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Der Israelit · 1928-07-26 · Heft 30 (26.7.1928) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
69 (1928)
Issue
Heft 30 (26.7.1928)
Date
1928-07-26
Page
– (sequence 16)
Language
German
Belongs to
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Sette 4 Nx. 16 Der I - » qeLit Blatt e r ss. mi Zisroel in verantwortlicher Stellung, sten" hält, durch PrivatkorresponÄenzen an die zur Mstyhatürmflcht'• kyrMen, dann wird der j agudistischen Behörden in Palästina unterstütz:: Waad Leumi und her Kreis um ihn in die Stellung Hlneingehrängt werden/in her ex die Gesetzestreuen Palästinas so lange hglten konnte und weiter zu halten versucht. Das sieht auch Dr. Breuer ein. Denn das/ „für die nächste Zeit erforderliche" ist ihm vor allem: „Die Errichtung einer Einheitsfront all derer, die die Herrschaft der Thora ützer die jüdische.Nation anerkennen". Herr Dr. Breuer hat die Leitung der agudistischen Palästinapolitik übernommen, an chm liegt es also, diese Einheitsfront herbeizuführen. (Es wird chm gelingen, wenn er den ehrlichen Willen und die nötigen Fähigkeiten dazu hat. Daß es chm an gutem Willen fehlen sollte, ist kaum anzunehmen. Denn dieser als streitsüchtig verschrieene Mann hat ein inneres Bedürfnis nach Anerkennung. Und er mag sehr wohl fühlen, daß ungeteilte Anerkennung ihm zumindestens die Geschichte einst spenden wird, wenn es ihm gelingt, eine Einheitsfront der Orthodoxie in Erez Jisroel herzüstellen. Ob es ihm gelingt, ob er eine Einheitsfront Herstellen kann, das ist die Frage eben Alle Hochachtung vor dem „Kampf des Waad hoir afchkenflsi um die Freiheit des Volkes der Thora!" Aber dieser Kampf ist, wie Dr. Breuer richtig ausführt, keine Lokalangelegenheit. Dieser Kampf ist ein Kampf der Ideen, die ihre Form in der zionistischen und agudistischen Organisation gefunden haben. Eben darum hat Agudas Jisroel den Kampf des lokalen Jerusalemer Waad hoir aschkenasi zu dem ihren gemacht, hat das Eolonial Office in London aufgeklärt, in Genf alle Hebel in Bewegung gesetzt und bisher verhältnismäßig günstige Ergebnisse erzielt. Dieser Kampf hat bei allen Erfolgen, die ihm nachkamen, auch seine Schattenseiten gezeitigt. Er hat den Kämpfern an der Front, den Menschen um den Waad hoir. aschkenasi, das Gesichtsfeld eingeengt. Vor lauter Bäumen sehen sie den Wald nicht mehr. In den vielen, vielen Nahkämpfen, die sie zu führen hatten, verloren sie den Blick fürs Große, fürs Ganze. Einheitsfront aller Thoratreuen in Palästina? Erst Beantwortung der Frage: wird der neue Leiter der' agudMschen Palästinapolitik a.gudistische Politik treiben, oder wird er lokale, Jerusalemer Waadhoir-äschkenasi-PoMk treiben wollen? Wird Aguda ihre Politik selbst führen oder wird sie ihre Politik führen lassen und somit letzten' Endes sich anführen lasten? Wird man auf unsere Kämpfer genügend Einfluß ausüben, daß sie diesem Prozeß der Zusammenschmelzung aller treuen Söhne der jüdischen Nation nicht durch „Vorurteil, persönliche Empfindlichkeit und privates Interesse" hindernd im Wege stehen? Werden unsere palästinensischen Freunde die moralische Stärke aufbringen im Interesse des großen Ziels auf manches ihnen nach all dem Vorausgegangenen gewiß Zustehende zu verzichten? Wird der neue Leiter der agudistischen Palästinapolitik es verstehen, seine Freunde dazu zu bringen? II. Es ist das Tragische an