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Der Israelit · 1928-10-18 · Heft 42 (18.10.1928) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 42 (18.10.1928)
Date
1928-10-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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19.0KT.1923 Si 18. GKober 1928 Nr 42 ^ranffurt (X* 2TT*p bßtl 4. Marcheschwan 5689 Begründet von Dr. Lehmann kn Mainz. fc£<£t Abonnement ab Januar 1934: Deutschland 1 Toldmark monatlich; A ü s l a n d: Vierteltahrpreise (entsprechend dem deutschen Inlandspreis zuzüglich Kosten des Streifband-Versandes) Deutsch-Österreich: Schilling 6.—; Amerika 1 Dollar; England 4 sh.; ab 1. Juli Frankreich W Fr.; Belgien ab 1.7.27. Belga 8; Holland 3 fl.; Italien ab 1.1.28.18 Lire; Jugoslawien öS Din.; Litauen 7.80 Lit.; Rumänien ab 1. 7. 27. 150 Lei; Polen 4 deutsche Goldmark »um Tageskurs oder 7 Zloty. Schweiz 5 Fr. Tschecho-Slowakei Lö Kronen; Ungarn Pengö 5 ab 1.Juli 1937; Dänemark 3.50 Krön.; Norwegen8.50 Krön.; Schweden 3.60 «ron. Einzelnummer dreißig Eoldpfenntge. Der Israelit erscheint jeden Dvnnerstag. Inserate 40 Goldvf. für die stebevgespaltene NonpareMe-Zelle. Abonnenten zahlen bet Stellengesuche« und Familienanzeigen nur 80Pf. Die 75 mm breite Reklamezeile: letzte Tertseite 1.80 Mk., vorletzte Textseite 2.— Mk.; Thtffregebühr 1» Höhe eines dopp. Fernbriefportos. Rabatt nach Tarif. Bei laufende» Jnferataufträgen tarifm. Preiserhöhung jeder». Vorbehalt. Jnferatenannahme durch de» Verlag des Israelit T. m. b. H., Frankfurt a. M., Rechneigrabenstraße 7, Tel. Hansa 68Ll sow. durch sämtl. Annoncen-Eikped. des In- und Auslands. Alleinige Jnseratenann. für Franks. Geschäftsanz.:Sul. Schmidt/Langestr. 7.II. Tel. Hansa4841. Platzvor,chr.ohneBerbindlichk. direkt an den Verlag auf Postscheckkonto Frankfurt (Main) Nr. 19803. — Außerdem an: Postsparkasse Wien Nr. 79806. larschau Nr. 490757. — Postscheckamt Zürich Nr. 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M." eine mit einer hauptsächlichen Jdeenrichtung des unsterblichen Begründers und ersten Leiters jener Anstalten sich befassende Arbeit von Studien rat MaxMunk, deren Besprechung wir zum Gegenstände einen Artikelreihe machen wollen. Und wenn wir im Laufe unseres Gedankenganges zur Feststellung gelangen, daß die in der erwähnten Arbeit zur Aeußerung kommenden Leitgedanken, nach) unserem bescheidenen Dafürhalten, dem vorliegenden Tatsachenmaterial* widersprechen und diesem zufolge Nicht stichhaltig sind, so testet uns bei diesem Vorhaben keinesfalls der Umstand, als bedeute etwa die Vorstellung des Verfassers; „aus der Petrachtung einiger seiner (S. R. Hirschs) Gedankengänge über nixan. 'vVv die Anregung zur Fortentwicklung und Vertiefung dieser Gedankengänge und zur Eliminierung etwa-zeitlich bedingter Momente aus feiner Erklärungsweise zu gewinnen," — irgend eine Art Pietätlosigkeit gegen die Manen des großen. Meisters. Gegen eine derartige Zumutung verwahrt sich schön der Autor und mit allem Rechte aufs entschiedenste. Vielmehr leitet uns hierbei einzig und allein die aus dem vorliegenden Tatsachenmaterial, nämlich «ÄS den Schriften. des Meisters geschöpfte Ueberz. ugung, daß die vom Autor entwickelten GedänkKchänge einer genauen Untersuchung an dem hierbH? einzig und allein in Betracht kommendest „eigentlichen - Prüfstein", nämlich der, Prüfung, an.der.tatsächlichen Jdeenrichtung. in den eben erwähnten Schriften ' des Meisters nicht standhalten können. DenNachweis hierfür wollen wir stn folgenden Ausführungen antreten, wobei-w.ir unbedingt zum Resultate' gelängen \ des Autors kaffen sich um d r el Leitg^dänken konzentrieren. Est e n s scheint er) die: Einstellung > i der; Hstsch^;ii:;!: ■;' ■ .i'/i: ’ . 