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Der Israelit · 1927-12-22 · Heft 51 (22.12.1927) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 51 (22.12.1927)
Date
1927-12-22
Page
– (sequence 15)
Language
German
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22 Dezember 1927 D e r \3 s r a e l i t schweren Lebenskampf draußen am Borns der NIM zu gewmnen. Den Reigen der diesjährigen Vorträge eröffnete Herr Dr. Arnold Merzbach über das uralte und doch immer nm Thema; i) im m v ft öas faon jvtfmn ktt ser.rem av> *mr> p dem Ausrufe veranlaßte.nm nrr ii> ‘>•>031sm ii» iso v'«. und doch heute noch ebenso den letzten denkenden iyw beschäftigt: In seinem ersten Vortrag setzte sich der geschätzte Redner mit den verschiedenartigsten Erklärungsversuchen ausein «nUi, Ui KirsN PkützlM an Zand' von ran Ski Ul! seren großen Religionsphilosophen des Mittelalters, de sonders fand, -/welchen - Niederschlag er nn unserer /findet,/ um schlietzlich am /klassischsten aller Beispiele, am Buche Ä'« hasten, zu bleiben. Im zweiten Wortrage wurden die: Einleitungskapitel Und die. Reden Mt gwiüs non aa;u gwW 8«Wü M»»M während die noch weiter in Aussicht gestellten Abende ' intensiver sich mit dem -avs nso beschäftigen sollen. Es ist natürlich, daß das interessante Problem, in der Art und Weise, wie es Herr Dr.' Merzbach behandelt, jeden Ein seiner» aufs Aeutzerste fesselt. Äenn 4ias ganze M gkHM TM SkM Leben unserer niarr gewidmet ist und uns damit gesagt werden soll, wie jeder einzelne Charakterzug im Leben dieser Großen uns unendlich viel andeutet, so ist es begreiflich, daß auch unser Verein es sich ungelegen sein laßt, von Zeit, zu Zeit Lebensbilder unserer Großen H 1I|!1 ip #11 zu IG», Mt fl«? «"» andern zu zeigen, wie trotz der Schwere der Zeiten — und schwer waren die Zeiten für uns, Juden immer -- Männer erstehen könnten, wie sie erhabeysk.und edler kein Volk der Geschichte auszuwe.sen haM H./ - S«»- lag &ü m blfifflm 3flöfiJn;Oer schichte zweier Männer unsere Gesch/chG^AHWzulttten deren Todestag gerade in. diesem Ja^^MchMum 500 bezw/ 600. Male jährt. Herr RabbinerM>x?t.B 0 nd i Mainz, zeigte uns in einem Vortrage über Vnn» die ganzs Äßffk her LlllSNiSMU von den Geonim herab besonders fesselnd, wie die verschiedenen Arien des fp phärdischen und deutschen Minhag entstanden und zu übergehend, wie gerade so manche unserer frankfurter Minhagrm, von^ diesem nur. sestgehalten und firierts noch viel älteren Ursprungs sind. Herr Schachnöwitz. 'der in ssiilM ersten BMtügk in gewohnter, meisterlicher Form ebenfalls und zwar unter' dem Titel: „Wie sich Welt und Leben im Buche des V’-m» wiederspiegelt" Leben und rZeit, Maharils ' behandelte, ging mehr auf die Daten aus dem Leben Maharils ein, soweit solche bekannt sind und zeigte uns an Hand des V~nnn icq, die SittCIIl BMA gujtitaW .k« arft j» klar und üdecheugend, daß man sich um JayWnoMö zurückversetzt fühlte. In seinem zweiten Vortrage ließ Herr Schachnowitz anläßlich des 600. Todestags des^r vrri,das Leben und Wirken eines andern Großen, des' Rabbi Ascher ben Jechiel, vor Unseren Äugen /Müll DMlMüIll) nach Spanien" lautete das Thema, mit' andern Worten: „Von der Wiege bis zum Grabe". Immer und immer wieder müssen wir staunen, wie trotz aller Bedrückungen, denem unser Volk und die heilige Lehre ausgeseht waren, IllI3 stk!