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Der Israelit · 1927-11-17 · Heft 46 (17.11.1927) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 46 (17.11.1927)
Date
1927-11-17
Page
– (sequence 16)
Language
German
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if;; I! j i \ | > StiiLL- Itll .6 _ Schlaget das Buch der Bücher, schlaget die Thorg. auf, was bleibt übrig von den Geboten Und Verboten eures Gottes, über das eure Re- Lurche mit YW FöttMM nicht forts WreNet? — Die Slttestgssetze? Meint ihr? Ihr dispensiert eure Kinder vorn vierten Gebot im Ramdn eures Fortschritts; vom fünften und siebenten werden sie sich ich Namen dessen, was sie Fortschritt nennen, tzMNsiMN- Wll« rum sollten sie auch nicht? Wie sollten sie es euch nicht abmerken, daß es mit der Göttlichkeit des ganzen Gesetzes, das ihr so willkürlich abrogiert, euch gar nicht Ernst ist, gar nicht Ernst kann, km MW NW aus itjnan tmsölbs Gott, der in eurer Brust wohnt, warum sollen sie nicht ihrem Urteil, ihrem Geschmacke folgen, wenn ihr dem eurigen Folge leistet! Sie folgen ja euch nur, wenn sie das nur von der ganzen Religion, auch von dem waZ M sjx gsZ MigW lehret, halten, was sie in ihrem Fortschreiten zu ihrem Ziel nicht behindert. Der Erste, der die Religion im Bunde mit dem Fortschritte lehrte, hat von vornherein die GöttUMJll öcr gangen Mlgion MuM. — Nachdem sodann nachgewiesen, wie auch die zu Hilfe angerufenen Maimonides und Mendelssohn das ausgesprochene vernichtende Urteil nur vollinhaltlich bestätigen würden, bespricht er sodann die Stellung derlllrcn Gründung nunmehr endlich geglückt sei, zur Gemeinde und bemerkt zum Schlüsse: „Uns jedoch solltet ihr nicht zwingen wollen, eure Ueberzeugung zu teilen, solltet endlich einsöhM, BH 3&I nichls Unbegreifliches, nicht Unzurechtfertigendes an sich habe, daß die Mitglieder der Religionsgesellschaft nicht ferner den Kultus euerer Ueberzeugungen mittragen wollen, sondern daß das ein nimmer zu rechtfertigendes MbLHMfttcheL Unrsschf für alle Zeiten bleiben werde, daß ihr bis jetzt irgendeinen gesetzestreuen Juden habet nötigen können, für die Zwecke eurer religiösen Bestrebungen mitzusteuern, obgleich er in allem, was ihr mit seinem Gelbe unternehmet, nicht nur nichts für dis Befriedigung seiner usft Ziöfen Bedürfnisse findet, sondern darin nicht als eine Untergrabung alles dessen finden muß, was ihrn heilig ist, eine Untergrabung, deren er sich nach dem unverbrüchlichsten Diktat seines Gewissens nicht teilhaftig machen darf, woran aber kk M Will §MW BfftRBa? (Silmmmi, W er auf euer Gebot für eure Zwecke steuert. Ihr sprechet so viel von Gewissensfreiheit, und übet selbst den ärgsten Gewissenszwang. Ihr M «öll Merans unD M M gum Fanatismus intolerant. Ihr sprechet so viel von Nächstenliebe, und knechtet die eigenen Brüder. , Friede? Meint ihr denn wirklich? Wohlan, so. fanget an gerecht zu werden, so räumet mindestens dem Glauben eurer SSäier, bem Qabvyunoecke herab allein berechtigten, paritätische Gleichberechtigung mit eurem neuen, noch erst im Werden begriffenen Glauben ein, der noch erst die Feuerprobe seiner Existenz abzulegen hat, so wollet mindestens eure Brüder, denen ihr Le- "**»!ff??ki!KWskk MllMMN, IYW Ttz« geschloffen, ihre Stiftungen entfremdet, ihre Institutionen verkümmert habt, nicht fortan nun noch gar zwingen, eure Tempel und eure Kanzeln mitzubauen!! Denn bäh#) Der llilR will Don MMn, der will den Hader, der innerlich so Disparates, wie die Ueberzeugungen unserer gegenesitigen Richtungen, in widernatürliche, widerrechtliche äußere Einigung zusammenzwängt. Sondern nur mH! grtgjn, J« ggg M klIMIll seinem Mnersn Wesen nach unoersö'hnbar Geschiedene, auch in gesonderter Berechtigung anerkennt, und jedem in gleichgewogene Ebenbürtigkeit gerecht wird. Mkl OTi immer We Wahrheit gegen die Lage, das Rechtsgefühl gegen die Gewalt sich empor,en und, bei scheinbar äußerer Einigung, dem Vulkan des Haders immer neue Nahrung bieten. 