Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 46 (17.11.1927)
- Date
- 1927-11-17
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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ilit ‘/y iC 5«Hv m m« ..M m. WW^ -M «»«» »»«» *<P ■■04-.''*: ■ ."»(< -'»V» pr W \dT Me fich Welt und Zudengasse im Maharil spiegeln. <W!lkWW Am Sabbat in der Trauerwoche um seine Frau ging er in die Schul, stand aber nicht wie sonst nach Schluß des Gottesdienstes da, um der Gemeinde „Gut Schabbos!" ZU sagen (Svbbakgrüß zu erwidern). Ran Eäütste 8äWlZ MM diese zweisprachige Grußformel. Das Ghettodeutsch von damals ist im „Maharil" vielfach mit kräftigen, ja derb urwüchsigen Redewendungen vertreten. Es gab auch damals eine jüdMwUe iwä ■ MPli! IßW sich sehr a b f ä l l i g aus über die „deutschen" Verse und Jamben (m^pwai cnrnri) die die Einheit Gottes und die dreizehn Glaubensartikel M llßllll 10(11: LKki!f! ”” diesen religiösen Dichtungen, die von großer kulturhistorischer Bedeutung wären, vorhanden. Mahari'. bewegte beim Gebete seinen ganzen Körper Und stand, um die Füße vor der kalten ZMen gu WM Ms mm flnipir nßi-F Brett, das er beim stillen „Achtzehngebet" wegschob. Ob er wirklich, wie viele behaupten, der Erfinder des T a s ch e n t nch e s war, lasten wir dahingestellt sein Sicher aber ist Maharil eine Ö$r 'jWsM MÄW fiff dieses skel,uisit menschlicher Kustur, Er kannte und benutzte es, denn so ist wörtlich zu lesen: .rssty nn'd nrr id np'P i'? "y vivivvi Er war einmal schwer ertränkt Md läg drei zog er. als Vorbeter einen Särgenes an. Er wünscht, daß die Hagadah mit Gesang in schöner Melodie gesagt werde. Ueberhaupt bilden Gesang, Melodie! — mm Vipv nzrjm - mm löftgnDteif WWitt 2^ {°mmi es denn, daß man in ihm auch den Schöpfer der Mgunim sieht. Aus seiner harmonischen Seele sei all das erklungen, was uns heute emporhebt und mit den Generationen verbindet. Anhaltspunkte tzzW W Wt, ii [et flenn« saß er wiederholt im Jahre, an hohen Festtagen und bei besonderen Anlässen, als Vorbeter die Gemeinde hinriß. Die Schüler wollten von ihm die tieferen Geheimnisse einiger Gebete, l'e ek WM P{fl)Fifß; er ihnen aber vterweigerte. Wenn Grätz den schöpferischen Geist im Maharil und in ähnlichen Sammelbüchern jener W MW- [B Wk K Ffi"en ®i"n kein Verständnis für die unermeßlichen Gemütstiefen, die hier den Schwung ersetzen.- Solche Werke streben nicht in die Höhe, sondern gehen in dis Tiefe. Vorn Maharal kommt es, daß man ein Müs« B'üH, Bin auf asm Söflen sr fallen ist, wie zur Abbitte und Aussöhnung küsse (freilich lasse man auch die Verfasser, die Thoragelehrten, nicht achtlos zu Boden liegen), daß Man eine Thorarölle züdecke^ indes man eine llstljkkk ÜUffßii d«s KaddifchgeLet verrichtet, daß man die Sabbatbrote bedeckt halte, solange man den Segensspruch über den. Wein spricht, düß man MÜes Lasib odtzr avtzefchlagene Bachweld'en in den Ofen der Mazzöbachstube wirft, damit diese ausgedienten Mizwohgegenstände allem es verstanden ^a!!e, \\fy 88S 3flIM[(>Ü£|I!sti Ghetto angenehm zu gestalten und Feste zu feiern, ersehen wir insbesondere aus dem Kapitel rvi^n (Fortsetzung folgt.) Verstadtlichung der Bibliothek in Frankfurt. Der Schulaus schuh de 17 Stctht»st7orhnetenversammlung in Frankfurt a. M. ist ^r Ä!agr^!W!'!ÜD treten, nach der die Verstadtlichung der Freiherrlich von Rothschildschen Bibliothek vorgeschlagen wird. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Vereinheitlichung des Frankfurter Bibliothekswesens geschehen. Der Wert der feHe ernen FäsMtzftil. So plötzlich Me er er/ kraükM enMest är stuch dein Krankenbett, fand die Gemeinde im Gotteshaus beim Fasten upd L8k8K UM sökNß MuesllNg- K6VLU & ff$r gerügt war. Er entschied, daß der Fasttag ZU Ende gehalten werde, obwohl die ersehnte Hilfe schon eingetreten war. Das Leben incher Synagoge — und Syna- ■8D0fn ~^ tzllfse feiriV, festen 9(lormeri und Forrnsn. Jeden Morgen rief der Schamwes oder kkoMt ,,ist, die Schul"Mt Ausnahme des ,Mußten AÄ", .