Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 69 (1928)
- Issue
- Heft 36 (6.9.1928)
- Date
- 1928-09-06
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Der Israelit Nr. 36 Seite 9 6. Septembtr 1928. Bücherbesprechungen. rr3*in vv^va naia 'v 2. Aufl. $). Rothenberg, Breslau 1, Antonrenstr. 16, sehr gut photographiert, 232 Quartseiten, Ladenpreis geb 6 M. Es ist ein sehr verdienstliches Unternehmen, alte wertvolle Werke, die fast vergriffen sind, neu herauszugeben. Zum ersten Male erschien das Werk i. Jahre 1863 in Warschau bei S. Jawitz. Der Herausgeber I. Goldmann unterließ es leider, in einer Einleitung die auf dem Titelblatt angegebene Autorschaft für die drei Werke zu begründen. Noch mehr zu bedauern ist, daß auch der jetzigen Ausgabe solche Einleitung fehlt, besonders da inzwischen über die Autorschaft Wertvolles geschrieben ist. Das Nötigste sei hier nachgeholt. 1. b"T Y>onn KTirr um maoin sind nicht die Tosafot des bekannten R. Jehuda Hechasid, des Verfassers des n’i’onn '0/ sondern des berühmten Tofafisten, R. Jehuda Sir Lion aus Paris, des Lehrers von I. Jizchak b. Mose, dem Verfasser des snnr nirr- Vergl. hierzu den Aufsatz von Groß im Magazin 1877, S. 181. Auch R. Jehuda Sir Lion wurde, wie noch eine ganze Anzahl französischer Gelehrten des dreizehnten Jcchrhundert, „Hechassid" genannt (Gr. S. 174 u. 190). Die Autorschaft unserer Tosafot durch R. Jehuda Sir Leon ist aus mehreren Zitaten im Or Sarma zu ersehen (S. 196); zu anderen Belegen hierfür sei aufmerksam gemacht auf S. 26 b (zu 40 a) s. v.^a: iiaipaa ©"»ns bv ’m iairn- Auch Rabbinowiß, Dik. Sofr. zu Berachot, Ein!., S. 81, nennt bereits R. Jehuda Sir Leon als Verfarer. 2. maoin- Die Autorschaft des „Rosch" (R. Ascher b. Jechiel) wurde bereits von Rabbinowitz bestritten. Zomber sucht im Magazin (1878, S. 26 ff) nachzuweisen, daß Rosch nicht der Verfasser sein könne. Gegen ihn weist I. N. Epstein in der Revue des Etudes Juives (Bd. 65, S. 47 ffO mit größter Wahrscheinlichkeit nach, daß Rosch wohl der Verfasser unserer Tosafot ist. Besonders überzeugend ist I. N. Epsteins letztes Argument: Im Tur Orach Chajim 107 heißt es ana b"i *rtn vnnb Via’ nnw nr sin ’a ’a xni>’B nun xsn-p3 mar? ■’b smaa 8$ -iiiai'ni' irr noanai» irr nrrianima-ian ^>aa nnrra mn Im Bet Joseph wird darauf aufmerksam gemacht, daß sich dieses Zitat aus Roschs Werken weder in seinen Pesakim noch in seinen Teschuwot findet. Nun findet sich aber in unseren Tosafot S. 14 b (zu Ber 21 a). Allerdings, hat der Herausgeber — wie Epstein bemerkt — zu Unrecht einige sinnändernde. Worte eingeschoben. 3. naaerrr i-rri-ra 'nb rnraipa na’t?. Hier liegt — wie Rabbinowitz a. a. O., in der Anmerkung und Zomber a. a. O., S. 29 bemerken — eine falsche Angabe des Herausgebers vor. Mit Recht schließt das Rabbinowitz daraus, daß hier fast nie, wie es R. Bezalol Aschkenasi zu tun pflegt, die alten Autoren mit ihren Erklärungen angeführt werden. Irrtümlicherweise wirst Zomber Rabbinowltz vor, er schreibe das Werk einem Tosafisten zu; R. schreibt a’anyK-ina nnsV nxaipa norm- Zomber vermutet, der Verfasser sei ein jüngerer Zeitgenosse des Raschbo. Wie wertvoll unser Kommentar ist, sei an einem Beispiele erhärtet: In der ersten Mischna heißt es maim nopn -imyrr nay nbyv *ry jmxa mxn ny maan naKi? na i»a marr naV p an ---pi>arnn Vai invn may ni-y’v iy jmsa a’ia’ni - - mxrt iy a’aan Raschi und mit ihm die meisten Erklärer beziehen den Satz 'ia nas nai> a"s nicht aus a’ia’si a’aVn napn hierfür gelte nicht die Beschränkung der Weisen auf die Zeit vor Mitternacht. Rambam, Hilch. Ma'ase Korb. 4,2 schreibt, aber! ausdrücklich a’aan rnarr nyvan p p’nnn1? ’nai . -nWn mxn ns? sto* ni>ivn ma’Ki prnarrn i’Topa prriy Im Kesef Mischne wird unsere Mischna als Quelle angeführt. Mit Rücksicht auf Raschis Erklärung will R. Jom Tob Lipmann Heller zur Mischna diese Quellenangabe nicht gelten lassen. Nun schreibt aber unser Kommentar gleich zu Beginn mast? ans mpa awa u’sa xb kVk msn ny xPk na’K pepn naiyn anaxi a’ai>n nopna ny a’aan p am ... iiarrv na >a nVn;ivi> un’ain’aw i”iy a"ai ir nao-aa *t|rniaa mmty ’nw inarr naai a’noan p"ana pn rrnai -.. inarr Wir sehen also, daß unser Kommentator im Gegensatz zu Raschi unsere Stelle so auffaßte, wie es Rambam nach Ansicht von Kesef Mischne tat. Für ein gründliches Lernen von mana 'oa ist das vorliegende Werk, das drei äußerst wertvolle alte Kommentare enthält, von außerordentlicher Bedeutung. Wir müssen dem Herausgeber dankbar sein, daß er uns das umfangreiche Werk zu dem sehr billigen Preis von 5 M. bietet. Wir wünschen , der Ausgabe, die in ihrem geschmackvollen Einband auch als Geschenkwerk sehr geeignet ist, weiteste Verbreitung!. Moses Auerbach-Berlin. EIN HEDVOPPAGENDES GETRÄNK —— VON AUSGEPRÄGT FEINEM APOMA VE BKAUFSS:TELLEN IN ALLEN STADTTE1LEN WITTWE HASSAN Stimm!, glänz, beg. 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