Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 69 (1928)
- Issue
- Heft 11 (15.3.1928)
- Date
- 1928-03-15
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 11 Seite 3 13 März IM 8 De r I st aelit weder der Würde der Presse, solche ehrenrührige Beschuldigungen stillschweigend hinzunehmen, noch der Würde des Gremiums, dem besagter Herr angehört, daß dieser sie leichtfertig ausspricht. (Die „bevölkerungspolitische" Stiftung, über die hier berichtet wird, ist an sich recht dankenswert. Indessen wird die Oeffentlichkeit Einspruch dagegen erheben müssen — und es scheint uns insbesondere Ausgabe der Rabbinen, hier ihre Stimme zu erheben —, daß bei dieser Gelegenheit die außerehelichen Geburten prämiert und legitimiert und damit wirksamste, sozial fundierte sittliche Hemmungen beseitigt werden,' die manchen schweren Fehltritt verhütet und manches junge Menschenleben vor unendlichem Leid geschützt haben. Red.). Stiftungsfest. Das 25. Stiftungsfest des M ä d ch e n k l u b s, Langestraße 30 findet Montag den 19. ds., 8.30 Uhr abends in den Räumen der Frankfurt-Loge statt. Eintrittskarten zu 2 Mk, sind bei Frau Darmstädter, Oberweg 33, sowie in der Langestr. 30 und an der Abendkasse erhältlich. Tefillin und Mesussaus in Alkhessen. Diese Ueberschrift soll den Leser nicht auf den Gedanken führen, daß in einer Zeitung die vielen Ritualvorschriften über die Erfüllung dieser heiligen Gebote gebracht werden, wenn es auch sehr nützlich wäre. Eine Wochenzerrung ist eben kein „Chase odom". Dennoch dürfte man es gern lesen, welche.Maßnahmen einst getroffen wurden, um die Gebote ordnungsgemäß zu erfüllen. Eine Mahnung erließen die judenfchaftlichen Führer auf einer Tagung in Kassel am 20. Tewet 5490 (1726); und sie ist unterzeichnet von dem Landrabbiner Veit Singer aus Witzenhausen, Israel aus St. Goar, Johel Lispenhausen; Michael Katzenstein, Eschwege, Eisemann Levl und Moses Wolfhagen. Niedergeschrieben ist sie im „Konstitutenbuch der althessischen ' Judenschaft^ und lautet nach der dem hebräischen Original beigefügten Uebersetzung: „Wegen der Tefillin, welches ist das Handzeichen und Stirngeschmeide, und Mesussoh, welches auf deinen Hauspfosten geschrieben werden muß, haben alle Völker der Erde gesehen, daß sie nicht gewarnt sein, die Tefillin öffnen zu lassen, ob dieselben richtig. Da aber mehrmals dieselben unrichtig sind, den vorigen Landtag aber haben sie die Tefillin nicht öffnen lassen, da ist ihre Missetat größer, denn daß sie ihnen vergeben^ werden könnte. Also haben wir unsere Augen aufgetan, daß die Gesetzesschreiber, so im Lande wohnen, namentlich Rabbi Salomon und Rabbi Nathan in Abte, rode, Isaak. Jestädt und der Bursch Feibes in Abterode sollen im ganzen Lande herumgehen, nämlich ein jeder einige Klassen (Bezirke) ,welche ihn durch das Los treffen werden, um die Tefillin zir öffnen von denjenigen Männern, so ihre Tefillin beim verflossenen Landtag 490 nicht besehen lassen und die Mesusaus an denen Türen der seßhaften Juden zu besehen, ob sie richtig sind. Welcher nun von den Gesetzschreibern in seiner Klasse nicht selbst herum reisen wollte, so soll ein anderer an dessen Platz reisen und braucht dem Gesetzschreiber, welcher nicht herum gegangen, nicht den geringsten Heller zu geben. Dies ist die Belohnung der Gesetzschreiber: „Oeffnen, besehen und schließen der Tefillin 2 Albus; Oeffnen eine, Mesussoh und besehen 1 Albus. Für eine neue Mesuffo 1 Albus. Für eine Parschoh Ö Albus; für ein Paar, mittelgute Riemen % Kopfstück, für gute 4 Albus. Neue Battim (Gehäuse) % Kopfstück. (Kopfstück ist