'i':-l1''' ' schen Ideenwelt zu sämtlichen NIX»' ohne jegliche Unterscheidung, vom Standpunkte des Begriffes „Symbol" zu bewerkstelligen, und sucht hiernach mit einzelnen herangezogenen' Beispielen die Ergänzungsbedürftigkeit dieses Standpunktes nachzuweisen. Zweitens will er diese Hervorkehrung des Symbol-Begriffes durch Hirsch aus der h isto r i s chen B e - e i n f l u s s u n g seitens der zur Zeit des Auftretens, von Hirsch herrschenden idealistischen Philosophie ableiten. Drittens versucht er die Feststellung einer Idee, woraus wie aus-einer „gemeinsamen Wurzel" alle mx» sich ableiten lassen. Wir wollen nun diese drei Leitgedanken nacheinander betrachten,, hierbei werden wir) auch wahrnehmen können, daß die in den Ausführungen des Verfassers zweifellos vorhandenen richtigen Bemerkungen, sich auch schon bei Hirsch.mehr oder minder deutlich ausgesprochen vorfinden. Vor allem wollen wir-uns der, gelinde gesagt: höchst eigentümlichen Einstellung zuwenden, wonach nach S. R. Hirsch „d i e «nx;a ü b e rh a u p t ", also der ganze Gesetzeskomplex der Thora als ,)Symbol zu bewerten sei.. Denn wohl stellt es der Verfasser S. 136 bezüglich der symbolischen Erklärungsweise des Meisters noch als Frage hin:; „Darf sie (die Symbolik) ihren Ausspruch auf das ganze Gesetz geltend machen oder soll sie sich auf' eine Gruppe beschränken?" Jedoch scheint im Laufe seiner Ausführungen der Verfasser diese Frage gänzlich, aus seinem. Gesichtskreise zu verlieren und es als selbstverständliche Voraussetzung gelten zu lassen, daß nach H. der ganz e Gesetzeskomplex als „Symbolik" zu betrachten sei. Auf diesen Umstand weist besonders der Satz hin, worin der Verfasser das Refume seiner Ausführungen klarzustellen sich bestrebt: „Demgegenüber, mußte die Orthodoxie nach einer Formulierung für die Bedeutsamkeit der Mizwoh suchen. Da sah S. R. Hirsch, daß die Idee des Symbols auch die religiöse Handlung zur Höhe der Idee emporhob., Aber die religiöse Tathand-: lung als solche war damit nur in Beziehung zur! begleitenden Idee bezw. ihrer idealen Auswirkung als wesentlich erklärt. Demgegenüber .versuchten! wir, die Mizwoh unabhängig vom Bewußtsein! ihres Trägers^ — abgesehen von der Anerken-. nung des Gesetzgebers — als unbedingt notweN?! big zu, verstehen usw." (S. 156 u. 157.) Und. doch brauchen wir nur einen Pljck in. die. fen, ' um -zur Ueberzeugung zu gelangen, daß es ein i Unrecht wgpe^ demselben derchsige! allegorisierende und symbolisierende Bestrebungen zuzumuten, wie solche in den Schriften zahlreicher Vorgänger zum Ausdrucke gelangen, deren Verfasser auch solche Thoravorschriften, deren ganzes Wesen jeder rein symbolischen Erklärungsweise spottet, mit ihren allegorisierenden und symbolisierenden Erklärungen vergewaltigten. Wir wollen nur auf die alexandrinische Schule und auf deren hervorragendste Vertreter Aristeas und Philo Hinweisen, die z. B. die ganze Speisegesetzgebung der Thora und vieles andere unter den mxa als bloße Symbolik darzustellen sich bemühten. Oder auf Mystiker, .die rein soziale Gesetzesvorschriften, wie wiaiv:,i JmK.'i usw. zu Trägern kabbalistischer Gedanken macksten, (ipjn Msm»' zitiertin.n'S'ivi^sn nin^in von D. Neumark, l, S, 222.) Oder auf den geistvollen Homiletiker R. Ephraim Luntschitz, in dessen Schrift ö*rqi T» die ganze Sidra ll'vSDa gleichsam zu Allegorien verflüchtigt wird, wenn es auch gewiß über allen. Zweifel erhaben ist, daß erwähnter Verfasser den einfachen Literarsinn nach tälmudischer Auslegung als/Dn richtigen anerkannte.- '' S R. Hirsch V'Xt zieht von allem Anfänge an eine sich a.r f e S ch e i d e l i n i e zwischen „symbolisch" zu erklärenden und anderen Gesetzesvorschriften. Wir erinnern bloß an seine berühmte Klassifizierung der Thoragesetze zu Ende des zehnten Briefes: 1. nmn: die geschichtlich offenbarten Ideen über Gott, . Welt, Mensch — und Jisroeltum mit ihren Folgen; nicht.als Glaubens¬ oder Wissenssätze, sondern als anzuerkennende und mit Geist und Herz aufzunehmende Prinzipien des Lebens. — 2. d’dswq: Aussprüche der Gerechtigkeit gegen ihnen gleichgeordnete Wesen aus dem Grundsätze dieser Gleichheit, also der Gerechtigkeit gegen Menschen. — 3; ü'^in : Aussprüche der Gerechtigkeit gegen ihnen untergeordnete Wesen aus dem Grundsätze der Gotteshörigkeit; also Gerechtigkeit gegen Erde,, Pflanze, Tier und alle drei schon in ihre Persönlichkeit übergegangen, gegen ihren Besitz, gegen ihren Körper, ihr Gemüt und ihren Geist. — 4. mx»: Gebote der Liebe gegen alle Wesen ohne Anspruch derselben, rein aus Gottes Auftrag und dem Begriffe ihrer Mensch - Jisroelbestimmung. — 5. nnp: Denkmal e f ü r Mensch- und I i sr o e lt um begründ ende Wahrheiten d. u r ch D a r st e l l u n g,e y sirr W o r t - und T chisiymb l>l f ü r d e n ^i n z e k n e n, f ii r I i s r o e l und ü tz,e r I i s r o e l h i n>a u s. — 6. Erhebung und ÄZeche des inneren

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