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Der Israelit · 1927-09-15 · Heft 37 (15.9.1927) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 37 (15.9.1927)
Date
1927-09-15
Page
– (sequence 9)
Language
German
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IS. September 1927 LüstLvkStt ZU kSMsN. L« LUMMstSk, mußte er? m jungen Jahren nach feines Vaters baldigem Tode bas elterliche Geschäft übernehmen, das er im Verein mit seinem gleichgesinnten Bruder zu hoher Blüte brachte. Nun begann seine niina herrliche Früchte, zu tragen. Es verging kein Schabos, an welchem er nicht im Haufe seines väterlichen Freundes, des MhhWerZ Sh ©ottgtn ru MllA MUM im Uv Lehre und in religiösen Gesprächen verbrachls. Eine rührende Freundschaft verband diese Beiden fürs ganze Leben, welche noch wuchs, als er sich ein echtjüdisches Haus gründete. . Gewissenhaft in Handel und Wandel, bescheiden im Leben und in feinen Ansprüchen, voller Entbehrungen auf der Reise, von großer Menschenliebe mm alle, Mt.MUMgWin gp für m«? mm c=’-75r könnte er unwillkürlich großen' Einfluß ausüben auf feine Glaubensbrüder als auch auf feine übrigen Mitmenschen. So war die Folge, daß seine Mitbürger ihn zum Vorstande des Gemeindekollegiums des Städtchens wählten und die Gemeinde ihn zu ihrem ersten Vorstande erkor. Nun entfaltete er eine ssgensreiA WiflM, so Daß ihm fein NMimr örn ShkMs- Teil verlieh. Wöhrend des Krieges, als der dortige Lehrer im Felde stand, übernahm er die Funktion eines Chafen und unterwies mit großer Sorgfalt und tiefem Ernste die schulpflichtigen Kinder im Religionsunterrichte. Auf der Höhe feines Schaffens stehend, überfiel ihn eine schwere Krankheit, der er erlag. Sein letztes Werk war die Renovierung der alten Synagoge und deren Mr>Mng mit «trWani NW. AM ermm er noch vom bayerischen Gemeindeoerband einen namhaften Zuschuß zur Aufrichtung vieler alter und kunstvoller Grabsteine im dortigen v"n v'2 Nun hat er selbst seine Ruhe dort gefunden. — Am Hause würdigte Herr Rabbiner Dr. R ü l f - Bamberg die Verdienste des Verstorbenen, am Grabe dankte Herr Max Roth- IDM M mmn m nwfen ersten Vorstand und Herr Lehrer Godlewsky -Amberg nahm als Schwager im Namen der Hinterbliebenen und Verwandten tiefbewegten Abschied von dem Verblichenen. Eine betagte Mutter, eine gleichgesinnte Gattin und fünf unmündige Kinder, die er in seinem MW sw» ttMMll mm m gütige möge sie trösten bjwb» bb«» jvnn und das Verdienst des Verstorbenen möge ihnen beistehen. Am riMMnsr — so war es auch sein Wunsch — durfte er einziehen nav 1^22? avV-! 02-12;» pnx “dt Sladtlengsfeld, 5. September. Gestern nachmittag würde Salomon Rothschild von hier zur letzten Ruhestätte gebracht. (Er nwr ^•auftrwinrt oon l8^- jldj ater «uij als QBö^e-I urti £^0^41. Der Leichenzug war ein ungemein langer, wie ihn unsere Stadt lange nicht gesehen hat. Beide Konfessionen beteiligten sich gleich stark an dem Begräbnis. Am Grabe sprach zuerst Herr Lehrer Katz von hier und dann Herr Pfarrer K o h l s ch m i d t aus Völkershausen, woselbst R. geboren ist und längere Zeit gewohnt hat. rraswi ZltUtUMkrrr, 30. MM m i§. LMNWM Dan starb hier Moses Höxter, Veteran von 1866 und 1870-71. Fast 47 Jahre bekleidete er das Amt des Gemeindeältesten dahier und fand für seine Tätigkeit die Anerkennung der Behörden. Höxter war. über 50 Jahre Mitglied des Krtegervereins, der ihn bis zu dem in S^aavf^au^en gelegenen nn:pn rra begleitete. Ser 23erfchiedene, ein echter Jchudi. genoß bei' Buden und Nichtjuden die höchste Achtung und Beliebtheit. rraxin. Kassel, 30. August. Am Freitag wurde der im 51. Lebensjahre verstorbene Gemeindeälteste Metzgermeister Siegmund Goldfchmidt im nahen Hoof zur lebten Ruche befiaitetr. ©eiten tourte hier ein fotd) großes Leichenbegängnis gefeHen. 