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Der Israelit · 1927-12-01 · Heft 48 (1.12.1927) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 48 (1.12.1927)
Date
1927-12-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 2 Nr. 48 Der Israelit L Dezember 1927, beträchtlich vermehrt hat. — Außerdem sprach Frau Sara Landau, die?mx> bv nn»p betonend, die auch nach Erfüllung der ^chrveren ^lik^t^ der der Verefff sich widmet hat, innere DefrieMgung gewährt. — Außer den kulinarischen Genüssen wurden auch noch weitere geistiger Art geboten: diverse humoristische Tischlieder und Vorträge wurden mit großem Beifall ausgenommen Besonders heroorgehoben sei eine Dichtung von Frl Elisabeth Wechsler, vorgetragen von ihr selbst und Frl. Fanny Lppgnhsimsv. Die Feier verlies in schöner, harmonischer Weise. Die angeregte Stimmung bewies, daß unsere Frauen nicht nur Verständnis haben für den Ernst, sondern auch für den Frohsinn jüdischen Lebens. Aus dem Mekor Lhajim-Verein. Wi? frühst irntgeteilt, findet in diesem Winter ein Lehrkursus über Hirfchfche Werke statt. Der erst Vortrag ist diesen Samstag abend 8,45 Uhr Langestr. 18 .Der Vortragende Herr Dr. Salomon Ehrmann spricht über: „Die wissenschaftliche Methode Rabbiner S. R. Hirschs^"S7- MB, KUH Damm, rvillkMMN. Ws? hrssrn üü einen recht zahlreichen Besuch. Stau Amalie Sahenslein n"y< na’© mssn moy «san npix yna Frau Amalie Katzenstein, die im Alter von 83 Jahren 88ß istis gegüötzen rji, wu^ie!n §tzren untz mit Wurde die Silberkrone des Greisenalters zu tragen, und ge funden hatte sie sie an der Seite ihres vor einigen Jahren verstorbenen Gatten Julius Katzenstein b"h auf dem Wege der Liebe, des Rechtes, des Wohltuns und all der Tugenden, die wir mit vegeMM, Nn Schm«! nau stand ein langte Menschenaller das Haus Katzen stein da, fest verwurzelt im Boden der Thora und Gottesfurcht, eine Stütze der alten Gemeinde, eine gast liche Stätte wie das Zelt Abrahams, in der Arme unk Bedürftige Labung, Rat und Hilfe fanden, ntya ab na nfca ihr Mann durfte auf sie vertrauen. In einem Gelten ftlilgl?. SIrkeii (iani pe ihm ta« g«r und in seinen idealen Bestrebungen für Gemein^ Gotteshaus und Armenunterstützung konnte sie ihm so gar anregend vorangehen. Und wenn die Stürme, die keinem erspart bleiben, auch ihr Leben umtobten, liebe mm m H8usk stütz küMslm wllMü. so goss von ihr das Wort ma naa> »>das Licht der schlich ten Frömmigkeit, des unentwegten Gottvertrauens erhellte ihre Nacht und hielt sie ausrecht. Reicher Lohn wurde ihr mit einem Frankfurter Lebensabend zuteil, den sie vor etwa 5 Qafyren . nattp dem Tode itzres ©ölk« anivaiy tzec. höchste Lahn, der einer Mutter beschickten sein kann, das Glück von Kindern und Kindeskindern bis in die vierte Generation zu erleben. Umgeben von Achtung und Verehrung aller im schönen Heime der Kippestube, wo sie ihren Platz hatte, umstrahlt von der ÄfSFM Lim SSS MM öütz M ZWikgkttültzttr. in deren Haus sie eine Kindetschar aufblühen sah ganz in ihrem Geiste und im'Geiste ihres Gatten' dürfte sie finn« w'b pnvni lachenden Herzens dem letzten Tage entgegensetzen, dem Tage, der sie wieder heimbrachte Hü den Vätergräbern an die Seite des geliebten Gattstt. A- ^"lkü ss AA» SW swo pajfll: . . ‘ -n"a 5«r Litlinger'sches Erholungsheim. Das Ettlinger'sche Erholungsheim für jüdische Kinder in Hofheim am Taunus bietet. Liegekuren m sonnigen, geheizten Veranden, medizinische Bäder, Höhensonne, vorzÜHftchL streng Ätüeste Verpsiegung des mäßigen Preisen. Im Winter Aufnahme auch von Erwachsenen. Sehr geeignet für längeren Kurausenihalt. Auf Wunsch Unterricht von einer staatlich geprüften Lehrerin. Anmeldungen an die Leiterin, Frl. Heller, Hofheim a. T., Kapellenstr. 