Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 69 (1928)
- Issue
- Heft 39 (27.9.1928)
- Date
- 1928-09-27
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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' Seite 10 Nr. 39 Der Israelit 27. September 1928 ifwgür den Hafenbau in Haifa find alle Vorbermtuingen abgeschlossen. Die Einnahmen für das Land aus diesem Hafen werden mit einer Viertelmillron Pfund ünfJahre veranschlagt. Die Ausmaße des Hafens werden eS^ ermöglichen, daß sich 105 Schiffe auf einmal im Hafen MshMen können. Polizeilicher Angriff auf betende Juden vor der Jerusalemer Klagemauer am Iom Kippur. Jerusalem, 25. Sept. Am Vormittag des Jom-Kippur kam es zu einem schweren Angriff der Jerusalemer Polizei gegen die vor der Klagemauer betenden Juden und Jüdinnen, der unüer. der palästinensischen Judenschaft ungeheure Empörung verursacht hat. Während des Vormittagsgottesdienstes, der vor der Mygerpauer unter freiem Himmel stattgesunden hat, er- .sHstn ein^ Polizeitrupp unter Führung des britischen Po- ^izeilNspektors Duff ünd befahl mit lauter Stimme den .UnKach^?MhaxMden Juden, die Scheidewand, M...MiHeri.^en Männern,.und den Frauen aufgerichtet Mr^'zu^ entfernM 'Als/die.'Betendendiesem Befehl nicht ^.^Hmsen,^heMk, Dup/'.'r>ew Holizisten, die Wand nieder- Mtegem ' HsHöliMew gingen mit großer Brutalität vor, M^ zerstörten die Wasid und herletzten mehrere der zur ^Andäch^versammelMMänner und Frauen, unter ihnen wurde der Befehl Mannes, der ein so offenes Haus geführt und der feine Kinder in würdiger Weife erzogen hatte. Zuletzt sprach der Dajan P e t e r s e i I: Mit einem i"»k des Oberkantor Keiles schloß die imposante Feier. Hardheim (Baden), 20. September. Noch kurz vor Beginn des neuen Jahres durcheilte Trauerkunde die Gemeinde. Noch waren nicht ganze zwei Jahre vergangen, seitdem der unvergeßliche Lehrer Emanuel Wertheimer Vst das Zeitliche gesegnet hatte, und schon ..... ,w-. «,;Vjy<w;wwH»-v m , . - folgte ihm verhältnismäßig jung an Jahren feine Gattin .M Entfexrmngder SHerdewand auf Grund emes Proin die Ewigkeit nach. Frau Nany Wertheimer mU jI-ä-mK^Ä-LiL./LKL-L's- -stammte einer altjüdisch frommen Familie in Sulzbürg (Oberpfalz). Von hohem Idealismus erfüllt, zog sie vor daß es der Frau, der es befchieden ist, so viel Güte und Liebe zu säen, so viele Tränen zu trocknen und einem großen Kreis gleichgearteter Menschen im Wirken der Liebe tapfer voran zu schreiten und den Weg zu zeigen, daß ihr vergönnt sein möge, weiter jung zu bleiben und kraftvoll auszuholen mit helfender und führender Hand, na» D’iiwn ntta ijr Berlin, 19. September. Einige Wochen nach Wiederkehr des ersten Todestages des im vorigen Jahre auf tragische Weise ums Leben gekommenen Dr. Raphael Kirsch versammelten sich am 17. September, am Zaum Gedaljah, auf dem Friedhof der Israelitischen Synagogengemeinde Adaß Jisroel» zu Weißensee seine Freunde und Verwandten, um der Grabsteinsetzung, beizuwohnen. Die würdige Feier wurde von. Herrn Rabbiner Dr. F i n r eingeleitet, der in rührendster Weise die letzten