Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 3 (17.1.1929)
- Date
- 1929-01-17
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2. Nr. 3 Der Israelit 17. Januar 1929 gefordert, wie durfte sie selber nun dabei zuruckstehen? im.«, naia iPn: .im®. la.Pn)/ mäi)ren>b> öi'e n-.'a 'ynv idie @e* Wenn alles lobt und preist und singt, dann darf. Debora lehrten, aus Mächar stammten. Zu -beachten' ist noch gewiß nicht schweigen; pia aip . während der. derbe Baganz besonders, daß das Wort mb defekt, ohne Waw gerat, der nicht singen und nicht dichten kann, dem Ganzen 1 schrieben ist,, genau wie im Targum R'aa' isc- Um aber mit der Tat — TaB? r,aE?1 — dienen mag. — Nun erst alles mit einander in Einklang zu bringen-, halten wir beginnt miai m'® für die einzelnen Stämme, entsprechenddem ni'® Tf'151 in Vers 12. tv> 'n ,ay b’vikp ti® it ts sa’naaa ’P 7’imt .ppara a®i® d’ibr pa m» voa 'ja f-pasya j’B’aa : "isD oa®a a'3®a jpiaiai .appna ia®®»i 'ma7 oy ia®®'a ’i®i waPaa a'Paia np® pa?a pia p :aP ’ppn B’Pnj prri ya®P ,omsvan pa na®' nap a'Pua pRi niaPoP? triiy mpi® :aP ’ipn nap pi ,p® piP i37a iypa 0'»' e]inp 3V' 1®R ’T’JR 113' : pa®' I'ürisa Pyi 13. Hei, wie bewältigte ein Entronnener für Edle ein,. Volk, Ewiger bewältige weiter für mich die Helden l 14. Die ihr vyn Eftajim - stammt — ihre Wurzel schon war gegen Amalek, dir nach folgt Binren; von Machir kajamin mit deinen Schämen ' die Führer, und von Sebulun, die da . ziehen den Stab der Küste. 15. Und meine Fürsten in Jssachar neben Debora, und wie Jssachar so Barakins Ta'L gesandt, was unter seinem Gefolge, doch an Reudens . Bächen waren groß die Ueberlegungen im Herzen. 16. Was bleibest du zwischen den- Hürden? Willst wohl hören der Herden Geblök? Ja, bei Reubens Bächen waren groß die Erwägungen im Herzen. 17. Gilead, jenseit des Jardens rastet -er,. und dann, warum weilt er zu Schifte? Ascher bleibt am User der Meere rmd an, seinen Häfen da hockt er. Bon der Spitze des Berges erkennt nun die Dichterin die 111 Py ■oPin. die Infanterie wahrscheinlich an ihren Fahnen und Standarten, die an ihr vorbeidefMeren. Für jeden der vorbeimarschierenden Stämme hat sie ein Wort des Lobes. B. 13. i'i® ii' rrr Hei, wie bewältigte ein Entronnener •••ii? abgek, für nm? fut. Piel unterjochen, bewältigen v. nii Unter im® verstehen wir den Stamm Raftali und zwar aus folgenden Gründen: 1. weil sonst dieser Stamm, der doch neben Sebulun in diesem Streite das meiste geleistet hatte, ohne jedes Lob geblieben wäre, 2. wegen der Wahrnehmung, daß dieser Stamm in der Thora fast durchweg als letzter; als Rest, als 112» erscheint (S. Hirschs Dem. zu Hnm ’jn BaMidbar 0eiite 11); 3. entstammte doch der Feldherr Barak diesem Stamme, ihm zu Ehren zieht Raftali voran. O'i'irrp. Das P 'in-der Bedeutung wie etwa aaP aaP’ rn. zu Besten, zum Vorteil; zugunsten, der b'tik, das sind die mächtigeren Stämme, deren erste Pflicht es gewesen wäre, sich an die Spitze des Widerstandes zu-stellen, um Land und Volk zu befreien; zu ihren Gunsten hat nun der geringste Stamm zum Schwerte gegriffen und das ar d. h. die Feinds bewältigt. I'I® und 07 sind Gegensätze. Wir legen besonderes Gewicht auf die Beachtung des Tipcho, eines Trenners, untera'i'ix? Die Conftr. dieser ersten Vorhälfte wäre also: b'tirP ay ti® -tv tr- Das gehört nun der Vergangenheit an, für die Zukunft erbittet die Dichterin a-n-ma '? t-t m „Herr, räume auch in Zukunft für mich aus unter denjenigen, die sich so gerne für Heelden ausgeben. Das 2 m der Bed. wie a'iaa (Klagel. 