§ NNd> gerade irn höchsten Moment der Not Getsteshelden erstanden, wie st« m solchem CttLMüß 1 fötll anderes Volk aufzuweissn hat. Herr Dr. Ehrmann setzte auf vielfachen Wunsch seine Vorträge über „Perek Schiroh" fort. Wieviel wissen uns unsere »'von mit den Zitaten zu sagen, die' sie/ den" einzelnen Geschöpfen in den Mund legen. Dle/ ünschrinmd vernnnstlosen Tttös sstköchöll sßstl llklfflich zu uns, man muß nur ihre Sprache so zu deuten verstehen, wie es bei Herrn Dr? Ehrmann der Fall ist. — Er ist zugleich auch der vollendete Interpret der Lirsch'schen Gedankenwelt, rn dem Hirsch-Lehrkurs, der auf vlkllaAll in diesem Sffiinter -n dem^Zwecke eingerichtet wurde, die Hirsch'schen Sch lste» wi/Zök likLyk, als es in den letzten Jahren der Fall war. in unserem Kreise aufleben zu, lassen. Herr Soffer erfreute uns wiederum .mit einem schönen. Midrasch-Vorträge. 'Neben allen Vorzügen des ßmlch llchköN WWkMWIM rHl Z-)dei uns so beliebten ungarischen „Magidus" geht er Me eigenen ÄSeg«, die immer Vollendetes bieten. Einen Vortrag haben wir ., von Herrn Nachelsohn in diesem Winter über gehört: Tiefgründig. wie immer, ' zeigte er an Hand einiger wpivs m üsin llsMu innerer mir?f? aufble Nr. 51 Seite 3 in 4n von allLst fvkdskl, die sich Mil drr r^h?ra beschäftigen. ^Fragen, die. er aufwars, versprach er erst im-nächsten Vortrag zu lösen. Von denherrlichen Melodien des nun nnvN -Festes M Ml MMMstM. mit der Melodie des n-,,m-Festes tvöllsv wir unseren ersten diesjährig«" Blicht schlirtzzn. Es ist ein grader und sicherer Weg, denn wenn UNS die Melodie noinn nma is'wri stet; uiiv immer begleitet, dann ist und bleibt in allen Lebenslagen uns Gott «ruch unser »NSIN» NIL rix»' . Neues aus der Agudas Jisrsel Iugendgruppe. ' Kommenden Samstag, den 24. Dezember 1927, spricht/ innerhalb des Daf-Jaümi Schiurs, dessen Dozent Herr Ler^/Halpern über: /»rr «v i nssv no^n (:n"2 Beginn 11:39 ühl sss unserem Lotal Schroanenstr. 12. Hiesch-Ausstöllung. Die ursprünglich anläßlich des Bundestages der AJJO. geplante Hirsch-Ausstellung, die von Herrn Joseph Sänger bereits in all ihren Teilen sorgfältigst zusammöNgöstM war, ist "im 'letzten Augenblick an der Platzfrage gescheitert und findet aksa nicht sta/t. Gemeindevertretung der Israelitischen Gemeinde. In dem vorwöchentlichen Berichte ist durch emen fyäm Ui CstzMl ötrtö Mtj bis MllllskNsttZ mit folgenden Sätzen herausgefallen:; „Der Preußische Staatsrathat nunmehr, wie .... anderer Stelle des Blattes ausführlich'berichtet, dem Gesetzentwurf, bet'esfend"'Anerkennung der Synagogenoemeinös ReligionsgeseU^aft-, als Körporschast des S/fenllichen Rech'.es zugrsttmmt, womn dir Zuetzkennung/.des beuerrechtes verknüpft ist. Diese Mitteilung des' Gemerndevorstandes erregte in der Gemeindevertretung sichtlich unangenehmes Befremden und gab zu einigen kräftigen Anstürmen Veranlassung, deren einer JiSj [fjJfJf gu ven Vorteu con ber „ StLULrhoheit" der Synaaogengsmemde JsraelMschr Gemeinde ve-stieg Die Anstürme prallten an der Erklärung des Vorstandes ab, daß gegen das Gesetz nicht anzukämpfen srr und nur im Emzelfall der Weg einer gütlichen Vereinbarung mit dem Vorstand der Synagogengememde „Js MMstlyk 7iMgl?nsgesM^°ft" Die' Renovierung der Synagoge am Hermesweg ist eine dringende Notwendigkeit., Die Löb Elias Reiß'sche Stiftung hat sich deshalb an die Gemeinde um Bewilligung eines Darlehens von Mk. 10.030— gewandt, das vom Vorstands,' nter Hinweis darauf, daß eine ®aj|U uic^t bestehe, be/ürroortet und der Gemeindevertretung gutgsheitzvn wird. 5>as Äar!e8e!i wird durch Eintrag einer Hypothek auf das Grundstück gesichert. . : //.