12. 8!« sütziMs Moniert m MsenölW. Herr Leo R o s e n b l ü t h ist kein Unbekannter in unserer Mitte, er hat uns mit seinem prächtigen Bariton im Chore und im Sologesang oft genug erfreut und Bewunderung abgerungen. Gewissermaßen als Abschluß feiner musikalischen Ausbildung gibt er am Mittwoch den 7. apmpf 8 M, j|D kttiNkll SSSl tzkZ Züülk baues ein Konzert, bei dem vornehmlich jüdische Gesänge zum Vortrag kommen. So die „vier ernsten Gesänge" aus „Koheleth" in der Jntonierung von Brahms, die „Seelenlieder" von Jehuda Halevy (Schalit), „Israel in Aegypten" von Händel u. o. a. Als Mitwirkende verzeichnet das Programm Hermann D i s r s ch. Baßögriton unD HMrich iöjalü. Mn fialaimUtt KamM- Nisten aus München, der am Flügel die Gesänge begleiten wird. Warnung vor Reisen zum Konsulat. Vom Israelitischen Hülfsverein wird uns geschrieben: Wiederholt ist es vorgekommen, dafi Ausländer ohne im Besitz ber notigen Mittel gg stin gweckS ANSstellUNg oder Verlängerung des Passes größere Reisen unternommen haben. Die Fürsorgestellen sind angewiesen, derartige Reisen nicht mehr zu unterstützen. Insbesondere warnen wir vor Reisen zum polnischen Konsulat in Köln, da die erforderlichen Schritte durch UNI fchristssch in die Wege geleitet werden können und die Kölner Durchwanderersürsorge für derartige Zwecke keine Fahrkarten zur Heimfahrt nach Frankfurt zur Verfügung stellt. Lotterie des üeven Htzf-sgr Der Keren Hathora der Agudas Jisroel Frankfurt a. M. veranstaltete eine Lotterie, die große Gewinnchancen bietet, gleichsam' als aViirn niTS nrn, abgesehen vom Hauptgewinn, dem vv'p pp> rn ntf' öen man sich mit Der Unterstützung der Thorazwecke der Agudas Jisroel erwirbt. Der Preis des Loses beträgt nur Mk. 1.—. Es tommen 3000 Nummern zur Verlosung und ergeben folgende Gewinne: eine komplette Talmudaus gäbe, (onr). eine Mischnajvs-M§gM M Köm memaren, ein Hirsch Chumisch, eine Megillü, eine Sabbatlampe, ein Tallis, ferner Tatschermester Chanuckaleuchter, Kidduschbecher, Esrogbüchsen Hawdoloteller und 20 gute Bücher jüdischen In Halts von bekannten Autoren. Die Gewinne ha öen einen Gesamtwert von Mk. 1050.—. Was Keren Hathora will, ist in folgendem kurz gesagt: Die geistige Basis jeder Betätigung im pri vaten und öffentlichen jüdischen Leben ^oll die Ehora sein. ' / Verbreitung von Thorawissen gehört mit zu den vornehmsten Aufgaben jeder im Dienste der Gesamtheit stehenden Vereinigung. KkMUM der Thora ollsin vorbürZk hm stand des jüdischen Volkes im Golus und den ge funden Aufbau eines jüdischen Gemeinwesens in Erez Jisroel. Keren Hathora will alle Kräfte zur Err§!Wn8 Sieles Zieles einheitlich, aöor doch Ssx Etgenart jedes Landes entsprechend, mobil machen und organisatorisch zusammenfassen. Keren Hathora will bestehende Thora- Lehrstätten erMx^ zzfttz gMgM. eMchtkU und überhaupt alle Bestrebungen fördern, die der Verbreitung und Vertiefung