Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 69 (1928)
- Issue
- Heft 48 (29.11.1928)
- Date
- 1928-11-29
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 12 Nr. 48 Der Israelit 29. November 1928 Punktzahl betrug 91 Punkte im Fünfkampf. Das gute die Tochter des Hauptorganisators der Veranstaltung in i Dienstag morgen nach Schul, im Hörsaale Fried Gelingen wurde voll und ganz gewährleistet durch das restlofe Einsetzen sämtlicher Lehrkräfte des I. T. B. Die Preisverteilung für die einzelnen Sieger fand in Verbindung mit dem kürzlich stattgefundenen gemütlichen Abend statt. Die Fülle der Darbietungen gestaltete das Programm derart ausgiebig, daß die anwesenden „Festteilnehmer" beim „Süßen" bis nach Mitternacht in froher Stimmung zusammen verweilten. An dieser Stelle sei vor allem nochmals all denen gedankt, die sich bei diesem gemütlichen Abend uneigennützig in den Dienst der guten Sache stellten, und durch ihre mannigfaltigen Kräfte, sei es durch Gesang, Rezitation und sonstige Darbietungen zur Verschönerung des Abends ihr Bestes beitrugen. Es fei hier nicht unerwähnt, daß' dieser Abend auch zugleich als Abschiedsabend einem beliebten Mitglied galt, daß von Frankfurt wegzieht. Ein von einem aktiven Mitglied in hochherziger Weise gestifteter Pokal wurde als Wanderpreis für dieses Jahr den drei ersten Siegern der 1. Herrenriege zuerkannt. Lhanukah-Nachmittag der I. T. B.-Kinder. Am Sonntag, den 9. Dezember, nachmittags 3,30 Uhr veranstalien wir für unsere jugendlichen Mitglieder einen Chanuka-Nachmittag in der Turnhalle der Samson Raphael Hirsch-Schule. Die Fe-ier wird eröffnet mit dem Minchahgebet und Anzünden der Lichter. Für Bewirtung und Unterhaltung ist bestens Vorsorge getroffen. Ein Sonntag-Nachmittag in Wiesbaden. Das war ja eine stattliche Zahl von fröhlichen Mädels und Jungens, die sich vorigen Sonntag Nachmittag um 1 Uhr am Hauptbahnhof traf, um gemeinsam einen Abstecher nach Wiesbaden zu machen! Die Fahrt war sehr lustig und dort wurde man am Perron erwartet. Die „Meenzer" Freunde trafen auch kurz darauf ein, und nun ging es im zwanglos geordneten Gänsemarsch durch die Stadt zum Neroberg. Für manchen Teilnehmer war es recht gesund, den Berg hinaufzukraxeln und wirklich, es lohnte sich der Mühe. Denn welch ein Anblick auf die Rheinebene, im Hintergrund-, im herbstlichen Sonnenschein der glitzernde Rhein und unten das herrliche Kurstädtchen bezw. die Großstadt" Wiesbaden! Ein lieber Freund, der Hofphotograph der Aguda-Jugend, Herr Arno Katz, hielt die Teilnehmer im Bilde fest, und welch lachende Gesichter durfte er knipsen! Noch einen kurzen Blick ringsum auf die herrliche Herbstlandschaft und es ging nun gar zu schnell wieder hinunter, da die Kehillo ihre jugendlichen Gäste zum Gottesdienst jn Schul erwartete. Nachdem man im Cafe recht gemütlich auch seines Magens gedacht hatte, trennte man sich in kleine Gruppen zur Besichtigung der Stadt und des Kurhauses. Selbst für den verwöhnten Frankfurter waren die Eleganz der Auslagen und der Dekorationen wert, angesehen zu wer den, nicht zuletzt das Kurhaus, das man besichtigte. Um 6.30 Uhr fand man sich wieder im Hörsaal der Gemeinde ein und allmählich ward das Nachtmahl aufgetragen. Wiesbadener und Frankfurter Damen hatten alles glänzend arrangiert. Besondere Erwähnung muß Golusleid. Man schreibt uns: Ich wäre Ihnen zu Dank verpflichtet, wenn Sie als einen persönlichen Beitrag von mir folgendes zu Ihrem Artikel „Golusleid" bringen würden. . Als Leiter einer