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Der Israelit · 1927-12-29 · Heft 52 (29.12.1927) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 52 (29.12.1927)
Date
1927-12-29
Page
– (sequence 16)
Language
German
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wm 4 SM W . He je, Israeli t> Oftjubenfum in Frankfurt Zn ökM WilNSkk WöOenNstt „L s s W L N" bespricht ein in Frankfurt wohnender Mitarbeiter des Blattes die Lage und das Geistesleben der Ost.j ü b e n in Frankfurt. Wir entnehmen dem Artikel folgende Angaben und Ausführungen: NaH Mm unö üöiWg Dürfte Frankfurt das größte Ostjudenzentrum in Deutschland besitzen. Unter 30 000 Juden (Die jüdische Bevölkerung Frankfurts wird auf 35—40 000 geschätzt) befinden sich ungefähr 5—r6000 Ostjuden. Währenfc m Berftn unö üeipgrg 3?^uöen v!e!f«ch zu Vermögen gekommen sind, gehören ^sie in Frankfurt wirtschaftlich vorwiegend zu den kleinen Schichten. Das kommt daher, daß von vorn- WM, W 'Tksmlstz g» MkssOM Vm Zentrum der Pelzindustrie Leipzig, nach Frankfurt ärmere Leute aus Galizien und der Buko-' wina, zum kleineren Teil aus Litauen und. Polen eingewandert sind. Die musterhaften Gemeindechrsitstissn Md ptzilMtkspischM ÄWsttÜSttstt j fes Lehrhaus betritt, trifft mürli Äört Lbute"beim Lernen. Es wird kursorisch von Dozenten aeterrttL aber auch in' Nimm m-hieftm BsMmidrasch entstandenen Schaß-Verein nach Verteilung der 'einzelnen Traktate alljährlich 6"v aus? gelernt. " " Im allgemeinen ist zu konstatieren, daß sich Hi OstjM» iii Fkänffuk! WLhI°r und tzeiNijM fühlen, als in anderen Städten Deutschlands und hier in viel engerer Beziehung zu den Alteingesessenen stehen, als sonst überall. Hier wird der Kontrast Zwischen- Ost und West nicht so hervorgekeyrt. Selysi inü'en'NMMü^ünd'üeÜ'^Ässi» milationskreisen sind diese Gegensätze nicht so scharf herausgebildet, wie in anderen Städten Deutschlands und Westeuropas. Samfoa Raphael Hirsch und die Zsraeliksche Religionsgesellschafi Bon vr. Mendel Hirsch der Frankfurter Judenheit waren nicht zuletzt Anziehungsmittel für die Einwanderer. Kommt noch hinzu, daß kaum eine Stadt in Deutschland S!k-rüWskN LkSöMW M srsmmkv ElNKSNe . derö'releMentes so voll befriedigt wie Frankfurt. Wie in anderen- Städten wohnen auch in Frankfurt die Ostjuden zumeist in besonderen Stadtteilen nebeneinander, vornehmlich im frükfxren^G^etto, das fie sozusagen von ihren deutschen Glaubensgenossen übernommen haben. Kommt man von der Feil mit ihren leuchtenden Fassaden und reichen Schaufenstern nach dem Ostviertel, etwa die Börnestraße hinunter, wo n»ch int Äk NrthsZil - rßÄji Wt, Wk den Börneplatz, die Pechneigrabenstraße entlang, so ist man auf historischem Gebiete. Hier war früher die alte Judengasse, die heute noch mit den benachbarten Straßen, mie Ostendstraße, Lan8e?tratze usw.^daZ Mische Viertel bilden. Hier ist man in eine andere Welt versetzt und man stößt auf Schritt und Tritt auf Spuren jüdischen Milieus im polnisch-galizischen Städtchen, ds« in Sil SlUtschi MWM Mpflznzt MÄe. Die ältere Generation trägt und Mt sich noch nach alter heimischer Art. - Die Männer Zehen im Kaftan und mit Schläfenlöckchen daher ^mi> fügten JMj yottenbs KWM U Wn ZW«- Zogen und Bethäufern, von denen sich die bedeutendsten in der Langestraße und Obermainanlage befinden. Hier wird noch „gedawerft" nach altem