Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 38 (23.9.1927)
- Date
- 1927-09-23
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 20 Nr, 38 Der Israelit 23 September 1927 41 ^IjülM) Hieitd mR Lern jub'fcfjeir 93o(!>e, feiner $?>Dia und seinem Erez Israel! ' (Es scheint uns, als ob hier denn doch, die bescheidenen Anforderungen, die - man in . Weste ü r o p a an die Jüdischkeit zu stellen pflegt, zum Beurteilungsmaßstab für eine jüdische Stadt auf heiligem Boden ge- MlM iDoröcn sink). Was Magi eine dsfdtima mit 32 SnaBenl Der He» DsvfMk vWgitzt diL Mchtdäkeb Verheerungen, die täglich und stündlich durch ein unjüdisches, von jüdischem Gelde unterhaltenes Schulwesen in tausenden von kindlichen Seelen angerichtet werden. Red.). Sie jüdische Gemeinde Dinslaken und ihr Friedhof. Don Salky Moses, Dinslaken. Die Gründung der hiesigen jüdischen Gemeinde.läßt sich urkundlich nicht mehr feststellen und ist auch durch Ueberlieferung nicht bekannt. Politisch gehörte sie ehemnls m MMMvkMlw fluisDurg, Nuhrm. Holten, Dinslaken. Die Gründung reicht jedenfalls bis zur Römerzett zurück Auch bestand in früheren Jahrhunderten hier schon ein jüdischer Friedhof, zwar ist nicht bekannt, wo er lag. Daß er aber vorhanden war, zeigte sich vor längeren Jahren, als beim Abbruch eines alten Hauses ein eingemauerter Grabstein mit hebräischen MsuMll raum. Leiber tarn dieser ©Mn nur in Glucken aus dem Abbruch, man konnte daher auf demselben weder einen Namen noch eine Jahreszahl seststellen. Lange war die Gemeinde ohne eigenen Friedhof. Folgende Aufzeichnung im Gildenbuch der Sr. Ioöokus-Gilde zeigt die Veranlassung der damaligen Erwerbung des Friedhofes: motaf oen 25, www 1721 ist m «Nk Wöe Hertz Liefermann geswiben und hat der Gilde, wiewohl sie zuvor nicht geweigert, keine Ansprache wogen dessen Grabstätte, aus dem Duhlen thun lassen, sondern sie ist des folgenden Tages nach Holten zu begraben hingebvacht worden. Sodann haben die sämmtlichen Jüden öfterer mit W . J). OMieren und ■ Köhrgenossen von einem Stück auf. dem Duhlen zwar einen Kaufs gemacht, auch soweit sie!es habenwollten, abgepfält usw." Dieser Kauf.wurde aber rückgängig gemacht, jedoch im folgenden Jahveendgültig^emeuert. „Weiter ist dieß Anno 1722. den 12. Juny mit dem liWkt wohnenNen LuW m Kmiract gemacht megen mim dvWMWn MgrüdnA auf unfersn Duhlm, wir solcher die copia des contrcts so der zeitl. Vürgermeister G. Ohlun aufgesetzt, ausweiset und in der Pilden-Kiste ist eingelegt worden. Das Gelt sind 34 Thlr. ist laut Obligation von Georg Wilhelm Stiepenbruch auffgenommen zu Pension." Besagte Gilde besaß innerhalb der Stadtmauern eigen öerfamnTlungss miD ffräiintt ßonannt Dar Dullen. .Dieser Platz war an der einen Seite von einem Hügel begrenzt, welcher früher jedenfalls als Kugelfang beim' Schießen diente. Dieses Hügels wegen wollten die Juden den Platz, als Begräbnisplatz erwerben und traten dieserhalb an die Gilde heran. Unter dem 13. September 1721 stellte genannte Gilde durch Domänenrat Kunsthoff an S. M. den König den Anlmg. zu Watten, Msm Wtz M IllM rum M grädnisplatz zu verkaufen, mit der Verpflichtung, ihn gleichzeitig auch mit Eichen zu bepflanzen. Es geschah auch und von Eichen sind heute noch einige vorhanden, lieber die erteilte Genehmigung ist kein Schriftstück vorhanden. Aber daß sie erfolgt