Wohlfahrtsstelle, also als Beamter, möchte ich den Artikel „Golusleid" kritisch betrachten. Der erste Absatz ist so richtig,, daß er immer und immer wieder den Wohlhabenden vorgehalten werden muH. Aber nicht'richtig erscheint mir die Kritik, der beiden letzten Absätze, da die Gefahr besteht, daß man zu den Beamten der Wander-Fürsorge sagt: „gleiche Brüder, gleiche Kap^n". , , ... . . ..?;;j Hs soll WkMmeEndaß wohlgenährte Armenpslvger MÄgrige Wanderer ohne Essest imfr' Geld^"*^schjUm WÄe ArmeWW^ PEauch Meiner^ Meinung -nach, un- ' 'tmÄlrch unbf, es,lst.Mche der Kehllla, durch immererstelle Beweisführung dem Armenpflege^ seinen Hpstest zu >enHehen. Wir .sitzen chckt histter GifterverMül'gm. und, Kl<chpfenstern>'deün wir 'halten es nicht für mMschenwürdig/dem Armen seinenLast noch drückender' zu > machest. Ein Wort zu der Schwarzen Liste, die nicht mehr existiert. Es gibt nur noch Warnungslisten und nach den Beschlüssen der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge bedeutet die Meldung der Warnungslisten eine Vorsichtsmaßnahme, aber kein Diktat der Abweisung. fwei Dinge berücksichtigt der Schreiber des „Golus- " nicht. Nämlich den Mängel an Geld. Gedrängt, sparsam zu wirtschaften,, gedrängt, richtig zu geben.muß der Beamte entscheiden. Die Abfertigung und Hilfeleistung erfordert Zeit. Muß der Durchwanderer zu lange warten, so ist natürlich wiederumder Beamte-daran schuld. Ärmer Beamter! der du mehr wie menschliche''Eigenschaften in dir vereinen sollst^'" Privat-Soxgkch daMtdukeink haben. Der Ächtstundentag ist für dich , ein. Begriff. Wie -du es machst,; machst dp es falsch. M?enten,; .Pörftqttffc und die private Meinung follst'M.MMdiKeWunb' fitldest einzig uM.alledtzKoine-.BefvrÄtzüsg-'dartnetwas post'Dem großen Leid und Elend listdern zu (Helfen/ :' Doertens seU iöftan der falschen Stelle gegeben.' Wurde man akkiber der Wander-Fürsorge helfen durch Geld und MitäMK, manches würde besser und manches könnte ausgebäiü werden.^ m Lieber L. Sch., dies ist die. Replik eines DeatttteÜ einer großen Stelle, der durch diesen langen Stoßseufzer von seinem Standpunkt aus auch der Oeffentlichkeit etwas zu erzählen-chrt. Bj. Wiesbaden, Frl. Deutsch, finden, und auch eine Frankfurterin, Frl. Wohl, hatte mit viel Mühe alles „wohl" zubereiten helfen. Inzwischen haben sich verschiedene Wiesbadener Herrschaften eingefunden, um einen gemütlichen Abend mit der Aguda-Jugend zu verbringen. Rach einigen er munternden Gesängen unter Leitung des lieben Freun des Ernst begrüßte der Vorsitzende der Frankfurter Gruppe, Herr Rechtsanwalt Dr. Katz, die Anwesenden insbesondere Herrn Rabbiner Dr. Ansbacher und Herrn Lehrer Hes, sowie den" Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde, Herrn Eahn, ferner die Mainzer Gäste und einen Vertreter der Kreuznacher Jugend. Herr Rabbiner Dr. Ansbacher hielt eine kurze Ansprache an die Jugend. Im Verlauf des Abends,, in abwechselnder Folge von Speise und Trank, Gesang und becheinten jüdischen Witzen — besonders bei letzteren war die Beteiligung recht rege — sprachen noch Herr Lehrer Hes, Herr Vorsteher Eahn, sowie Herr Rechtsanwalt Sulzberger. Bei den gesanglichen Darbietungen sind beson ders die Herren Lehrer Hes und Lehrer Frankfurter aus Mainz hervorzuheben. Ein Ründgesang wurde unter allgemeiner Beteiligung recht laut gesungen In der angenehmen Stimmung verlief der Abend so schnell, daß man sich, als man sich schon nach 11 Uhr trennen mußte, dazu kaum entschließen wollte. Nach erfolgter allgemeiner Verabschiedung bestieg man den Zug, der einen spät nach Mitternacht nach Frankfurt wieder zurückbrachte. Das war nun eine wirklich wohlgelungene Veranstaltung der Iugendgruppe und sie hatte gezeigt/daß die Jugend, die die Woche hindurch die Abendstunden mit Ernst und Eifer sich dem Studium des Gotteswortes widmet, auch Sinn und Interesse für echte jüdische Geselligkeit und jugendliche muntere Heiterkeit hat. Frau Lina Rothschild n"J?