jede Münze mit dem Bruchbild des Münzherren und hatte einen Wert von 20 Kreuzern oder 70,125 Pfennig der' Thalerwährung.) — Es werden nun die genannten Gesetzesschreiber ernsthaft gewarnt, daß sie nicht über die festgesetzte Belohnung nehmen 'und in specie, daß sie des Herren Werk nicht saumselig tun sollen, denn es ist geschrieben: „Du sollst dich vor deinetn'Gott fürchten." Findet man aber, daß ter Gesetzesschrejber nachlässig ist und ditz Menschen betrügt, so sollen ihm Rabbiner und Vorsteher eine harte Geldstrafe auferlegen, wovon, der gnädigste Landesherr die Hälfte erhält." — lieber sonstige soziale und religiöse Anordnungen aus jener Zeit vielleicht später Näheres. L. Horwitz, Kassel. Maharam Schiff. In Ihrem Artikel „Maharam Schiff in Frankfurt und Fulda" in Nr. 5 des „Israelit" wird auch erwähnt, daß einige Werke verbrannt worden sind. Im v-nvn wo meiner Heimat (Polen) war eine Ausgabe des zu pi>in rabv,.' worin der nvpvn nana pis fehlte. An der Stelle 'befand sich ein kurzer Vermerk darüber, wo es am Schluffe hieß: pVp Vsawa sim . . 4 Wir haben es damals so gedeutet, daß, wenn man das Wort p^p links liest» es heißt; der fehlende tnaaip also verbrannt sei. Nun gibt es ja einen Ort Schmalkalden-, was uns damals allerdings nicht bekannt war.. Ist Ihnen oder einem Ihrer Leser vielleicht bekannt, ob obige Deutung des Vermerks richtig ist und warum diese Umschreibung statt einfach-pM uns Oder heißt es, daß der fehlende oiwi? sich in Schmalkalden befindet. Bemerke noch, daß p^p i>Kötw dort getrennt ist. Sally Lewin in Hagen. Vereinskalender. Verein Mekor Lhajlm. Samstag morgen nach Schul, im Hörsale. Dtnim. Herr Dr. E. Posen. — Nachm. *U Std. vor Mincho, im Vereins-Lokale Mikro. Herr Dr. W. Hofmann. — Eine V2 Stunde nach Hawdolo, (ebenso Sonntag vormittag 8 Uhr) im Vereinslokale Gemoro. Herr I. Soffer. — Sonntag morgen nach Schul im Hörsale (ebenso Mittwoch) üth "N, Herr Red. S. Schachnowitz. — Dorm. O1/* Uhr iebenso Dienstag abd. 67- Uhr) im Dereinslokale Gemoro. Herr RAG. Posen. Sonntag nachm. 67z Uhr Vortrag des Herrn Dr. S. Ehrmann über „Die drei Worte Rabbi Gamaliels". Montag Morgen nach Schul, (ebenso Donnerstag) im Hörfäle, Mifchna. Mitglieder lernen. — abends 7 Uhr, (ebenso Mittwoch), im Vereinslokale, Gemoro. Herr Rabb. Dr. Josef Breuer — abends 87a Uhr, (ebenso Donnerstag), im Dereinslokale, Gemoro. Herr Dr E. Posen. Dienstag morgen nach Schul, (ebenso Freitag), im Hörsale, Mischna. Herr Dr. E. Posen. Jeden Abend 87-r Uhr im Vereinslokale, v"V-Lernen. Herr Herz Holpern. Ja brzeits-Stiftungen: Sonntag. 18. Mörz. Therese Roos geb. Hirsch-, Leo Hamburger- und Rabb. Jsak Strauß-Stiftg. Montag, 19. Mä z. Direktor Mendel Hirsch- Ltistg. Dienstag, 20. März. Sofie Bier geb. Heüer-Stiftg. Agudas Jisroel-Jugendgruppe. (Alle anderen Schiurim wie gewöhnlich). r>2V, 77« Uhr, Tfillas Schacharis. — 3 40—117, Herr Dr. I. Posen,. Gemorob Kidduschin, Am Tiergarten 42, — 3 «11-742, Herr Louis Kahn, Kizzur Sckulchan Oruch. — 341—3/4l2t Herr Lippmann Kurzweil, Gemoro Bowo Kamo. — 3/4i2 3/4, Herr Gerson Schneid, Kizzur Schulchan Ornch. — 12—1, Herr Herz Holpern, Das Jüumi. — 723-7-4, Herr Dr. W- Hosmann, Gemero Bowo Kamo. — 3—472. Herr Leo Schnerb. Gemoro Bezoh. — 3—4, Herr Emanuel Wolf, Gemoro Makkaus. — 4, Tfillas Mincho. — 47, — 572, Herr R. A. M. Katz, Sidrah m7 Raschi — s/4 Std. vor Nacht, Herr Dr. S. Ehrmann, Gemoro Sewochim. — Mit Nacht. Tfillas Maariw. Agudas Jtsroel-Mädchengruppe. Sonntag, 7—8 abds., Herr Dr. A. Merzbach, Jefajah. Montag, 9—10, Herr S. Unna, Newiim, Uhlandstr. 