2-er weit und breit geachtet und geehrt. Vor dem Sterbe- Haus hielt Landrabbiner Dr. Walter eine zu Herzen gehende Leichenrede. Auch Lehrer Schierling hielt eine warme Ansprache. Kassel. 6. September. Heute begeht Frau Karoline JBenDir Datier imn 76. ©eDnrtstaß in ükslkr MWMst Fritzlar. 5. September. Ihren 85. Geburtstag begeht morgen eine unserer ältesten Mitbürgerinnen, Fräulein Jettchen L ö w e n st e i n, in bester Rüstigkeit. Abterode, 5. September. Unsere Gemeinde wählte Lehrer Spier, bisher in Northeim, zum Lehrer und Männer; m mm M WMW gum i, smsrr die Bestätigung erhalten. Northeim, 5. September. Sein 25jähriges: Dienstjubiläum als Vorsteher beging Herr Blumberg. Herr Rabbiner Dr. Lewinsky aus Hildesheim hielt in der Synagoge eine gehaltvolle Rede. Herr Lehrer Spier übsrbrachts sin Geschenk der Gemeinde nach herzlicher Ansstsschz. Beverungen, 5. September. Die hiesige Gemeinde begeht in diesem Monat das 75jährige Bestehen ihrer Synagoge durch einen Festgottesdienst. Viele auswärtige Gäste, hauptsächlich frühere Mitglieder der hiesigen Gemeinde, haben ihr Erscheinen zugesagt. Vermischtes. Berlin, 14. September. Am Sonntag, den 18. d. M., abends 8*4 Uhr hält Herr Rabbiner Dr. Meier Munk in den Vereinsräumen Oranienburger Straße 69, einen Vortrag über das Thema „Der gute und der böse SDitiglte&er .uni Gäste herzlich D-e r 3 s r a elit Bßflin, ii ZLpfMb.gr. Mm 1 d. M. fonD unter zahlreicher Beteiligung die Einweihung des neuen Logenheims der Humanitäts-Loge „Agudas Achim" in der Jostyftraße 4 statt. Nach Gesängen der Herren Oberkantor Katz - C o h n erfolgte die Begrüßungsansprache des ersten Vorsitzenden Herrn M. Zolko. Er gab einen kurzen Ueberblick über die Notwendigkeit der MllliSUIlg mum Mm? urch betonte, daß Gäste, auch Nichimiiglisdsr, stets darin willkommen seien. Nach weiterem Chorgesange hielt sodann Herr Rabbiner Dr. Landau Hierselbst die Festrede. Die Worte des Redners, die aus begeistertem Herzen kamen und zu Herzen gingen, verfehlten ihre Wirkung nicht. Nunmehr ergriff Herr Rabbiner Dr. S i n g e r m a n n WZ WM vm MlislW STffi MM w stimm ^igen«n Namen und im Namen der Rabbiner der nvnn -Kom« Mission, die er hier vertrete, viel Glück. Hierauf trug Frl. Frieda Schwarz st ein einen vom ersten Schriftführer Herr L. A. Levie verfaßten Prolog vor. Nachdem dann noch Vertreter anderer Jnstituttonen Ansprachen gehalten und Herr Dr. med. Kuttner im Mmm Des GeMtkvMnm Hsrrn M. Z?is? M fein vvn ödlsm Schaffönsgsifl desoeliW und in unermüdlicher Tätigkeit glücklich zur Ausführung gebrachtes Werk gedankt hatte, sprach Herr Zolko zum Schluffe jedem einzelnen für die ihm gewidmeten Worte seinen innigsten Dank aus. Mit Chor- und Sologesängen Siegburg. 7. September. Am Sonntag, den 2. Juli, nornntialMo. dot MiW 3uaonDDunö MWurn einen kleinen Ausflug in das südliche Aggertal, dem auch Mitglieder der Chewras Limmud-A. I. I. O., Köln beiwohnten. Bei Gelegenheit dieser Veranstaltung konnte man so recht wahrnehmen, wie schön doch die Idee unseres Vereins, mittels der neuzeitlichen Handhaben der Jugendpflege die Jugend zu bewußten Juden heranzu-?