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Der Israelit · 1928-09-13 · Heft 37 (13.9.1928) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 37 (13.9.1928)
Date
1928-09-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
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13. September 1928 :; Personalien. Borken, 3. Sept. In körperlrcher und geistiger Rüstigfeit::beging hier Frau Betti A ppe l geb. üReuter im Kreise ihrer Kinder und Enkelkinder «ihren - 8 0. Ge - b u r t s ta g. Frau Appel, welche sich großer Beliebtheit erfreut, hat stets eine offene Hand für die Armen gehabt und besonders ihre Gastfreundschaft, auch an jedem Fremdem, wird überall rührend gelobü ' ' Fulda, 2. Sept. Herr Bäckermeister Levy Blume nt h a l und Ehefrau Lina geb. Liebstädter, begehen heme im Kreise ihrer 10 Kinder, Enkel und Enkelkinder , in bester Rüstigkeit die goldene Hochzeit:^ Wolfhagen, 2. Sept. Ihren 7 0. G e b u r t s t ag- 'beging hier Adelheid Gutheim. Berlin,. 7. .Sept. Herr Walther S i l b e r st ein hatte am Dienstag den 19. Ellul einen Kreis prominenter Persönlichkeiten zu einem Schiür iN seine Wohnung geladen. Es war der Tag, an dem sich zum hundertsten Male der Geburtstag, seines sel. Vaters Abraham Silbe r st e i n jäyrte. Neben. Freunden des Hauses waren mehrere Räbbonim Berlins erschienen, die es verstanden. die kurzen Stunden zu erhebenden Feierstunden zu gestalten. Man sah u. a. Seminardozent Dr. Grimberg, Rabb. Dr. Liebermann, Dr. Münz, Dr. H. A. Cohn, Dr. Nobel und die Adaß Jisroel Räbbonim Dr. Esra Munk und Dr. Meier Hildesheimer, zu deren Gemeinde der Verstorbene als eines der ersten und besten Mitglieder zählte. In den Reden derjenigen, die den alten Silberstein noch persönlich kannten, lebte die wahrhaft fromme, gottesfürchtige Gestalt des Mannes auf. Kolberg (Ostseebad), 2. September. Am zweiten Nauschhaschono-Tage (16. September) kann Herr Kantor i. R. Isidor Zadikow in Kolbergseinen 80. Geburtstag feiern. Der Jubilar war beinahe 53 Jahre als Kantor tätig. Er begann seine Laufbahn in Worms, kam spater in eine Posener Gemeinde, übte 20 Jahre in Kolberg und zuletzt in Treptow ä. d. Rega seinen Beruf aus, um endlich im Jahre 1921 in den wohlverdienten Ruhestand zu treten. Zu seinen Lehrern gehörten der Kantor und König!. Musikdirektor Weintraub in Königsberg und Kantor Deutsch in Breslau. Kantor Zadikow hatte' unter den deutschen Kantoren wegen seiner schönen Stimme und seiner kantoralen Fähigkeiten einen guten Namen und errang auch so manchen Erfolg / Aber auch so manche Unannehmlichkeit blieb ihm m seinerü Beruf nicht erspart. Dem Jubilar ist nun aber nach einem arbeitsreichen Leben ein selten heiterer und sorgloser Lebensabend beschieden worden. Er ist geistig noch überaus rege und von jugendlicher Frische und besonders für alle jüdischen Probleme lebhaft interessiert, beschäftigt sich ständig mit musikalischen Kompositionen. Eine besondere Freude erlebt der Jubilar an seinen Söhnen, von denen der Bildhauer Arnold Zad i k o,w (dem übrigens als Belohnung für einen, kurz vor dem Kriege errüngenen Wettbewerbssieg, jetzt von der deutschen Reichsregierung Ätelierräume in Rom zur Verfügung gestellt wurden) in weiten Kreisen bekannt ist. Zwei andere Söhne nehmen führende Stellungen in der Wirtschaft ein. An seiner Gattin hat Herr Z. eine verständnisvolle Kameradin und Pflegerin. .Man kann dem Jubilar. nur wünschen,, daß er bis an sein Lebensende in derselben 'Frische im Kreise seiner Familie fortlebe.- Al-Gladbach, 3. September. Am 12. September begeht der Ehrenvorsitzende der Synagogengemeinde, Herr I. B. Jonas, den 9 0. Ge hur ts tag. ' Der Jubilar -erfreut sich nichtnur in der Syn>agogengemeinde, sondern darüber, hinaus bei der gesamten Bürgerschaft größter 'Wertschätzung und Anerkennung. Verkörpert er doch ein Stück Geschichte -der Synagogengememde und' hat er doch in 40 jähriger Tätigkeit als "Stadtverordneter und Mitglied verschiedener städtischer Kömmissionen isein reiches Können in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. Im Jahre 1869 kam er nach M.