Abschiedsworte an den verstorbenen teueren Freund richtete. Dr. Fink schilderte die große Treue und Freundschaft, die zwischen beiden bestanden hat und des toten Freundes Treue zum heiligsten Gut der Thora. Er gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß seine Hinterbliebenen und seine Freunde nimmer diesen trefflichen Mann vergessen und ihn in ihrem Leben stets als Vorbild betrachten werden. Sodann sprach Herr Rabbiner Dr. Rosenwasser Burghaun, 19. Sept. Ihren 85. Geburtstag beging gestern in voller Rüstigkeit und geistigen Frische Frau Witwe Sara Levi dahier. TNainbernheim, 20. Sept. Am 17. Elul hat man unfern allverehrten Abraham Samfeld zu Grabe getragen, Im 77. Lebensjahr wurde er von seinem, langen Siechtum erlöst. Sein überaus großes Leichenbegängnis zeigte, welch großer Beliebtheit und Wertschätzung sich der Dahingeschiedene erfreute/ Er war ein Mann von seltener Herzensgute und Jeder, der ihn kannte, mußte sich hingezogen zu ihm fühlen. Witwen und Waisen war er ein Vater und Berater. Am Trauerhause hielt Herr Rabbiner Dr. W 0 h l g e m u t h aus Kitzingen eine tiefergreifende' Gedächtnisrede an die Trauernden, um die Verdienste des Verstorbenen in kurzen Strichen zu zeichnen. Sein Leben war durch feine besondere Friedensliebe ein harmonisches, glückliches und geachtetes gewesen. Allerdings hat auch das Leid ihm nicht gefehlt, vor einem Vierteljahrhundert ward ihm die treue Gattin entrissen. Aber seine Gottesfurcht ließ ihn den Schmerz in Demut tragen. Möge seine Hinterbliebenen der Gedanke trösten, daß ihr teurer Toter gekrönt mit der Krone desguten Namens von dannen ging. n-asrm. Kassel, 19. Sept. In körperlicher und geistiger Frische Worte -er Trauer über d°a zu frühen Heuugaua d»-jb-L"am L a* S.'ZgS? S Sä .. emckiter''kej-ndAei"b'eMgsiHe' und unbewegliche GegeMande angebracht'"werden dsi^em /Wie erinnerlich, kam es schon oft vor der ^lagernaüÄ'zu Differenzen <'Hwisihen ^ü^Wrk/Beteiide^-'WK-'PMW," weil' sich die ■'forferi-beii: Juden- Stühle"züm' 'Sitzen-MMb'racht hatten. y,{ Ungeachtet des sirettgeN Ruhetages hittfich die Nach- --Ächt von den -Vorgängen'Äst -M-'ÄlÄgeMch-eik noch am 'gleichen' -Tage üher ganz Wläfüna vetbreibet! In allen - Kreisen des Jischüw sind Evregung und Empörung groß. Personalien. , Henriette BWoff 70 Jahre all. Fränkfürt d. IR* 27. Sept,, Die Leser werden nicht .weniger, überrascht sein, .als wir selber es waren-; da uns. von FreUnde'sMte berichtet '-würde, Henriette 'Besthoff feiere am nuv a~trm ihren 7 Oj >G 2b urMt a g. ,;Feierrr" ist fehl am-Platze, wenn-von 1 .Fruu Pesthoff, die Rede ist. Sie. ist n-i. <f): fc (für; j>as Feiern^ 26 Jahren in das damals verwaiste Lehrerhaus ein, um dem Gatten eine wackere Frau, eine mit unermüdlicher Aufopferung wirkende Gehilfin zu fein, um denverwaisten Kindern die Mutter zu ersetzen. Und wie ist es chr gelungen! Mt grenzenlos hingebender Liebe umhegte sie den teuren Lebensgefährten. Der Gedanke an ihn erfüllte ihre ganze Seele. Sein Wohl, fein Glück war Inhalt und Zweck ihres Lebens. Wie beseligt hat sie