Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 69 (1928)
- Issue
- Heft 1 (5.1.1928)
- Date
- 1928-01-05
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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— --- -*■ .v -' Seite 4 Nr. 1 D e r I » » a i l i t Blätter 5. Januar 1928 \ 3. Anfragen der Jugendorganisation an den Rabbinischen Rat des Landes erfolgen durch Vermittlung der Landesorganisation. 4. Jede Jugendorganisation hat sich eine Satzung zu geben, die der Genehmigung der L. O. und des Rabbinischen Landesrates bedarf. 5. Der Regel nach sollen junge Leute, die das 24. Lebensjahr vollendet haben, soweit sie nicht als Führer oder Vorstandsmitglieder von den Jugendgruppen benötigt werden, zur Ortsgruppe übertreten. 6. Die Jugendorganisationen mehrerer Länder können sich mit Genehmigung des G. A. zu einer Arbeitsgemeinschaft unter einheitlicher Leitung zusammenschließen. Der Leitung -gehören drei vom G. A. zu ernennende Mitglieder an. Die Satzung bedarf der Genehmigung der Rabbinischen Landesräte der beteiligten Länder, die durch Vermittlung des G. A. einzuholen ist. 7. Jugendorganisationen, die sich über mehr als drei Länder erstrecken, entsenden drei Vertreter mit beratender Stimme in den Zentralrat. 8. Beim G. A. in Wien wird ein'Jugendreferat errichtet, dem drei Mitglieder des G. A. und 4 in Wien wohnende Delegierte der Jugendorganisationen angehören. Das Referat hat die Führung der I. O. untereinander und mit den oberen Agudainstanzen aufrecht zu erhalten. Es entscheidet über etwaige Differenzen zwischen Jugend- und Landesorganisation, vorbehaltlich des Aufsichtsrates des G. A. und des Rabbinifchen Rates. B n a u s A g u d a s I i s r o e l. Der Zentralrat überweist das von der Vnaus Agudas Jisroel-Konferenz in Lodz ausgesprochene Ersuchen um Abhaltung von Führerinnenkurse für die Bnaus Agudas Jisroel der Keren Hathora-Zentrale in Wien zur möglichst baldigen Ausführung. S ch e ch i t a. Mit tiefem Schmerz und äußerstem Befremden nimmt der Zentralrat von den in mehreren europäischen Ländern in immer verstärkter Heftigkeit auftretenden Versuchen Kenntnis, durch Eingreifen in die freie Ausübung der vom jüdischen Religionsgesetz vorgeschriebenen Schlachtmethode (Schechita) die religiöse Gewissensfreiheit der orthodoxen Iudenheit aufs schwerste zu gefährden. Er legt gegen diese meist aus Vorurteil geborenen Versuche im Namen der religiösen und wissenschaftlichen Wahrheit feierlich Verwahrung ein. Für den gläubigen Juden ist das religiöse Schächtverfahren nicht etwa eine unbedeutende Formvorschrift, eine Aeußerlichkeit, sondern Bestandteil eines großangelegten geschlossenen Systems diätetischer Vorschriften, das von dem göttlichen Gesetzgeber auf dem Sinai offenbart und von der Gesamtheit der jüdischen Religionsgemeinschaft bis auf den' heutigen Tag als unbedingt verbindliche, grundlegende, religiöse Lebenslehre anerkannt wird. Der Zentralrat stellt fest, daß die moderne physiologische Wissenschaft auf Grund experimenteller Forschung die Gleichwertigkeit, ja zum Teil die Überlegenheit des jüdischen