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Der Israelit · 1928-09-27 · Heft 39 (27.9.1928) · page 25

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Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 39 (27.9.1928)
Date
1928-09-27
Page
– (sequence 25)
Language
German
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«8. Jahrg. Extra-Beilage des „Israelit". Spenden an Moses Bamberger, Würzburg, Post-Scheck-Konto Nürnberg Nr. 14550. Verzeichnis der zur Unterstützung unserer Glaubensbrüder im heiligen Lande in der Zeit vom 22. März 1928 bis 9. September 1928 bei dem Unterzeichneten eingegangenen Spenden. 5639—5689 1878—1928 Am 2. Tag des diesjährigen Sukkosfestes jährt sich zum fünfzigsten Male der Tag, an welchem die Gemeinde Würzburg und mit ihr die gesamte Judenheit durch den Heimgang ihres Führers, des Begründers dieser Sammelstelle für das heilige Land, des Herrn Distrikts-Rabbiner Seligman Bär Bamberger s. A. erschüttert worden ist. Nur wenige sind noch aus jener Zeit am Leben, die Zeuge gewesen sind, wie der große Meister plötzlich und unerwartet im Gotteshause während der Thoravorlesung umsank und seine reine Seele aushauchte; nur wenige, die gewürdigt waren, das Wirken der großen Persönlichkeit aus der nächsten Nähe beobachten zu dürfen. Das jetzige Geschlecht hört nur mit Staunen und Bewunderung von der vielseitigen segensreichen Tätigkeit, die dieser überragende Geist entfaltet hat. Was er geschaffen, gereicht heute noch dem Judentum zum Segen. Zn seiner Bescheidenheit hat er es sich stets verbeten, sich im Bilde darstellen zu lassen; so fehlt er überall dort, wo die Großen des vorigen Jahrhunderts bildlich verewigt find. Aber das talmudische Wort, daß man für die wahrhaften Frommen keiner äußeren Denkmale bedarf, denn sie leben in ihren Werken fort, gilt auch hier. Der diesjährige Jahrzeitstag wird — so hören wir — mehrfacher Seite Veranlassung geben, S. B. Bamberger in seinem Wirken, seinem Wesen und seiner amtlichen Tätigkeit zu zeichnen. Diese Zeilen sollen auf die literarischen Arbeiten des Geistesheroen aufmerksam machen. Seine Werke haben eine überaus große Verbreitung gefunden und sich bis heute nicht überlebt. Sie betreffen teils halachische Fragen (Nachale d'vasch, Meleches Schomajim, Schaare Simchah), teils tiefgründige Erklärungen (Kore Be'emmes), teils Werke für die Allgemeinheit (More L'sofchim und Amirah l'bes jaakov). Es dürfte eine ehrende Erinnerung für den Gelehrten s. A. sein, wenn sich ein großer Kreis jüdisch und literarisch eingestellter Glaubensgenossen dieser Werke annehmen, sie nicht nur besitzen oder erwerben, sondern auch durch eifrige Verwendung dem ewig pulsierenden jüdischen Leben nutzbar machen würde. Aber ihren Bezug wird von dem Herausgeber dieser Blätter Auskunft gegeben werden. Auch das vom Sohne und Nachfolger des großen Verewigten verfaßte Werk L'kute Halewi von Nabbiner Nathan Bamberger s. A. enthält manches Thorawort des' Vaters und werde mit diesen Zeilen gleichfalls in Erinnerung gebracht. /

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