zu ihm, dem Hochstehenden, aufgeschaut. Von der seltenen Treue, mit der sie sich ihrer Pflicht Gatten und Kindern gegenüber gewidmet und hingegeben hat, durfte sie des Lebens reichste Wonnen und Segnungen erwarten, durfte sie hoffen, daß Gott ihr Werk segnen und nicht erfolglos fein werde ihr Sinnen und Mühen, nvus *iV tu mua V. Den Schwerpunkt ihrer Wirksamkeit verlegte sie ins Haus, hier war ihre Domäne, und wie sie da schaltete und waltete, das war beispiellos. Was der Entschlafenen das Leben dargeboten hat an Freuden und Segnungen hat sie freudig angenommen; aber auch die Leiden und Prüfungen, die bitteren Erfahrungen und schmerzlichen Enttäuschungen dieses Erdenlebens, — sie hat mit jüdischem Sinn in ihnen Mahnungen Gottes er-- ckannt. Der Schmerz um den Gatten hat wohl ihr wundes Herz nicht zur Ruhe kommen lassen. Ihr Haus und s e n b a u m dahier ihren- 88. Geburtstag. Sie erfüllt alle religiösen Vorschriften noch heute. Alsfeld, 19. Sept. Seinen 90. Geburtstag beging am 16. September Herr Jakob Jakob im benachbarten Grebenau in voller Frische und Rüstigkeit. Er ist das älteste Gemeindemitglied und auch der älteste Ortsbewohner. Er ist bei allen Einwohnern des Ortes in höchstem Maße geachtet und beliebt. Briefkasten. 'die Jubilarin schon gefällen lassen müssen-, man wird ihn £a a6 öur$ ße6ßn‘ Unö nicht aufgeh^ , feiern in den Kreisen der Gemeinde, und weit darüber .hinaus, .wo. ma n sy.z ja le Arche r.t i,m streng j ü - vi schein Sinne M schätzen wieiß. "Man, kommt bei ''einer Würdigung dieser'boit-religiösem■ -und'jüdischem fj mrtrr-Geiste deseelten sozialen Führerin par - excellence ^einigqryraßen in--.B«ssi^^Wtz.iman7!MeH nicht, wo -ansangen. Soll man ihre, ersprießliche zielbewußte Whrer- ^ärbeiten der Jüdischen Fraüenvie'teinigünA 'die diese Vereinigung auf eine bewundernswerte' Höhe gebracht hat, fchilderü-?-.-, Soll--man dies «ein-eknen- ^SpeMli gebiete, der Frauenvereinigung, deren jedes zugleich -auch ein Spezialgebiet her Frau Besthoffs, ist, nennen.?. Ihre 'Arbeit für den Kind er ho r t,. H ermann L e h mann - S ch u l e, bei der' K be i d e r v erlnittitu ng, für die So m m er k o l onien ^armer Kinder, und so fort? Wir wollen-uns nich/.m Emzelheiten verlieren und im Gan,z,en.es, gusspvechen: Am ,Tage, ba '^rau Henriette Besthöff, an die Grenzedes Atters tze- ' langt, -das'wir das biblische -riennen/ werden 'hün>derte -Herzen, j^nge. und. alte, im. Gebete zu Gott vufschlagen, ^luderen Genuß und Freude zu bereiten. Ihren Geschwistern und selbst entfernten Verwandten war sie mit seltener' Hingebung und Anhänglichkeit zugetan. Zur -wunden Seele gesellte sich ein schweres körperliches Lei-;hen,-das erst spät rekannt wurde, und von dem sie in Würzbürg- Heilung suchte. Vergebens! Dort hauchte sie ihre Söe'lSÄus und wurde in Hardheim an der Seite ihres- Gatten Vst auf ihren Wunsch hin zur ewigen Auhe-.'gebettet; Ein ungewöhnlich großer Trauerzug zog -ßum Bes-Olom, das friedlich, idyllisch am Waldesabhange liegt." Herr-Rabbiner Dr. Lauer-Mannheim fand herrliche Änd' zu Herzen gehende