Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 51 (22.12.1927)
- Date
- 1927-12-22
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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/•' " “ . «dMH «kür 1 Ne öl Der I s a e l r t 22 Dkg n;.rr7. IS27- H>,, » »U.-13P,1»! S.:)*i »i» m!■.; was Glauben zur Voraussetzung hat. Gott gab dem Josef Gunst in den Augen seines Herrn. Gott ließ das Herz des Pharao hart werden. Es ist nach dem Judentum Gott, der die Geschicke leitet. Zu Gott beten, heißt schon, ihn als dsn M?» Ms WchiM onMöNnen." DM agnMtM Tymnaffum »Stirn vmis« w in 5Rtg«. Drei Auftakte. Der Ruf Gottes an Abraham Zur Trennung von -Sanft, Gsbuetsset und 31ät»ft*uj Zäb dsr» jüfttschöv Volke feine Geburtsstunde. Doch die Thorg beginnt nicht mit diesem Augenblick. AZie später die Zehn Gebote durch die Anteilnahme der Natur grandios begleitet wurden^ so tritt hier in drei MllNtiWn Auftakten Die MklislWt auf. W.e am Sinai das Weltall seinen Gehorsam den Geboten Gottes verkündete, so zeugt hier die Menschheit für Gottes Berufung des Abraham. Die drei Auftakte sind die Erschaffung des Menschen, Dfe Mmifmitg aus fern Araüiksl? und die Sintflut. Drei Perioden in absteigender Entwicklung hatte die Menschheit hinter sich, als dem Volke sein „Werde" wurde, das die Menschheit allmählich wieder ihrem Schöpfungszrveck zuführen soll. Drei Auftakte. Als erster die Erschaffung des Menschen. Gott setzt in das große Weltall den Menschen. Göttliches in seiner Seele, Göttliches auf seinem Angesicht, ist das Wort Gottes fein Daseinszweck. Gott spricht zu dem Menschen, offenbart sich ihm, führt'ihn Zur Arbeit und zur Hut, zur Wahrung der Güter der Erde dem göttlichen Willen gemäß. Aber der Mensch hat die Freiheit des Willens. Gott bringt ihm die Tiere, um zu sehen, wie er sie benenne. Die Der Mensch dem Sichtbaren Namen gibt, so ist sein Name. Daß der Name der richtige sei, dazu wurde dem Menschen die Erkenntnis verliehen. Doch das lieblich Anzuschauende und das zum Ge- «uffr Sufe MM, ft» Mensch vergißt sich, vergißt sein unbefangenes Nurhören auf die Stimme Gottes und o-erbirgt sich, wenn er die Stimme Gottes hört. Im Bewußtsein der Schuld überfällt das Gefühl der Scham den Menschen, und er steht nackt vor sich. - Eins sollte ber Mensch trn härrnäritschen Verein mit allem Geschaffenen sein, eins mit der Tierwelt, eines mit üb Natur. Aber in feinem Abirren von dem allen sonstigen Geschaffenen Grenze setzenden Worte Gottes zerjerrijl er diese Einheit. Die Erde sollte dem Menschen ein Ms blühender Garten fein, ein Garten der Wonne, der, wo immer der Mensch in froher Arbeit die Schollen aufwrrft, Seggen spendet. Jetzt brach aber auch die Erde ihre Einheit mit dem Menschen, mar ihm nicht mehr gu einem Garten ber Bonn«, ga einem Paradiese. als Diener Gattes auf Erden begreifen. Frei in seinem Willen, ließ er die Götter der Leidenschaft in seiner Brust walten, —und Kain erschlug Abel. Ein Brudermord steht am Anfangs der Menschheitsgeschichte. Ron tönsn Kllins von im lschnjk MUMM Worte: „Bin ich der Hüter^ meines Brühers?" Das Schmachvollste war geschehen, die Vernichtung eines Menschenlebens durch Menschenhand. Die Erde hatte das Blut dieses Mordes in sich aufneM-en muffen. EMM muffte U dem UenchM nicht mehr dienstbar sein, sie, die Gott Dienende, ihm, dem Gott den Diekst Verweigernden. Der Mensch mußte nun, um sich zu erhalten, nicht nur mit der Tierwelt, sondern auch mit'der Erde kämpfen. - Die Not war Gast beim Menschen geworden. Wollte -er ihr nicht ausgeliesert sein, so galt ti-, Geist und Hände zu regen. Die Not führte den Menschen zum Menschen. Bereits Kain wurde so zum ersten Erbauer einer Stadt. Die Not erweckte aber auch ein Sehnen nach Besserem, Lichterem. Die Kunst entstand,, und. diese zog dann Handwerk und Industrie nach stich 'Dis Not lenkte aber' -auch von MS aus M .Mm Macht, W önMd M Religion. Das natürliche Verhältnis des Menschen, zu seinem Vater Gott war zerrissen worden, setzt wurde es durch die Religion immer wieder erstrebt,. wenn auch allmählich in der unreinen Form des Götzentums. ,Damsls sing MM m, im NSW» Sottes zu vorkündöii" überliefert die Thora. - Aus der einen Menschheit waren bereits zwei Menschentypen geworden: die Nachkommen Kains, die sich als „Kinder des Menschen" begriffen und auf ihre Kraft bauten- Und die Nachkommen MkchSi ASMS für'AM geborenen Sohnes, die wenn auch mit getrübtem Bewußtsein die Gottfeindschaft in Erinnerung hielten. Als