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Der Israelit · 1927-12-22 · Heft 51 (22.12.1927) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 51 (22.12.1927)
Date
1927-12-22
Page
– (sequence 17)
Language
German
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jjLrijvrjTj L lllliislrierfe Qeilaq ) e 2um. usrac \e.DXQ. Unsere Bilder. 1 Modin bezeichnet die Stätte, von der in der Leit MmmW Lerslllls Erlösung Kflfc WÄ8 RUS* geht. Crretung für Volk und Land, Erlösung des in hellenistischen Landen schmachtenden jüdischen Geistes. Heute zeugen nur noch Ruinen von dieser Quelle jüdischen Heldentums. Das Bild zeigt die Felsenhöhlen bei Modin." die nach alter Ueberlieferung die Gräber ber M«kk«bä«r in sich bergen. 3. Die os-esS g e fch ichte hat vöü MÄ WllMk der Gestaltung gereizt, sie oder einzelne Episoden derselben in Wort und Bild därzustellen. Kein menschlich gesprochenes Wort reicht aber an die Größe und Tragik der schlichten Darstellung im Urtexte der Bibel selbst, ftßit M MalM) ö!k mm MlWm?i°ff ^rev Kunst dienstbar zu machen suchten, kann Is. S noraman. bO achNiche Erfolge verzeichnen. Das hier wiedergegebene Bild zeigt, wie Josef in den Straßen. Aegyptens zum Vizekönig ausgerufen wird. - -S. ö e tz t s r Abschluß der Josefs- MlHü. Zrsrs Zcht Mn LMM M den Tod voran, nicht ohne, daß er ihnen das Versprechen abnimmt, daß sie, wenn die Stunde der Erlösung geschlagenseine Gebeine mit hinausnehmen. Stunde der Erlösung, so WA ’ftffi slttMAs, k§!st die Sprache des Mannes, der nach einem Leven im Dienste fremder Könige mit dem Bewußtsein .von dannen geht, das Erbe bitteren Leides den Seinen hinterlassen zu haben' Kein geringerer als M o f e s folost sötzl sich in im EnWkMngZsiuyU für die Bergung der heiligen Gebeine ^ein, und sie werden später bei Hebron, ' unweit der Vätergräber, in heiliger Erde zur ewigen Ruhe gebracht., Das Wild'geigt die G rabka m »r e r , in der, nach ,filier lie^>er^^e^^r«n^r Ssjif felifB Einzug ins gelobte Land seine letzte Ruhe gefunden hat. ~\ .4. Werter zurück, zur Höhle Machp e l a und zu den „in Hebron Schlumrrierriderr" führt, uns das vierte Wild zurück. Dje mächtige §!che syü speziell die'Stelle bezeichnen, wo der erste Erzvater A b r a h a m begraben ist, 5. Die Pilgerungen zu den alten Gräbern waren von jeher von den Angehörigen aller Nationen sehr Mk, Ln lktztklkl ZMi Mksfonvexe seit Anwachsen der zionistischen Wwgeung, werden um m ChanurraM mit Vorliebe Wanderungen zu denMak kab äer gr ädern unternommen. Aber auch zur eigentlichen Touristenzeit im Frühling ist die Gegend um die Gräber bei Modin tarf belebt. Das Bild zeigt eine zürn guten Teile aus reritanern beUWSk LöuriUngruM in AnWA »nv Vsllhrüng vor der RuheftaM der tzasmonMr. 6, Die Agüdas Jisroel sieht in der Palästmaarbeit einen Zentralpunkt ihrer Tätigkeit, doch möchte siemit gleicher, Liebe auch die weite Diaspora umfaiisn, mo m Muffen Mtn unfi täten MS m in schwerer geistiger Not nach Hilfe aüsschaum. In den östlichen Randstaaten hat der Agudagedanke mächtig Platz gegriffen und zeitigt manche. Schöpfung, auf die wir stolz sein dürfen. In R i g a, der Hauptstatt Lettlands, sfftSlfe!in a^udisNskhes G m n a | i n m unter dem Titel "Thora rmderech Cvezft dessen Hauptfront hier im . Bilde gezeigt wird. 7. Einen Ausschnitt vom inneren Leben dieses Gymnasiums veranschaulicht das siebe n ie Bild. Das große Erziehungswerk beginnt hier ganz unten, vom Kinder- MrikN M: UU Ml WMs M M LMWkM siir die Hochschule. Wir sehen hier eine reizende Szene aus dem dem Mädchengymnasium angegliederten Kindergarten. _ 8. Ejnen Blick in den Lehrbetrieb