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Der Israelit · 1928-12-27 · Heft 52 (27.12.1928) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 52 (27.12.1928)
Date
1928-12-27
Page
– (sequence 10)
Language
German
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TT-*. &*»«■ IB Die Woche. Sitzung der Gemeindeoerttekung der Israelitischen Gemeinde am 20. Dezember. Der Anstellungsvertrag mit Robb. Dr. Seligmann mird auf ein Weiteres Jahr zu den gleichen Bedingungen verlängert. Die Synagoge Königsteinerstraße fährt wegen der Umbenennung dieser Straße in Zukunft den Namen „Westend-Synagoge" mit der Maßgabe, daß sie bei Veröffentlichungen ausdrücklich als liberal! bezeichnet wird. Die für den 1. Januar 1929 m Aussicht genommene Eröffnung des neuen Friedhofs wird hinausgefchoben. Der Haushaltsplan wird gemäß Antrag der Finanzkommission mit RM. 690.000 in Einnahme nund Ausgaben vom Vorstand genehmigt. In den Vorstand neugewählt ist anstelle eines ausgefchiedenen Mitglieds Herr Eduard Oppenheim, Beethovenstraße, in die Ritualkommission wiedergewählt Herr Willy Mainz. Berel Weinberger Vst- Der Ln unsrer Zeit leider nicht allzugroße Kreis wahrhafter wvan ’Ta^ru die mit der Gediegenheit Äefgründigen Thorawissens die nn» eines n"v verbinden, hat mit dem «cklzufrühen Heimgänge Rabbi Berel Weinbergers h-'-ir einen furchtbaren Verlust erlitten. Aus Mlawa stammend, wo der Heimgegangene eine hochangefehene soziale Position einnahm, sah er sich im Laufe der Kriegsjahre veranlaßt, feinen dauernden Wohnsitz hierher zu verlegen, wo er bald einen kleinen^, gewählten, aber treuen Freundeskreis um sich sammelte. Mit Hellem, scharfem Verstände und praktischem Sinne ausgerüstet, fand er bei allem Bemühen um die würdige Ernährung und Versorgung seiner Kinder, den Mittelpunkt seines inneren Lebens doch in minn und mxnn ovp Eine große, herrliche Bibliothek nannte er sein eigen, sie war ihm kein äußerer, sondern ein innerer, g e i st ig er Besitz. Er sprudelte min nn, wenn man mit ihm sprach, und ma«» und vor allem war es sein reicher n"v vinv, die langjährige innige Bekanntschaft mit all dem Geistesheroen der vorigen Generation im großen Rußland, die chn befähigte, wie aus einer reichen Schatzkammer köstlicher Erinnerung Weisheit und Lebenserkenntms zu spenden. Ein unendliches PnvI lieh ihn heiter und stark manchen harten Schicksalsschlag ertragen, heiter und stark auch die letzten Monate schweren körperlichen Leides, das bange Schweben zwischen Furcht und Hossnung. Glückselig heiligte er noch auf dem Krankenlager den Kislew-Neumond und sagte beruhigend seinem Sohne, nun sei er sicher, den Monat des Chanuckafestes ausleben zu dürfen. In den Morgenstunden des 30. Kislew aber zog feine reine Seele zu ihrem Schöpfer heim; fein Andenken wird als das eines pnx ewig gesegnet bleiben. n^asan- Jüdischer Turnerbund E. V. Während der Schulferien fallen sämtliche Uebungsstunden aus. Wiederbeginn der Kurse am Dienstag den 8. Januar 1929. Mit dem Beginn des neuen Semesters treten folgende Aenderungen ein: Das Knabenturnen findet Dienstags von 6—7.30 Uhr wieder in der Annaschule, Rechneigrablönstraße statt. Das Turnen der Alten Herren wird von Montag Abend auf Mittwoch Abend verlegt. Zeit und Ort wie seither. Die Damenab-beilung turnt jetzt wieder in der neu hergerichteten Liebfrauenschule, Schäfergasse Donnerstags Abends von 8.30—10 Uhr. Wir verweisen auf das unter Rubrik Bsreinskalender abgedruckte