dann aber die beiden Typen sich ehelich mischten, unterlag auch in den Nachkommen Scheths das Göttliche. Nur einer dieser Nachkommen, Noach, blieb gerecht üüft sitteWis, M mznftrM Mil M. . Nun setzt der dritte Auftakt ein. Die Menschheit war in hoffnungslose Verderbtheit versunken, sie mußte um der gangen Schöpfung willen vöxmlWt Mrdön. Eim große 'Wllfferslut nollbrochte das Werk^ Nur Ndüch mit feiner Familie ward errettet und so uasersehen, ein zweiter Stammvater der Menschheit zu werden. Kaum den Fuß wieder auf der Erde, baute Noach Gott einen Altar. Der Duft des Opfers stieg zu Gott als Ausdruck öer Gesinnung empor. Zoft beschließt, die Menschheit nicht ein zweites Mat durch eine Sprache und eine Redeweise wären ihreigeniiJetzi! würde sie zersprengtüber den weitsn ErdenruM wÄde zu Rasten und. zu Völkern mit verschiedenen - Sprachen und verschiedenen Denkweisen. -LLLe-mit'-..^inAN.)r.heU'en. MitzstkHl zeigt W TM iv ftek Cpr'fM ses TüMMs zu Babel, welche Gefahren die räumliche Nähe^ünd Mt einheitliche Sprache und Redeweise.für die Menschheit bedeuteten. ' ' ■ - :r ' S* .ff'P '! "• .V ./‘•c- VIA'*,*» i'. u-i;i -i „ T* ‘ 7 - 1* * ** /• z*, . ' \ * - . *\ 'fw'* :■ f . ■ ■. - ->X V \! -LS'j D iß. - JLli -. v '.'ll.'.ßfliS!g^.' , G.' E.G. ’i Xj. G "o't 'X'' V.XT- .~T? ■‘^c4\0'>LK~uf~j T'"''''.' Alter Tatz (Thoraschlvq qus Dettelbach ' Doch alle Vorsichtsmaßregeln hätten nicht genügt,, für ßi« ä M Men me Gkststtung MenschheU unmöglich zu machen, die die Notwendigkeit einer Sintflut verhindert. Heute hat die Weltgeschichte längst gelehrt, in welchen Abgründen die Menschheit schon oft geschwebt hat. , : . Darum erging an Abraham die Berufung, zum §tämüiväter eines Nottes' ^rt lüerfteii, ftäZ gehen versteht, um die edelste Bestimmung des Menschenberufes, zum Segen zu fein, zu erfüllen, zu erfüllen im Dienste Gottes. Eigentum des Herrn Siegb-ert Feldheim Weingroßhändler in Dettelbach a. M.. Bayern. Das Taß ist silbern und 41 cm. hoch, 34 cm. breit, hat ein Gewicht von fast 3 Pfund. Bildet MmiffmerliM. «, jx Nach genauen Forschungen des Kunsthistorikers Theo Harburg-er in München, 'der vom bayevrschen Gemcmdeverband mit den? Inventar iperung der jüdischen .Kunst- und Kultur. dsntmäler in Voneru. betraut.ist, und.der auch das üichidffd ist das Ehoraschffft 1695—1705: von dem Augsburger Goldschmiedemeister Mattheus (od. Markus) Wolfs hergestellt. Der Meister ist 1716 gestorben. Bild aus dem Kindergärten des Gymnasiums „Thora vederech Arez7 in Riga. (Madchenreigen). eigenartige Demonstratio«. T-el-Awiw erlebte jüngst einen eigenartigen De m o nst r« ti an sz u g. Schulkinder zogen., mH heg „öffir wöffett .!erüÄi^, die Schulen" vor das Rathaus. - . Seit fast 4 Monaten waren die Schulen geschlossen. Der neue Leiter der Ziomstischen EWkuMs, Advoküt Mrrg WAr. ffcht aus dem prinzipiellen Standpunkt, nur die Ausgaben zu genehmigen, für die die Einnahmen sicher sind. Mit der bisherigen Defizitwirtschaft soll aufgegeräumt wsrdsnl Der Umfang der Schulen mutzte deshalb erheöüch verringert werden; dach über das „Wie" können sich, die verschiedenen Instanzen immer noch nicht einig werden, auch fehlte bisher fettens der Exekutive eine klare Bild an» dem Kindergarten des Gymnästnms »Thor« vederech Grez" (Bei den kleinen Änngen). . Der zweite Auftakt der Menschheitsgeschichte hatte begonnen, ftyi Das Pe.adi^ M hinter dem Menschen. Schmerz, Entsagung, Mühe wurden seine Genossen, und Kämpfe zwischen ihm und der Tierwelt seine Begleiter. Doch diese Mahner, daß der Mensch nicht der Herr der Erde ist, warnten vergeblich. Er wollte sich nicht Flut zu vernichten. . Ittrall traten nun Gegensätze in die ErsÄinünL ss in der Menschheit ein gemeinsames. Versinken in den Schlamm der Schlechtigkeit verhütend. Saat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht lösen sich fernerhin in ununterbrochenem Wechsel ab. Nahe aneinander hatte die Menschheit gewohnt, eine ‘ In dtese SAisttsn hinein ksm nvch plvtz. sich die. lnzwlfchen' dementierte Nachricht, Baron Edmund Rothschild, „der Vater ..MrSWM'-"w?ao' für : väs,^ Echulwerk r« sttg«. 1Z 000 Pfund gsden, knüpfe jedoch an die Gabe Bedingungen betreffs^ der religiösen Führung der Schulen/ Ueber diese Bedingungen.^fehlt noch der genaue' Text. Wer aberv die Gesinnungeines ' großen Teiles Des neuen Jischuw einigermaßen kennt, weiß, daß es genug Elemente giht, die sich gegen, Konzessionen auf dem Gebiete der Religion mit ganzer Kraft sträuben werden. - . '