-/.' EhanukkafE des R. j. A. Den öligen Uv LpstM-W öxöffmlö om Mmm tag abend die Ortsgruppe des. Reichsbundss ' ü d tf che r F r o n t s o l d a t e n mit einem großen Gesellschaftsabend in den Räumen des Zoologischen Gartens/, Mit einem anspruchslosen Programm — so anspruchslos, öß| üWWuvl kkine Programms woüten die Festoeranstalter die Mitglieder des Frontbundes und ihre Angehörigen, sowie die vielen Freunde/ des Bundes bei froher Geselligkeit zusammenhalten, und dies gelang , ihnen im Großen Ganzen. Die spezifisch 'üdische Note' mar gegeben durch das streng a s ch ö.r/ö Büffet: Aürs Sllttfk war hübsch, «nd vvM haltend , und zweckentsprechend. Die vom Rundfunk ans allen bekannte und wohlvertraute Meisterin des Frankfurter Dialektes und Interpretin schöner Sachsenhäuser Volkstümlichkeit, Frau Obermeyer, stand in, ve^fona auf der Bühne, erzählte hübsche Sachen und Sächelchen ÜÜÜ ii6llli£ 5{f Brücken wnb 13ef>crgän0e von Nummer zu Nummer. Wir bekamen auä no^) ö!e^r Aü hüköll von Künstlern von Namen (Gareis von der Oper und Herr Naumow-Fleischmann). Eine Turnriege zeigte, wie die wackeren Frontkämpfer es ve-stehen, Kra>t und Mut auch friedlichen und künstlerischen Zwecken ilienffftar tzck -MckchSN. tzü lölwüß Mk %\M turnerische Groteske ging ebenfalls über die Bühne. In den Nebenräumen hatten sich Buden, Karussells zu einer Art lustigen Markttveibens ausgemacht. Was nach Mitternacht. nach Ablauf des programmlosen, Prag amms in den -Räuruen sich noch ersignstö. -darüber kann Berichterstatter Nlcksis 9IIS iÖI ist tstkfkk 8st!sstl?i' dungsstunde sich nach Haufe begab, war die Pergnugungsfront noch keineswegs ins Wanken gekommen. Seelenfang. Wir werdsn von Freunden unseres Blattes darauf «nfmMm gsmaU m W Mission am hiestgon Platze durch einen Predwer Rudnitzky m lrtzlerer Zeit eine äußerst rege Tätigkeit entfaltet. Er ist getauter Jude und gibt an, ein Enkel großer Rabbis zu sein. Selbiger Herr gibt zur Zeit eine Zeitschrift unter dem Namen „Der Öelberg", heraus, vor der dringend ZU r-! warnen ist. (Wegen Raummangels verkürzt). Verein Tstekor Lhajlm. F»srtss sbond, nach lkchul. im DöffM Mikdbrrger-Anlage. Mikro. 5^err Gmanuc.1 Kaufmann, aniSamstag morgen noch Schul, im iHörlale» Dinim. §ierr Dr. E. Posen. — Nachm 8/4 Std. vor Mincho, im Vereins-Lokale Newiim. ^err Dr. DZ. ^ofmanti. — S ne ty2 Stunde noch ^arobofo, (cbenfo ^oimiää vöWffiäg 6 IJÜ Dereinslokale Genroro. fe-r I. Soffer. — Sountaa morgen nach!?chul im ^örlale (ebenso . Mittwoch) chk "n. Herr R d. S. Schachnowitz. — Dorm, y1/* Udr «ebenso Dienstag abd. 6'h Uhr) ' im Dsreinslokale ©cntoro. Herr RAG. Posen. — ü ll^c im 35t fädt lll 95arttag weg.n Delegiertentagung der A. I. J,O, An alle ehemaligen Schüler des kölner Lehrerseminars. Man schreibt uns: Am 25. Dezember ds. Js. kommen hier in der Aula ijsv R,lig^«Lschulr HskMöSlveg 27 Die khemaligsst