Schlachtverfahrens anerkannt und die Behauptung des tierquälerischen Charakters der Schechita widerlegt hat. Der Zentralrat fordert die Gesamtheit der jüdischen Religionsgenossen auf, mit umso treuerer Anhänglichkeit an der göttlichen Ueberlieserung des Judentums festzuhalten, je mehr Irrtum und Vorurteil dagegen anstürmen. Er erwartet und hofft, daß in immer steigendem Umfange hochdenkende und vorurteilslose Persönlichkeiten innerhalb der christlichen Welt die Ungerechtigkeit der gegen das Schächtverfahren erhobenen Vorwürfe anerkennen und sich aus ethischen und verfassungsrechtlichen Gründen gegen jeden Versuch wenden werden, die Gewissensfreiheit der ältesten jüdischen Religionsgemeinschaft innerhalb der Kulturwelt zu gefährden. Verbände zur Zentralratssitzung nach Berlin entsandt. Mit der Führungder Geschäfte der AG. wurde die deutsche Jugendorganisation beauftragt. Mit dem Probleme der Schaffung einer starken Organisation der weiblichen Jugend innerhalb der Agudas Jisroel befaßte sich eine Reihe von Sonderbesprechungen der auf der Tagung anwesenden Vertreterinnen der Mäd chengruppe mit dem Erfolge, daß das unter Leitung von Fräulein Fanny Sänger stehende Ressort des Organisationsvorstandes für die Erfassung der weiblichen Jugend weiter ausgedehnt werden soll und ferner, daß unter Führung von Fräulein Lewenstein-Zürich eine Arbeitsgemeinschaft der agudiftrschen Frauen und Mädchen aller Länder geschaffen wurde. Aron Löwenstein-Berlin, Meier Schenkolewski-Hamburg und Dr. Siegmund Stein-Köln entsandte die deutsche Jugendorganisation als ihre Vertreter zur Zentralratssitzung nach Berlin. Der stenographische Bericht des Bundes- und Delegiertentyges der Agudas Jisroel Jugendorganisation erscheint in, etwa 14 Tagen und ist zum Preise von 2,50 Mk. vom Büro der A. J. J. O., Frankfurt a. M. zu beziehen. Bei gleichem Büro sind auch die Photographien der Tagung erhältlich. Rund um den Bundestag. Neben den Verhandlungen des Bundestages fanden gleichzeitig Konferenzen der nach Frankfurt gekommenen Vertreter.der Jugendorganisationen der Agudas Jisroel der Schweiz, Holland, England, Deutsch-Oesterreich, Tschecho-Slowakei und Deutschland statt. In zahlreichen Sitzungen wurde das Programm einer Arbeitsgemeinschaft der Verbände ^gesprochen, die Forderungen der Jugend an Zentralrat festgelegt und schließlich die M. D. Lewenstein-Zürich, Bondi-Wien H Ullmann-Kassel als Vertreter der XWegen Raummangels muffen die vorliegenden Berichte über die Tagungen der Palästina-Zentrale und der Jugendorganisation sowie zahlreiche Aufsätze und Berichte bis zu den nächsten Nummern zucückgeskellt werden.) Spendenliste Keren Erez Iisroel. (Schulwerkfond.) Berlin: Durch Arbeitsausschuß des Palästina-Komitees der Agudas Jisroel: A. Ruß 20, Dr. Auerbach 3, Moritz Mailich 10,,S. Kirstein 10, Benno Laskowitz 10, Alfred Anders 30, Wasserreich u. Co. 10, A. Loewenstein 5, Dr. Seckbach 2, Dr. Rosenthal 10, Freirich 10, Frl. Heller 3, Nadelmann 10, Sand 10, Weißbach' 3, Manfred Emanuel 5, Gradenwitz 3, E. Steiner 5, Glatt 1> Lindenberger 5, Krain'dler 