer Abend. — Neben den Teilnehmern des Schiurs hatte sich eine größere Anzahl begeisterter Taurohjünger eingesunden. Anwesend wären auch: der Vorstand der Agudas Jisroel- Jugendgruppe, das Präsidium der V. J. A., Köln, und ein Vorstandsmitglied der Talmud Tauroh. —Nachdem Herr Rabbiner Jakobovits —ader feit zehn Jahren an der Talmud Tauroh mit bewundernswerter mxn. nnnc min rom ist, in der ihm eigenen, die Zuhörer anfeuernden Art, den Traktat zu Ende gelernt hatte und jedem Anwesenden dadurch wieder so recht deutlich die Pflicht des unermüdlichen Lernens vor Augen geführt wurde, ergriff Herr Rabbiner Wolf '"2, an die Sidroh des vergangenen' Schabbos anknüpfend, -das Wort.. Auch hier hatten wir, wie' so oft erfreulicherweise, wiederum den Genuß, aus dessen Mund herrliche Taurohworte zu empfangen/' ' Ein' anschließend hieran stattgefundenes Verhör einiger Schiurteilnehmer'bewies, daß/die''vom höchverehrten Dozenten ausgewendete Mühe nicht umsonst gewesen ist. Nun wechselten Gesang, unterbrochen und gewürzt'durch Diwre Tauroh der Herren: Lehrer Bayer, Abr. Wolf, Aron Keller, Fritz Hirsch. Dr. Hecht und Dr. Schwarz, ab. — Reichliche Auswahl an Kuchen und Getränken, von einigen Teilnehmern in hochherizger Weise gestiftet, trugen zur Erhöhung der festlichen Stimmung bei. ' Erst 'um die frühe Morgenstunde trennte man sich. Der Abend — das darf gesagt werden — war ein Erlebnis, das nicht so bald in Vergessenheit geraten dürfte. — Der Abend hat zweifelsohne bei den Anwesenden die Erkenntnis ins Bewußtsein treten lassen, alles daran zu setzen, daß intensiv gelernt wird, daß die Kreise, denen das uns Selbstverständliche noch fremd ist, / gar bald zur gleichen- Ueberzeugung.und, vor allem, zur Tat gelängen. Wien, 10. Januar, Die „Jüdische Presse" schreibt: Rabbiner Josef Bä u mgu r ten, ein' markanter Führer-der Wiener Orthodoxie, der besonders aus die Jugend einen starken Einfluß ausübt, hielt den vergangenen Sabbat in der Wiener Jugendgruppe einen aufsehenerregenden Vortrag. Er beklagte sich in seiner Rede über den Geist des Unglaubens uny der Kefira, der selbst von misrachistischen Lehrern in Erez Jisroel verbreitet wird. Wenn jene Apikorjuth verbreiten, die nach ihrer Lebensführung und Lebensanschauung als Abtrünnige bekannt sind/ so ist dies wohl eine sehr traurige Sache', aber bei weitem nicht so gefährlich, als wenn jene, die nach außenhin als-Konservative und Orthodoxe gelten, heterodoxe Lehren - verbreiten. Dann wandte sich Rabbiner Baumgarten mit von tiefer Religiosität durchglühten Worten gegen die einzelnen Thesen, welche einführender misrachrftifcher Lehrer, Dr. Chacham in Jerusalem, in seinen Referaten den künftigen JugendbildNern beibringen will. Er warnte in ernsten und oft tieferschütternden Worten vor solchen gefährlichen und verderblichen Thesen. Die 'Rede, welche Rabbi Josef Baumgarten selbst unter heftigem Weinen hielt, übte auf die zahlreichen Anwesenden lernen unbeschreiblich tiefen Eindruck aus. Bald nach dem j Vortrag wurde der Inhalt derselben Gesprächsthema der! ganze orthodoxen Judenheit in Wien und selbst der Präsidentder Weltzentrale des Misrachi, R. Meir Berlin, der' zufällig in Wien auf einer Propagandareise