Zöglinge des Kölner Lehrerseminars zu ihrer dritten Tagung zusammen. Der Vereinigung gehören jetzt 54 Lehrer an, von denen sich manche in Jahrzehnten nicht wiedergssehen haben. Alte Freundschaft wird aufgefrischt und UMr grschls^u WMgslgg JtÖlflCr QU3 UFÖHl" furt und Umgegend sind herzlich gur' Zusammenkunft eingeladen. Wenn es auch unsre stete Aufgabe ist, immer 'weiter zu arbeiten in und an den Aufgaben unseres (öJiaM dllS üklwiWM? Zusammsnsekn eine erwünschte Atempause, um sie der Ckinuerung! an längst verflossene Jugendzeit und gemeinsam verbrachte Studienjahre zu weihen. Alle diejenigen, die mit' uns Schüler unsrer 9tlma malet tn, der St. Apernstraße 29-31 sich nennen können, bcrrurn Eslögösthöff ergreifen, die uns in diesem Jahre in Frankfurt! zusammensührt. ( t Bgrrinsfalenber, aus. Montag morgen nach Scbul, (ebenso Donnerstag) im ^örsale. Mischna, M tgliede'l-rnem — abends 7 Uhr, (ebenso Mittmoch) i n Vereins-!o!ta!k. Äemolv. ^err Tr. — abends 8'/, Uhr, (ebenso Donwrt*g) im Vereinslokale, Gemoro. Herr Dr E Posen. Diensiaa moraen nach Schul, (ebenso Freitag), im Hö sale, Mischna. ^.err Dr. E. Posen. Jeden Abend 8»^ Uhr im Vereinslokale. v"w-Lernen. ©eit öeriößipQjn, Ja hrzetts-Stiftungerc-. Dienstag. 27. Dezember. Recha Löwen stein gell. Kahn-Stlftung. . £im]aW Mn,Amin. Samstag, nachm. 41/1 Uhr fällt der Vortrag, dg de» Dozent um die Zeit in der Aula Am Tiergarten spricht, aus.! mmmmmi eimms ir. Don Sonntag abend bis Donnerstag einfchl.' allobendl ch von 8V4-9V. Uhr ©2V D». Herr Rabv. M. Karvel. tzvp N22-Schiur des Herrn Dr. Jsaac Breuer: Lonotog vorm. Va9 Uhr. Dienstag bis Donnerstag gheii^ 6 Uhi? Fr-staa abend nach 2'isrs, Vortrag. Herr Rabb M. Ka prl. Allabendlich zwischen nmv ünd 2'NVv oirr "N- Herr W- Rosenzweia. na» Mittag zwischen 12-1 Uhr, dv VQ1N« #m M. Uv'bNWkiff Am Sadba' N2UN wiitag 4 Uhr halachstchtr Dortrag des He^rn Rabbiner Mosche Karpel. V^sp-Verein Ostendstraße 18. Rabbiner S. Weber. ©13712 'D» von Samstag ODenD BIS LillMWiS D?W?rstag abends nach uvrn 3'»^^-' Veshamldrasch Schwanenstr. S. Jeden Freitagabend nach Scvul Sidroh-Dortrag des Herrn Rabbiner Judelcwitz. Dozent an der Schneidcr'lchen J'schiwo. Vsshsmikttsch VbemMonillgs 8. Jeden Abend von SV*—91« sys» rr22°Schiur. Winter-^togramm des Jüdischen Turneröundes. Sonntag. 14täg. Sport oder Wanderung. H rren-Abteilung: MllMg, 81/z^lO Mli LkMllMM Wtz TM' nastik, Annofchule, RechneiarabSNstkützö. Donnerstag 8>/2—10 Uhr. Turnen. Alle Hefen: Donnerstag 8V2—10 Uhr. Turnen. Damen-Abteiluna: Tvnnersiag 0*4—10 UtHf, AyNNllW llstd TlMlkN Liebsrauenschule.' Schäferaasse. - Zöglings-Abteilung: Donnerstsg, 7-8'/« Uhr. Kaaben-Abteilung: HtöiiFtsz, 6-8 Mk. AnnaMulk. NkMeMatzkNM Mädchen-Slbtetiung: Mittwoch 4*/,-51 h Uhr. Abtlg. I. Gymnastik und Turnen, Anna'chule. Rechne!grabcnstrotze. Mittwoch 6'/s—7 Uhr.-Abtlg. II. Gymnastik und Sumen, Annasch als. Rechneigr^ benstraste. Frauen Gymnastils Mlltwoch. 7i/«- 8 - 2/4 Uhr. Gondeikurs Gymnastik, Realschule, am Tiergarten. EMlUMN,! N3UN r>2U fi?» t)2V ^tcitag Abend 4 05 Samstag na2VN 7.05 «)^Tyifta§Tno‘§en 8*— SamsiagnachmlNatz 1 und 4.— Samstagabend 5.20 . Wochengottesdienst: Msrtzens 7 05 Nachmittags 4.— Tefilin-^egen am A?orgett 7.05

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