10, Dr. Segall 5, Saberski 3, I. Jacobi 2, Dr. Schlesinger 5, Weil 2, Fritz Nußbaum 16, S. Wertheimer 10, Paul Kosterlitz 10, N. Goldschmidt 10, Dr. S. Wassermann 60, Adolf Ruß 20, Vibo 3, Gg. Tietz 25, S. Falk 10, Hirschberger 5, Rosner 4, Diamant 5, A. Loewenstein 5,. Alfred Anders 30. Wasserreich u. Co. 10, Benno Laskowitz 10, S. Wertheimer 10, dch. Frau Kurt Salomon für Mädchenschulen 150, I. Gogebinasch 5. Borken: dch. Lehrer Ginsberg 25. Breslau: dch. Frau Jedwab für Mädchenschule in Tiberlas 200. Brückenau: dch. Lehrer Gundersheimer aus Gemeinde 18.17. Dinslaken: dch. Dr. Rothschild für Challo 51,.für Slichothkärten 15. Darmstadt: dch. Rabbiner Wassermann: von Frau Lern 5, von Frau Fabian 3, von Rabbiner Wassermann 3. Dietzenbach: Hermann Wolf 5. Düsseldorf: dch. H. Gottlieb 150. Frankfurt a. M.: Dr. S. Ehrmann 12, Moses Ehrmann. 1, Nathan Sondheimer, Samml. anl. der Barnitzwoh seines Sohnes 67, Jacob Strauß 18, Jul. Blumenthal 24, Rüben Lange 4, Dr. med. Gustav Stiebe! 30, Jacob Besthofs 6, Samuel Eisemann 24, .Heinrich E'semann 20, NN. 8, Leo Wreschner 3, N. Abrahams 2, Dr. Siegfr. Oppenheimer 22, Dr. Mar Oppenheimer 16, dch. Leopold Loewenstein: .Leo Wreschner 6, Leopold Mosbacher 5, Leopold Loewenstein 5, Perez ' Mosbacher 5, Mayer Mosbacher 5, Arnold Sulzbach 1, Aron Trepp 1, Nathan Weiß 1, Jacob Adler 4, Ernst Adler 4, 1. Altmann 2, Robert Aron 1, P. Baer 2, Hermann .Bauer 4, I. Belgrad 1, B. Bendir 2, Marta Benjamin 2, S. Vlumenthal 4, S. Blumenthal 2, Hermann Bodenheimer 4, Dr. Isaak Breuer 6, Dr. Josua Breuer 3, Dr. Brinkmann 3, Hermann Carlebach 2, Herm. Cramer 10, I. Dahlheim 2, E. Dülken. 4, D. Eisemann 1, I. Emanuel 2, Frau Elkan 5, A. Eschwege 1, Moritz Felsenstein 3, Dr. Feuchtwanger 2, Dr. Jos. Frank 12, Hermann Frankenthal 2, A. Frieslnäder 4, Konditorei Grünebaum 6, Jonas Halbrrstadt 2, I. Hamburger 2.50, Z. M. Hackenbroch 12, M. Haarburger 2, Dr. Markus Hirsch 4, Hugo Hosmann 1, Dr. W. Hofmann 2, Hilde Holländer 2, D. Jacob! 2, Nathan Jeidel 2, Leo Jeidel 2, Mar Josef 2, Frau Joshua 1, Frau Dr. Joshua 2, Martin Latz 2, Theodor Katzen-- stein 4, Gustav Kaufmann 12, Herbert Kruskal 6, Leo Kruskal 4, Rüben Lange 2, S. Loewenthal 4, 5. u. D. Loewenthal 1, A. Luß 2/ A. Mainzer 6, Frau R. Markus 2, Albert Mayer 4, Josef Mayer. 1, Frau Perez Mo-bucher 6, Martin Moses 2, Siegm. Moses 12, Jdä Oppenheimer 3, M. S. Oppenheimer 3, Leopold Oppenheimer 2, Siegfried Oppenheimer 2,. D. Pinter-Eohn 1,. Dr. Posen 2, B. Rachelsohn 0.50, M. Rapp 2, Albert- Rres 3, Marta Rose 1, Frau Geh. Rat Dr. Rosenbaum 1, Frau Dr. Rosenbaum 2, Jos. Rosenbaum 5, Jacob Rosenhenn 10, Dora Rothschild 3, Jda Rothschild 2, I. Seligmann 1, L. Seligmann 2, Nathan Sondheimer 10, S. Schwab 10, Adolf. Cchvarzschild 2, Heinr. Schwarzschild 2, Mich. Schwarzfchild 3, Dr. Schnerb 2, Dr. Stern 2, I. Wechsler 2, Eugen Weil 2, Dr. Weißbecker 2, Jos. Wolf 1, Arnold Wreschner 2, Ruth Zuntz 1. ' Fulda: dch. Eduard Sriebel: Mitgliedsbeiträge Fulda 43, Samml. anl. Brismiloh b. Spindler. 15.20, für Slichoth-Kärtchen 64.25. ' ' Fürth: dch. 