1, 3.) Die Dichterin richtet diese Bitte an Gott im Hinblick aus die unbesiegten Völkerschaften in Kanaan. V. 14. B’->ss 'ia Nach Nastaili erscheint der Stamm' Efrajim. Das Lob für diesen liegt in den Worten: avi® pPaya, ihre Wurzel, dem ihre Mitglieder ötftanmmen, d. i. ihr Urahn schon kämpfte gegen Amalet und besiegte ihn; es sind -tapfere Leute. Debora denkt an Josuas Sieg über Amalek (Josua stammt nämlich aus Efrajim) und meint, schon in Refidim hat es sich gezeigt, daß es im Blute dieser Stammesangehörigen, liege, gegen Israels Feinde die Feindseligkeiten zu eröffnen und nicht eher zu ruhen, bis der Geger am Boden -liegt. Darauf folgt der Stamm Binjamin Taava. das find kleine Scharen; dann Machir, das ist derjenige Teildes Stammes Menasche, der im Westjordanlnade, im -eigentlichen Kriegsgelände, lag. Er stellte die a'ppin»' weil.diese als ortskundig die besten Führer abgeben. iE>o oa®a e’r®a ]piarai eine Phrase, die am meisten zu denken gibt. Zunz und viele andere übersetzen: Und von Sebulun (kamen), die den Stab des Schreibers führen, also die Schristgelehrten. Diese Uebersetzung verkennt den Ausdruck und spricht gegen Schrift und Tradition. Meinte die Dichterin wirklich die Gelehrten, so hätte sie nach unserem Sprachgefühl sagen mäßen, etwa a-ania laia osa(j; Ps. 45, 2). Auch gegen Schrift und Tradition verstößt die Uebersetzung. Nach ihnen war Sebulun ein handeltreibendes Vojlk, trieb Küstenschiffahrt (1. V. 49, 13 p®’ b’b’ tjinP;Piai, Targum: 'i®’ S'aa’ iao py ]Piat/ ferner 5, M. 33, 15 7arm rPur na® 1003U der mso bemerkt: das iab (in Pause) als eine hebräisierte Form von isy und o?.®' als term. techn für Userstab, gleich Ruder. Nun paßt auch das Verbum i-3v»-(->2v ist demnach chakdäisch wie ria V. 10.) Der Sinn ist: Sebulun verließ sein Handelsgewerbe, um am Kri-ege teilzu>n>ehme-n. V. 15. viiai ay io®r?a 'i®i „Meine Fürsten", sagt die Dich . nfr ist ein Kosewort, sie legt ihr ganzes Herz in d-iefen Ausd-ruck, ist stolz auf die Tapferen ihres eigenen Stammes, und — als hätte sie mit dem einen Wort schon zu viel gesagt — fügt sie gleich zu Barak gewendet * hinzu: pia p ia®®'v Eigentlich mühte es heißien: ia®®'si '! pia p Und wie Jssächär mit Debora, so tapfer war Naftali mir Barak, dessen besonderes Verdienst es gewesen, i'P:na nP® paya. daß er gehorsam dem Befehle eines Weibes gewesen und auf desien Geheiß nP® (Pu-al) s 0 -- fort den bisherigen LagerMtz auf dem Dabor verließ und sein Standquartier ins Tal verlegte. Die Anwendung dieser Kriegslist im rechten AugenbMÄe war die für den ganzen Verlauf der. Operation entscheidende Tat, durch welche ohne Schwertstreich die Niederlage der Feinde besiegelt wurde. Ganz unvermittelt nach diesem Lobe für die -obengenannten Stämme setzt, nun mitten im Satze der Tad-el für die säumigen und gleichgültigen. Stämmesgenosfen ein, die im Bereich des Kriegsgeländes lagen. Ihr Zorn und ihr Spott trifft zu-erst die Mitglieder des Stammes Reu den. Mit den kurzen, aber vielsagenden 'Worten aP v?n B’Pna larri rmPaa schildert die Dichterin di-e langweiligen Ueb>erlegungen in den Ratsverfanrmlungeri. die wohl unter freiem Himmel an den Bächen abgshaltsrr worden sind, und in w-elchen über die Frage verhandelt wurde, ob man am Kriege teilnehm-en soll oder nicht. rirPsa Der Begriff besagt beides: „Strei- Menschlichen als -einhejtlicheL BildungsÄement pflege, daß sie das allgemein Wissenschaftliche -vom Standpunkt jüdischer Wahrheit tradiere und inseinen Ergebnissen für helleres und volleres Verständnis jüdischer Wahrheiten verwerte." Mit P4 . Schülern trat sie am 1. April 1853 ins Leben, ixa i?ya