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Der Israelit · 1927-10-10 · Heft 41 (10.10.1927) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 41 (10.10.1927)
Date
1927-10-10
Page
– (sequence 8)
Language
German
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©ef/e 8 41 Der Israelit kMkn unMriWßt. Die Prüfung tzs? jüLWsn Zzminaristinnen iM Köchen wird m der Jüdischen Haushaltungsschule von der staatlichen Prüfungskommission abgenommen. Durch diese Teilung erwachsen den jüdischen Seminaristinnen keine erheblichen Mehrkosten. Auswärtige Seminaristinnen finden in dem streng rituellen und gut geführten Syetm ber Jüdischen Haushaltungss chule yßffstünfei^s isteüsic>u. Dank dem Beschluß der städtischen Behörden sind die Schwierigkeiten überwunden, die sich bisher der gesetzestreuen Jüdin bei der Wahl dieses Berufes entgegenstellten: denn durch den jetzigen Erlaß sind diese jüdischen technischen Seminaristinnen nicht mehr gezwirnten, in einer mHt mmen KM msn m Men. Die Ausbildung zur Technischen Lehrerin und zur Gewerbelehrerin setzt eine abgeschlossene Lyzeumsbildung und einjährigen Besuch einer staatlich anerkannten Haushaltungs- oder Frauenschule voraus. Zur technischen Lehrerin sind 2 Jahre Ausbildungszeit notwendig. Die jungen Mädchen erhalten V«Nff flggj in ^kussriNschaft Mb DÜnburbM Sie Lehrbefähigung als technische Lehrerin. Diese Ausbildung kann mit dem 19. Lebensjahr vollendet sein. Ein weiteres Examen in Turnen, Dauer 1 Jahr, ergibt natürlich noch bessere Anstellungsmöglichkeiten. Die Nachfrage nach diesen Lehrkräften ist in jüdischen Schulen sehr die ase^umg erfolgt g. Ht, wenigste ist Ugfftt furt» nach GcyaltskMsst Vll m stäüüMn Beamlenbesoldung. Auf der Ausbildung der technischen Lehrerin baut sich die der Gewerbelehrerin auf; diese erfordert noch 1%—2 Seminarjahre, ferner 1—IV2 Jahre praktische und x/2—1 Jahr Probetätigkeit je nach Fachrichtung. Während des pattifdfen Wahres ist mmmns 8Us slklk Nation zu rechnen. Die ausgebilbete GswerMchrerin stcht, in bezug auf Gehalt den akademisch gebildeten Lehrern fast gleich. (Anfangsgehalt in Frankfurt Klaffe 8 ohne Abzug der städtischen Beamtenbefolgung.) Auch hier steht einem sehr geringen Angebot an Lehrkräften allllerregste Nachfrage gegenüber. Rcticnkt man, traft in den meisten jüdischen Schulen der. Unterricht in Nadelarbeit, Zeichnen, Turnen und Hauswirtschaft in nichtjüdischen Händen liegt, so wird man verstehen, daß dieser Beruf gerade für Jüdinnen sehr gute Aussichten bietet. (Es söl darauf hingswiesen, datz die Einrichtung dieser MisHSK Csll^rUäUe «in gro^^ Enfg^genbommkn bedeutet, wobei die Behörden gewiß auch pekuniäre und organisatorische Schwierigkeiten zu überwinden haben; deshalb kann mit einer Wiederholung dieses Lehrganges in absehbarer Zeit wohl kaum gerechnet werden. Hierauf möchten wir alle diejenigen, die, gestützt auf genügende Vorkenntnisss eoetttl. hie Absicht haben, sich diesem S&e» üüf zu widmen, {?e[au&ets aufmerffam machen. Bewerberinnen, die die erforderliche Vorbildung in hauswirtschaftlicher Beziehung noch nicht in vollem Maße besitzen, ist eventl. Gelegenheit geboten, einen ergänzenden Vorbereitungskursus