17. uicü&lü 19..1 Hier wird jeder auf eigenem, gleichberechtigten und gleichgeschützten Böden, ungestört seine Befriedigung finden, und keine Veranlassung haben, ÜöM^söinss Wsgss wsndelndesi Äncher gräm gu werden, der auch ihm die Wege seiner Ueber zeugung gönnt. „Was du nicht willst usw.", nicht wahr, das ist ja euer Hilelsatz, den chr so gerne hssi ggftgA übrigen SchulHan Aruch des Judentums vertreten lassen möchtet? Ei, so zeiget doch, daß es euch wenigstens mit diesem einen Gottesgebot Ernst sei', und ihr das wenigstens auch übet, wo es einmal das OM flffgg MClIS, kUM M? meintlichen Konsequenz, eures falschen Point d'honneur fordert. Oder gilt euch auch dieses Gebot der Nächstenliebe nur — im Bunde „mit dem Fortschritte?" Wer: MePki ihr, vis Bilüunz uns Ent wrcklung dieser Religionsgesellschaft führe notwendig zur Auflösung der hiesigen israelitischen Gemeinde. Täuschet euch doch nicht! Die hiesige isrc iiiijche Gemeinde besteht ja schon längst nicht mehr. Ihre Auflösung ist ja seit Jahren vollendet. Wäre sie es aber nicht, so legtet ihr ein trauriges Zeugnis für eure Ueberzeugungen ab, in- Um Ihr SUIS Uuflösunz mh öinitti so kleinen Häuflein, wie das der Religionsgesellschaft, fürchtet. Wir fürchten euch nicht. Wir glauben an die «siStiii) fflfil an Die NMichkM Der Znftiiurionen, die uns verbinden, und darum auch an die Ewigkeit der Gemeinde, die sie trägt. Unser Judentum ist so alt, hat schon so manche, so verschiedenartige Stürme so siegreich nußgöhnum, — SS Wivtz Stich diese prüfender Erschütterungen überdauern. Habt ihr das gleiche Zutrauen zu eurem neuen „Prinzipe", wie ihr es nennt, so zeigt es, daß ihr ihm die Kraft eines Prinzips zutraut, und waget es, euch auf eigene Füße zu stellen. Trauet ihr aber selber eurem neuen Glauben die lebensfähige, Herzen gewinnende, Begeisterung weckende und Hingebung, dauernde Hingebung, erzeugende Kraft nicht zu, so meinet doch nicht, dies alles durch äußere Autorität, durch MWlllW WW WiNM zü können. Ein religiöses Gemeinwesen läßt sich nicht dekretieren. Ein religiöses Gemeinwesen wurzelt in der lebenswarmen, treuen Hingebung und MWWWkkl ütnsr (SiioDst an sin über allen stehendes, gemeinsames Heilige. (Fortsetzung folgt.) (Wegen Raummangels verkürzt). Verein Alekor Chajim. Frei taga b.e.nh, nach Schul, im Hörsäle Friedberger.Ablage, amiiib. 5*jerc ßeo S ühnerb. 88S& morgen nach §chu!. im Hörsale, Dinim. Herr Dr. <£,. Posen. — Nachm. 8/4 Std. vor Mincho, im Vereins-Lokale Newttm. Herr Dr. W. Hosmann. — Eine.G Stüüde nach Hawdolo, (ebenso Söüntaa vormittag 8 Uhr) im Dereinslokale Gemoro. Herr I. Soffer. morgen E dM jlll MM!e (MM Mittwoch) ui* --m» Mir Red. D. Twachnowitz. — Dorm. Uhr lebenso Dienstag abd. 6l/2 Uhr) im Dereinslokale Gemoro. Herr R A G. Posen. — Abends 6 Adr im Dereinslvkale, Mt . der Vortrag wegen Sijum des Schatz-Vereins aus. Montag morgen nach Schul, (ßBenfo ©ottnersffrrrD fm .ßfirfflfß NNifchu» lWstll : tlllJJ t!ll Pvfsijty, M!«na, WtgUedtrleinen. — abends 7 Uhr, (ebenso Mittwoch), im Vereinslökale, Gemoro.. Herr.Rabb. Dr. Josef Breuer — abends 81/» Uhr, (ebensö Donnerstag), ,iin Dereinslokale, Gemoro. Herr Dt. E-Posien.. Dienstag morgen nach Schul, (ebenso Freltäg), J*i, MWr St. ,U. Pöie"». M Jeden Abeyd/S^ UhrM VereinslöKale, v"V-Lernen. Herr Hetz Ha lp er n. .. . „ — - ..