Är . SWmmes im Mchnzer Ghetto zur Zeit des Maharil hatte den charäktsrMWen flamm Kkk f per maul. Qem Einnahmen werden .nicht zu hoch gewesen sein, von „Ehrenämtern" stand ihm der Thoraaufruf zur ,,Tauchocho" zu, — gewissermaßen anonym, rjsri’tfr ’a* .- kll 88 km deckt sich sein Mickhcrg ntrt dsn Frankfurter Br au che n. m $r ün kf ü r t e r i sch ist der Brauchs am Übend zum ersten Neumondstage -xi^i rfor'' dagegen am zwMen Abend My aUszUrüfen, am Festtatze «sich bei . _$u ,ß)uä)ehier! ——, öijtrik. p'iVTH — u.. v; nt. Auch der D l a h e st M Hchschll-^,, von hem er, spricht, kann vielleicht identisch sein Mit Mft Mseküchen. AM Ehülhümoed trüg er dirü Subbathut...- HeWifch m.chet^uns...M, ÄüoxdnMg. an, .Mße Speisen am- KaüMhaschouo- Ädend zu.senrch^n und die BÄM 6M fll zür MMsätzstullde äusMdeWM. Dügegen lesen MrMMWärst, .HAiH.M,M jeöHn SgdWMge, die MiMth vpn mstWMs Acht^tzhngevet einschaltste. AM. HoschaN0h-Rübb0 wMtzrüm einer , neM.n MiglyH MMÜM Wkr den. Jed^S, Ding M feine Seele und die Seele lechzt dWych,. sich auf .ihre heilige Weife ausz'üleben. Das verstehen aift ehesten ünsere Kinder. ,. ÜW.^ vö'r..d^m KefM nicht, z'ü) der wird sich erst recht hüten, einem lebenden Menschen aus Fleisch und Blut irgendwie wehe i ll _; . . , . .. j Has Ehetio oes Maharil schrvelgte. nicht in Freüden. Die Schmalztöpfe waren schlecht gefüllt, cheM es da hWt, in der RyeingLWd sei vMach Nußöl statt Gänsefett artt PMach gemöfMi, ßßgnjn statt SkZ MNk5 Met. Trotzdem verbietet Maharil alle Akt^ll vvn Hülsen frücht e n am Pesiach mit den strengsten Worten. .Oft genug zogen Gefahren heran, und Man SWL ku>r Ml sein üiip Jrttßtc siM beöMchten., Wenn am Jötnkjppur eine Kerze umfällt und nur die geringste Befürchtung eines Brandes rrpsv ptzd herrscht, so? Man nicht auf emen Nichtjüdey, .sondern greife selbst MW M, M M DMWxM rrp” ^km irnjrs Vy i3vN' Wenn man sich aus die Neise begibt, ziehe man kürze Kleider ün Und träge sicst dspüÄ ww.ern Datzabunö, Über Mne gutenlastgen MwaNder an, um sülcht MUkikk 'SWülSSM: Hf'en GerNLindeVorstohern, dp sich Pr Behörde ist Kdischer Mgechgenhctt dp M,. 8en ^Hsten AbsMitt vchi , KiDnal Msesm. Ms sie es, einmal uMrlreßen, giüg die Sache auch schlecht aus: Wie man trotz Die Roihfchstdsche Bibliothek. Büch8'rsaniMuntz. die 93:000 Bande unifaßt,. wird .auf 700MH Mark geschüHk; ferner fällen der Stadt damit LisgsnschäfLön zil. rlb-en- Fkl'edsnswert man auf 9db:000 BekcmnÜich' wüchse vor AeU äils MÄßgöbeNr den Bibliothekarkreisen die Anregung gegeben, diP Rothschildsche Bibliothek zu einer Deutschen Beichsbibliothek —..bis heute -fehlt es noch,an einer solchen —mit dem Ah in ssrnnksurr auszuFest«tt«n. tm Km m emembe Der Gemeindexat hatte sich in seinen letzten Sitzungen Mit mehreren Nachforderungen zu beschäftigen. - Der Restbetrag der Jeschiwa-Subvention wurde, bewilligt. ®crI : ©V»»emb®peri»eicr sproch .habet bert SButtfrf) 0.US Mt E LULVSkts. ÜlMyMtklk Leistungen größere Propaganda machen. Cs ü)jkd ökwioert, . daß ein in seiner grflßen Mehrzahl aus auswärtigen Herren bestehende Verwaltungsrat der Propaganda diene) auch habe jüngst zu diesem Zwecke eine Versammlung stättgefünden. Für die Vorbereitung der m Nttl 1928 sMflMMll M!" 75l&^rirn stehens der Realschule und des Lyzeums wurde eine größere Spmme genehmigt; man entschloß sich umso eher zur Bereitstellung, von Mitteln zu diesem Zwecke, als die Bekanntgabe -er Veranstaltung..einer Feier größeren .Stils ^sowohl in Frankfurt a. M. als auch bei reil^err ^c>usrr>äi7UgLit Schülern schon einen lebhaften freudigen gefunden Hst, Der GemeindLrät hat, gemäß der von der Satzung ihm vor allem zugewiesenen Ausgabe, auf Grund eines von einetn feiner Mitglieder aüsgearbeileten Exposes seine besondere Aufmerksamkelt einer nochmaligen Prüfung des Haushaltsplanes zügewendet, um alle MöglichkUün .nnf LGsEs fgMs. MghllNll kirr MHW?N zu. prüfen. Äs wurde im deren dvkLWr tzerlULll, wie säumige Zahler zu größerer PunktliHkeit und Geibissenhäftigkeit hinsichtlich der Bezahlung der Sesselmiete in der Synagoge veranlaßt werden könnten.