Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 47 (24.11.1927)
- Date
- 1927-11-24
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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24. November 1927 Der Israelit Nr. 47 Sette 7 von heoMsche' SchÜlWfenin Palästina die Summe B-ffAMfünd'.' züe?'WMguM zu ste^n u n \ e r der Bedingung, daß der religiöse Charakter $‘«ü ZHlllö« fswsQft (i M.) Wi xö. OM W zur Realisierung dieser Spende kommen, so wurde dcnnit die jetzige schwere Krise des Schulwerkes der ^Zionistischen Exeküttve behöben sein, und die wegen Meinungsverschiedenheiten mit der Lehrerschaft noch immer geschlossemn wmr_ mffntt mmn ksmlkn. Baron Edmönd de Rothschild hat stets die Notwendigkeit einer Stärkun'g des religiösen Unterrichts in Palästina betont. Während seines letzten Palästinabesuches im Jahre 1925 sagte er anläßlich eines ihm zu EHM gügMnsn EnwsangU. jüftifdjQ Mliginn und jüdische Tradition müssen den ersten Platz im jüdischen Nationalheim einnehmen. Bekanntlich hat ^Laron de Rothschild der Palästina Jewish Colomsation Assoziation (Pica) einen größeren Betrag zwecks Erbauung und Vsth Gsn in Galiiäs Zu? Äexfügung gestellt. Gemeinsames Vorgchen für die schule in Palästina. ' ZkkussttN'M; mm&tii Die zionistische Exekutive, die Ägudas Jisroet und die Jeschiwahfeitungen überreichten der Regierang ein gemeinsam abgesaßtes Memorandum, in welchem die 0orbetrung «ufgefiettt unb Begründet mirb, bast bie von der Regierung 'vörderettele Verordnung das Schulwesen betreffend in der Weise abgeändert wird, daß die Autonomie der jüdischen Schulen im Lande nicht angetastet werde. .,..r r :r 2tme*ifa. Das Zukünstswerk des Ioinl Diftribuiion- Chicago, 25. Dft. Wie schon mitgeteilt, wurde am 24. Oktober in Chicago die Konferenz des United Jewish Campaign des Joint. Distribution Committee in Anwesenheit von mehr 8l£ 400 MWöktM ML nffW TSilM M WMffifftM Staaten abgehalten. Der Führerschaft des Joint wurde einstimmig das Vertrauen votiert und ein Entschluß gefaßt, die Anstrengungen zu verdoppeln, um dem Joint Distribution Cotntnitt^e die Durc^pi^rung des ge|«tmien Programms der Aufbau- und Hilsstatigmt AU ermöglichen. Die Delegierten selbst brachten unter sich eine Summe von 400 000 Dollar in bar aus. Es wurde festgestellt, daß Joint für die Durchführung feines ArnS5^f?fn i- ^,e?Q,wo Dollar benötigt. Herr James R. Rosenberg, der Vizepräsident des Joint Distribution Committee, brachte den Vorschlag ein, eine neue Arbeitsmethode einzuführen und jüngettit liäfte» ift dsh Fü^MsHgft Platz, zu machsn. W beantragte ferner die Einsetzung eines Komitees, welches eine zufaMmenfaffende Ueb erficht über die Verhältnisse der Juden in Europa vorzubereiten und den Plan einer Fortdauer des Joint-Werkes in Zukunft auszü- «r^pllen ^n^n {pK,!B U :&4{^lS§r QsflflU tivkomitee des Joint nach dieser Richtung hin volle Handlungsfreiheit zu gewähren. Verfsnalieu. Oberrabbiner Ährön Hakohen ^"tx, in Kairo. Jerusalem, 17. Nov. In Haifa starb dieser Tage Rabbi Ahron Hakohen, der über dreißig Jahre das Rabbineramt der afchkenast- Wll MUkMöL Ist KML SttttiSk! tzM L?t ZSkWk? bene flammte aus Tiberias. Krankheitshalber fleöelte er in den letzten Jahren nach Haifa über, wo er jetzt die ewige Ruhe fand. Der Rabbi, ein anerkannter Thoragelehrter, zeichnete sich durch goldreinen Charakter und beispiellosen Wohltätigkeitssinn aus. Die