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Der Israelit · 1928-10-25 · Heft 43 (25.10.1928) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 43 (25.10.1928)
Date
1928-10-25
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 43 Seite 9 28. Oktober 1928 __ Kassel. 12. Oft. Die Firma Louis London, Sport- und Herrenartikel, kann heute auf ein, 25Mhriges Bestehen zurückblicken. . > Kassel, 12. Okt. Ihren 7V. Geburtstag begeht am 16. Oktober Frau Rosa Rosenbuch in bester Rüstigkeit und geistiger Frische. Kassel, 12. Okt. Bei den Festlichkeiten des Roten Kreuzes wurden auch 2 Mitglieder unserer Gemeinde ausgezeichnet. Im Namen des Oberpräsidenten überreichte Herr Vizepräsident Volkhardt Herrn Bankier Paul W e r t - heim das Ehrenzeichen für besondere langjährige Verdienste um das Rote Kreuz. Herr Generalleutnant Föst überreichte im Namen des Zweigvereins vom Roten Kreuz Herrn Justizrat .Dr. Rothschild das Ehrenkreuz vom Roten Kreuz. Kassel, 12. Okti Am 1. Oktober feierte die in ganz Deutschland bekannte Firma Gerson Meißner ihr 50jähriges Bestehen. Unterallerlheim b. Würzburg, 16. Okt. Nach kurzem Leiden verschied am 19. '->vv Abraham Bravmann im 74. Lebensjahre und wurde unter allgemeiner Beteiligung am zur letzten Ruhe gebettet. Die Lücke, die der Heimgang dieses ®"s. der kleinen Gemeinde geschlagen, kann fast nicht mehr geschlossen werden. Verkörperte er doch alle Tugenden eines wahren ’Tirp. Aus echt frommem Hause, in dem die nmn Richtschnur des Lebens war, eignete er sich in seiner Jugend ein bedeutendes jüdisches Wissen in Höchberg bei Ottensooser V'xt und in Heidingsfeld bei Goldschmidt V'st an. Täglich zu lernen war ihm Pflicht und Bedürfnis, und nun ’-iin konnte man bei jeder Gelegenheit aus seinem Munde hören; nmn ds? '"v-i waren ihm fast Wort für Wort Gedächtnisgut. In den Dienst der Gemeinde stellte er sich awacii burct) seine belehrenden imv-Vorträge und als nhwn bvi und ns’pn i>r?a-Jm wahren Sinne verband er ns tvt ds? mm Sein ganzes Leben war getragen von tiefster Frömmigkeit. In seltener Gottergebenheit trug er den plötzlichen Verlust seines einzigen hoffnungsvollen 20jährigen Sohnes und den frühen Tod seiner frommen Gattin. Bei seinen Geschäftsfreunden be- Der Israelit liebt wegen seiner Rechtlichkeit, die ein Ausfluß feiner Gottesfurcht war, beschloß er in Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit seinen Lebensabend. Möge sein Andenken in der Gemeinde weiterlebne und seine Frömmigkeit Nachahmung finden. . -, mxm- Weißenburg, 16. Oktober. Am Freitag, den 21. September wurde die sterbliche Hülle von Meyer G e r s ch e l, Inhaber des Geschäfts Samuel Gerschel, auf dem alten Weißenburger Friedhof beerdigt. Trotz der Nähe des Sabbats hatte sich eine stattliche Reihe von Freunden eingefunden, um dem Verblichenen die letzte Ehre zu erweisen, unter ihnen ein großer Teil der Straßburger Etz Chasim-Gemeinde, deren Mitglied der Verstorbene war. Meyer Gerschel, von der alteingesessenen Weißenburger Familie Gerschel, war der Nachkomme frommer Ahnen, unter ihnen der berühmte Altonaer Raw Jacob Ettlinger Sein Vater Samuel Gerschel hatte einst zu den Führern der Weißenburger Kehilla gehört. Cs war stets das Bemühen und der Stolz des zu früh Verblichenen, sich seiner Ahnen würdig zu erweisen. Er war von, einer mustergültigen Jiras Schomajirn. Sein Geschäft hielt er streng am Schabbos geschlossen und er legte sich die größten Opfer aus, um die Mizwaus genau auszuüben, er war ein hervorragender Baal Zedoko und beteiligte sich gern an jedem Werk jüdischer Wohltätigkeit, besonders warm schlug sein Herz für Erez Jisroel. So hinterläßt sein Scheiden eine große Lücke. n"mtsn> Alsbach (Hessen), 20. Oktober. In selten geistiger und körperlicher Frische kann mit Gottes Hilfe das Ehepaar Warum Götz, hier, am Sonntag, den 28. Oktober das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Tiefwur-- zelnd in Thauro und Tradition, bildet dieses Paarden Stolz unserer Gemeinde als Zeuge eines einst schönen echtjüdischen Kehillolebens. Wahre Gesetzestreue, bekannte Gastfreundlichkeit und stets helfende Unterstützungsbereitschaft sind die Grundzüge dieser endlen Menschen. — Herr Götz, im 84. Lebensjahre stehend, ist noch heute der Erste in der Synagoge, der Erste auch, wenn es gilt, irgendwie Mizwoh zu erfüllen. Als aussichtsführendes Mitglied der Verwaltung unseres Friedhofsverbandes wahrt er mit großem Interesse und eiserner Strenge die Traditionen unseres O’mnJTa und läßt es nicht Hu, daß auch nur irgend etwas an dem Ueberkommen geändert wird. — In dieser Mizwohfreude ist ihm, wie in jeder Hinsicht, Frau Götz die gleichgesinnte Gattin. Als langjährige Vorsitzende unseres Frauenvereins leistet sie Hervorragendes und ist den Jüngeren nachahmenswertes Vorbild, wenn der Ruf der Pflicht an sie ergeht. — Wenn an den verflossenen Feiertagen unsere Festesstimmung durch die erfolgte Instandsetzung unseres altehrwürdigen Gotteshauses in ganz besonderem Maße erhöht wurde, so ist dies das Verdienst dieses Jubelpaares, für das es nichts Höheres gibt als die Liebe zu unseren Mizwohs und die Liebe für unsere Gemeinde. — Weit über den engeren Verwandten- und Freundeskreis hinaus geachtet und geehrt, erfreuen sich Herr und Frau Götz der ganz besonders fürsorglichen und aufopfernden Liebe ihrer Kinder und Enkel, deren tiefe und echte Kindesliebe sich kundgibt in einem schönen harmonischen Familienleben. — Möge n"apodiesen edlen Menschen noch viel Gutes zuteil werden lassen und sie gesund und froh erhalten. erym Briefkasten. M. K. It. Betrag eingegangen und für Abonnement verbucht. 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