-Gladbach, und schoN im folgenden Jahre wählte ihn -das Vertrauen seiner jüdischen Mitbürger, in den. 'Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Drei Jahre später, übernahm er den Vorsitz des Vorstandes. Mit ehrlichster Frömmigkeit verband er weitblickende Initiative, so daß der Ausbau der Synagogengemeinde sein persönlichstes Werk ist. Er war es, der 1882 den Bau der Synagoge ermöglichte, er war es, der die Umwandlung der privaten jüdischen Schule in eine öffentliche Volksschule betrieb, er, der die Erweiterung des Friedhofes durchführen ließ u. v. m. Aber am meistenleistete er allen durch das persönliche Vorbild, das er gab. Echte Frömmigkeit und echte Menschlichkeit verbanden sich zur Einheit seines Wesens. Und deshalb .überbringen-.heute dem Jubilar alle, die ihn kennen^ ihre von ganzem Herzen kommenden Wünsche. Möchten die weiteren Jahre seines hohen Greisenalters durch die' Gnade Gott-es mit Gesundheit gesegnet sein. «. - . sr-jnnjr. Frielendorf, 27. Aug. Im 65. Lebensjahr starb hier der Gemeindeälteste Moses Moftes I, der dieses Amt -35 Jahre in mustergültiger Weise versehen hat-und bei Juden und Nichtjüden. in hohen Ehren stand. Er hat sich um die Gemeinde sehr verdient.gemacht. .Herr Lehrer Wetzlar hielt -ihm eine warme Gedächtnisrede. ' Der Kriegerverein erwies ihm die letzte Ehre:'' trasajv Flieden, 3. Sept. Am 2, Septemb er - wgr es : dem Synagogienältesten -Herrn Natan Katz und' dessen Ehefrau Rebekka geb. Neuhaus, vergönnt/, das S jl- Der Israelit , Nr. 37 Seite 9 b er hoch z ei ts fe st zu feiern. Die ganze jüdische Gemeinde nahm Anlaß, dem Jubilar Dank und Verehrung zum Ausdruck zu bringen. Denn Herr Katz verwaltet schon feit längeren Jahren in uneigennütziger Weise das Amt eines Synagogenältesten. . j.V- . ßrjntty* " Gedern, 2. Sept. Am 8. Sept. ds.• Js. kann Herr Adolf Bauer aufUne 25jährige Tätigkeit als Lehrer und Vorböter rn hiesiger Gemeinde zurückblicken. Ein aufrechter Jehüdi und', gewissenhafter Lehrer, erfreut sich der Jubilar sowohl.-innerhalb seiner Gemeinde als auch bei seinen andersgläubigen' Mitbürgern größter Beliebtheit und Hochachtung. zum Jahreswechsel ablösen und gleichzeitig ein Gott gefälliges Werk tun will, unterstütze uns) - Vereim der zurzeit 40 unbemittelte Patienten in der Nerven- Heilanstalt Sayn unterhält. Spenden erbeten an Bankkonto Siegfried Fakk> Köln, Postscheckkoonto Siegfried Falk, Köln 58173." Hinzugefügt sei, daß es sich um den er ein fürjü'dische Nerv enk r an t e. in Deutschland" handelt, der hier um Spenden für seine wichtige Aufgabe bittet. Brieflasten. Zierenberg. 20. Aug. Ihren 75. Geburtstagbeging am 18. August die Witwe Henriette Kaufmann dahier in seltener körperlicher Rüstigkeit und Geistesfrifche. Si-e ist inallen Kreisen der Stadt geachtet und geehrt. Bernh.Rubinstein Inhaber der Firma h. Oppenheim gegründet 1864 Carolus 48005 Papier- Handlung früher Börsenplatz 1 jetzt: Obermainsfrasse 181. wünscht allen Verwandten, Freunden, Bekannten und Kunden 2iv öt> rmötfi N21V na^nm ni’ns Druck sa eben: Visitkarten ♦ Familienanzeigen ♦ Geburtsanzeigen » Brismilohkarten ♦ Barmizwoh-Einladungen »Dankkarten »Hochzeits-, Trauer¬ und Danksagungsanzeigen etc. etc. in Buchdruck und Lithographie Vermischtes. Berlin, 5. September. Seit einem Vierteljahr hat sich hier um Herrn Dr. Nathan Birnbaum ein größerer Kreis von Damen und Herren geschart-, um sich in gemeinsamer Arbeit in die Ideen der Aulim-Vewegung zu vertiefen. Herr Dr. Nathan Birnbaum hat sich bereit erklärt,- je einen Kurs über nym rurnp ,D->amn nsmp und masnn ne-np abzuhalten. — Bis jetzt sind im Kurse.von wh, nmp folgende Themen behandelt worden: 1. Gottesglaube und Gott-eserkenntnis, 2. Demut vor Gott und Liebe zu Gott; ihr Wesen und ihre Aeußerungen, und im Kurse von wvniv nmp : 1. Der Mensch, Sachwalter des göttlichen Erbarmens, 2. Die Wirksamkeitsgebiete des Ethischen. Der Kurs über oirrsnn nmp beginnt demnächst. Locarno, 7. September. Am Gestade des tiefblauen Lang-enfee liegt das schöne Städtchen Locarno. In