Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 46 (17.11.1927)
- Date
- 1927-11-17
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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WWMW» 17. Noveyrher 1927 Der Israelit Nr. 46 Pejfx 7 im Lande, die ihre Arbeitszeit'nicht nach halben Stunden abzirkely würden, hätten sie das Glück in amtlicher Position sich für die Gesamtheit zu betätigen und den- Unterhalt für ihre Familie zu verdienen. Erschreckende Dimensionen nimm! - In« Au s WAsiZ derung aus Sa ste d an. Gasige' Familien, und zumeist die kiesten Clements verlassen die Stadt, nachdem sie ihre letzte Kraft in Versuchen vergeudet haben, die zu feinem drfolgt sühNkn, ¥?. ^«ntheIt sich speist um swe, die im Lande geboren und erzogen sind, ihre Sprache sprechen und ihre Bedingungen kennen, und die bei einer vernünftigen Politik' der nationalen Instanzen das beste Clement für den Aufbau abgeben könnten. Safed jchechi' ss» dvr> MWe Nitz VMM gu fein, und so kommt es denn, daß während man neue Niederlassungen und Stützpunkte schafft, -eine der ältesten jüdischen Städte in Palästina sich ihrer jüdischen Einwohner entledigt. M Mil Hilft Petach-Tikwah, 13. Nov. Wie unseren Lesern bekannt, unterhält die berühmte Lomschaer Jeschiwah eine Abteilung in Petäch- T l k rr> a h, die stark im Blühen ist und auf das ganze jüdische tzrhm m MßWß [fflrfßn MsW flUSMfi Die Jeschiwah leidet unter Mangel an Sesorim, und so richtet sie die Bitte, auch an Deutschland, ihr talmudische und halachische Werke zu überlassen, oder durch Geldstiftungen zu ermöglichen, die unentbehrnfan lißpfiöiDer WWWli, äKg* ainImud bäbli und jeruschalmi, Dezisoren, Responsen, sowie rabbinische Literatur aller Art. Man bittet, die der Jeschiwah zugedachten Bücherspenden direkt an die Lomschaer Jeschiwah in Petach-Tikwah, Palästina, zuzujtfjitfin. Personalien. ^^isnicc, 6. Nov. Am 8. Marcheschwan 5688 verich^'S^rkWis^ÄWitz Kümmer ii i; mwr jahrö'. Jeden, der diesen wahrhaft frommen, edlen Menschen, sein nachahmenswertes Leben, erfolgreiches und aufopferungsvolles Wirken und' seine Tragik kannte, durchdrang tiefster' Schmerz' ob dieser Nachricht, denn MRMMM F AUMMiL sSlöv.)'M, eÄarb er sich vürch seine be'tpundernswerte, uneigennützig^ Arbeit zum WvUe der Oeisieiüde ^d're'Peliebiyeit''fier"weltestäü Kreise- Mit hetvorragruder VvrtrHskünst'' uni>!'Stimchbegabüng versah' er die.häntorülen Funktkou-Ln in mustergültiger Weise, fungierte ' gleichzeitig a!s M «ff Religionslehrer sehoch Harke er die schwierigste — aber auch-'erfolgreichste — Arbeit vollbracht. Tkotz seiner leider jo kürzen Arbeitsdäuer lehrte er die vollkommen unwissende Jugend' die Thora lieben und verstehen, mit solches Wegi^fterustg und Ansdauer, daß er viele Kinvtr'jelöst zuäl UMrkjchtr aßioltr W MsWM 'S?* Jahres 5685 erliste ihn während der Verrichtung ÜLS Kottesdihnstes 'träEses'-BHiW^'das' 'ihn! det' HE- Ilchen Wistitne, fastgänzlich der Sprache beraubte' und ans Lager fesselte. Eine Witwe — die beste Frau und luftr^ arid 7 Kinder trauern um den so ftüh ihtem Famillenkrcife f)ßU fftoBÖ. Dt. Ls? si stein hielt vor der Synagoge am Sarge eine ergreisenve Trauerrede, am Ehrengrabe verabschiedete sich von seinem Lehrer, Herrn Ernst Rebenwurzel, der im Namen sämtlicher Schüler seinen Dank in herzlichster Weise sprach. ' ' - ■’ rraxsn- ' D°rmH«U. 0. ÜJjb. Eim I®rifl«nsm6 Dienstag den 1. November die hiesige Gemeinde. Frau Channa Neigaß, eine mit den edelsten jüdischen Tugenden ausgezeichnete Frau war beim Üeberschreiten der Straße von einem Auto erfaßt worden und den tödlick^n Verletzungen bald erlegen. Selten hat sich eine Frau so allgsmdnflßU6* sstvMöll miß Die rNMLktt?