'Rafael Fellheimer 149. - ' . Geroda: Suß-Heß 3. Großkrotzenburg: dch. Julius Schuster 58.35. Halberstadt: Dr. Emil Hirsch 400, Isaak Nußbaum 300, dch. Gottsr. Eoldschmidt: Lehrer Popper in Leer 4, Rausch Chaudesch-Spenden Ha berstaot 32. ' Hatte a. Saale: E. Pinto 36, Julius Schwab 100. Harburg i. B.: dch. Siegfr. Stein: Challogelder der. Frauen, Thora- und Maskir-Neschomaus-Spenden 60. Heilbronn: Hermann Wollenberger 3. Karlsruhe: NN. 5. Kleinsteinach: dch. I. Sacki Synagogenspende 39.50, ' Ehallogeld 3. . ' ' Köln: Arnold Weil 3. ■ Külsheim: S. Levy 13. Leipzig: Hepner österr. Schillings 6, Paula Metzger , Rausch Chaudesch-Spende 3, Cchulwerck 5. Malmö': dch .Rabb. Dr. Josef Wohlstein ges. durch N. Stein 8, anl. der Barmizwoh von E. Kamras 30. Mainz: Josef Bondi 13.50. Marburg: dch. Rabb. Dr. N. Lohn: NN. 4> 2. in Gladenbach 3.50, NN. Synagogenspende 6. Neckarbischossheim: Israelitische Gemeinde 13. Nürnberg: dch. Alfred Klugmann 26.93. ' Oldenburg: dch. Lehrer M. Meyberg Rausch Chaudesch- Spenden 18, Synagogensp. 23.50, a. Büchse 2.40. Puttelange: M. Reichelsohn srs. 60. Rhina: dch. S. Oppenheim aus der Gemeinde und der Büchse 19.49. Sprendlingen: dch. Lehrer L. Kaufmann 5. Sterbfritz: NN. 5. - Trappstadt: Sara Rau 3. Treuchtlingen: dch. B. Fulder 10. Tiefenort: Salomon Ullmann 17. Wenings: dch. B. Prager Ehallogeld von Frau Babett Sonnenberg in Somborn 2.10. Wiesbaden: dch. Rabb'. Dr. Ansbacher: Leo Ackermann 30, Josef Sulzberger 10. .. Würzburg: I. Ullmann 5. . Keren Hajischuw. (Aufbaufond der Agudas Jisroel.) Frankfurt a. M.: N. M. Bier 4.32, Arthur de Beer 3. Halberstadt: Gottfried Goldschmidt 64. Karlsruhe: Jak. Ettlinger 5. . Köln: Restaurant Berlin Leipzig: Paula Metzger 7. Oslo: Rabbiner Lewitan engl: fhilling 15. Ponewierz: dch. 'N. Berkail 74. ■ ' Puttelange: M. Reichelsohn frs. 50. Rotterdam: dch. Rabb. .Dr. Cohen aus Büchsen 185. Silast: Jacob Finger 52.20. Tiefenort: Salomon Ullmann 13. Hilfsaklton der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel Frankfurt a. M. Postscheckkonto 53 900 für durch das , Erdbeben Geschädigte in Erez Jisroel. Berlin: dch. Arbeitsausschuß des Palästina-Comitees.der- . Agudas Jisroel 620. Frankfurt a. M.: Jacob Strauß 10. Fürth: dch. Rafael Fellheimer 10/ Köln: dch. A. Wallach 5. Schweinfurt: dch. Rabb. Dr. Stein: aus Gemeinde Hofheim b. Haßfurt 25. Sammlung beim Festessen des.; Kegelklubs 45, Ehallogeld 18. Keren Hakhora in Deutschland. - KHK. Halberstadt: 1150. KHK. Hamburg: 450, dch. Benj. Meyer 74. KHK.-Frankfurt a. M.: 800. KHK. München: 286.90. ' . - KHK. Berlin: 80. KHK. Beuchen: 90. r ’ KHK. Mainz: dch. Frau Rabb. Dr. Bondi: 42.70. KHK. Magdeburg: 27.41. KHK. Karlsruhe: IW. . ■ KHK. Wiesbaden: 65. v / KHK. Bremen: 113.07.- > f ' > KHK. Nürnberg: 120. " ' KHK. Würzburg: 60.! KHK. Braunschweig: 50. KHK. Königsberg: 160. x ' dch. Lehrer M. Schuster, Großkrotzenburg 68.70, durch Rabb. Dr. Ansbacher, Wiesbaden 7, dch. Zentralrat der Agudas Jisroel, Teilerlös des Benschens anl. des von Rabb. Dr. Biberfeld veranstalteten Banketts 493.72. (Fortsetzung folgt.)