in der Jüdischen Haushaltungsschule, Frankfurt a. M.. der von jetzt ab bis Ostern n. I. währt, zu öesuSen AnmeldungM feteriu müßte» fnfoiü slngöfanm merßenj auch öte AnmÄ-uuZs» zur Aufnähme in die Städtische Haushaltungs- und Gewerbeschule müssen bis spätestens 13. Dezember ds. Js. bei der Jüdischen Haushaltungsschule Frankfurt a.' M., Königswarterstr.20, vorliegen, die gerne jede weitere gewünschte Auskunft gibt und bei der auch Prospekte für das Mädchenheim und für die Städtische Haushaltungs- und Gewerbeschule monklurl ü. M. zu ASM finü. Neues aus der Agudas Jisroel Iugendgruppe. An N121V inan -IN N3D spricht Herr H. Holpern in unserem Lokal um 3,30 Uhr über um nun’!? irrt» msa Am Mittwoch, den 12. Oktober dir, 01' m^iv findet um 8,30 das Jahrzeitslernen um Josef Adlers V't statt. WäWffsi raa to few fiRäa* mm&m ßß UP in unserem Lokal /inner -Gottesdienst statt. Mit Rücksicht auf das Sukaus erscheinende Wrnterprogramm werden noch Anregungen und Wünsche seitens unserer Mitglieder und Freunde erbeten. j Die „Habima" in Frankfurt. M§ WkäiM Ttzsateröffnete a Eätttslätz abend!m Frankfurter Sc^aufprelhaufe mit dev Aufführung des Anskifchen „Dybuk" ein mehrtägiges Gastspiel. Ueber das Stück aus der chassidischen Mystik i[t fest Uttl Mtsds?Pst-referiert wofWlii Auch soll über di« grundsätzliche Frage des. hebräischen Theaters noch einmal gesporchen werden. Hier obliegt es dem Refe renten zu konstatieren, daß das Spiel in einigen Szenen — wie beispielsweise die Erzählung Henochs von den „Vier", die in die Kabbalvh eindringen wollten oder vie wemens§ Mgjj Bßtf Öfr ljsseNM X&OrfllflÖß —, hin Unübertrefflich war und all das, was man bisher aus der Berliner und amerikanischen Presse über die Kunsthöhe der „Habima" hörte, vollauf rechtfertigte. Kultur- und Erziehungsausgaben in Palästina. Die Plakatsäulen verkünden als Redner: Dr. Mossinfo^n, Leiter des MMM WMllsMM in HetzrMfch«s Gymnasium und Mossinsohtt — zwei Trompetenstöße, die nicht geradd guten Klang im Ohr des traditionstreuen Juden haben. Man erwartet von diesem alten Stürmer und Kulturträger weit mehr als er bietet und ist in Punkto „Erziehungsfragen" auf das Schlimmste gefaxt. AVer es ptfeirTtj gg gjg ..^jfss r-arxf^M MMki MllN Msfl MM losen Plauderer, der sich in Gemeinplätzen ergeht und mit tönender Phraseologie und verschwommener Romantik anderthalb Stunden lang Unwesentliches sagt. Jedes zweite Wort heißt „Kultur", ohne daß erkenntlich wird, aus welchen Bestandteilen eine solche sich zufamnrenfeöen soll. Das RM MW ]fl M MfÜllll Man n^hmc die hcörüMe Sprache — somit hat man zunächst einmal eine schöne Form. Der Inhalt, nun — davon war nicht die Rede. Das Ganze wird angerühx.t mit einem starken Zusatz von Sentimentalität — und dann haben wir ja auch noch die „Weltmission" des Judentums, die darin gipfelt, eine Brücke zwischen Abendland und Orient gu MiiMi Lkk MMUl ist Ulig, cs Ditiot nur noch, mit bewegten Worten vor einer Unterschätzung dieser „Kulturarbeit" zu warnen, zu warnen vor der im Zionismus sich breitmachenden Tendenz, die ^unproduktive" Arbeit abzubauen. Das zumeist aus Jugendlichen bestehende Auditorium war stark enttäuscht und ernüchtert. Unsereinern aber Ullllt ßl 88? 