Gelehrten PÜfWffM ft? noch Kairo kamen, bei iHm ein ostkMS Haus. Mil vem Marbislhcn OberrabbinkL Rafael Ahron verband ihn innige Freundschaft. Ausder historischen Rabbinerkönferenz in-Krakau im Jahre 5663, auf der die Rabbiner vor der offenen Thora unter feierlichem Eide Protest gegen die böswilligen Anschuldigungen erhoben, gehörte der Verstorbene zu den ersten Wort" MlMi W WU!M S?MW kt M W. gehen mit Misrachi fui den amu und neuen Sischuw nach Kräften. Die Bestattung fand unter gewaltiger Beteiligung, bei vielen.ehrenden Trauerreden, statt. rnaxan* Rabbinerjubilaurn. , Siffingen, 8. Nov. Wir lesen in der Kissinger „Saale-Zeitung ".Am 8. .^rmelrni^>er mären 25 Jahre rverfloffcn, fetibem Herr Natz- ^iner Br. ^amtevgsrin &ec (nefigen israeflitftfren Gemeinde seines Amtes waltet. Mit besonderem Eifer und großer Gewissenhaftigkeit hat er sich der seelsorgerischen Aufgaben dügMommen und sich auch in anderer Beziehung und damit auch um Bad Kissingen verdient gemacht. So darf er als der Schöpfer des israelitischen msMi LMsMN MMN. Kkl MWSNSMkkM! sur pie Mischen Schüler der Realschule lag wahrend der langen Jahre gleichfalls ist seinen Händen, wie auch die ausgedehnten Geschäfte des Bezirksrabbjnates von ihm besorgt werden. Als eifriges Mitglied des Rates im Verbände der bayerischen israelitischen Gemeinden betätigt Sjerr Rabbiner Dr. S5amf>erger unb es barj" auA erwähnt werben. Daß er als hervorragender Dalmudifl einen Ruf genießt. Möge auch feine weitere Wirksamkeit für die ihm änvertraute Gemeinde von Segen sein. Wir schließen uns diesem Wunsche an. Möge es dem verehrten Rabbiner noch lange Jahre befchieden fein,, mit ungefchivöchter Kraft mwr&i n*vmt> zu wirken. M _ i!W M1M1 ilkM 1?« streßburg.. 18. Nov. Sonntag dm 13. d. wur nach jüdischem Kalender das erste Jahr verflössen, daß Hermann Steiner s. A. das Zeitliche gesegnet hat. Die Grabsteinsetzung gab riun dem engeren Kreis der Familie, den zahlreichen Freunden und Verehrern des Dahingegangenen - Gelegenheit, die erste Jahreswende fernes SbSesio^es tri mürbi^er^iebenber 9Bfei,e jju be- MyW, was auch ran» MM Äas-m« gHlanglr, s«b sowohl das. ehrw. Rabbinat, wie auch die orthodoxe Kultüsgemeinde, die einzelnen Wohltätigkeitsinstitute, sowie der vom Verewigten mit ins Leben gerufene Stenographenbünd „Concördia" ihr« Vertreter «ntfendet hatten. Dis GsMkxM Mt RMiMk I. Kalt sch, tzer, \m menschlichen Vorzüge ustb die NeligloWt tfes gMSfettöN Gemeindevorstehers und organisatorisch vielseitigen Philanthropen! rühmend, in ihm den Verwirklicher des von best jüdischen Weisen gepriesenen Ideals der harmonischen Vereimgüng des «thifch-religiösen Thorageistes mit wettliOr Kulluk imö drfüttuna Mr TagMMltzlsn sMlN unb diesös Ideal religiöser Verinnerlichung Und geistige? Veröollkommstung seinen, dies Vermächtnis hochhaltend'est Klstdertt als köstlichstes Erbe hinterlasfen hat. Im Namen der Familie widmete Buchhändler Max Steiner seinem Vater rührende Worte pietätvollsten Gedenkens, inbem er bie Reck-tkilk»kert, 9C&d^r^eiisunb ©efinnustgstteue und trotz aller Kämpfe des Lebens, die liebevolle, friedliche Gesinnung seines edlen, doch von manchem Kummer hart geprüften Herzens — er hatte «in Jahr vor seinem Ableben seine Lebensgefährtin verloren — in kurzen, markanten, aber umso eindrucksvolleren Worten pries unb verherrlichte, ^uteßt gab I. Herzog im Namen der Israeli tischen Bvlt stäche Schmerze Ausdruck, den dieses Institut durch den Verlust dieser führenden Persönlichkeit erlitten hat. Mit dem üblichen Kaddischgebete schloß die eindrucksvolle Feier. Lichenrod. 