68 Dienstag, 9—10, Herr Dr. S. Weger, Trei Osor Zobelstraße 3. Mittwoch, 8-9, Herr Lehrer A. Hirschverg, Dinim. Samstag, 3/4ll—3/412, Herr Julius Lewin, Das Buch Samuel, — 4—5, Herr Lehrer A. Hirschberg, Tauroh. Arbeitsgemeinschaften. / Gruppe A. Samßtag von3/«12—1. Besprechung der Sidra und ^Allgemeines, Herr Jsaac Rosenheim, — 3—4, Herr Martin Katz, Kizzur-Schulckan Oruch. — 4-6.. Herr Theodor Spiegel, Mischnajis-Schiur für Anfänger. Dienstag-Abend von 749—l/410, ZeilL Herr Rachelsohn. Schiur für Fortgeschrittene. Mittwoch-Abend (jede 14 Tage) beginnend am 18 1. 28. Schn a renstraße 12. Heimabend von 1/28 a.i? Donnerstag-Aoend von 3/49-10 Uhr, Herr Gerson Schnerb, Jüdische- und Weltliche-Literatur. Gruppe 6. Sonntag-Nachmittag von 7.6-7 Uhr. Herr Gerson Schnerb, Jüdische- und Weltliche-Literatur. Donnerstag-Abend von 3/49—10 Uhr. Herr Isaak Rosenheim, Besprechung der Sidra und Allgemeines. Llwjalh Lhen-Vereln. Samstag, im Höriaale Friedbcrgeranlage, nach Mincho (42/4 Uhr) Vor rag des Herrn S. Schachnowitz („nrn, ein Wort des Schicksals und des Trostes'). Deshamidrasch, Ostendstraße IS. Von Sonntag abend bis Donnerstag einschl. allabendlich von 874—97» Uhr 'Da* Herr Rabb. M. Karvel. «ap «22-Schiur des Herrn Dr. Jsaac Breuer: Sonntag vorm. 729 Uhr, Dienstag bis Donnerstag abend 8 Uhr. Freitag abend nach imva, Dortrag. Herr Rabb. M. Karpel. Allabendlich zwischen nrna und y-jya ans "N. Herr W. Rosenzweig. N2V Mittag zwischen 12—1 Uhr, '-vi üs ttain* Herr W. Roienzweig. Beshamidrasch Schwanenstr. S. Jeden Freitagabend nach Schul Sidroh-Dortrag des Herrn Rabbiner Judelewitz, Dozent an der Schneider'schen Jeschiwo. Jüdischer Turnerbund. Sonntag, 18. März findet eine Wanderung in den Messeler Park statt. Treffounkt 874 Uhr Hauptportal Hauptbahnhof. ^Fahrpreisermäßigung). Turnzkiten. Sonntag: Alle 14 Tage Wanderung. Herren: Montag, 872—10 Uhr, Gymnastik Leitung: L Möller. Donnerstag, 87«—10 Uhr Turnen Leitung: Fr. Eisenhut (Annoscbule, Rechnetgrabenstratze. Alte Herren: Donnerstag, 872-l0 llör, Turnen Leitung: Fr. Etsenhut (Annaschule, Rechneigrabenstratze). Damen: Donnerstag, 872—10 Ubr, Turnen und Gymnastik (Liebfrauenschule, Schäfergaffe Leitung: Frl. A. Koch. Frauen: Mittwoch 73/4-9 Uhr, Gymnastik und Turnen (Realschule am Tiergarten 8) Leitung: Frl. M. Acker. Knaben: Dienstag, 6—8 Uhr. Turnen Leitung:Ferd. Fleck. Mädchen- Mittwoch 47p—/Uhr. Gymnastik und Turnen. Abt. I. (bis 10 Jahre) Mittwoch 47»—5 Uhr. Abt. II. (über 10 Jahre) Mittwoch 57--7 Uhr (Annaichule, Rechnetgrabenstratze) Leitung: Ferdinand Fleck. Kebetzettea. rnnn 's mps Vnp»i rjaw Freitag Abend 6 05 Samstag naa^n 6.45 Samstagmorgen 8.— Samstagnadjmittag 1 und 4.30 Samstagabend 7 20 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 6.— Tefilin-tegen am Morgen 5.20 Brieffaffen. M.!k. Sie schreiben 15. Juli 1906, meinen aber zweifellos 19i6 Die Barmizwo ist am 27. Juli 19J) Parfchath Pinchos. Bei A. Metzger erhalten Sie feinsten Allgäuer Stangenkäse per Pfund 90 Pfg. (Seither per Pfund 1.20). Die Milch zu diesem Käse ist unter Aufsicht eingemolken. Näheres Inserat. Die von S. Thalmann u. Schwab, Frankfurt a. M., Schützenstraße 4, unter Aufsicht der Israelitischen Religionsgesellschaft hergestellte Mar s-W ü r z e ist bestens erprobt. Ein kleiner Zusatz davon gibt nicht nur Suppen aller Art, sondern auch Gemüsen und Saucen «inen guten und Kräftigen Geschmack und erhöhten Nährgehalt. Die Markender Xo pgermübder Schokoladenfabrik;oo Neu aufgenpmmen f|02 *737 Iww Neu aufgenommen Alleinvertrieb durch die Firma J„Anton Alexander, Berlin NO. 18, Landsbergerstr. 91