weilte, mußte hiervon Kenntnis nehmen. In seinem großen! öffentlichen Vortrag, den er tags darauf hielt, mußte er ^zu den Anklagen, die von solch autoritativer Seite erhoben > wurden, Stellung nehmen. Aber R. Meir Berlin war' weit davon entfernt, diese beklagenswerte Tatsache zu'; i-ern-eittier€n. Er begnügte sich mit ganz allgemein gehaltenen Redewendungen, in denen er di« Vorgangsweise jener kritisierte, die mit solchen Anklagen gleich me Oefsentlichkeit aufreizen, statt sich vertrauensvoll an ihn zu wenden. — Cs ist anzunehm-en, daß die Affäre des Seminarlehrers Dr. Chacham nunmehr nicht wird vertuscht werden können. Wir - meinen selbstverständlich nicht die Person des Dr. Chacham, sondern das System, das ein Wirken von Dr. Chacham an Lehranstalten ermöglicht, die als religiös gelten wollen. Rabbi Meir Berlin verlangt Vertrauen für sich. Er müßte dieses Vertrauen erst verdienen. Briefkasten. L H. in 2S. Sie wollen uns die Erzählung zur Einsicht n bme zusenden. Ar. A. in Kamvurg. Zu der Notiz Rambom- Feier in Nr. 4 sctreiden Lie uns: Der Rambam wurde am Crew Pefsach 1135 in Cordova geboren und starb am 20. Tewcs 1204 - Besten Dank! . K. in W. Wenden Sie sich on die Lebensmittelkommrfsiou der Verenigung tradi ioneü-gesetzestreuer Rabbiner B^rl'N Lnierstrrße 147 Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Lhajim. Freitag abend nach Sckul, im Hörfaale Friedberger Anlage, Herr Dr. S. Ehrmann. Samstag morgen, nach L<5ul, im Hörsaale Fried berger Anlage, Dinim, Herr Dr. E. Posen. — Nachmittag s/4 Stunden vor Mincho im Vereins« lokale, Newiim, Herr Dr. W. Hosmann. Sonntag morgens nach Schul, im Hörsaale Friedberg. Anlage (ebnio Mittwoch), airr "N Herr Redakt. S. Schachnowitz. — Vormittag 8 Uhr, Vereins«, lokal (ebenso Stunde nach Sabbatausgang), Gemoro, Herr Joachim Soffer. — 9'U Uhr Vor- - mittl g - (ebenso, Dienstag nachmittag 6 /2 Uhr), . Gemoio, Herr R.-A. G. Posen. — Abends 6 Uffr im Dereinslokale Vorlrag des Herrn Dr. S. Ehrmann aus '2 *TK3n-; Montag nach Schul, im Hörfaale Friedberger- Astläge (ebenso Donnerstag). Mischna, Mitgltederlernen. — Abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch) im , Dereinslokale. Gemoro, Herr Rabbiner Dr. Jof. Breuer. — 81/2 Uhr abends (ebenso Donnerstag), Gemoro, Herr Dr. E. P »len. Dienstqg morgen nych Schul, im Hör saale Fried« berger "Anläge (ebenso Freitag), Mischna, Herr Dr. E Posen. Von Sonntag bis einschließlich Donnerstag abends . 8»/« Uhr im Dereinslokale. Schaslernen des Herrn Herz Hälpern. . /? Jahrz eitsstiftungen. Dienstag, 8. Februar. Simon Allmann-Stiftung. Mittwoch, 6. Februar. David Frankenthal- Stiftg. Donnerstag, 7. Februar. Sarah Rosenbaum« Stifts Azuda, Ji»roel-Iv>end>ruppe. Sonntag. 8 Uhr vormittag (ebensö Mittwoch 9 Uhr abend) Cbumisch. Herr Leopold Oppenheimer. Montag, 9 Uhr abends (ebenso Mittwoch) Mischna. ‘ Herr Rechtsanwalt M. Kätz. — 9 Uhr abends, (ebenso natt nachmittag 3 Uhr) Gemoro. Herr Emanuel Wols —9 Uhr abends (ebenso. Donnerslatz) Gemoro. Herr Gerson Schnerb. Dienstag. 3/49 Uhr abends (ebenso mizr s/45 Ub } Gemoro. Herr Leo Schnerb. — 3/.9 Uhr (ebenso 3 Uhr nachmittag) ©uriorö. Herr Dr. W- Hosmann. — 3/49 Uhr abends (ebenso tue? 3/,i0 Uhr vormittags) Gemoro. Herr Dr. Jf. Posen. Mittwoch, 3/49 Uhr abends, Kizzur. Herr Theodor Spiegel. Donnerstag. 