der untersten Stufe d-er Knabenschule dieser Wildungsanstält in Riga gewährt das achte 8lll». Schutzengel. Von EH. A. -Fäwk.!! Ist diesen Tagen scheint Reb Joel einen bestimmten Geda-niken zu verfolgen. Das merken alle Schüler. Das Gesicht Reb Joels ist von Nachdenken und Ernst überzogen und feine Augen h«l,en Een tisfgn ftmsn Milk, Hoch FelssnhShl«« bei sn«Utt (hie ®e5Bee bet* ffllttlfaBäd). nicht traurig wie sonst. Sie schauen von Zeit zu Zeit in eine Ecke, tief, durchdringend, als hätten sie dort in dieser Ecke etwas gefunden', wonach sie lange gesucht hatten. Wieder und wieder erhyhrn siy sich Täsmudfslisntrn^ WNNdSkN hinauf, hinüber in den Winkel, weiden sich am Anblick dieser Ecke und flüstern einander zu5 Wir haben, wir Haben etwas gefunden', etwas für nuferen Vefr^er, für Neb Joel, und roir brauchen nicht mehr 'traurig zu sein. Lort 4n der Säe begegnen manchmÄ diese Augen den Augen Josfel Steinfelds, des Thoraschreibers Sohn, der sich rvund-ert, daß die Augen Neb Joels von Zeit gu Zeit aus ihm' ruhend . §r giandt, Neb Ioet ihn beobachtet, ob er mitlernt, und er vertieft sich mehr in das Lernen,. singt lauter mit, aber sobald er,nur den Blick hebt, stoßen seine Aügest mit Um M ZrrlZ zusWMM. Später, wenn alle Schüler heimgehen, ruft Reb Joel Josfel Steinfeld zu sich, sieht ihn mit einem warm einhüllenden Blick an und fragt ihn: „Josfel, ist dein Vater' arn Sabbathabsnd beschäftigt? Sag deinem Baker, daß ich am Saöbattabend zu ihm komme. Ich habe mit ihm etwas zu sprechen." Josfel Steinfeld sinnt eine Weile nach; was mag Neb gööl Um zigMÜilh ftiNÜM ItH M sagen haben. Will er etwa ein paar Tefillin bestellen? Eine Mesuse? Warum sagt Reb Joel es denn nicht ihm? Josfel Steinfeld nickt zustimmend: „DM Wkdö ich tun!" Er forscht noch eine Weile in Reb Joels Gesicht, sagt einen „guten Sabbath" und verläßt das Lehrhaus. Am Sab Eh abend begibt sich Reb Joel und fein' Weib Gitele zum Thoraschreiber. Beide sind in Sabbathgewändern, Reb Joel trägt einen langen, schrvarzen seidenen Kaftan, einen Strcmnel auf dem .<m Kopf, Gitele in seidenen Kleidern, an ihren Ohren glitzern Brillantringe. Feierlichen Schrittes um* roonbelrt sie den Markt, biegenl in 41 ein« bämmrrig? ©«ffe ein, UM von da in eine andere zu gelangen. Auf dem Wege spricht Reb Joel mit seiner Frau kein Wort, beide siMkN Mp gkpkN sich verschiedenen Gedanken hin. Nur einmal durchbohrt Gttele das Schweigen: „Meinst du, Joel, daß Reb Jankew Schloimeh uns jetzt erwartet?" „5ch habe es hoch Soffel gesagt, er soll es feinem Vater sagen, jf i daß wir heute abend kommen", erwidert Reb Joel langsam und smump- % In einem verwinkelten, verwachsenen Gäßchen, in einem kaum atmenden Häuschen wohnt Reb Jankew Schloimeh der Thoraschreiber. Die Tür in \mm Wokmstube aifit Men knarrenfien Ton. wenn! man sie öffnet. In einer grau getünchten Stube, deren Winkel voll mit Spinnweben sind, schreibt Reb Jankew Schloimeh Mesutosh, Tefillin und Thorarollen. Der große Tisch P U# än Un Nänd mit Büchssn, Fsdsrkielen und. Pergamentblättern überladen, und im Raum scheinen Buchstaben, Gottesnamen ungeheimnisvolle Gedanken umherzuschweben. Reb Saafiöj Zchlsims ist ffomm unfi mchtschaffM, sin Gottesgelehrter; es geht das Gerücht, daß er sogar den Rabbiner der Stadt an Gelehrsamkeit überragt. Tagsüber schreibt er Gottesbuchstaben in Wiligkkit unfi liidtit; MW isi lkin Mnn auf das Studium der heiligen Lehre gerchtet —! beim Scheine eines Talglichts lerstt er die halbe Nacht. Bei ihm kaufen alle frommen Juden Tefillin und Mefufoth. — Reb Jankew Schloime

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