>3y-tz rzeä t s«... Sonntag.,.20. Nov...Aöiqdor^Posen?Stistmlg... Freitag, 25. Nov. Julie Lißorann Dd^Kallbiannm? PöLllllk LkWüM aeD WhWWMsMz. f Agudas Iisroel-Jugendgruppe. Freitag ahend 8t/,Uhr iy den-Räiunen^desMeKor Chajirn. Langeftratzs 18: Gemütliche ZufanunentzUNfti.. - . . . . - 7 (Alle anderen,Schiurim.wie.gewöhnlich). Düdlsche Frauettöerelnigung. Dienstag mittag 4 Uhr Gesellige Zusammenkunft im Promenadenkafee Friedberger-Anlage. oitvjalh ff^cti-Bcreln. . , Camchiag, nachm. VUUhr triiZö.rsaleFriedberger Anlage. Vortrag des Herrn Red. S. Schuchnöwitz .Jüdische Gräber", Beshämidräfch, Ostendsträtze 18. Von Samstag abend bis Donnerstag einschl. all- .uosi M-g M siW lgS. lü- JöI M. Karpel. X22-Schiur des Herrn Dr. Jsäac Breuer: Sonntag vorm. '/<j9 Uhr, Dienstag bis Donnerstag abend 8 Uhr. Freitag abend nach Vortrag. Herr Rabb. M. Karpel. WüöWItch Machen NN22 uni) 2'nvv llirr "N. Herr W. Rosenzweig. Mittag zwischen 12—1 Vhr, Herr W. Rosenzweig. V»V-Verein Ostendsträtze 18. Rabbiner S. Weber, maro 'oa »ott <SaulS,sü8 ützMtz Bis Donnerstag abends nach Veshamidrafch Schwanenstr. 8. Jeden Freitagabend nach Schul Sidroh-Dortrag des Herrn Rabbiner Judelewitz, Dozent an der Schneider'fchen Jeschiwo. V. 3. 9L (Frankfurt «. M.) § t eilenve rmit Nu ng: Junger tüchtiger Arzt als Vertreter für 2— 3 Wochen nach Heilbronn gesucht. Winter-Programm des Jüdischen Hurnerönndes. Sonntag (alle 14 Tage) Sport und Spiel, Röder- IvlllWW Montag, 8*12—10 Uhr. Hallentraining für Herren, Annaschule. Dienstag, 8V2 Uhr im Dom-Restaurant gemütl. Zusammenkunft. Redner Herr Dr. Freimann. Mittwoch 4*/«>—7 Uhr. Turnen und Gymnastik für Mütztllcll. Mnnscülllß. Mittwoch, 7x/2—8V2 Uhr. Gymnastik für Frauen. Realschule am Tiergarten 2. Donnerstag. 8V2—10 Uhr. Turnen und Gymnastik für Damen. Liebsrauenschule. Donnerstag. 8^-10 Uhr. Turnen für Herren und Alte Herren. Annaschule. Mittrooc^, den 19, siSSMllkl Wlltzs' llllkl Bsttsg) stnoen folgende Wanderungen statt: Damen- und Herren-Abt: Niedernhausen-Wiesbaden. Treffpunkt: 7.30 Hauptbahnhos. (Führung Buchbinder. Knaben-Abl: Homburg v. d. H.-Herzberg-Saalburg. Treffpunkt: 7.30 Hauptbahnhof. (Führung Leser). liüiniöL: ffionoeiflifiBHiBüfi 11L. S4- Punkt: 8 Hauptbahnhof. (Führung Fiebermann). Gebelzeiten. iriv "n r\iv Freitag Abend 4.10 Smm% MP Ö1D öamstagmorgen 8.— Särttstagnachmittag 1.— und 4.— Samstagabend 5.25 ~ Wöchengottesdienst: Morgens 6 40 Nrnbmittags 4.— Ili8Hla| Illoi'gens V& Tefilin-Legen arn Moxaen 6 40 Vierzig Jahre Käufhays M. Schneider. Am vergangenen Dienstag, 15. November, blickte das Kaufhaus M. S lh n e i d <e r irr Frankfurt auf ein uier= WWW WW |tl« M li. loöemfe mi wurde ein verhältnismäßig kleiner Laden im Hause Große Bockenheimerstrahe 9 aufgemacht, schon nach leben Jahren — 1894 — mußte das vergrößerte GechäftslyLyl Große Bockenheimerstraße 25 bezogen werden. .j.899 machten die Zeitoerhältniffe die Umwqndltmg in ein mpbevnes Kaufhaus «rforöcrtic^ uni) es 1)18 )B8?l2|üttg nach ten gipsten GefchäftsloMMNen Zell 56—64, die heutige Nr. 114. Im Jahre 1907 wurde das fünf Stockwerke umfassende moderne Kaufhausgebäude Zell,, Ecke Stiftstraße bezogen, .zwölfe mächtige Schaufenster bezeugen hier die.Leistungsfähigkeit der Firma, Die taghellen Verkaufsräume sind auf das mobernfie •e föspfi? Di Mf&R SM WMn Publikum jede Bequemuchkert. Der derzeitige Seniurchef, Herr G oft t l o b B e i lha r z,. trat.^ bereits. iW als. Geschäftsführer in die Firma ein- Es gelqng ihm durch- Ü'mstcht, Tatkraft und ausgezeichnete Branchenkenntnis, das Geschäft zu einer bömerksnswer-tsu Ent-' WÄÄ!« firftiHni. 1KB, Ä Wrlp.z. & Li- WM als Tellhaber ein,, und,seit 1912, ist eft.ästeiniger Inhaber. E^, gelang ihm, durch M schweren^ Kriiegs- und. Nachkrstgsjahye das.Ansehen^ ,führende,..Stel- Mg her Firmä^im^GeMäftMhen.Fx^yksurts -nicht Nur -e—*-L zu erhalten, fondern auch, weiter.. M sötdery. fUie nflf gg W UllMstkN IHM Vranchc gehört.

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