chassidischen Ritus und mit dem chafsidifchen Muer, ein WshamiSrasch öamSM vskömrgt thorakundige Männer beim Talmud und bei anderen heiligen Sforim. Alle, soweit sie zur älteren Generation zählen, halten noch streng den Sabbat, rvas kein kleines Ofrser in Deutschland mir seiner streng durchgesührten Sonntagsruhe jst, Man feiert gemütlich die „dritte Mahlzeit" unter Gebet und Gesang, besonders, wenn ein fremder Rebbe auf seinem Wege nach oder von $\mm Badsplstz dis Gsnmnds mit seinem Besuche beehrt. Er bringt ihr die Heimat mit all seiner trauten Gemütlichkeit wieder, die noch eine Zeitlang nach seiner Abreise in den Herzen und Seelen stark nachmirkt. Die russisch-manischen Juden, die gegen die polnisch-galizischen in der Minderzahl sind, haben ihr geistiges Heim im Beshamidrafch, Ostendstr. 18, das auch von einigen orthodoxen deutschen GsmsindsnckglisdsM regelmäßig bsfucht wird. Dieses Beshamidrasch hat nach gut litauischer Ärt das Thoralernen im Mittelpunkt. Dort hatte bis vor kurzem die Jeschiwo von Rabbi Mosche Schneide? ihr Heim, in der 80 Vachurim lrrntrm Zu den Dözentett zsM such dsr jstzt in Amerika weilende Rabbi Benzion 35 e r * mann. Jetzt hat die Jeschiwo ihr Domizil nach einem anderen Beshamidrasch in der Schwanenslraße verlegt. Wer mH wie vor durfte ta Beshamidrasch Ostendstraße eine der größten Thorastätten in Deutschland sein. Der hier als Rabbiner wirkende Jeschiwaleiter Rabbi Mosche K a v p e i wird von der gesamten Frankfurter Judenheit als Gavn geschätzt. To oft man dlc- / Nicht minder bedeutungsvoll war die erste, von dem damaligen Leiter des höheren Unterrichtswesens, dem Herrn Geheimen, OberregiekMgsmtß WW im August IWWWMWe Revision der <S5$üle.Der fyevr Äemfor zum Schlüsse Sckmson Raphael Hirsch, dem damaligen Direktor, in wärmen Worten die volle AnerkemÄrng^ für die LottWgder üMHMÜMgteWi, dHeMAsterkennung einem Lehrer aüszusprechen, dessen Fächer er besonders eingehend revidiert hafte. Dieses Ergebnis war deshalb bemerkenswert, weil, wie der Herr Geheimrat dem Direktor am -- ■ ■ ' fn m I- U ' fi » . Schlüße mitteilte, einige Herren ihn verklagt hätten, daß er einem unfähigen Lshrer aus Nepotismus' die wichtigsten Fächer Überträgen habe. Die Anerkennung würde spater in einem MinifteriÄrKM MkMW- MW M, UNM L?!k schwierigen Berhältnissen das Wirken Samson Raphael Hirschs sich vollzog. So schmerzlich eine derartige Dahrnehmun-g immerhin sein mochte, so wurde das Gedeihen des Ganzen damit doch nicht aufgehalten und er hatte auch die Freude, die Zahl der Gemeindeglieder so zunehmen zu sehen, daß die Synagoge sich bald als zu klein erwies und bereits 1872?in? MmlMLNg »ir uMiW vLWMig iv könnt wurde. Eine follhe konnte nur durch Hin-: Zunahme des 1863 angekaufteir ostwärts gelegenen Schulgartens bewirkt werden. Bei dieser Gelegenheit tauchte auch das Gegenprojekt der Ersauung öMk WSkts» Wgzsgs fü? W ßlslsisn Kreis auf; die projektierte Verlängerung der Synagoge, so wurde behauptet, würde sich als ein langer, unschöner, schmaler Streifen, ein architektonisches Monstrum darstellen. Es bedurfte des zündenden Wortes Samson Raphael Hirschs, um die Glieder seiner Gemeinde über die durch eine zweite Synagoge damals -drohende Gefährdung dr Einheit aufzuklären, und sie, es war am lotztsn Tagg dss Postchssstss, füx das vvkgsschlagene Projekt so zu gewinnen, daß es