ist, bezeugt der noch vorhandene Kaufakt vom 14. Juni 1722. Dieser besagt. voMMMles ©rimüftiitf Mr MmfOllst für 36 Thaler verkauft ist, mit dem Vorbehalt, daß es der Gilde gestattet sei, weiterhin jährlich einmal aus dem Platz ihre Gildenversammlung abzuhalten. Ferner wurde. der Stadt erlaubt, in Kriegszeiten den unteren Teil als Exerzierplatz zu benutzen. Im Laufe der Jahve zeigte es sich aber, daß die Gildenversammlungen der Würde des Platzes nicht entillrachen, und die jüdische Gemeinde löste die Mgegangene Verpflichtung später ab. Als Vertreter der jüdischen Gemeinde sind in obigem Vertrage erwähnt: Moses Liefermann, Abraham Michels, Andreas Josephs, Hertz Liefmanns Sohn, Koppel Andreas. Als Nachkommen dieser zählen noch Betrifft’s Photospört? Immer wieder die bekannte Spezia Ifirma m| ■ |ur Schillerplatz 7 (Pariser - Hof) L. ä M. Nefthold heute zur Gemeinde Dinslaken die Familien Moses und Llfmann. Der älteste noch zu entziffernde Grabstein ist 20.0 Jahre alt. Vis zum Jahre 1911 benutzte die jüdische Gemeinde diesen Friedhof als letzte Ruhestätte für ihre Ver- MMN. Lurch M CittmilllUW Farn der Wutz fast WUlMt in der Stabt zu ltegen imb wurde daher geschlossen, nachdem die Gemeinde einen anderen Friedhof als Eigentum erworben hatte. Vor mehr als 15 Jahren trat die Stadtverwaltung an die jüdische. Gemeinde heran um Ueberlassung des Friedhofes, da dieser durch den darauf befindlichen Hügel den Verkehr unübersichtlich mache. Durch Stadtverordnetenbeschluß sollte, falls dis HkMüe nichi freiwillig MolW, ein Wipnöw» fahren eingel^iter werden. Um nun nicht den ganzen Friedhof zu verlieren, wodurch die Gefahr bestand, daß alle Gräber umgebettet-werden muhten, einigte man sich dahin, daß ein Teil des Hügels abgetragen werden soll und mit den Grabstätten auf dem noch freien Teil des Friedhofes wieder angelegt wird. All! 14. Mürz D. 3. mm mit Ar WttlWW öes Hügels begönnen. Zuerst fällte man ermige der mehr als 200 Jahren alten Eichbäume, was bis zum 14. April dauerte. Dieser Teil des Friedhofes barg' 79 Gräber. Die in den Grabstellen gefundenen Ueberreste wurden sorgsam gesammelt, in einen Beutel gelegt, und in zehn Särgen auf die noch freien Teile des Friedhofes wieder MWtzt. Lik EM Des Hügels öienußte man zur Anhvhnng des FMdhofg Endes, welches erhalten geblieben ist. Wir wollen hoffen, daß den Toten nunmehr eine ewige Ruhe zuteil wird. lH □ □ □ 0 □ □ □ □ □ □ □ □ Q □ □ □ □ □ □ B lll □ □ □ □ □ El □ m u □ □ El □ □ s □ □ □ □ □ h Wahlen Sie rechtzeitig geeignete Festgeschenke für das jüdische Haus! Die Psalmen, Ueberset2t und erläutert von Rabbiner Samson Raphael Hirsch. Leinwandband Mk. 10.—, Halbfranzband Mk. 20.— 8. R. Hirsch, Jahreswende. Ausgewählte Aufsätze. 140 Selten. (Sohnfaf twd Sjliakatk. > 2ü dää Selichoth-Tagen. | Tischri-Bilder. ( Der Therüa- Tag. | Vom Roschhaschono zum Sukkoth.) gebunden Mk. 1.80. * 8. R. Hirsch, Grundbegriffe des Judentums. Ausgewählte Aufsätze. 125 Seiten. (Das löst der Gesetzgebung. | Die jüdischen Zeremonialgesetze. | Der Hellenismus und das Judentum. | Was ist uns die Thora? | Der alte Tischri und die moderne Religion. | Die jüdische Heiterkeit), gebunden Mk. 1.80. $* R. Hirsch, Vom Lernen und Lehren. Ausgewählte Aufsätze. 116 Seiten. (Jüdische Wissenschaft. | Unsere Aufgabe. 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