- Vor kurzem starb hier Frau Lina Rothschild, eine von jenen jüdischen Frauen, wie sie leider immer seltener werden. Nie fehlte sie, wo es galt, Tränen zu trocknen, Leid zu trösten, Liebesiaten an Lebenden und -an Toten zu vollbringen. Die Quelle ür dieses schöne und reine Menschentum lag darin, daß die Verstorbene mit ihrer ganzen Seele, mit ihrem ganzen Fühlen und Denken tief wurzelte in der Thora heiligem Boden. Bewundernswert war ihre durch nichts zu erschütternde religiöse Standhaftigkeit. Ihr Haus war ein Heiligtum. Hier stieg ein Gebet aus der tiefsten Tiefe eines frommen Herzens zu Gott empor, rein, so wahr und so aufrichtig. Ihr gastfreundliches Haus war für jedermann weit geöffnet. Hungrige gingen gesättigt von dannen, ganz besonders zeigte sich ihre wahre Liebe in der schweren Kriegs- und Nachkriegszeit. Der Sabbat, der ihr stets ein Tag der Wonne und seelischen Glückes war, ist ihr auch zum Tag der Erlösung geworden, denn an ihm hauchte sie ihre reine Seele im Alter von 77 Jahren aus. Am Grabe entwarf Herr Rabbiner Dr. Hoffmann in zu Herzen gehenden Worten ein getreues Bild dieser wahrhaft frommen Gattin und Mutter. •iraxai Dichtung der Gegenwart. Ein literarisch -interessiertes Publikum füllte fast bis zum letzten Platze den Saal d-er Kunstgewerbeschule, um den jugendlichen Schauspieler Max K 0 ninsky moderne Dichtung vortragen zu hören, ' : Das ausgiebige, wohlklingende, modulationsfähige Organ des Künstlers hieltdie aufrnerksameen Zuhörer dauernd im Bann. » /■/ . . Es war eine Freude zu beobachten, wie sich der Vortragende in das Wesen und den Geist der.verschiedenen Dichterwerke eingelebt hatte. Feurig, mireißend klang dex „GtzsanH an die Masse, die hier-ist" von J:i Romainrührend^^ fiMcht und" ergreifend Werfels „Wternkied Während Kdninsky BrMings „Salome" M Rhythmus sprach, glaubte man, die», Tänzerin sich in rasendem Wirket drehen zu sehen. /' . i '! Die Votträge alle bewiesen die zcheisellös starke! Begabung.' --de^-jungen Schauspielers, und. viele alte: und neue Freunde sind gesvasint darauf, Herrn Konmsky in geÄgnettr Rolle auf.des: Bühne zu Wen»' —r Frankfurter Vereinskalender. ~ Verein Mekor Lhajim. Frpitag abend nach Schul im Hörsaale Friedberger Anlage, Mikro. Herr Lehrrr M Goidlchnildt. Samstag morgen, nach cö ul, im Hörfaale Fried verger Anlage, Dinim. Herr Dr. E. Posen. - Nachmittag */* Stunden vor Mincho im Vereins lokale. Newiim, Herr Dr. W. Hofmann.!, Sonntag morgens noM Schul im Htzrsaale Friedsiera. Anlage ( benio Mittwoch), narr >'N Herr Redakt. S. Schachnonritz. — -Vormittags Uhr. Deretys^ sttökai leben so » s SMnde nach Sadbatausgang), Geysyra.^Hexr Joachim Soffer. 974 U^r Donimittrg (ebenso. Diens'ag nachmittag 6 /, Uhr), Gemoro,'Herr R.-A/ G,Posen. V, Abends v Uhr im Perzinslokale N wgsstraße-18, Vortrag - des Herrn Dr. S. Ehro»ann, „Ausgewählte Kap'te.* aus in,brr 'aa rrtm Vereinslokale, Gemo o. Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. — 8V2 Uhr abends (ebenso Donnerstag), Gemoro, Herr, Dt" - G. Pofest/ 7-. ) ^, , . ' ..,! erg'?r Anlage (ebenso Freitag), Mischna, Herr Dr. E Posen. Von Sonntag bis einschließlich Donnerstag abends 83/* Ihr im Vereinslokale, Schaslernen des Herrn Herz Halpern. - Jahrz eit? stiftun0en. Samstog, 1. Dezember. Julius Mayer-, Siegfried >/eidel- und Gettt Hirsch-Stiftung. Fr'itog. 7. D.'zemoer. Therese Stern geb. Plant- Stiftung. ' Azuda, Jisroel-Jugendgruppe. Sonntag, 8 Uhr vormittag (ebenso Mittwoch 9 Uhr abend) Cnumtsch. Herr Leopold Opoenhetmer.' Montag, 9 Uhr abends (ebenso Mittwoch) Mischna. Herr Rechtsanwalt M. Katz. — 9 Uhr abends, (eb nlo nachmittag 3 Uhr) Gemoro. Herr En anuel "Uwlf —9 Uhr abends (ebenso Donnerstag) Gcmoro. Herr Gerson Schnerb. Ti nstag 3/49 Ubr abends (ebenso mw SU5 Uhr> Gemoro. Herr Leo Schnerb.^ — 3j49 Uhr (ebenso na® 3 Uhr nachmittag) G-moro. Herr Dr. , W- Hofmann. — 3 49 Uhr abends (ebenso nafc 8/.iO M)r vormittags» Gemoro. Herr Dr. Ii. Posen. Mittwoch. 3/49 Uhr abends, Kizzur. Herr Theodor Spie el. Donnirstag. 9 Uhr abends. Chumifch. Herr R.-A. Js. Rosenh<im. Fr i aa. abends nach Schul, Muffar. Herr B. Rachttsohn. — 8 Uhr Gesellige Zusammenkunft, na®. 3/i Uhr vormittags. Gemoro. Herr Lippmaon Kurzweil. — */4il Uhr vormittags, Kizzur. Herr Louis Kahn. - 3/4L2 Uhr vormittags, Kizzur^ Herr Gerson Schnerb. — 3 Uhr nachm., Gemoro. Herr Tarsts. — 4 Uhr nachmittag. Sidro. Herr R. A. M. Katz. Jeden Tag von 9-11 Uhr Grlegenheit zum Lerne - jeglicher Art. Don 12—1 Uhr, Das Jaumi. Herr Herz Halpern. . Agudas Jisroel-MLdchengruppe. Montag, */29 Uhr abends, Mischle. Herr Lehrer S. Unna. Dien-ttag, 9 Uhr abcnds, Tenach. Herr Dr. Weger. Mittwoch, 7*9 Uhr abends, Dtnim. Herr Lehrer Hi schberg. na® nach Schul, Schmuel. Herr Julius Lewin. — 4 Uhr nachmittags, Chummisch und Raschi. Herr Lhrer Hirschberg. Freitag. 87s Uhr at eids. Gesellige Zusammenkunft. Liwjattz Lhen-verein. Samstag. 474 Uhr r achm. bis kur? vor Nqcht im Hör a le Friedbergeranlage, Vortrag des Herrn S. Schachuowitz. (Zwischen Laban und Esau). Beshamidrasch. Ostendstraße 1». Rabbiner M. Karpel: Sonntag von 7—8 Uhr abends uv'® na® nm- Montag. Dienstag untz Donnerstag von 129-V2IO Uljt *nsr>® na® Jeden Freitag abend nach Schul Dortrag.' Ostjüdifcher Jugendhund. Der Ostjüdtsche Jügendbund oeranstaUet anläßlich des. Chanuckafeftes am 23. Deze iber in der L'sderhalle, Lrngestratze, einen ..Bunten Abend" Näheres wird noch bekannt gegeben. Jüdffchfr Inrnerbnnd., Winterprogramm (gültig ab 8. Okt.) / Herren: Donnerstag, 872—10 llhr. Gymnastik und Turnen. Annafchule. . Alte Herren: Mvntag' S3/* /107*40)#," Gymnastik imh AnnnftNirl»; -mir , und Durnen., Annafchule. -1» /:! 1 Jugend: Donnerstäa/ 872?ÄM MrAGymnastiOWj» Turnen. "Annafchule. . - & „u ";v4j - Damen: Donnerstag. 872-10 Uhi!iHtjmnastiktz .. Turnen. Lieh.fr auenschule -lois-Mitte Novpmber Mtttwoch stl/z—10 Uhr AnnaMlM. / - FrauenMittwoch,?3/4-/9 Ühr4* Gymnastikkürs, S R. Hirsch-Schule. ' r: h; Knäb?n: Dienstag, b—77, Uhr, Turnen. S. R. Hirsch- Schule.- Mädchen : .Mittwoch,. 47«—7 Uhr Gymnastik und Turnen Abtlg. I (bis. 10 Jahre). 472 57, Uhr» Abtlg. II (über 10 Jahre).. 07^-7 Uhr. ANnäschule. '/ ■ Sonntags: 8440-Ilör, Schwttnmhurs^ für Herren im Städtischen Schwimmbad.-. <Leitung Turnbruder Jacob Ganz). - "o'; r Alle?11 Tage Wanderungen. .... . .. >• ff, c '■ f . : #( i5^-» SJ* . . - . -;tnV®*»f^a® _ v;i'k ' Krettag >Abend-»4OS,; /;;//' .; , SamstaK>ML®ri v^ - y /' LarnstagyMSM,A^^. '/ Lamstagnachmittag 1.— und 4.— J $ Samsta^äbenb 5.20 iS; AÜorgens 6.55 Nachmittags 4?-— Tefilin-tegen am Morgen 6.55 -