ü$f?nj in irnsts?! <?m?f fjui ßfstN ®ine 93eteil'tgung von 30 jungen Leuten bedeutet für uns zu Anfang recht, viel. — Der Ausflug, der uns nähere Bekanntschaft mit ernsten, strebsamen jungen Menschen vermittelte, brachte uns manche Anregung, die wir gerne weiter verarbeiten werden. Bei dieser Gelegenheit zeigte illist! nnsts dfs fitfj wiWig Uv Uv Herren Kahn und Paul Wallerstoin sowis der Damen Fräulein Julie und Erna Levy unterstellte, daß er gewillt ist, auch in andern als in spezifischen Taurohfragen sich der Leitung der Lernenden zu unterstellen. Der Ausflug führte über das liebliche Lohmar in die Wälder der Aggermündung. Auf einer Wiese wurde gemeinschaftlich, Minchoh geort. Leider mußten unsere Gäste rcön frnD wim MD must, Wik kkDmn kW m Grund Uv angsbahntsn Mziöhungm mit der Cyewras Limmud Tauroh-A. I. I. O. und der Esra-Gruppe Köln aktiv uns an der jüdischen Jugendbewegung beteiligen zu können und uns durch die Unterstützung der genannten Kölner Vereine mit Gottes Hilfe in die Lage versetzt zu seben, das jüdische Leben unserer Stadt zu einer neuen Blüte zu bringen. Sprechsaal. Sabbat geschlossen? rln.schlieHenv m das Eingesandt im .^Sprechfaul" ..Sabbat geschlossen" möchte ich bemerken, daß nicht allein in den Großstädten Abhilfe zu schaffen, eine wichtige Pflicht des Vereins.„Schaumre Schabbos" ist, sondern auch auf dem Lande. In unserem weit über die Grenzen unserer engen hessischen Heimat hinaus bemmm MiMn Mrmn F,,, kNMkn in vikftr Begehung unglaubliche Zustände, denn selbst Familien. die gänzlich unabbängig sind, decken ihren Bedarf in Kolonial-, Manufaktur-, Modewaren usw. in christlichen Geschäften, obwohl es denselben bekannt ist, daß jüdische Geschäfte, die fast alle am Sabbat aeschlossea sind, unter den allgemeinen unnnnstigkn WirMnsisrkkWttnisstn m M?n Wk?n, Unseren Gemeindemitgliedern scheint es nicht bekannt zu fein, daß es eine weit größere Mizwoh ist, Glaubensaenossen am selben Ort in ihrem Existenzkampf zu unterstützen, als Almosen zu geben. N. N. Schechttöh. Die Frage, wer als Schochet fungieren darf, bildete wiederholt den Gegenstand zur Aussprache in' diesen Blättern. Erst in jüngster Zeit wurden wir auf. die Mißstände hingewiesen, die häufig bei Erteilung der Kuboloh übersehen toerben (mtmg-elfyafie Ausbildung. nicht cihmanDTrc’icr LcbmZwandci). "Nach irnn bckanmsn vom großen Würzburger Raw bm verfaßten nBiv ist »pixvv 'fi bkt> -121 n’tPtn die erste Grundbedingung: ferner sei der »nw ein “i'a •>-« m feinem Amte, das doch nur durch eine mindestens mehrmonatliche Ausbildung zu erreichen ist. SEI« al>er Der^öfi es jlcfe ln man cf) en (fallen trt 11 fcee Erfüllung dieser ersten Forderung? Nach wie vor werden Schochttm angestellt, die kurz vorher von anderen &vi2B abgewiesen wurden. Es sollte auch nvnpn das Wort „grau ist alle Theorie" angewendet werden! Rabbiner und Schochtim haben ihre Verbände, ließe sich nicht einmal eine gemeinsame Aussprache zur Neeselun^ der 8ln sie Hang ssräge herb eiführen? __• _ Nr. 37 Sette 9 M ZchsDitn öilööt ziiWit eine önnga FmP Brüder in allen Ländern. Es nahen die ernsten Tage des Tifchri: der Schofarton erklingt und ruft uns zur Prüfung und zur Abstellung aller Fehler. om nWn wenn uns unsere Kinder dereinst zurufen: Iwrn l>2« DÜ'KI ison 12W2« Ben Jakob. Briefkasten. L. B. in P. B. Daß ein Mann, der seine Einwilligung zur Taufe seiner Tochter gibt, in einer Kultusgemeinde als Chafan und Schochet wirkt, erscheint uns so ungeheuerlich, daß uns der Fall erst velenl mnm müßte, menn mir M. min (Sie m wünschen, öffentlich zur Sprache bringen sollen. L. St. N. Es ist dies unter keinen Umstünden statthaft. Ad. R. Bingen. Mk. 20.