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Der Israelit · 1927-09-01 · Heft 35 (1.9.1927) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 35 (1.9.1927)
Date
1927-09-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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1. September 1927 Der Israelit Nr. 39 Sette 9 Lebend-GeqaBt bürten aus Lebend-Ge- Uneheliche bürten aus Geburten v. Sterblichkeit 321 + Geburt. Uberschuß — Sterbe- Überschuß + 22 9 ISIS jüd. Ehen Ml Mischehen 34 jud. Mutter 26 1920 425 56 29 466 1921 521 60 41 424 + 150 1922 495 40 36 419 + 120 4923 .503 37 27 336 + 201 1924 431 40 24 411 + 52 .1925 416 50 21 401 + 46 1926 367 38 17 398 — 7 SflfiUFfiOll wurden vollständig, die Geburten aus Mischehen, die überwiegend in der christlichen Religion erzogen worden, zu 20 Proz. berücksichtigt) ist noch geringer als in der Tabelle oben angegeben, wenn wir die uns unbekannte Zahl der Austritte aus dem Judentum in Rechnung stellen, die in der Geburtenzahl enthalten ist, aber unter den ©eftnrbenen als Dissidenten oder Christen fehlen. Z!k .m Llch m mm mf mmrnu lung offenbart, genügt nicht zur Erhaltung der jüdischen Bevölkerung. Auf 1000 Juden kamen im Jahre 1900 18,0 (30,3), 1910 13,5 (24,0) und 1925 14,8 (13,6) Geburten. Der Rückgang der Geburten ist bei der Gesamtbevölkerung viel stärker als bei den Juden und dis Gsburtsnziffsr augsnbl-icklich geringer, was aber nichts «« Tästätzz SNLE stütz ÜK flino Mlümche Mir Mehrung der Franksurter Juden gar nicht All --MLN ist, wenn die sozialen Verhältnisse keine gründliche Aenderung erfahren. „Auf die Dauer darf die Zahl der Lebendgeburten nicht unter 20 auf das Tausend sinken, wenn nicht die Erhaltung der Volkszahl in Frage gestellt sein soll." Grotjahn. Die Geburten aus Mischehen sind noch gering,er als die aus r,s>in jüdischen Ehen. Auf eine Mischehe enjsässj as§ Äst4 Eßtzllks! Nus ihre Jnfertilität wacht Theilhaber in seinem sehr lesenswerten Buch „Der Untergang der deutschen Juden" ebenfalls aufmerksam: „Allem mag die Mischehe dienen, einer gesunden Fortpflanzung sicher nicht. Ihre Ziffer ist so gering, wie ich sie bei keiner Gesellschaftsschicht, teiTvern Volk, turg, nirgends und niemals mtgetroffen habe. Die jüdische Mischehe hat W tranrdst NuM, hierin den Rekord innezuhalten." Neben den Geburten aus rein jüdischen und Mischehen, spielen die unehelichen Geburten eine gewisse Rolle. Bei den Juden waren im Jahre 1913 7,7 (15,7), 1920 =: 6,6 (15,1), 1921 - 7,6 (13,2), 1922 7.3 (15,0), 1923 - 4,7 (13,7), 1924 5,3 (12,7), 1925 4,8 (14,8), 1026 — 4,2 (15,8) % Der Geburten uwMMd HuHMHM!st also bei den Juden bedeutend kleiner als bei der Gesamtbeoölkerung. Die Ursache liegt wohl darin, daß die unehelichen Geburten meistens von Müttern aus den unteren Schichten stammen, die Juden aber überwiegend dem Mittelstand, der ein verhältnismäßig geringeres Kontingent stellt, angehören. ®^e|d^tre j^nngen ersehen mir aus folgönder Tabelle: Jahr Jüd. Eheschließun¬ Mischehen Mann jüd. Frau jüd. Zusammen auflvvjüd. Ehen enr- 1913 gen 156 Fr. Nichlj. 23 M. Nicht. 21 44 Mischehen 28 M0 m 68 17 112 25 1921 352 51 51 102 26 1922 302 48 34 82 27 1923 251 57 32 89 35 1924 180 17 ' 43 60 33 1925 179 53 24 77 43 1926 170 32 20 52 30 -vv? 's?7^IC7*l'epll'TI'8,en llH> LU uet ^JULLLlLlCUlJa zeit in steigender Richtung und erreichten, soweit die rein jüdischen Ehen in Betracht kommen, im Jahr 1912 mit 188 ihren Höhepunkt. Im Jahre 1920 wurden die meisten Ehen und Mischehen abgeschlossen, die man jemals in Frankfurt statistisch feststellte. Die jüdischen Eheschließungen nehmen einen rückgängigen Verlauf, ob die Mischehen weiterhin fallen, wie das Jahr 1926 andeutet, Mtm WtMWtöm MAk im MH «wer 100 vöm jüdischen CM 10,1 Mischshsn (99 und 10), ISIgjjg. — ausgenommen die Kriegszeit — ersehen wir aus obiger Tabelle, die uns auch das ungleiche Verhältnis jüdischer und nichtjüdischer Männer vor Augen führt, die eine Mischehe schließen. Das Sexualverhältnis wollen wir an folgender Aufstsllung zsigen: Jahr Jüv.Levenvgeb. männl. weibl. 