20. Nov. Ein« große Aufregung bemächtkZts sich MitZlirdäs imfg&e ffeta GöMöMtzs, M am letzten Freitag Abend die Schreckenskunde sich durch den Ort verbreitete, daß der langjährige frühere Synagogenältefte, Isaak R o s e n b e r g II, im Gotteshaüse einem Schlaganfall erlegen sei. Man wollte es gar nicht glauben, daß der allgemein beliebte freundliche. noch W küstlgiö m\l DBF llch ÜBH WZBN Lg in sei? n«m Büro gearbeitet hatte, nicht mehr unter den Lebenden weilen sollte. Von der großen Beliebtheit des teuren Entschlafenen zeugt dessen Leichenbegängnis. Von nah und fern waren zahlreiche Bekannte und Freunde herbeigeeilt, um an demselben teilzunehmen, sämtliche christlichg Nnwokjnök Beteiiiaien sich Daran. Am irauerDaitft nahm der älteste Enkel, Herr David Heß üUs Birstem, ergreifenden Abschied vom geliebten Großväter, und. schilderte den schweren Verlust der Familie. Am obv v'2 in Birstem entwarf der Freund und Verwandle des Verstorbenen, Herr Lehrer Freudenberger in öMn unter ZUtüWUllns ökZ 8kkM ransTHr n5t»n np»T* tiw N2'V ein lebenstreues Bild des dahingeschiedenen seltenen Mannes. Er schilderte dessen Fürsorge für feiste Familie, seine uneigennützige Tätigkeit als, Synagogenältester und Gemeindevertreter und seine Reellität im geschäftlichen Verkehr. n"2L3r>. . ly. Nvb. Montag hon 19. March^schroan rourbe Wr. wie bereits in Der Frankfurter Vellage berichtet, Frau Oskar Simons, .Recha geb. Kaufmann, zu Grabe getragen. Bei der Geburt des vierten Kindes hauchte sie ihre reine Seele aus und hinterließ nach vierjähriger, überaus glücklicher Ehe drei Söhnchen und ein Töchtsrchen. Dis guten Trabitionen der bekannten Häustr Kaufmann nnb Älstnann haii-o sto in ihr Hans »erpflanzen wollen und hat schon in ihre Kinder früh den Keim gelegt, zu frohem und begeistertem jüdischen Empfinden und Leben. Sie kannte nur Mizwaus und Wohltätigkeit. Ihr Haus war ihre Welt, Gatte und Kinder ihre Freuds in edelstem Sinne. Stets froh und geschLstig snisLtzte sie £4rü affe« LUß^tt WSt-SllÜgMggN und teilte mit ihrem Gatten, in dessen heiffgem Lehrberuf sie aufging, Freude und Ihr tragischer, früher Tod hat allgemeine innige Teilnahme geweckt. Hohe Wertschätzung und tiefe Trauer klangen aus den Abschiedswörten, die ihr im Haufe und an der Statte der igen Nutze geryidmet wurden. Möge der Vater der iissg ter feinen s!^ erbarmen, sie schützen öern, damit sie, erwachsen, der Welt durch ihre Lebensführung künden, welch edlen Keime ihre brave und fromme Mutter in ihre Brust gelegt hat. rraxin. Wolfhagen, 14. Nov. Seinen 88. Geburtstag beging in bester Rüsttgkeit und Geistesfrische Herr Feist Blum e'n b e r g, der älteste Einwohner im nahen Volkmarsen, der in der ganzen Gegend beliebt und geachtet ist. Homberg. 