sran Aus der in ihrem Anfänge kleinen Schule war bei Beginn, ihres zweiten Halbjahrhunderts eine, stattliche Anstalt geworden, die damals über 600 Schüler, und Schülerinnen zähfte. Wir. hören, wie die Schule immer weiter ausgebaut wurde, als die Weltkatastrophe des Jahres 1914 auch sie in ihren Strudel riß. Der jüdische Gemeinsinn, wie er gerade in der Gemeinde S. R. Hirschs sich in glänzender Weife zeigte, ließ jedoch das Lieblingskind seines Gründers nicht.untergehen, wenn auch die Nöte der Kriegs- und Nachkriegszeit an der Jubilarin, nicht spurlos vorübergingen. Wie die Ideen und Bestrebungen der pädagogftchen Welt sich in der jüdischen Schule auswirkt-en, —- wir nennen nur einige. Stichwörter: Abschaffung der Vorschulen, schulärztliche Betreuung, Schulbücherstiftung, körperliche Ausbildung, Selbstregierung der Schüler, Elternabende, Elternbe-irat, Lehrerausschuß, Schulreform — das nachzulesen weisen wir unsre Leser nachdrücklich hin- Ochjenmamn bietet, in seiner geschichtlichen Darstellung, das Bild der Entwicklung einer jüdischen Schule, die „-einzig und alleinder Opserwilligkeit der Gememdemttglieder ihre Entwicklung verdankt", die „das Testament eines großen Mannes, der sie zu einem Quell ewiger Erneuerung für ein blühend>es Gemeindeleben bestimmt hat, und der mi!t ihr nicht nur unserem Kreise allein neue Wege zur Rettung wies aus religiöser Erstarrung und Erkaltung." Der zweite, ohne Nennung des Verfassers erschienene Beitrag „Die jüdische höhere Schule" will zeigen, wie die Richtlinien für die Lehrpläne der höheren Schulen Preußens sich we-lthrn mit dem decken, was di-e von S. R. Hirsch gegründete Schule von Anfang anerstrebte. „Die von de-r höheren Schule zu leistende Ertewknwie auch „Bäche * te Segen« zu dem UHL jacher hinausgehendett gemelnfamen Erziehungsarbert möglich ist." Also nicht Beziehungslosigkett der Fächer, Ueberftille einander widerstr-ebender Anregungen, sona'Pur. aber nur in Worten, und nicht wie die der an dem Stämme, die auch a-Pm waren-, aber mit der Tat, mit Einsetzung ihres eigenen Jchs. V. .16. Deboras Unmut über den untätigen Stamm geißeln auch die weiteren Worte: o'a3®o,i ra na®' naP „Warum bleibst du bei den Herden?" Diese Worte schließen einen weiteren, schweren Vorwurf gegen -die dern als Zvel harmonische Persönlichkei-tsblldung; Stoffübermittlung ist nicht mehr Zweck, f-ondem nur. Mittel, Ziel ist Menschenbildung. Der Verfasser führt in St f?0STn,feT;1fIÖ£e,fifrft£ Iübertragen: nicht nur harmonische MenschenbWung, son--!fcertT innige Vermählung des religiösen Wissens «kn ihr m Ä.*?. L-b«-» wahchnst jozm^r sie an einem Zusammenschluß mit uns zu hindern. Nein ipn a-Piia p3Ri niapOpdort, wo die Hirten an den Bächen ihre Schafe tränken, gab es Streitereien, imb^P ’ip > aP tiefgründige Beweise waren nötig, um sie zu euren An- 'ichten zu bekehren: Bildung: das ist die innige Vermählung von Thaurv im Derech erez." Um den „Richtlinien" gerecht zu werden-, hatte der Geist der S. R. Hirsch-Schule wahrlich nicht nötig, sich neu -ernzustellen. , Sind doch die Richtlinien nichts anderes als eine späte Rachsüh-lung uralter jüdischer Erziehung sge danken, wi-e sie in der B. 17. NUN wendet Debora sich mit ihrem Tadel «t ff ''gwnEfuSer wm sS Stamm Menasche, llt®SnbIttr25 V (SfLjfnü wurden. In dem 3. Kapitel wird der Nachweis zu er- TkFMstlg AU Sft'&cfyir ]. 23. 