Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 69 (1928)
- Issue
- Heft 38 (20.9.1928)
- Date
- 1928-09-20
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2446951-2450495-2450532--75325-2532842- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
IM]« \ g- B B l B i^rimCP Die Gründung der Vereinigung ehemaligerSchüler u. Schülerinnen der Samson Raph. Hirsch-Schule?) Kaum VA Jahre sind verstrichen — und die Anregung, die in einer der ersten Nummern der „Mitteilungen" gegeben wurde, ist Wirklichkeit geworden.^Mit jubelndem Beifall wurde am Vorabend der Jubiläumsfeier die Gründung der „Vereinigung ehemaliger Schüler und Schülerinnen der Samson Raphael Hirsch-Schule" beschlossen, und Hunderte erklärten in gleicher Stunde ihren Beitritt. Lesen wir heute den Artikel in der — mittlerweile vergriffenen — Nr. 3 der „Mitteilungen", betitelt „Zusammenschluß", so können wir es uns nicht versagen, einige Sätze daraus hier wiederzugeben: „Habt Ihr nicht gehört, daß allenthalben alte Schüler von Lehranstalten sich zu Vereinigungen zusammenschließen, nicht gelesen, daß von Zeit zu Zeit sich alte Gymnasiasten und Realschüler an ihrer ersten Bildungsstätte wiedertreffen? Und das sind Männer verschiedener Konfessionen, gegensätzlicher politischer' Richtungen, sich befehdender Weltanschauungen! Und wir, die wir im ganzen uns doch als eng zusammengehörig fühlen — wenn auch im einzelnen unsere Meinungen auseinandergehen mögen — wir, denen allen doch das. Herz warm wird, wenn wir an unsere Jugend in der Hirschischen Schule Am Tiergarten oder gar noch in der Schützenstraße denken, die doch mit so vielen Fäden mit der Gemeinschaft, die sich um die Schule schart, verbunden sind, wir sollten da zurückstehen, soll-- ten uns nicht solcher Stunden des Wiedersehens freuen? Die ideelle Bedeutung solcher Zusammenkünfte soll gar nicht erörtert. werden. Wie viele Vorurteile können da beseitigt werden, wenn man einem alten Kameraden, der einem im Kämpf der Meinungen vielleicht entfremdet ist, wieder in die treuen Augen blickt! Wie manches Gute-kann angebahnt werden-wenn wieder Fühlung'genommen ist! Wie/töricht' ist es, Jin unserer sorgenvollen, freudearmen Zeit, sich eine solche Freude, wie es Stunden gemütvoller Erinnerung und' harmloser Fröhlichkeit sind, entgehen M lassen!.! Also auf denn!" Der Artikelschröiber mag am Gründungsabend der Vereinigung eiste besondere' Genugtuung'empfunden 'haben, daß sein Wunsch so schnell in Erfüllung ging. Und mit der gleichen Liebe und Begeisterungmit denen so viele an jenem Abend ihre Mitgliedschaft erklärten, fanden sich sogleich einige in Frankfurt ansässige Damen und Herren, upl .die vorbereitenden Arbeiten zur Organisierung der Vereinigung zu beginnen. Es'sei an ^dieser'Stelle allen denen gedankt, die trotz der Note der Zeiten' und der oft widerstrebenden individuellen Interessen in der Anhänglichkeit an unsere Schule sich züsammenfanden und in tatkräftiger Arbeit den Aufbau der Vereinigung leitetenMnd förderten. So wurde in, einem Zirkular an die ehemaligen Schüler und Schülerinnen unserer Schule zuM Eintritt eingeladen, und eine große Zahl von ihnen aus allen Ländern folgten alsbald dieser:, Einladung. Und westy.,' infolge. der ^^vollständigen Schülerlisten autz ' ersten 'Jahrzehnten des Bestehens der *) Aus Nr.. 11 der - „Mitteilungen". Sie enthalten außerdem: Glückwünsche zum.Schuljubiläum, statistische TÄbelleü;Der"'r^teMeg^ EsräsMidheim und "Nachrufe. Schule vielleicht mancher ehemalige Zögling keine Einladung erhalten hat, so mögen diese Zeilen, wohin immer in der Welt sie kommen, Werber füx die Mitgliedschaft sein. Wir sind dankbar für jede Mitteilung von unseren Freunden, die uns Adressen von alten Schülern und Schülerinnen aufgibt, deren Existenz und Aufenthalt uns heute unbekannt sind. Um die Mitgliedschaft jedem zu ermöglichen, wurde der Jahresbeitrag auf 3 M., für Mitglieder unter 20 Jahren auf 1.50 M. festgesetzt, wobei die Erwartung ausgesprochen wurde, daß diejenigen, die dazu in der Lage sind, freiwillig höhere Beiträge leisten. Die Vereinigung hat den Zweck, die Interessen der Schule zu fördern, das Zusammengehörigkeitsgefühl der ehemaligen Schüler und Schülerinnen wachzuhalten und zu stärken. Mit ihren Überschüssen will die Vereinigung das geistige und körperliche Wohl der Jugend sowie den Ausbau der Schule fördern, wobei vor allem an Unterstützung durch Lehrmittel, Vervollständigung der Bibliothek, Schülerspeisung, Landheim, Freiplätze usw. gedacht wird; auch an die Unterstützung geeigneter, Schule und Schüler fördernder. Publikationen wird gedacht. Wir sind dankbar für Anregungen jeder Art; die Spalten der „Mitteilungen" stehen gerade für^ solche zur Verfügung. Die Vereinigung hat bereits durch Verwendung namhafter Summen für die angegebenen Zwecke ihre segensreiche Tätigkeit begonnen. Möge sie, um ihre hohen Bestrebungen verwirklichen zu können, die Unterstützung aller derjenigen finden, die einst in der „Samson Raphael Hirsch-Schule" die Grundlage ihres Wissens erwarben. Das provisorische Komitee bittet alle diejenigen, die ihren Beitritt zu der Vereinigung noch nicht erklärt'haben, dies alsbald zu tun an die Adresse: Vereinigung ehemaliger Schüler und Schüler der Samson Raphael Hirsch-Schule in Frankfurt a. M., Sandweg 3, und den Mitgliedsbeitrag an deren Poftscheck-Nr. 1616 gleichzeitig zu. überweisen. ' " s Berufung. Als Nachfolger Geheimrat Dr. Pinners wurde Herr Dr. Willy Hofmann zum Chirurgen am Georgine Sara v. R o thschrld'sch e n Kr an te n Hause berufen. Herr Dr. Hofmann, kein Fremder in unseren Kreisen, hat seine Ausbildung in 'der Hauptsache an . der me dizinischen Univ ersitätsklrnik> in iBerlinnunter Geheimrat Golldfcherder und an-der chrrurgischen Privatklinrk von Professor M. Katz enstein genossen. Er betätigte sich dann im Krankienheim; der A d a ß I i s r o e l und, später viele Jahre an der Chirurgischen Universitätsklinik von Geheimrat Bier als Assistent. Hofmannhat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Ertrag im Mekor Chajim und Liwjath Chen. An diesem Sabbat — und'bis auf weiteres — findet der Sabbatoortrag nicht Mehr 5.15 Uhr, sondern schon 4.45 Uhr nachm, im Anschluß an Minchb m der Synagüge Friedbergeranlage statt. An -pis» na» spricht Herr S. Schachnowitz im Mekor Chajim und Liwjath Chen über: j,'Was ist T eschuwaH? " (Aus alter und neuerer Mufsarliteratur), Gäste:willkommen. Ostjüdischer Jugendbund. Der Bund beendet seine Sommertätigkeit mit! einer a. o. Generalversammlung, die am Sonntag den 30: September, abends 8 Uhr stattfindet. Tagesordnung u. a. Zusatzwahl. Lokal: Fischerseldstr. Gleichzeitig gibt er heute schon bekannt, daß am „Simchas Thauro" (7. 10.) ein gemütlicher Nachmittag veranstaltet wird. Erhaltung jüdischer Kunstdenkmäler. Am 9. September d. I. fand in Berlin die erste Sitzung des Ausschusses zur Erhaltung jüdischer Kunstdenkmäler statt. Eine Reihe von Vertretern aus verschiedenen preußischen Provinzen war erschienen. Die eingehende Aussprache ergab Einigkeit darüber, daß der Besitz an jüdischen Altertümern, Kultus- und Kunstdenkmälern von Gemeinden und Privatpersonen nach Möglichkeit erhalten werden muß. Es wären Mittel und Wege zu finden, um weitere Kreise über den Schaden aufzuklären, der durch Gleichgültigkeit gegenüber dem Verlust dieser wertvollen Objekte bereits entstanden ist und dauernd entsteht. Es wurde beschlossen, die Arbeiten des Ausschusses zukünftig in engster Fühlungnahme mit dem Gesamtarchio der deutschen Juden, der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler in Frankfurt a. M. und den vorhandenen jüdischen Museen zu leisten. Es soll ferner ständig mit den preußischen Prooinzialkonseroatoren Fühlung aufrecht erhalten' und ihre Mithilfe namentlich zum Schutz wertvoller Bauwerk«: nachgesucht werden. Vereinskalender. Verein Mekor Ehajlm. " Samstag mittag VU Uhr im Hörsaale, Vortrag des Herrn Red. S. Schachnowitz über „Was ist Tefchuwoh?" * Sonntag morgens nach Schul (ebenso Mittwoch) im Hörsaale Friedberger Anlage vi» "N, Herr S. Schachnowitz. — 874 Uhr vorm, (ebenso Samstag eine Stunde vor Nacht) im Vereinslokale. Gemoro, Herr Joachim Sofer. — 974 Uhr vormittag (ebenso Dienstag nachm, eine Stunde vor Mincho), Gemoro, Herr R. A. G. Posen. Montag morgen nach Schul (ebenso Donnerstag) im Horsaale, Mischna, Mitgliederlernen. — Abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch) im Dereinslokale, Gemoro, Herr Rabb. Dr. Josef Dxeuer. — Abends 874 Uhr (ebenso Donnerstag) im Dereinslokale, Gemoro. Herr Dr. E. Posen. Dienstag morgen nach Schul (ebenso Freitag) im Hörsaale. Mischna, Herr Dr. E. Posen. Don Sonntag bis Donnerstag einschl., abends S9U Uhr im Dereinslokale v^-Lernen, Herr H. Halpern. Jahrzeitsstiftungen. Sonntag, 23. Sept.' Jsaac Rothschild-Stiftung. Dienstag, 25. Sept. Moses Aumann-SWung. Donnerstag. 27. Sept. Abraham Ries, Michelbach- Stiftung. J ' Gebetzeike». 11'tKN fluns N31V N3V Freitag Abend 5.55 Samstag 6.45 Samstagmorgen 8.— Samstagnachmittag 1.— und 4.30 Samstagabend 7 10 *1133 31' (Srew Iaum Uippur Miycho 2.30 N'^v ri3'vv 6.15 Kol Nidre 6.35 Schacharis 5.55 Arias Hatauroh 10.45 Muffaf 11.45 Arias Hatauroh 3.— Mincho 3 30 Neiloh 5.30 Schemaus 7.— Ivochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 6.— Sonntag Morgens 4.30 Tefilin-Lrgen am Morgen 5.15