Worte und würdigte das Leben'der Heimgegangenen »'"J in rechter Weise, wj? Ich -Namen der Familie gab einer der Söhne, Herr Lehrer Willi Wertheimer, dem Schmerze und der Trauer^ des Liebe und dem Danke in beredten und ergreifendest/ Worten Ausdruck. Mütze Dun der, welcher „ausbreitet die Hütte des Ariedens^ dle/Hmterbliebenen stärken, trösten, beruhigen üftÄ/MMchten^,. «i"ww. S. Jl. in L. Die Lebensmiüelkommisston des gesetzostreuen Rabbinerverbandes teilt uns mit, daß ihre Auskunft betr. Trüffeln sich nur auf Trüffeln in Büchsen beziehe, nicht aber auf Trüffeln als solche, die in erlaubter Weise zubereitet werden können. Randegg: d. Frau Lehr. A. Weil Chalohgeld der Gemeinde dankend erhalten. £>. in Großwardein Skr. In Montreux ist eine Jeschiwoh. Näheres erfahren Sie beim Begründer und Leiter der Jeschiwoh, Herrn B. B 0 t s ch k 0 , dortfelbst. D. H. m B. Sie wundern sich, darüber, daß das „Hamburger Familienblatt'/ einem „Ansehnlichen tüchtigen Schweinemetzger" mittels Inserates zu einer Heirat verhelfen will. Wir nicht. veitshöchheim. Uns ist ein Minhag, wonach wie in Ihrer Kehillo am ruip naw von Seiten der Gemeinde eine Kerze (Jaum Kippur-Kerze) in der Synagoge gebrannt wird, nicht bekannt. Vielleicht kann jemand aus dem Lestrkveife Auskunft geben. Vorstand der Agudas Jisroel-Jugendgruppe Hamburg- Sie legen Wert auf die Feststellung, daß der in der vorigen Nummer erschienene „Hamburger Brief" keinem Mitglied des dortigen Jugendgruppenvorstandes, ebenso aber aus des Ortsgruppenvorstandes, vor seiner Veröffentlichung bekannt war und daß die Jugendgruppe es ablehnt, zu den Hamburgifchen Streitigkeiten Stellung zu nehmen. Sie schreiben ferner: „Es ist selbstverständlich, daß die Hamburger Jugendgruppe ihre Mtglieder zur echten sin 1122 erzieht, dies ist aber kein Privileg, das sie andern gesetzestreuen Kreisen voraus hat. In diesem Streben will sie sich vielmehr einig wissen mit der gesamten thoratreuen Judenheit, ungeachtet ihrer jüdischpolitischen Einstellung. Schließlich sollten polemische Aufsätze, die von Uneingeweihten einer Organisation zur Last' gelegt werden könnten, nicht anonym erscheinen; sie sollten zumindest mit den Initialen^ des Verfassers gezeichnet sein!" k'J«foltz'e anhaltendei:Wirtschaftskrise itt Öesterteich , möchte 33jähriger jung repräsentationsfähi- T Ser Mann üüs' vornehmer strena relia.' Wiener? nmiftei lWeüjude), in Der Metällhranchewerstert^? entspveekerrrlen Wlvkungtzkvei« iii f . m^seibstLndigerkkatckmättnischerMosttihn,: fftchenich: ljur) meU/chuNches - L g^klsÄ/juntzes MÄWn, wirklich miliL tfl/eriwgen, aus. GtStzerös Vermögen 'erwünscht,' leo'och ni Gefl. ausführliche AngeboteMn LWtöÜd edrngung rbeten runter: F. Ä.D. 7485 durch Rudolf Möge, Frankfurt a. M. Strengste Diskretion zugesichert. 37 ÄabtL/ hier-erzogen."aus<baaleüatischW! Hause, mit guter jüdischer und. AllgemeinoilLünä, öx'th« gnte Posttion,-c;ä^9 MtllÄ'Ekspürnisse/ ernKk'.CHarakter, sucht ■ t ■ { 1 6^ 9 i ., * 5 / j"' i j I : j„ aus ebeMolchem. 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