Vereinsprogramm. Meinkinder-Kurs im 3. T. S. Wir beabsichtigen unter Leitung unseres Herrn Fleck einen Gymnastik- und Turnkurs für Kinder in noch nicht schulpflichtigem Alter sowohl für Knaben als auch für Mädchen einzurichten. Der Kurs soll Dienstag und Donnerstag Vormittags in der Turnhalle Weberstraße 38 stattfinden. Anfragen und Anmeldung bei Herrn Ferdinand Fleck, Kreuzerstrahe 22 (Telefon Zeppelin 55 280) oder schriftlich an die Vereinsleitung, Langeftraße 3. Auf Wunsch vieler Eltern richten wir diesen Kurs ein und erübrigt es sich wohl, auf die Bedeutung und Wichtigkeit eines solchen Kurses besonders hinzuweisen. Jüdisches Konzert. In dem am Sonntag, den 6. Januar stattfindenden Konzert „Jüdische Musik" wird Oberkantor Alter, > der sich zur Zeit auf ern«r Gastspielreise durch Polen befindet, zunächst Arien aus „Elias, Schöpfung und Jüdin" singen, im zweiten Teil des Programms hier noch nicht gebrachte synagogale Gesänge und Volkslieder. Karten sind in den bekannten Vorvertaufsstellen sowie auch bei Herrn I. Wohlfarth, Blurnenstvaße 8 erhältlich. Osljüdische Vereinigung. Samstag den 22. Dezember sprach Herr Jakob W o l f s in der Suppenanstalt über G e m e i n d e p o l i t i k und Ostj uden. Herr Wolfs entrollte den ganzen mit diesem Problem zusammenhängenden Fragenkomplex. Er schildert den Leidensweg der Ostjuden in der. Fremde bis zu dem Zeitpunkte, wo es gelang, ihre Gleichberechtigung in der Mischen Gemeinde 'durchzusetzen. Hand in Hand mit der Demokratisierung des jüdischen Gemeindewesens geht das Bestreben näch Verlebendigung der jüdischen Gemeindestube, wo nicht nur kultuelle Dinge ihre Erledigung finden, sondern, wo alles, was mit Juden und Judentum zusammenhängt, sei es in kultureller, wirtschaftlicher, sozialer und religiöser Beziehung, gepflegt wird. Speziell dem Mittelstand geegenüb>er müsse die jüdische Gemeinde mehr Interesse bekunden, durch Errichtung von Mittelstandskassen. wirtschaftlicher Veraltungsstellen und Wiederaufrichtung brüchiger Existenzen. Ferner müsse die jüdische Gemeinde mehr Aufmerksamkeit dem Problem der Berufsmrrschiichtung zürnenden. Denn soziale Fürsorge heißt nicht nur die Tranen der Armen trocknen, sondern Tränen verhüten, indem man dem um feine Existenz schwer ringenden Mittelstand zur Seite steht. Die jüdische Gemeinde müsse fernler der Jugend mehr Fürsorge zw wenden. Und so fordert er die Errichtung von Jugenddezernaten usw. All dieser Fragen beschäftigten' die Ostjudenheit mit umso größerem Interesse, tor ihre Lage von Tag zu Tag sich verschlechtert. Herr Wolfs sprach auch über die Pflichten der Ostjuden der jüdischen Gemeind« gegenüber und seine Worte gipfelten in dem Wunsche nach Ausgleich der Differenzen von Ost- und Westjudentum, nach Friede und Eintracht. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Ltzajkm. Freitag abend nach Schul, im Hörsaale Friedberger Anlage, 'fr>i nens, Herr Bernhard Heidingsfeld. Samstag morgen, nach Schul, im Hörsaale Fried berger Anlage, Dinim, Herr Dr. E. Posen. — Nachmittag s/4 Stunden vor Mincho im Vereins lokale, Newiim, Herr Dr. W. Hofmann. Sonntag morgens nach Schul, im Hörsaale Friedberg. Anlage (ebenso Mittwoch), tnK "n Herr Redakt. S. Schachnowitz. — Vormittag 8 Uhr. Vereinslokal (ebenso lja Stunde nach Sabbatausgang). Gemoro. Herr Joachim Soffer. — 974 Uhr Vormittag (ebenso Dienstag nachmittag 67s Uhr). Gemoro, Herr R.