9 Uhr abends, Chumisch. Herr R.-A. Js. Rosenheim. Freitag, abends noch Schul, Muffar. Herr B. Rachelsohn. — 8 Uhr Gesellige Zusammenkunft. 71212?, 3/4Ü Uhr vormittags, Gemoro. HerrLippmann Kurzweil. — S/4U Uhr vormittags, Kizzur. Herr Louis Kahn. — 3/4l2 Uhr vermittogs, Kizzur. Herr Gerson Schnerb. — 3 Uhr nachm., Gemoro. Herr Tarsis. — 4 Uhr nachmittag, Sidro. Herr R. A. M. Katz. Jeden Tag von 9—11 Uhr Gelegenheit zum Lernen jeglicher Art. Bon 12—1 Uhr, Das Jaumi. Herr Herz Halpern. - Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Montag, M.Uhr abends, Mischle. Herr Lehrer S. Unna. Dienstag, 9 Uhr abends, Tenach. Herr Dr. Weger. Mittwoch, V»9 Uhr abends, Dinim. Herr Lehrer Hirschberg. 7,2V nach Schul, Schmuel. Herr Julius Lewin. — 4 Uhr nachmittags, Chuytmisch und Raschi. Herr Lehrer Hirschberg. Freitag, 8l/2 Uhr abends, Gesellige Zusammenkunft. Llwjach Ehen-Vereln. Samstag nachm. 4^4 Uhr im Hörsaale Friedbergeran'age, Bortraa des Herrn Red. S. S chachnowitz („Iithros Persönlichkeit und Bekenntnis nach Midrasch und Agadah ). Beshamldrafch, Vstendstrohe 11. Rabbiner M. Karpel: Sonntag von 7—8 Uhr abends niv'V r>2V nm- Montag, Dienstag und Donnerstag von l/zy-r/zw Ubr 21V'V 7)2V a^nn min- Schwanenstroße. Schachts täglich 7 10 Vormittags 11272 2'2pv täglich 7-30 Abends Jüdischer Turnerbund. Herren: Donnerstag', 8V2—10 Uhr, Gymnastik und Turnen. Annaschule. Alte Herren: Mittwoch 83/4-10 Uhr, Gymnastik und Turnen. Annaschule. Jugend: Donnerstag, 8V2—IO Uhr, Gymnastik und Turnen. Annaschule. Damen: Donnerstag. 872-i0 Uhr, Gymnastik und Turnen. Liebfräuenfchule. Frauen: Mittwoch, 73/4—9 Uhr, Gymnastikkurs, S. R. Hirsch-Schule- Knaben: Dienstag, Uhr, Gymnastik und Turnen, Annaschule). Mädchen: Mittwoch, 4V2—7 Uhr Gymnastik und Turnen Abtlg. I (bis 10 Jahre). 4'/2-57, Uhr Abtlg. II (über 10 Jahre). 5lJ2—7 Uhr, Annaschule. Kleinkinderkurs: Dienstag und Donnerstag Dormitt. von ifeil-—'*/*t2 Uhr, Wtberffkatze 38 Sonntags : ,8-10 Uür, -Schwimmkürs für Herren im Städtischen Schwimmbad. (Leitung Turnbruder Jacob Ganz). 10—I27, Uhr Vorturnerkurs. Alle 1t Tage Wanderungen. Gebetzerten. 12N' N2V ' Freitag abend 4.55 Samstag n»2VN 6.50 " Sanrstagsmorgen 8.— 5amstagnachnnttag 1.— und 4.— Samstagabend 6.10 lvochengottesdienst: Älorgens 6.45 Nachmittags 5.— Tefillin-Legen am Morgen 6.40 77m~m^emncA ffergeffrcmkfhrtA twrgont Kostenvoranschläge k ostenlos und unverbindlich. Bergerslraße 147 «- Telefon Carolus 44688 HEU RU NG & POHL FRANKFURT-M. GUTLEUTSTR.164 MODERNE FIRMENSCHILDER GLAS- UNO METALLBUCH¬ STABEN LICHTBUCHSTABEN SOWIE. TR ANSPAREN FE TELEFON SPESSART 63686 UND MAINGAU 76678 Jung. Mekt. Müäel fudl 15teke in kleinem Haushalt Off. unter 1269c an die Exved Aük Veelin ein möbliertes Zimmer mit oder ohne Pension, nahe Synagoge Adatz Jisroel. Briefe umgehend an BahnpoNlagernd Anholier Bahnhof unter Name „de Leeuw“, Schönes möBfiepf es am Börneplatz, dimmcp ,u vermieten. Off. unt. 1276c an dte Erp. Flügel-Pianos sowie Stimmen Reparaturen Leo Schnellbacher Eschersheim^rldstr. 42

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