des Thora-Studiums geweiht sind. Der. Keren Hatora unterhält eine gro^e Angäst! von?almuö-Thora-Schulen, u. cf. in Hannover, Magdeburg, Vraunfchweig, Dortmund und anderen Städten. Sie. sind alle gut besucht und von tüchtigen Lehrkräften geleitet. . In anderen MMkn ffiirö Dürft) Wanhßrlshkßk Mig'ionsunterricht erteilt. Eine Anzahl Schulen wird nach Kräften unterstützt ebenso Jefchiwoth und ein zelne Thorajünger. Daß der Keren Hatora sich noch weiter zum Segen für das Thoräjudentum ctatipn NM. Bafiif MstMist NM5W ijeUige Pflicht. Die Lotterie gibt wieder einmal Gelegenheit, diese Pflicht zu einem, kleinen Teile zu erfüllen. Und wer wollte sich übrigens die Nöglichkeit entgehen lasten^ für eine Map! gjj] komplettes ü"w oder ähnliche wertvolle Schatze erwerben? Die Ziehung findet definitiv a m 2 5. D e ember 1 92 7 statt. zu Merkblatt für den Bundes- »nd Delegiertenkag der Agudas 3isr&e('3ngHiborganifaflon zu Frankfurt am Main. Dezember 1827. I. Wev f vere«hng;, m keilimietzmen? Jedes Mitglied einer Jugendgruppe der Agudas Jlsroel ist berechtigt, an den öffentlichen Beratungen des Bundestages teilzunehmen. Es hat zu diesem. Behufe entweder bei seinem Gruppenvorstande oder unmittelbar bei dem Büro des Bundestages unter Beifügung feiner misMsrtotä imö Mk. 2fiir öm Allswöis. Sunfiea» mgsabzeichm und Drucksachen, sich anzum^lden.- Die Gruppenvorstände sind verpflichtet, die ihnen zugehenden Anmeldungen unter Beifügung der Mk. 2.— pro Anmeldung fortlaufend dem Büro des Bundestages zu überenden. damit dieses in der Lage ist. die Vsarbektung der &nmrttniM?n in Nntzs Dnnunefjmfln. Ms? Tsilttchms am Bundes tag Hst Rede recht. Wer ist berechkigk. am Delegiertenkag leilzunehmen? II. 1. Nur DeteAierte, die ^emä|j der untenstehenden er «ijfier^nung gewählt sind» find bcrcchttgt, dcraltnd und beschließend an den Sitzungen des Delegiertentages teilzunehmen. 2. Di« Besucher des Bundestages, die nicht zugleich Delegierte sind, können nur als Gast an bem Delegiertem tos tsilmMen, 8 . 3. Die Delegierten haben für Ausweis, Festabzeichen usw. nichts zu entrichten. 4. Die auf das allerpeinlichste zu beobachtende Wahlordnung lautet: »Zu dem bevorstehenden Delegiertentag erlassen wil Ws Glllill! Der MslWM Der slWWn DülsglLMsi- Tagungen nachfolgende Wahlordnung: 8 1. Die Wahlen zum Delegiertentag finden in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung statt, zu der mindestens 8 Tage vorher schriftlich eingeladen wird. Die Wahl ist geheirn und direkt. Jedes Mitglied nur liHi Eiimme. Vkrgxnvmmcnc Wahl ist kln Protokoll auszufertigen, das von dem Vorsitzenden und den beiden Skrutatoren eigenhändig zu unterzeichnen ist. 8 2. Das Wahlprotokoll ist bis zum 5. Dezember spätestens dem Unterzeichneten O. V, einzureichen. der vorbehaltlich tzkk ©ütttaCettsemaning tznrtz Dia MWüsunMiMission des Delegrertentages, den gewählten Delegierten die Delegierten-Karte übersendet. 8 3. Jede Gruppe von mindestens 10 bis 30 Mitglieder wählt einen Delegierten. Gruppen von 30 und mehr ..M sM ML MkfMMk 30 VM Mst Mitgliedern, wä gliedern einen Delegierten. § 4. Mit dem Delegat einer Gruppe kann nur ein Mitglied dieser Gruppe, resp. Wahlgruppe beauftragt werden. Als Wahlsruppen in diesem Sinne rverden bestimmt: ZamtliOe (3mm tzox AskhgMl^ituttä Ke- SßaLinbe* gLsStzestreuer jüdischer Jugenbvereine Bayerns, ausgenommen Nürnberg und Fürth, sämtliche Gruppen des Bezirkssekretariats Kassel, ausgenommen Kassel, Marburg und Guxhagen, sämtliche Gruppen des Bezirksekretariats Ostfriesland, ausgenommen Emden. Ein-Delegierter kann nur drei .MM 8 5. O. B.