— erhalten und wunschgemäß weitergegeben. H. W. in H. Wer am 31. März 1864 geboren ist. rourüi 1877 SjBpM mH Bll? MlMll. frankfurter Berichte. ZchullulMtium. lleber die geplanten Feierlkchkeiten aus Anlaß des 75jährigen Jubiläums der Realschule der Israelitischen Religionsgesellschaft erfahren wir aus der Juni-Nummer der „Mitteilungen" folgendes: Zur Vorbereitung unseres im kommenden Frühling stattfindenden Schuljubiläums ist eine Kommission ge- Bliött mDrDrn, Der Mreter Des tOorftanDos, Dos 8lW: rats, des Lehrerkollegiums, des Elternbeirats, der statistischen und der Werbe-Kommisston angehören. Es ist in Aussicht genommen, das Fest des 75jährigen Bestehens unserer Schule in größerem Rahmen zu feiern; akademische Feier, gemütliche Zusammenkunft der ehemutinen WWr. ©(ünißraupiirunpn sinkt ainftmailüH vorgesehen. Außerdem ist die Herausgabe einer Festschrift geplant, die außer schul- und erziehungsgeschichtlichen Arbeiten mehrere allgemeinwissenschaftliche Beiträge enthalten soll. Ferner ist uns folgende Anregung zugegangen: Es würde sicherlich von großem Interesse sein, wenn — möglichst in den Räumen unserer Anstalt — eine AusjMunn ddh iiuIüflfumßHtfiM sllstz. Wt SDia denken nicht nur an wichtige Verfügungen der Vorgesetzten Behörden, sondern an alte Klassenbücher, Zeugnishefte, Stundenpläne, Lobkarten, Warnezettel u. dgl. Auch bildliche Darstellungen, die sich auf die Geschichte der Schule beziehen, ebenso Photographien von Lehrern und Lehrerinnen wären willkommen. Von hohem pädagogi^cyen Interesse roäre ferner eine. Ausstellung der Lehrmittel des hebräischen Unierrichis seit Bestehen der Schule. Wandel und Fortschritt, ber Methodik würde sich aus den hier befindlichen Fibeln, anderen Lehrbüchern und hebräischen Schreibheften erkennen lassen. Wir hoffen, daß auch dieser Gedanke der Ausstellung von Dokumenten und Lehrmitteln sich verwirklichen lasse: eine Derartinc man mürDic nm nur Dei Der mmm SchulgemsiNds, söndsen U\ jedem Fachmann und pädagogisch Interessierten Beachtung sinden. Sijum im Beshamidrafch Ostendstraße. Der n-2->2-Schiur des Rabbi Mosche Karpel feiert Sonntag, den 18. September, einen Sijum, aus welchem mm um 8 Mi mim mm inrnri im stsoamiDs rasch einen Hadran hält. Gäste willkommen. Llulvortrag. Sonntag abend 8% Uhr spricht in den Räumen der Agudas Jisroel Jugend- und Mädchengruppe, Hanauer Landstraße. Herr R edakteur Schachnowitz über .K l u IQ q D a n l o n". Eästa. auch Mmn. millkgmmsn. Ariedhofbesichtigung. Sonntag vormittag, den 18. September, findet auf Veranlassung der Agudas Jisroel Jugendgruppe, Frankfurt a. M. eine Führung durch den alten jüdischen Friedhof unter der bsrnöhrten Leitung des Herrn Professor Gr. Hülfen jtaü. Srepunli 11,58 tlljr am |f?|gen Portal des Friedhofes. Lin Sukkohspiel für unsere Kinder. Die Kunstgewerbestube I. Westheim, Frankfurt a. M., Schwanenstr. 6, gibt gerade rechtzeitig vor dem Tischrirnonat rnieder ein neues Kinderspiel, einen stabilen ^-»t^^aukaflen „Äie Qau&ljülle^ s^erons, raekches wenig andere geeignet ist im Sinne des ’s bjr irH unsere jüdische Jugend im heiligen Spiele die Schönheit der Mizwas Sukko zu veranschaulichen. In origineller Weise ist, soweit uns bekannt, zum erstenmal. hier der Versuch gemacht worden, die beliebten Vauspiele in den Dienst einer jüdischen Idee zu stellen. »u imDlMH fililf ... . .r.J ..A?•• (ütlraog ttt ttttferör mo tttöbelotio^re ttt den Großstädten eine Reihe von Familien durch die räumlichen Verhältnisse gezwungen sind, eine gemeiname Sukko zu beziehen, ist unserer Jugend ein gut Stück von unserer Simcho schel Mizwo verlorengegangen, welches früher alle Hausmitglieder erfüllte. Hier will das Spiel Ersatz schaffen. Cs fall jedem Kinde die Mszlichsit zgggtzstt mzMn. sich äittä Mittiätllpsukks zu

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