14. Nov. -Seinen 81. Geburtstag beging im nahen Hebel Herr David G o l d s ch m i d t. Wegen seines großen Wissens im jüdischen Schrifttum erhielt er von Herrn Landrabbiner Dr. Walter in Kassel den Titel ian. BeöerHingen, 16. Nov. J^ren 83. Geburtstag beging m größter Frische Frau Berta Lrwatö Dahier. Vermischtes. Aüffff: II. Nnn. tfroninaiairaDDiMr Dr. ffluas denwttz in Hanau schreibt uns: Ein He?? D. V. H. Gustav Adolfstraße 20, versendet dauernd Bettelbriefe, sowohl an Private wie an Wohltätigkeitsinstitute in allen Teilen Deutschlands. Ich halte es für meine Pflicht, die jüdische Oeffentlichkeit auf diese Tatsache hinzuweisen. vmmmt iii M8, mi mmrnr Kfftzffkmsnn feOreiDt uns: Die neulich an unserer Jeschmoh errichtete Talmudische Bücherei leidet schwer unter den schlechten Verbindungen mit ausländischen Verlagsbuchhandlungen und sind wir gezwungen, uns die unentbehrlichen Exemplare auf anderem Wege zu verschaffen. Wir wenden uns deshalb an jeden Thorafreund, der im SBeJiije irj€nbn>eF^)er cnibc^rli^cr ^Büc^cr ber hrrräifch°rarsinW°t«stnarifH?n iSMMr, als auch trmns, ist, sie Der Bibliothek zu übermachen oder zu billigem Preise zu verkaufen. Sendungen oder Vorschläge sind an Rabbiner Kahnemann, Paneoezys, Litauen für Ozar-Hasforim zu richten. Sprechsaal. Geehrte Redaktion! Hierdurch erlauben nUr uns, 3tzre (BÜil iff f8i§2ffder Angelegenheit in Anspruch zu nehmen: Das „Hamburger Israelitische Familienblatt" hat in seiner Nr. 3S in einem Arttkel eine Würdigung der bei den Delegiertenwahlen zum Zionistenkongreß abgegebenen Berliner Stimmen vorgenommen. Der Artikel brachte die 2000 ffifflffisni Sk? k?j Sk?s?t pif *fe „Misrachi ' in Berlin abgegeben worben seien, in Verbindung mit den 2500 Stimmen, die die konservative Liste im Jahre 1926 bei den Berliner Repräsentantenwählen erzielt habe. Der Autor kommt zu dem Schluffe, daß die Hauptzahl der Anhänger der gesetzestteuen Richtung nic^t bei konservativen spurtet gw pte^en sei. DÜ die Äüfflellung der ronserbatwen Liste 1928 von unserem Verein ausgegangen war, hatten wir das Hamburger Blatt darauf aufmerksam gemacht, daß die angegebenen Ziffern vollkommensalsch seien. Zunächst hat die konservative Liste damals nicht 2500, sondern mnß 3000 KtiWMM Ms sich MFßiffint Affßortzsm ist W Zahl der für den Misrachi in Berlin abgegebenen Stimmen nur 564, nicht 2000 . Die letztere Ziffer repräsentiert die Stimmenzahl, die der Misrachi in ganz Deutschland erhalten'hat! Es liegt auf der Hand, daß die Schlußfolgerungen, zu denen der Artikel kam, noltfomffin Wsnllig (tat Da Di ' lliffmngk eine derartig fehlerhafte ist. Selbstverständlich hat unser Verein, der nun einmal die gesetzestreue Richtung hier verttitt, ein lebhaftes Interesse an der Richtigstellung. Leider war die Redaktion des genannten Blattes, trotz unserer roiedsrholten Bemühungen, p einer U!chl!gsl?ffung r»'4l 6W angeblich, weil solche jetzt verspätet käme. Wir sind daher auf die Güte der anderen jüdischen Blätter angewiesen. um die Irreführung, die der genannte Artikel heroorgerufenhat, zu beseitigen. » WM in Mff WsM??i Blatte keine Fehlbitte zu tun, wenn wir um alsbaldige Veröffentlichung der vorstehenden Ausführungen ersuchen. Mit vorzüglicher Hochachtung Verein zur Erhaltung des überlieferten Judentums. itt Berlin, Jamiliennachvichten. B armizw o: Zur 12 wird frdl. eingeladen. .1V» in. Sohn des Herrn Hirsch Marcus, Franknirt a M«r SBrannin AlUM 7, TWLgrg? Dxttz ^amidrasch, Ostenbstr. 18. nvis. — Siegfried. Sohn des Herrn Ludwig Hamburger. Rückertstratze 44- KB'l 'S rot?, Synagoge Friedberger-Anlage. — Herald, Sohn des Herrn Josef Weil, London N. 5. 115 Highbury. New Park. Briefkasten. I. U. I. Kaufsmann. Frankfurt a. M., Schillerstratze. L. Guß. Straß bürg. Betrag für Abonnemkm tmmnaah D. ln ©. Frs. 50 — mit bestem Dankte erhallen und weiter gegeben. 4613