Dr. Breuer, dem neuerkorenen Leiter der agudistischen Palästinapolitik, daß ihm, diesem ungewöhnlich intelligenten Juristen, /das politische Fingerspitzengefühl so völlig abgelst. Wo es sich darum handelt, politischen Tastsinn zu beweisen und künstliche Gegensätze bei iM'Großen und Ganzen Gleichgesinnten auszugleichen, oder wenigstens an> chnen vorbei zu manövrieren, da versagt er jedes Mal. Der bekannteste (wenn auch nicht letzte) Beweis dafür war fein Wirken auf der Kenefsio Gedauloh, die dank seiner „politischen" Regsamkeit anstatt eine Einheitsfront aller Gesetzestreuen in Agudas Jisroel, neue Spaltungen innerhalb der Orthodoxie brachte. Und dann vor kurzem erst, als er die Politik des Herrn Dr. Pinchas Kohn in Palästina, die darauf hinausging, eine Einheitsfront aller Gesetzestreuen zu schaffen, also eben jenes Ziel, welches zu erreichen auch heute noch Herr Dr. Breuer „als für die nächste Zeit am erforderlichhaben soll, Privatkorrespondenzen, die nur. bewiesen, daß er unter Politik die Kunst versteht, das Mögliche unmöglich zp machen ist. Privaten, zuverlässigen Berichten aus Palästina zufolge besteht irn Augenblick wieder in erhMem Mäße die Möglichkeit, eine Einheitsfront aller Gesetzestreuen zu schaffen. Herr Dr. Breuer wirb nun dgfür sorgen können, daß man über Unwichfigkeiten nicht stolpert. Das Ziel, für das die Agüda gemeinsam mit der Gemeinde des Herrn Rabbiner Sonnenfeld gekämpft hat, war: dem Waad Leumi (zionistische Organisation) eine einzige Front aller Gesetzestreuen gegenüberzustellen, um in Folge davon Palästina zu einem national sipme der Thora zu gestalten. So paradox es klingen mag: der Weg wird für Herrn Dr. Prester nicht leicht und nicht angenehm fern. „Give him a chance!" sagt der Engländer. .Nun, mau wird zusehen und abwärten, wohin dieser neue Abschnitt agudistischer PalästinapolM führen wird, wohin ihn Dr. Breuer führen wird. Es geht dieses Mal für die Orthodoxie in Erez Jisroel ums Ganze. Es geht um die Früchte eines fünfjährigen Kampfes. Und die gesetzestreuen Gruppen werden sich in Erez Jisroel zur gemeinsamen Arbeit entschließen öder in Winternacht sanft entschlafen. Wir hoffen, daß ein guter Wille Können steigert und alle Widerstände überwindet. Aus dep Bewegung. London. Während der letzten Monate ist eine merkliche Belebung der ägudistischen Täügkeit insbesondere unter der Jugend festziüstellen) Zwei neue Jugendgruppen sind gebildet mordest: die eine letzten Pesach in Dalston und eine in Highbury. Es wurde in Dalston eine besondere Abteilung Chewrah Ahawas Thora für Nichtagüdisten! gebildet, aber obgleich die Agüdaabteilustg getrennt konstituiert wurde, sind doch von 70 Mitgliedern 50 Agudisten geworden. Schiurim finden mehrmals wöchentlich statt und am Sabbat eigener Gottesdienst und Scholofch Seudos. Alle 14 Tage spricht ein Londoner Rabbiner, bisher haben die Herren Rabbiner Färber und Rabbinowitsch Vorträge gehalten. Die Highbury-Abteilung kommt wöchentlich zusammen. Ein Schiur wird von Mr. Jwir Adler geleitet und nachher indet ein Mitgliedervortrag statt. Letzten Dienstag prach Mr. H. A. Goodman über die „Ideale der Aguda" und nächsten Dienstag wird Mr. Menachem Rottenberg sprechen. Die Gruppe bildet auch einen gesellschaftlichen Mittelpunkt für die vielen jungen Leute vom Kontinent, die zu Studien oder zu Geschäftszwecken nach England kommen, und es sind immer eine Anzahl solcher