8sv TrziePngsar^elt, btt dieser Mann an jüdischen Kindern im heiligen Lande verrichtet. Wenn irgendwo, so gilt hier das Wort: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!" Man weiß ja, wie die Kulturarbeit der Mossinsohns ungeschminkt aussieht. Und die Quintessenz ist darum für uns: Unterstützt die thoratreuen Schulen in Vreg ^isto^s Frau L. Mau n"jr. Noch kurz vor Beginn des neuen Jahres schied Frau Klau nach kurzer Krankheit im Alter von 60 Jahren von uns. Die zu früh Dahingegangene sah ihre Lebensaufgabe nur in der Sorge um Haus und Gatten, den hier unvergeßlichen Lazarus Klau b~i. und in der Er- MW PK KiM M §Äkt. 81, tfjr öäufig angebotenen Ehrenstellen in Verwaltungen lehnte sie ab. Nur den Anstalten, die früher der Fürsorge ihres Gatten unterstanden, widmete sie neben ihm ihre Tätigkeit. So hat sie z. B. in früheren Jahren bei der mittäglichen Speisenverteilüng in der S u p p e n a n ft <t 11 mitgewirkt UNS M $ ß riffCS IDC fls naß!) fl ß mit eigenen Wnöen mmn Vorhang, ein Thovsmöntelchsn und eine Almemordecke gestickt. — Mit besonderem Stolz erzählte sie immer von ihrer Abstammung aus der Familie Wertheimber, einer der ältesten jüdischen Familien Deutschlands. Sie war die Tochter des 1905 verstorbenen Bankiers Wolf Wertheimber aus Bayreuth, der selbst ein Nachkomme des bekannten Philan- ZöH«N«s WkNßkNllSer!nf (etifira der hiesigen Klaus-Synagoge m der Ostendstraße, war. Die Familie Wertheimber führt ihren Ursprung zurück auf den Oberhoffaktor Samson Wertheimber, der 1658—1724 in Wien lebte. Einer seiner Söhne, Löw Jsaac Wertheimber, siedelte im Gefolge des Markgrafen Christian Friedrich 1759 nach Bayreuth ÜÖQf, gküllhßte ä8?s li«s {Üfeife^e ^?me!nök «ub errttötete spater mit anderen Glaubensgenossen die heute noch bestehende Synagoge. Frau Klau, vollbewußt des verpflichtenden Adels ihrer Abstammung, wirkte in ihrer vornehm stillen Art als nv'22 ns;iYn> Helferin ihrem Manne, Muster an Güte und schlichter Frörntnigkeit ihren Kindern. Ihr Andsnks» Mi«z in ihrem Kr Ae« frrrtkeöe rrasan (Wegest Raummangels verkürzt). ' Verein Mekor Lhajim. Veranstaltungen in der „isv-Wochem30 rr 1« Sfimne vormaßt im Lörsssi, ™acr ©«öanaen (Den Dr. Ssl. Ehrwann). 2. Tag nachm. 1/28 im Vereinslokal im Anschluß an nniv.über Lulaw Schütteln(Herr Cmil Goldschmidt) (nniv wird vorher dort geort). iviron Mv. morgens nach Schluß der Synagoge irrt &3rfaal; Herr Dr. GHe^er Ntttags 8/« § Umbett VQV hhiq tw VereMslvkal' M12.1 nnti, Herr Dr. Willy Hofmann- — nachm. 5 Uhr im Anschluß an nm» im Hörsaal: Ndw Herr Redakteur S. Schachnowitz. »m ni^^in-Lernen im Vereinslokal. Beginn abds. V=*9 Uhr (35oranmeIbuTtg erbeten). {irwifiä ruwV MOMnug m Mikrooorträge im Hörsaale Friedbergeran. läge. Herr Red. S. Schachnowitz. Ja h7zeits-Stiftungen: Dienstag, 11. Oktober. EmanuelLandau-, Nathan Homburger-Stiftung. Donnerstag.20.--Ott, ^«nn« KWtzgkßt llksi ttttv Bertha Venjannn gell. Leuer-Gtiftü 22. OKt Jacob L. Sänger-Stiftung. Veshamidrafch, Ostendstraße IS. Samstag rii2v mn 7122? 4V2 Uhr Halachischer Dortrag des Herrn'Rabb. Karpel. Debetseiten, <C£?oX ^amoed. Morgens 6.25 Nachmittag 5.30 Kß!kSZZtzs»z *>t% Samstagmorgen 8.