3üD xotgeöi männl. weibl. UMöl. MS. bi« jüd. M. männl' weibl. Tstgeb. 1913 163 148 1 7 . 14 12 1 1920 209 216 7 — 17 12 1 1921 277 244 8 6 23 18 2 1922 256 239 6 2 13 23 » 3 1923 244 259 10 4 9 18 — IM SW m S l iS 11 1 1925 223 193 2 4 "9 12 1 1926 190 177 7 2 10 7 — Auf 100 jüd. Mädchengeburten entfallen Knaben gebürten (einschl. Totgeb. und unehel. Geburten) 106,6 (105,1) . 102,6 (110,7) im TO 111,1 (101,2) 93,9 (100,5) 1 94,9 (108,4) 111,9 (108,3) 111,2 (106,0) Auf 100 Mädchengeburten kommen im allgemeinen bekcmntlich 105 Knabengeburtem Die Zahl wird bei stM WWm BmtfmmsMi W rnimir smfkynmn: Diese Erscheinung ist schon oft zu deuten versucht worden. Wir verweisen auf die einschlägige Literatur. Die Sterblichkeit der Gesamtbevölkerung offenbart eine ständig günstigere Entwicklung, hingegen trifft dies bei den Juden nicht gleicherweise zu. Sie verschlechtert sich non Volkszählung zu Volkszählung und ist ungünstig Mi Mi W GösMtkWjWMlU M DfffliQ; Ms 1000 berechnet, im Jahre 1905 11,5 (16,0), 1910 13,6 (13,3), 1925. 13,7 (10,4). Auch die außerordentlich günstige Säuglingssterblichkeit dürfte nur wenig der sich anbahnenden Tendenz Einhalt gebieten. Säuglingssterblichkeit. Unter 1000 Geborenen starben im 1. Lebensjahre bei mmtmamma 3nDcn 1913 10,2 3,6 1920 12,1 6,1 1921 10,3 7,4 1922 10,7 4,6 1923 9,3 3,9 1924 8,2 4,4 1025 7,4 4,3 IM W 3,7 Aus dem Steigen der Zister der jüdischen Gesamtsterblichkeit scheint heroorzugehen, daß die untere Grenze der Sterblichkeit bei den Juden erreicht ist und eine Geburtenoermehrung durch Minderung der Mortalität nicht mehr eintveten tntrb. Vereinskalender (Wegen Raummangels verkürzt). Verein Mekor Chajim. Samstag vorm, nach Schluß der Synagoge, «Dtrr Dr» Mffif Prfkllr - ”ad?mitt 47* UIh Berr Dr. Willy DoMaim. Samstag abend 1 Stunde vor Nacht (Schluß) ,Midralrb". Herr Hers; Holpern. Sonntag, 4.September abends 6Uhr imVereins-- lokal. Vorlrag des Herrn B. Rachelsohn: .Die rrvn hv-Widui.* I ahrzeits-Stiftungen: lvonittaa. it mtmUh MN DMtt' »nr Mendel Äpe!t°StiftUttg. Freitag, 9. September. Aron Wolf-Stiftung. (Alle Schiurim wie üblich). Agudas Iisroel-Iugendgruppe. (Das Lesezimmer ist geöffnet: Sonntag nachmittag von 3 —10 Uhr abends, Montag—Donnerstags abd von 7 iö naW v». VS« 10-1 115?, nasm. von 3 vis 10 Uhr). von 3/4H—3/4l2 Uhr, Herr Lippmann Kurzweil. rrvj? U22 *nm- — 3-4 Uhr. Herr Herz Holpern, man' mw Sonntag von 9 10 Uhr, Herr Herz Halpern. NL'y anm. Ä „ $ g U von 12—1 Uhr. Herr Herz Holpern. Sonntag von 10—12 Uhr und Montag bis Freitag von 8—12 Uhr Herr Herz Holpern: Gelegenheit zum Lernen jeglicher Art. Dienstag von 9-10 Uhr. Herr R. Rachelsohn (Zeil 2) noia. <Befee<3elfen. mm 5LV fvertag Abend 6.30 amstagmorgen 8.— Samstagnachmittag 5.— Samstagabend 7.55 Morgens 6.15 IVoc^enKottssdisnst: Nachmittags 6 §ö Tefilin-Legen am Morgen 4.45 Aarniliennachrichten. Barmizwo: Heinz, Sohn des Herrn Eugen Graß. Frankfurt a. M., Bergerstr. 176. Synagoge Friedberger Anlage. 3. September. v'vsiV rurns« — Schemuel, Sohn des Herrn Dr. Moses Auerbach u.Frau Jenny geb. Kottek. Berlin O. 25. Dirckfenstratze 45. «sn 'd nt»na. tftaiser-Zßcrax tfi bü'S für <aiier £>tc ßtttß Zarls Ultö jügendstische Ham mchr von gwetst^asten mitteln erhoffen, sondern überlegene Schönheitspflege auf natürlicher Grundlage treiben ioollen. — Ein Zusatz von Kaiser-Borax zum täglichen Waschwasser, macht dasselbe nicht nur ^antiseptisch, reiniaunsÄrästig und wunderbar weich, er macht es am mm dckdtnwi mMmtmWi MM glättend die Poren zusammen, höilt UNd DLühMdkrt Boi regelmäßigem Gebrauch Erkrankungen der Haut und schasst durch rege Hautatmung einen klaren, reinen Teint von jugendlicher Frische und Zartheit. Kaiser-Borax wird niemals lose, sondern nur in der bekannten roten Original-Packung geliefert. (LllchL sä? in MinUt ö85 Ware aarantfert. 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