-A. G. Posen. — Abends 6 Uhr im Vereinslokale Langestratze 18. Dortrag Herr B. Rachelsohn über p) ,nffa irm wm nwa- Montag nach Schul, tm Hörsaale Friedberger Anlage (ebenso Donnerstag), Mischna, Mitgliederlernen. — Abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch) im Veceinslokale, Gemoro, Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. — 8lh Uhr abends (ebenso Donnerstag), Gemoro, Herr Dr. <£. Posen. Dienstag morgen nach Schul, im Hörsaale Friedberger Anlage (ebenso Freitag), Mischna, Herr Dr. E. Posen. Don Sonntag bis einschließlich Donnerstag abends 8% Uhr im Vereinslokale. Schaslernen des Herrn Herz Halpern. Jahrz eitsstiftungen. Sonntag. 30. Dezember. Adolf Rosenbaum-, Sophie Lehmann- und Gabriel Rosenberg-Stiftung. Aguda, JirroeftJuzendssruppe. Sonntag, 8 Uhr vormittag (ebenso Mittwoch 9 Uhr abend) Chumisch. Herr Leopold Oppenheimer. Montag, 9 Uhr abends (ebenso Mittwoch) Mischna. Herr Rechtsanwalt M. Katz. — 9 Uhr abends, (ebenso raff nachmittag 3 Uhr) Gemoro. Herr Emanuel Wolf. — 9 Uhr abends (ebenso Donnerstag) Gemoro. Herr Gerson Schnerb. Dienstag. 8/49 Uhr abends (ebenso raff 3k& Ub Gemoro. Herr Leo Schnerb. — 3/<9 Uhr (ebenso raff 3 Uhr nachmittag) Gemoro. Herr Dr. W- Hosmann. — s/49 Uhr abends (ebenso raff 3/ao Uhr vormittags) Gemoro. Herr Dr. Js. Posen. Mittwoch. 3/49 Uhr abends, Kizzur. Herr Theodor Spiegel. Donnerstag. 9 Uhr abends. Chumisch. Herr R.-A. Js. Rosenheim. Freitag, abends nach Schul, Muffar. Herr B. Rachelsohn. — 8 Uhr Gesellige Zusammenkunft, raff, 7411 Uhr vormittags, Gemoro. HerrLippmann Kurzweil. — 3/4H Uhr vormittags. Kizzur. Herr Louis Kahn- — 3/4i2 Uhr vormittags, Kizzur. Herr Gerson Schnerb. — 3 Uhr.nachm., Gemoro. Herr Tarsis. — 4 Uhr nachmittag. Sidro. Herr R.-A. M. Katz. Jeden Tag von 9-11 Uhr Gelegenheit zum Lernen jeglicher Art. Von 12—1 Uhr, Das Jaumi. Herr Herz Halpern. Agudar Jisroel-Mädchengruppe. Montag, 729 Uhr abends, Mifchle. Herr Lehrer S. Unna. Dienstag, 9 Uhr abends, Tenach. Herr Dr. Weger. Mittwoch, 7,8 Uhr abends, Dinim. Herr Lehrer Hirschberg. raff nach Schul, Schmuel. Herr Julius Lewin. — 4 Uhr nachmittags. Chummisch und Raschi. Herr Lehrer Hirschberg. Freitag, 87s Uhr abends, Gesellige Zusammenkunft. Beshamidrasch, Ostendstraße 1t. Rabbiner M. Karpel: Sonntag von 7—8 Uhr abends iijpff raff nai- Montag. Dienstag und Donnerstag von 729-7210 Uhr iiv'ff tt2ff 'im- Sabbat nachm. 4 Uhr D ros cho. OMdlsche Vereinigung, Frankfurt a. 2R. Samstag abend 87s Uhr in der Suppenanstalt Theobaldstraße, Dorttag des Herrn Jacob Wolfs über „Gemesndepolitik und Ostjuden". NN2N- Schwanenstratze. Schachris täglich 7.10 Vormittags rmina täglich 7.30 Abends Lernverein Ankerlindau (dpi all). Vereinsräume: Unterllndau 231. Freitag Abend nach dem Gottesdienst, Dorttag des Herrn Dr. S. B. Eschwege. Gebetzeiten. 'N'i faff Freitag abend 4.10 Samstag n»2ffn 7.05 Samstagsmorgen 8.00 Samstagnachmittag 1.00 und 4.00 Samstagabend 5.25 1 > Wochengottesdienst:. Morgens 7.05 . Nachmittags 4.15 Tefillin-Legen am Morgen 7.05 Gewißheit. Die Sterne niemals untergehn. Wenn auch wir Menschen fie nicht sehn. * . Sie zeigen ihres Schöpfers Macht, ' Unüberwindlich Tag und Nacht. Durch Silberleuchten, erdenfern, Verherrlicht Gott ein jeder Stern. Ihr ewig gleicher Rythmen-Zug Beweist des Weltalls Herrn genug. Und wer an Gott nicht glauben kann, Der ist fürwahr ein ärmer Mann. — c FM. Familiennachrichten. Barmizwo: Hans, Sohn des Herrn David Benjamin, Würzburg» Wallgaffe. 5. Januar, rvwff 's

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