— Samstagnachmittag 4.30 Samstagabend 6.20 Nachmittag 5.— MrnWMWnZ nm Kimmn 6.30 Ntontag abend 5.20 Dienstag abend 6.15 Lestesausg^ng 6.10 Tefilin-Legen 5.50 Briefkasten. v Q51’. Wir entnehmen aus Ihrem Schreiben, datz in einer Klein gemeinde ein Herr der Synagoge eine elektrische Lichtuhr (automatisches An- und Ausge^en des TWlkS ÜM SllVM) WellVkll will. »Nch VkrpstWMllg llvkiimnmi, alle etwa spülsk notwendig werdenden Reparaturen zu bezahlen, die Gemeinde aber davon nichts wiffen will. Warum eigentlich? Frankfurter Leser. Jeder Kenner derVerhaltnisse weiß, daß die zum Teil aus halb oder falsch verstandenen Indiskretionen, zum Teil aus durchsichtiger Ensens «Weil maßiißtm m Hamburger Blattes über die Frankfurter Rabbinerwahl keinen Wert besitzen und kein Beachtung verdienen. Der Vorstand der Gemeinde hat vollkommen recht, wenn er von Anbeginn an jedes Dementi ablehnte. Täglich dem Waschwasser zugesetztj |ib{ i“Se=*^Sria«liC3!t reinen Teint. Hänrith Mai HkM.. Ulma.H . ScmÄ"1 Wandbildervertrieb ^}n 1000 Kunden in Frankfuetm., daher auch geeignet für Mtlmfic suche stillen od. tätig. Teilhaber (in), g stevotgpisün gewandt in allen Kontorarbeiten sucht per sofort Cfp,l]£k Off. unter OlCllC. 3840. ®xp Mein sehnsüchtigster Sukkotfest- Wunsch!!! ifl, 1a tes SISelttfelns müi>e, rnjch Mit gN Tvyt und Körper gesunden schönen intelligenten vollschlanken, nicht hypermodernen vermögenden Oftjüdin ehestens glücklich zu verheiraten. Ich bin 48 Jahre alt, vollkommen gesund,von großer repräsentabler Erscheinung, akademisch gebildet, selbständiger Kaufmann, aus erster ostjüdischer Jichusfamilie. Baldgefl. Zuschriften mit Bild (geaenseitiae Diskretion Ehrensache) unter D. 86 an das Änn.-Büro Z. ZTMSt) Msnlsm.-I LllNgeslr. 7: Für junge Dame aus allererster orlhodorer deutscher Familie, feingebildet, gediegen, anmutig und sehr jugendliche, fesche Figur, vorläustae Mitgift ca 20ÜV0 Mstt sms stkeüg veüg* §aik (Akademiker oder gebildeter Kausm.) vornehmst Charakter, angenehm. Äußere mit stch.Existenz in Großstadt im Alter bis 4L Jahre gesucht. Ausf.Zu schr.unt. L5534 Exp. EINHEIRAT durch streng religiös, symp. Mädchen. Anf.30, aeschäftst. 20 Mtlle Wo^nnng^ Bote atasftatt. ©eop. rel. Agent, f. ttöevn. V0N 2 Vertretungen), Geschäftsm. od. Beamter. Off. unt. D.67 a. d. Ann.-Vüro I. Schmidt Frankfurt a. M., 2angestr.7 Wir suchen für unsere höhere Schule zu Ostern 1928 einen Studienassessor mit Fakultas für neuere Sprachen. Für unsere jüdische W»«ss«y»re zum 1. Vauuar vde^f jgj ainan I ahvar Teil sein. TSNgtetl LCIliCi als Erzieher am Rhedigerheim ausüben soll. Herren gesetzestreuer Richtung wollen sich melden beim Jüd. Schulverein, Breslau, (Schriftf. R.-A. Dr. Grzebinasch, Breslau, Gartenftr. 61.) Perfekte 8teaotizpistin di? nach Stfltai slott aif bettet, per sofort gesucht. Schabbos und Jomtof geschloffen. Angeb. mit Zeugnisabschriften u. Gehaltsanspr. unt. 25756 an die E. ZttttßLL iütellig. Mädchen, 81 Jahre sucht TteKung atr §luhe mit evtl. Betätigung im Geschäft, auch im Auslande. Offert, unt. H U. 189ö bef. Rudolf Mosse, Hamburg 1 wein?! und »NIM Zell 7 Röm.6675

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