-Mitglieder haben in dieser Eigenschaft eine nicht übertragbare Stimme. . . 8 6. Mandate vvsi tzik ltzM AklMichtlMM nicht nachgekvmmM find, müssen auf Borschlag des O. B. von der Wahlprüfungskommlssion beanstandet werden. Bei Einspruch entscheidet die Delegierten-Dersammlung mit einfacher Stimmenmehrheit. m. Fahrtprelsermäßigung. Generell kommt für Gefellschastsfahrten, soweit eine- Teilnehmerzahl von 20 Personen vorhanden ist, eine Ermäßigung von 25 Proz. in Frage und zwar für Hin- und Rückfahrt. y §ofern itU örtlichen Gruppen einem .bahnamtlich, anerkannten Verband der Jugendpflege angehören, kommt eine weitere Ermäßigung für Mitglieder unter 20 Jahren, in der Form in Frage, als danach eine Ermäßigung von insgesamt 50 Proz. für diese Mitglieder zu'erlangen ist. Hierbei können über 20 Jahre alte „Führer" diesen- ~ .. .Ci f t < •<•<* ,— I uppen vorsteyen und auch 50 Prvz. -Ermäßigun« erhalten. Die Größe dieser . Gruppen, resp. auf wieviek Mitglieder ein Führer kommt, ist bei den örtlichen Bahnbehörden zu erfragen, da nach unserer Erfahrung diegnaze Ermäßigungsfrage bei den verschiedenen Reichsbahnvirettionen vexfHMsi gktzMMSt wirtz. Mk kW-' lehlen unseren Gruppen zur Erlangung der SVprozentigen Ermäßigung sich den betreffenden örtlichen Jugendverbänden anzuschließen, zumal auch für andere Fährten gleiche Ermäßigung für die betreffenden Gruppen zu erlangen ist, und die Beiträge zu solchen Verbänden nur ktzl mininml m fr in oflmn. M MmffßnMn AtzksM lürften gleichfälls der den Cifenbahnbehörden zu erfragen ein, da auch diese Jugendpflegeverbände nicht über ganz Deutschland, sondern in den einzelnen Orten lokal ge- 'ührt werden. Sollten von einzelnen kleineren Gruppen z. B. nur oder 10 Mitglieder nach Franksurt korninen, ^o arbeiten wir jür liest ®ruppeir bre Fahrpläne dergestalt aus, vast re sich mit anderen Teilnehmern auf größeren Stationentreffen, um die oorgefchriebene Mindest-Teilnehmerzahl. von 20 zu erreichen, und von da aus gemeinsam die Vergünstigung der 25prozentigen Ermäßigung genießen^ Wir bitten daher rechtzeitig um Mitteilung der gervanschten MgMfi, IV. Ankunft in Frankfurt a. 2N. 1. Auf jedem Bahnsteig dse Hauptbahnhofes werdenden Tagen von 23. bis 26. Dezember Helfer mit Plakaten „Bundestag der A. I. I. O." stehen. Zu diem HölfSM hggshö» sich »llr unsti-e äiiköiirrvenlev iköUttde. (Ankunft!m Büro rechtzeitig anmelbenl) Sämtliche Agudisten halten es für eine selbstverständliche Pflicht, daß sie auf der Fahrt nach Frankfurt a. M. die Agudo- Nadel tragen, damit sie von den Helfern sofort erkannt werden. (Agudo-Nadeln sind bei den Gruppenoorständen skhslllich.) 2. Der Helfer geleitet die Ankommenden nach unserem im Hotel Saooy, gegenüber dem Bahnhof, gelegenen Empfangsbüro. 3. Im Empfangsbüro erhalten die Ankommenden die sW Anrpxs^gM, 4. Alsdann werben durch unstks Helfer die Anksrnmenden in das im Tagungsgebäude Am Tiergarten 8 befindliche Büro des Bundestages geleitet..

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