seinem milden Klima gedeihen jetzt zur Herbstzeit Feigen und Oliven, in zahlreichen Gärten blüht die Myrte. Die Bauart, sowie die Bevölkerung haben stark italienischen Einschlag. Der Ruhebedürftige kann am schönen Quai oder in den nahe liegenden Wäldern' spazieren gehen. Wunderbare und -abwechslungsreiche Ausflüge bieten sich dem Naturfreund. Auch spart- und spiellustige Menschenkommen auf ihre Rechnung. Umgeben , von; einem herrlichen Park in erhöhter Lage befindet sich tzas streng rituell geführte Hotel Montana, Das Hotel!iyat" sehr schöne Zimmer, sowie verschiedene Gesellschafts- und" Unterhaltungsräume. Das Haus,, in dem! sich jeder wohl fühlt, ist im Herbst und Frühjahr geöffnet. Die Verpflegung läßt nichts zu wünschen übrig. Guxhagen, 9. Sept. Herr Lehrer Ludwig War ha stig aus Darmftadt, weichere einige Tage hier zu Besuch weilte,-hat uns einen Vortrag gehalten über: „Zwang oder Freiheit, in der Erziehung". Der Vortrag war sehr gut besucht und schloß sich eine rege Diskussion an. Anhaltender Beifall zollte dem Redner unseren Dank. Guxhagen, 9. Sept. Herr Rabbiner I a c o b o v i tz aus Köln, welcher mit seiner Familie ca. 4 Wochen sich zur Erholung hier äufhielt, hat während dieser Zeit sehr segensreich in unserer Gemeinde gewirkt. Jeden Abend hielt er einen sehr gut besuchten Gemoroh-Schiur ab, tagsüber -lernte er mit den Knaben Mifchnajoth. Schabbos Nachmittag hielt er einen Sidroh-Bortrag, an welchem Damen und Herren teilnahmen und welcher ebenfalls sehr gut besucht war. — Am Sonntag den 26. Aug. hielt er einen Vortrag über „Das Leben und Wirken des, Chatam-Sofer". — Am Mittwoch den 29. August war die Abschiedsfeier, verbunden mit einer Sijum-Feier für die Kinder. Wir sagen ihm für sein hingebungsvolles Wirken an dieser Stelle nochmals unseren -herzlichsten Dank. Möchten doch alle dazu befähigten Herren der Stadt, ihre Erholung auf dem Lande suchen und den Dorfgemeinden solch echt jüdisches Wissen übermitteln. ■>., Berichtigung In Nr. 36 unseres Blattes war nachstehendes Inserat zu lesen: „Ablösung von Neujahrswünschen. Wer seine Rabb. Dr. B. in L und N. E. in S. Wir haben Ihre Zuschriften mit anderen zu diesem Gegenstände dem Autor zugestellt, der sich mit Ihnen in Verbindung setzt. Besten Dank. S. N. in T. Cs ist uns kein Minhag bekannt, wonach man am niffn wm oder *1133 m', wenn dieser auf 1,32? fällt, kein v'plis fällt. Bezüglich des rum« und mn Qvn müssen Sie sich nach dem Minhag der Gegend erkundigen. G. CH in K. Der Autor, an den wir Ihre Bemerkung Weitergaben, wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen. A. S. Eine Würdigung des Herrn Hauptlehrer K. ist bereits erschienen. Zzido Ujsag. Wir empfehlen Ihnen, sich an den Verein zur Förderung ritueller Spetsehäuser, Hamburg I, Dornbusch 4 zu wenden. flleuronatgehäcke Zuckerkranke | nur ln der Hirsch-Apotheke | {H sowie in den Filialen der D H Brot- und Keks - Fabrik Osthafen | erhältlich s ZIGARETTENFABRIK KEILES O.H.G. WIESBADEN Massigen ETTEN Z I GAR Erziehungs fragen. In jeder Großstadt gibt es eine Anzahl Kinder, die aus irgend einem Grunde in den oft überfüllten Klaffen der öffentlichen Schulen nicht vorwärtskommen können und leider zu oft wird so manche vielversprechende Jugendknospe zum Schmerz der Eltern nicht zur Entwicklung gebracht. Es ist daher für solche Kinder ein Glück, wenn sie in einen Schulzirkel verpflanzt werden, in dem ihnen jene gewissenhafte und liebevolle Ausinerksamkeit zuteil wird, die durch das Eingehen auf ihre Individualität bedingt ist. Dieses Ziel stellt sich das seit vielen Jahrzehnten tn unserer Stadt bestehende Israelitische Knabeninstitut Schülerheim Frankfurt, Trutz 47, mit dem ein trefflich geleitetes Internat verbunden ist, das den Zöglingen guten Ersatz des Elternhauses bietet. Der herrliche Bau des Institutes, mit allem Komfort ausgestattet, fernab vom Lärm des großstädtischen Verkehsr, bietet den Zöglingen, die gleich eignen Kindern bestens überwacht und erzogen werden, ein hübsches Heim. &

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