in der darauffolgenden Generalversammlung einstimmig angenommen wurde. Der imposante, in Wahrheit herzerhebende Anblick unserer Synagoge ist die ssivechendste Widerkegrmg streuuugen, wenn es auch dem Gedächtnisse entschwand, wessen Energie allem die Ausführung zu verdanken ist. Er predigte miprünglich Ms vierzehn Tags. Es waren das jene herrschen, tiefdurchdachten Reden, bei denen nur die Disposition streng im Geiste fixiert. Form und Ausführung jedoch vollständig improvisiert war. Sie übtest einen unbeschksiblkchsst Zaubsk aus und trugen, 'mim sie stets auf die tiefe Bedeutung der Gesetze hinwiesen und vor den ihren Sinn verkennenden Verirrungen warnten, unendlich viel bei zur VeröreMng M Mkvmms dßs'WMs ßM MWer FrömmisiW, M in der WllighsWntz^WenMnterfchied kennt zwischen dem und deni, zwfflhen den Geboten der.Selbstheiligung in Nahrung' und Genuß und den.'Pflichten: dar Geradheit und im Verhaften gä den Neöen- Alle' und' .gezvännM^Las^mamhest.uMriMäch' strebüngen der MeligigstlsgeseWchaft. ch'uÄeyx- (ForisetzünMMü) Vereiüskükeüber. , - (Wegen Raummangels verkürzt).^ Verein Meksr Ehchim. Frrrrss sorvSi üsMsM. im Wklslk-MW? vergeEMage, MMo>' Herr Leopyld5SlWad:7? Samstag morgen nach Schuld iW^HMÄe. Dtnim. Herr Dr. SPofen. — Nachm. *U Std. vyr Mincho, im Vereins-Loüale Newüm. Herr Dr. W! Hofmann.! — Eine . Hz Stundet nach Lamdülü, (süMa TomiMg vmmittM!8Mx) M Dexxinslokale Gemoro. Herr.. I. GÜ ßfK pc, Sonntag morgen nach Schul im HörfalAWMo - ernMMMWMfMM G D ni'M'gM^ nach^SÄl, - ieSUfv' F S'o nnta a,|öb im Hörfäle,' Mischna. Herr Dr; E.-P o s erW?si Jodelt Abettb'K/^fthr ittr VerÄnsit»hÜle," v'"'ir^''^ernerr. er p» " 'T ' " JÜDrWlü- S tistnnäeN: S o nn t a g ,T. Aanstar. GLh. SstnitWrät DüMeser RoseMäüm ünö "JMc'WMMftstlmal1 Mittwoch. 4. JanüW Sarä^MösMgeb. Htrsch- Stiftung. ' ' Donnerstag, s. Zayustr. Austjzr. Dr. Nastali Hirsch-SWung. - - - 7 > —. Samslp g, vormfttag lttk Uhr im Haufe Sand- - < weg — ' nachm. 4 Uhr 'Im HaKfe OsiendsttüßeÜl. \ " '"" ß U0 im Hörsaale Fxiedberger- WM; Mtt ,D«s Lif Sgrsn'. ' " Ä. 1«. @jrfln%ri; fl. M.) - Dienstag abend 9 Uhr im Böftenbeller spricht Dr. Isaac Breu er über,Die Juden in Oesterreich- Ungarn". ' . *’ pes^qmn>ia|(^ Vskead^trnße IS. Von Sonntag abtznd bis Donnerstag einfchl. allabendlich von 8lU—9l/4 Uhr naBr'ö». Herr Räbb. M. Karpel. rr»p «32-Schiur des Herrn Dr. Jfaac Breuer: «Sonntag vorm, ^/s9 Uhr, Dienstag his DÄnners- M äWö 9 W' ' Freitag abend nach n'NSQ. Dortrag. Herr Rabb M. Kaipel. Allabendlich zwischenund 01« "N. Herr W. Rosenzweig. M »8 m 1 Trrfflf. .rän- ©en W. Rvienzweig. dM-Wrein oskendstratze IS. Rabbiner S. Web er. M2N2 D» von Samstag abend bis einschließlich Donnerstag: abeüds nach Vsstz^Mkäsch SchWiiWsiv. Jeden Freitagabend nach Schul Sidroh-Vortrag . des Herrn Rab.hfner Iubtzlewitz, Dozent an der Schneider'fcheN Jeschiwo:/' ' ' Beshamidrasch Obermainanlage 8. Ikßkll BKkNkl V8V 8x/a— 9Üo MM rkllleZMur: Wiüler-^rogramm des Inraerönndes. Sonntag. 14täg. Sport oder Wanderung. Herren-Abteilung^ Montag. 81/2—IO Uhr, Leichtathletik und Gym-. vaM. AnnoMM ReSveiMvenMatze. ' ' DSMLkStää U/2-10 UM, TMLii. ' . Gebelzeiten. Freitag Abend '4:10 : LäuiÄätz' - Samstagmorgen 8.— 5amstägnachstlittag 1 und 4.- öamstägabestd5,25 Morgens 7.ft5 Tefilin-Legen am Morgen ^:0h

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