- Bon edelstem Geschlecht abstammend — erttö Urenfelin des großen brsr yv — verfügte sie über ein selbst bei ostjüdischen Frauen ungewöhnliches jüdisches Wissen. Mit eisernem Fleiß und erstaunlicher Willensenergie ausgestattet, ernährte sie sich kümmerlich aber mit heroischer Mimmk: glWMj rrinr* beit noch Gutes tun zu können. In den gahlrer^sll Häusern, wohin sie geschäftlich kam, war sie wegen ihres bescheidenen und stets für Jüdischkeit eintretenden Wesens freundschaftlich ausgenommen. Hier beriet sie jeden Einzelnen in seinen Sorgen, dort hals sie bei Erziehung und Versorgung her Kinder, anders eiferte sie zur nis» in *Haus und üithen «n, fiü rnlif ÜDMll 1kilsik8° mende Freundin und Helferin. Herr Rabb. Dr. Merzbach gab am Grabe der allgemeinen Trauer treffenden Ausdruck, dem schwergeprüften Gatten wendet sich das allgemeinste Mitgefühl zu.' Möge das nor dieser' seltenen F»au Ss und der heiligen Sache, der sie sich unabmK« bchW» m Ichenhausen, 13. Növ. Am 1. Januar verläßt Herr Blum, Lehrer an der hiesigen israelitischen Volksschule, nach öjähriger Tätigkeit die Stätte seMek^ WikksäMkeit, um in Nürnberg' emen Teil des Religionsünrerrichtes an M WkM «MM 0« übernel,mdü: tzeinem'tzLei: den Wird aWmM mit großem 'Bedauern sntKeW«. sehen'. Verliett'doch in ihm Nicht iiut die Schule «inen begabten,'pädagogisch befähigten,"mit reichen Mflntnissen jüdischen und Hrosänert Wissens ausgeftätteten Lehrer, sondern auch' die' Gemeinde einen 'Marin von reinech, lauterem Char'aktsp, der gar oft mit verständnisvollein Sinn sich uni^Wilttz undWNiöriiWiUkiMMkM" und Bestrebungen manches Perdienst -erwarb. ÜNd Nicht zuletzt verdankt Herk'Lehrer BlUM die Beliebtheft Und Wertschätzung, deren er sich in allen ' Kreisen "der mehr als 100 Familien zählenden Gemeinde erfreut,' feinefn sanften, milden, mahrhaft vornehmen Wesen, feinem freundlichen Entg«g«n^m!llan MMn jßÜSrniÜIIJL Königsberg i. Pr., 16. Nov. Der konservative Nabbrner der hiesigen Synagogengemeinde, Rabbiner Dr. Jako b ö v i t s . hat eine Berufung als rabbinifcher Leiter des gesamten Kaschruswesens der Berliner jüdischen Gemctnöß Nnbb. Dr. I. verfügt über ein selten großös talmudisches Wissen und eine grtiüÄicha MgSMMwissetrschaftliche Bildung und hat dadurch wie durch seine liebenswürdige Persönlichkeit und stete Hilfsbereitschaft höchste Anerkennung in allen Kreisen der Gemeinde und Provinz gefunden. Als Vorsitzender des Nordöstdeutfchen Nabbrn«rverbaudss und Mitglied des Ausschusses des osipreutzifchen §ynagogeuna?^3DDö8 siü! If. siftksiü? segensreich gewirkt. Sein Fortzug von hier wird daher allgemein bedauert. Köln, 14. Nov. Am ~[b ib 's wurde eine Frau zu Grabe getragen, die es verdient, in diesen Blättern nifmifTIf! ßnyßfint zu werden. Ärn 85. Lebsnsiahre verschied Frau August Abraham, der MMvsWN DOT? sagt blieb, die aber viele jüdische Kinder, die Aermsten der Armen, Waisenkinder, erzog und betreute, bis sie so versorgt waren, daß sie selbst den Kampf des Lebens aufnehmen konnten; so wirkte sie mit ihrem gleichgesinnten Manns Wr im Sinne des Prophetenwortes: „Ich geLe 18 NI SIMM DM unr w "binen Mauern Stätte und Namen, besser als Sohne und Töchter. Einen ewigen Namen gebe ich Ihnen, der nicht ausgelöscht werden wird." (Jes. 56, 5). Sie lebten m kleinen Verhältnissen und waren reicher als viele Reiche. Jeder Bedrängte und Bedrückte suchte und fand in ihrem Dllsk Ml M Möge Visses gewaltige rnpf ihr beistehen und himmlischer Lohn ihr guieir wäM«! Vermischtes. ». «, a. N«». Wir MAN NM? KI" auf da^' in dieser Nummer enthaltene Inserat brkk. Ver- JJJJ Firma gegründet [am 15. November iaer Jahre M. Schneider Dem Grundsatz: Strenge Reeilität, gute Waren zu niedrigsten Preisen — fachkundige Bedienung, verdankt die Firma ihre Entwicklung vom bescheidenen Manufakturwaren-Geschäft zum modernen, angesehenen und führenden Kaufhaus, in dem jede Abteilung an Größe und Reichhaltigkeit ein äpezkigessMlft repriUeütlSlC Um unigrgr MMM?» Kundschaft in Stadt und Land anläßlich dieser Gelegenheit etwas besonderes zu bieten, veranstalten wir vom Dienstag, den 13, Noremker^äfe SiflQIl a ii In fast allen Abteilungen sind gewaltige War«niB?n^e" zu ganz ungewöhnlich billigen Preisen zum Verkauf gesteht. — Jeder sparsamen Hauete h&M 8iM äUIgifbigß dieser Knufgelegenheit empfohlen werden. 627344