junger Leute anwesend. Sekretäre der Gruppe sind die Herren: Henry Lunzer und Moses Schönfeld. Der Keren Hathora hat ein Büro 159 Fleet- Street eingerichtet, wo Dr. Teller tätig ist. Das Londoner. Jewifh Bulletin wird in Kürze wieder erscheinen. Warschau. Das in Czernowitz erscheinende Wochenblatt „Der jüdische Freund" tritt für eine Annäherung zwischen Aguda und Misrachi ein und erklärt, es ei bereit, die Rolle eines „Schadchen" zwischen den "beiden Mechutonim zu übernehmen. Hierauf äußert sich Chajim Jisroel E i ß in einer Erwiderung, die der „Jud" widergibt. Er meint, es sei mit diesem Schidduch eine eigentümliche Sache. Man müsse seststellen, ob der Choon nicht bereits einen Kallo und die Kallo bereits einen anderen Chosen besitzt. Dies sei beim Misrachi zweifellos der Fall, denn er fei' in schwer lösbarer Ehe der zionistischen Organisation angetrant und betone diese Tatsache gelegentlich mit unverkennbarem Stotze. Immer dann, wenn Verhandlungen zwischen Agudas Jisroel und Zionistischer Organisation zu praktischen Zwecken stattfanden, habe sich der Misrachi als der verbissenste Gegner der Agudas Jisroel entpuppt. Warum, o fragt Herr Eiß, schließt sich der Misrachi nicht der Agudas Jisroel an? Sollte es für die Misrachisten nicht leichter sein, die frommen Juden für eine energischere Erez Jisroel-Arbeit und für eine stärkere Pflege der hebräischen Sprache zu gewinnen, als umgekehrt die Zionisten zum Koscheressen, zur Sabbatbeobachtung oder zum Tefillinlegen zu veranlassen? Die Zeit werde hofentlich nach dieser Richtung hin die Einsicht in die wirklichen Verhältnisse bei den Misrachisten mehr und mehr zum Durchbruch bringen. . Spendenliste der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel in Frankfurt am Main Postscheck Nr. 53 900. Keren Erez' Jisroel Eschwege: dch. Dr. Baßfreund von Herrn Werner 50. Fischach: Jsr. Kultusgemeinde 60. Frankfurt a. M.: gef. dch. S. Epstein? Siegfr. Epstein 4.50, M- Baer 1.50, Fördert Fylder^!/ Mx Mhn 1.50, Martin Bamderger % Lmypp 1, Dr. Lörsch 1, NR. 1, diverse 6.Ö0, züs.21; dch. Crmsty WeD»n: NN. 1/ Dr. Saffrä 5, Aron Levis '1, Ä. ÄoböM I, NN. 1. NN. 2. RN. 1, NN. L, RN. 1, RN.!, 5Uf. dch. Ahele Rosenheim: Isaak Strauß 2, NN. 5, A. Rosesthetrst, (£. Posen und T.Uröst 7, zus: 14; dch. Adme TravlstEmil Offenbacher 5, Selma' Göldschmidt 10,'Fräu Aumann 0.50) Lehmann 0.56, Samuel Werl 5, Fam. Wreschyer 4, Adine und Mrrjaln Trayjs 13, Alice Mfemänü 2, Frau" 3l. Mainz 5, diverse 15.03, zus. 60.03; dch. Ella Schneider: Rabb. M. Schneider 1, Getdzähl^r 0.50, T. Kaplan —.30,' S. Stembertz - —:25, G. Judelejb 1) zus) 3.05; dch. Rosi Farkas und Bella Halpern: Schreiber —50, Bohner —.50, Rumpler 1.—, BraNdstättor —.50,. Jtzinger —.20, Simons —.50, Jacobsohn —.50, Schächter 1, Grüntzlück —.20, RR. —.50, Dr. Schnerb 1, Dankowitz -<ö0) Eisenberg —.50, Großmann —.50, Braun —.50, Bergmann —.50, Simqn —.50, Jmmerglück —.50, Hampel —.50, RR- —.60, Rokowski —.30, Stein 4, NN. —.50, Möller —.50, KbrnWn —.50, Strauß —)30, RR. —)50, Zimmermann —.60, Pmeas —.50, RN. 1, Loewenthal -.50, NN. —.30, B. M. Str. —.50, Zirkel 1.50,. Wertheimer 1.30, Beick —.80, Lange 1, Lubörvski —.30, Lehmann 1/ Simon 1, Ball 1, Schönberg —.20/ M. Eisemapn 1, Dr. Levy 1, Stern —.50, Sichel 1, Jeidel 1, Bkand—.50, NN. —.25, Robert Aron 1, Stimmler —.50, Dr. Fre-imann 5, Eugen Ettlinger 3, RR. 1, NN. 2, NN. 1, L. Oppenheimer 