14), ber •G&cnf.cius 9RßTicr|iulß f>Tin.cnpn £K>fiir&it -cixicfi im ©rtifri-p hipT S^irfiffini'ßTi" loa dsr in allen Diszi-pLinen eine Synthese von profanem l’&Cfp uni) kr jicy fcßn €1X1 q<€fcfylo|}I OSiffcn fi'Erö'ßffetti tc^rb^Ti) fdnn1 nitc&t \ rnTIhuin°lw Stoffgebietes durch, jüdische Belange, s-ond-em mehr noch ES rf? :-in dem Sinne der Durchdringung des gesamten Unterlrichtsstoffes mit rdeal-judifcher Weltanschauung." Es gtlng chrer H^ülielAN-teve'lassen wollten, Q^iQt, wie der Unterricht in deneMWlnen Fächern und die m ihrer Verblendung das Wohl des einzelnen ... -» des Tauro im Dereck -ere^'Brinnvs und uer ierrichtsfächer religiös ausgewertet werden können, um iS*fc'anin auszunründen in die Feststellung: „Organisches Zuder N^ederla^e der ^F^nde, und-daran schießt sich dann .^mmenwirken aller Fächer zum Zwecke der harmonischen dl-e Schrlderuu-g der Begebenherden nach deren Sturze. »Persönlichkeitsbildung ist der Leitgedanke, der die neuesten (Fortsetzung folgt.) Dücherbesprechung. Festschrift zum 75jährigen Bestehen der Realschule der Israelitischen Rsligions-g-es-ellschast Frankfurt am Main,. Hermon-Berlag, Frankfurt a. M. Preis Mk. 5.—.*) Anläßlich des 76jährigen Bestehens der Unterrichtsanstalt-en der Israelitischen Religionsgefellschaft in Frankfurt -a. M. ist eine Festschrift in Form -eines stattlichen, _ . . ~ . Bandes erschienen. Daß diese Festschrift mancherlei bie- -Bernard Shaw; Prof/ Schüler, Beiträge zur Kenntnis tet, das auch die Leser unseres Blattes zu fesseln v-er-1 D-er alten jüdisch-deutschen Profanliteratur; Studienrat mag, dürfte wohl eine Selbstverständlichkeit sein. Wir M. M>unk, Zum Problem einer jüdischen Symbolik; Stu Lehrpläne für die höheren SchMn Preußens beherrscht. Wir haben gesehen, daß eb«en dasselbe Samson Raphael Hirsch vor fast 100 Jahren für die jüdische Schule gefordert hat. Es ist versucht worden, darzulegen, wie die Konzentration in den emzelnen Unierrichtszwe-igen vor allem durch Einheitlichkeit der -alles Wissen beherrschenden und durchdringenden Weltanschauung zu erreichen ist." Wir empföhlen besonders diesen Teil der Festschrift dem eingehenden Studium unsrer pädagogisch interessierten Leser. Die Festschrift enthält weiter nachsolg-ende Beiträge: Studieirdirektor Dr. Fink, Apologetisches; Prosesio-r Caro. heben besonders die Beiträge hervor, die unsere Kollegen in pädagogischer Beziehung zu interessieren imstande sind. Der -erste Beitrag von Lyzealoberlehrer K. Ochsenmann bringt die Geschichte der Samson Raphael Hirsch- Schule der letzten 25 Jahre. Unter der Devise: a? mm ps 711 hat S. R. Hirsch seine Schule ins Leben gerufen, „daß sie religiöses Wissen und religiöses Streben mit echter, wahrhaft sozialer Bildung in innigen Zusammenhang bringe, das religiös Ewige mit dem menschlich Zeitlichen, das spezreü jüdische mit dem allgemein dienassesior Dr. Adler, Der erste Plan zur Gründung einer jüdischen Schule mit profanem Unterricht in. der Frankfurter Judengasse; Studienrat Dr. Lange, Kommentar des Meiri'zum Traktat Chagiga. Es steht uns zu unserem Bedauern nicht der Raum zur Verfügung, um auch auf den Inhalt dieser Beiträge ein gehen zu können, di-e zum Teil auch Probleme behandeln,, welche uns im Unterrichte beschäftigen. Wir verweisen darum auf die Charak'terisrerung, die die Festschrift in' ihren einzelnen Teilen -im „Frankfurter Israelit" vom 1. April ds. Is. geftlnden, und kommen zu dem zu ja m m-e nfa fsen den Urteile:-Mit reichem Gewinne ) Raummangels halber konnten wir obige Besprein pädagogischer und jüdisch-wissenschaftlicher.Beziehung chung, die uns schon längere Zeit vorliegt, erst in der wird der. Leser, der sich in den Inhalt der Festschrift vervorlieg-enden Nummer bringen. D. Schrift!. tieft, dieselbe aus der Hand leMn.