1, NN. 1, NN. 1, NN. 1.50, NN. 1, RR. i, Holpern 1, A. Hirsch 1. Frau Regine Schwäb 3, Weinberg 1, NN. 2, NN. 2, I. Benjamin 1, NN. 1, NN. 1, NN. 1, Babad 1.30, . NN. 1.50, Wronker 2, NN. 1, NN. 1.50, S. H. Katzenstein 1, Dr. Bamberger 5, NN. 1, NN. 1, NN. —.50, NN. 1, NN) —.70, I. F) D. 1,' A. Wiesen —.70, zus) 82.50; dch. Hermann Holländer: Julius Holländer 500 ,Leo Wreschner 150, Sally D. Kramer 15, Julius Ehrentreu 3, RR. 20, David Kramer 25, Fräu Dülkrn 25, NR. 10, f. Keren Hajifchuw S. Gutmann 20. Leop. Göldschmidt 20, Albert Mainz 20, züs. 808; dch. Erich Weil: 179, Jac. Rosenthal 100, N. M. Bier 5; dch. L. Loewenthal: 82, R. M. Bier 2fi, Frau Vogel 5, M. Mosbacher 10, Dr. Ehrmann 6, Strauß 10, Trepp 5, Jacob Rosenheim 20, Gordiski 3, Julius Blumenthat 10, Herbert Kruskäl 10, Frau Adolf Stern 20, L. Schapiro 5; dch. Erika Oppenheimer, Teilergebnis der Sammlung b. Hochzeit Gertrud Oppenheimer, Dr. Joel. Jsr. Rekgionsgesellschaft 130, Aba Wolfs 5, S. H. Katzenstein 3, S. O. Wreschner 5, Jul. Loewenthal 10, S. Moses 5, L. Jacoböwitz 3, dch. Keren Hathora: Traub u. Berney/ Burgpreppach 12, Privatminjan S. W. Jacobfon-Hamburg aus Machzis Haschekel 8.10, zus. 20.10; Fritz Stern 5, S. Mugdan 16, H. Peichert 2, Eugen Ettlinger 20, Hermann Bodenheimer 20, Leo Wreschner 9, Katt Züntz 3, Rt. Schnerb 5, Jul. Ehrentreu 4, A. Lewrs 5, M. H. Plaut 5, I. Strauß 5, Dr. M. Hirsch 10, A. Blumenthal 3. Fulda: dch. Eduard Strebet: 100, 377.12, zus. 477.12; dch. E. Laßmann 100, dch. Rabb. Dr. L. Cahn: Frau Oppenheimer 2, Geschenk Fulda-Pfeifer 25, I. A. 30, Schlachmonausabl. Dr. Cahn 26, Adolf Simon 5, Rpbert Strauß 5, NN. 5.50, Frau C. Nußbaum 14, Burghaun 6, zus. 118.50. Fürth: dch. Raphael Fellheimer 345.63, 250.33, zus. 595.96, Dr. L. Breslauer 13.15. Gelnhausen: Jsr. Gemeinde 14.37. Gelsenkirchen: W. Seewald 5, Frau Louis Mayer 54.50. Gießen: dch. O. Loewenstein 12.85. - Goch: dch. Oppenheimer: S. Frank-Goch 25, Cohen-Calear I, Oppenheimer 10, zus. 36. , Großkrotzenburg: dch. Lehrer Schuster 10. Groß-Strehlitz: Dr. S. König 5. Gunzenhausen: dch. M. Rehfeld: A. Gutmann 2, F. Theilheimer 1, M. Landau 1, Frau Ww. Lewi 1, Frau Bankier Rosenfelder 1, Jos. Seeberger 3, NN. 1, M. Rehfeld 8, zus. 18. Guxhagen: dch. I. Katzenberg 38, 29, zus. 67; dch. Agudas Iisroel-Jugendgruppe 10. Hainsfurt: Jsr. Kultusgemeinde 20. Halberstadt: dch. Rabb. Dr. Schlesinger 86.96, dch. Rabb. Dr. Auerbach: Ad. Ebstein 30, Rudolf Mayer 120, G. Wollenberg 15, Ad. Jacobson 60, Frau Levi Nußbaum 120, ges. dch. Hanna Schwab 48.50,„Malli Rosenblüth 17.50, Erna Spiegel 60, Jeanette Auerbach 40, Mirjam Auerbach 116, zus. 627; dch. Rabb. Dr. Auerbach 190, dch. H. Schwab 10, Jeanette Auerbach 10, zus. 210; Isaak Nußbaum 600. Haßfurt: S. Neuberger 5. Hamburg: Dr. M. Lewin 4, S. Eschwege 3, dch. Dr) M. Lewin: M. Mannheim, Barmbeck 22.15, dch. A. Joelsohn von NN. 30, Rabb. Dr. S. G. Diamant 34, dch. Frl. Le« Schlesinger 109.60. Heilbronn: dch. Hannah Bachrach 100, dch. H. Wollenberger: selbst 5, Alf. Wollenberg 5, zus. 10, dch. < Jsr. Religionsgesellschaft: Jacob Reis 4, Moses Reis 3, Max Reis 3, Max Strauß 3, Max Bachrach 3, Heinrich Scheuer 3, E. Neumann 3, Manbqr 1.50, S. Mandelkaub 1, Heinrich Bachrach 3, Hch. Scheuer II, Dr. Strauß 6, H. Slobotzki 3, Mos. Reis 3, zus. 49.50. Hersfeld: B. Katz 30, dch. Emanuel 116.

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