Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 34 (25.8.1927)
- Date
- 1927-08-25
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2446951-2450442-2450476--74269-2531731- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
■tssr i-c- 25. August 1927 Personalien. Budapest, 14. August. Am 14. August ist in Budapest der langjährige Rabbiner des Tempels in der Rombach- Stratze, Präsident des Dreier-Rabbinerkollegiums der pofter psrmMitfjen (mfflom) MimnmMnütt » fes Feldmann, in hohem Alter «gestorben. Der Verblichene war ein hervorragender Kenner des jüdischen religiösen Schrifttums. mxin- Lauterbach i. Hessen, 14. August. Tief betrauert von ihrem betagten Gatten, mit . dem sie -nahezu ein halbes Jahrhundert in glücklichster 'Ehe vereint war, und von iflrtn m mfflmrn UM liMl» MMN;mv ENksln, istvor Eingang D®s Eavbar Frau Göttchen Strauß geb. Flörsheim nach kurzer Krankheit zu Grabe, getragen worden. Sie war eine wahrhaft jüdische Persönlichkeit, die mit peinlicher Gewissenhaftigkeit ihren jüdischen Pflichten lebte und echte jüdische Mildtätigkeit sich zur Lebensparole erkor. Ihr Haus war für Jedermann, Jude wie Christ, geöffnet, der Rat und Hilfe suchte. So war es m Mk MMWk AMsug }\/??? daß «» ihr vergönnt war. noch unMMlbar vor ihrem Heimgang das Gotteshaus zu besuchen und so mit einem Gebet auf ihren Lippen aus dieser Welt zu scheiden. An dem Grabe sprachen Herr Provinzialrabbiner Dr. Hirschfeld, Gießen und Herr Lehrer Stein aus Lauterbach. Ihr Andenken wird uns allzeit ein gesegnetes fein. LMSMh, 21. lüg. Ak MDiM UM NTlltk. Schulim Josef Fried mann, ein Sohn des vor etwa vierzig Jahren verstorbenen Rabbi Rochim Der Friedmann, ist im Alter von 58 Jahren verstorben und unter Beteiligung von vielen tausenden Chassidim in Sadagura bestattet worden. Vermischtes Lögst (Hannover), 15. August. Heber jüdisches Leben in unserer Gemeinde dringt sehr selten etwas andie Oeffentlichk-ei-t. Unsere K-eMo, aus 18 Familien bestehend, darf sich rühmen, die fast einzige im Regierungsbezirk Osnabrück zu fein, in der noch echt jüdisches Leben blüht. Jeden Schabbosvormittag finden seitens unseres Lehrers LoMW itoft, au vsm trouen gehören. Nachmittags versammeln sich die Mttgliever der Agudas Jisroei-Ortsgruppe, um den von Herrn Lehrer Speier gegebenen Erklärungen über T'nach zu lauschen, wobei sich dann eine rege Diskussion entwickelt, bei der noch manche irrige Ansichten geklärt werden. Auch Dinimvorträge finden oft statt. Unter Mithilfe unseres Lehrers war es uns vergönnt, eine neue Sefer Tho-ra nnmmfftn IM M k!NM Zkil m vorzu-nehmstt. Gsnanntsm Herrn, der oder 30 Jahre an hiesigem Orte wirkt, haben wir es zu verdanken, daß die hiesige jüdische Volksschule noch heute besteht. Viele Gemeinden im engen und weiten Umkreise werden von hier aus mit Religionsunterricht und Schechitoh versorgt. Köln, 17. August. Der Regierungspräsident von Köln W W W MMMk der ®em'eiL"b'e va^m der FrMhossschmttmngM an Wese Ein SchMdro geNcht-et, in welchem -er der Synagogeng-emeiüd-e „Adaß Jeschurun" sein tiefstes Bedauern „anläßlich der empörenden, jedem menschlichen Empfinden hohnsprechenden Schändung, die von unbekannten Tätern auf dem Friedhof der Gemeinde begangen worden ist", übermittelt und die Hoffnung ausdrückt, daß die Täter ausfindig 8M3A üüö am ftmm mmtuns mmm wtmn. fiulba, 22, August. Ser- Erweiterungsbau der hrHgön Synagoge ist jetzt so weit sortgesch,ritten, daß die Einweihung auf Freitag den 9. September festgesetzt wurde, Die Eröffnung der koscheren Küche im hiesigen Landeskrankenhaus findet voraussichtlich am 1. September statt. Die Küche steht unter Aussicht des hiesigen Prov.- Borfen (Dez. Kassel), 22. August. We vor 2 fahren zur Erinnerung an die von hier stammenden 8 Hekdensöhne, die im Weltkriege gefallen sind, angebrachte Gedächtnislampe hat durch die hochherzigen Spenden der Familie Rosenbusch in Duderstadt und des^ Herrn F. Gottliev in Chicago 8 Meffinbfcknbber erhalten. auf «reichen die Namen unv d^r "hedr8ifch? Gefallenen in schwarzem Tiefdruck eingelassen sind. Die Lampe ist dadurch noch mehr ein Schmuckstück der Synagoge geworden. ' Sprechsaal. Bei unbedingter Wahrung der lleberlieferung müßten doch diezuverlässigen Ergebnisse moderner Forschung damit vereinigt werden können. Die Sammluiigen „Wissenschaft und Bildung" von Quelle und Meyer Der Israelit verl., Natur und Goisteswelt von Teubner oerl., Sammlung Köfel, ,von Köfel u. Pustet verl., haben kurMfaßte Abhandlungen aus den meisten Wissensgebieten zufammengestellt und wäre es vielleicht -eine dankbare Aufgabe, wenn eine Anzahl orthodoxer Rabbiner sich j)8£ Hellen würben^ mober.n« S2St||en|«^)a.|t rntb Thora zu einer ftüchtdären Synthese zn vereinigen. Die Büchlein dürften meist von ernsten, zuverlässigen Forschern geschrieben sein. Um nicht zu sehr zu zersplittern, dürfte es angezeigt fein, nur das Notwendigste auszuwählen aus den Gebieten der Philosophie, Psychologie, Naturwissenschaft, (Biologie), Ges'chichtsphilosophie, ujn>., babei alles 2Bef entließe berücksi<j>tigsnb. was zu einer modernen Weltals Grundlage sich darbietet. Es wäre dies eine weite, große Aufgabe, die aber ermöglichen würde, daß auch modern gebildete Kreise dem alten Born unseres Lebens, der Thora, sich wieder zuwenden würden und eine Grundlage geschaffen würde, allen Einwänden der Epikuräer entgegentreten zu können. Ploni Sflmom. Letzte Heimkehr. Die Juden der Großstädte Deutschlands sind vielfach im Leben und im Tode mit allem versehen, was zur Erfüllung der Gottesgesetze vonnöten ist. Sie ahnen nicht, wie einem Menschen zumute ist, dem Folgendes nriberfährt: Ein geschätztes uttb Aslisbties Fawltte-NMitglied ist auf dem Trinen 38o^norlr nfßt UeHe 8W fll« nem Gebrechen zu heilen; man entschließt sich, vielleicht nicht mehr rechtzeitig, zur ärztlichen Behandlung in der Großstadt. Auch diese mißlingt, und eine Trauernachricht ruft die Angehörigen zu einem Sterbenden, der vielleicht nicht von Allen mehr lebend angetrosfen wird. Die Vorkehrungen zur letzten Reise müssen begonnen rvükllM. NM Der lMmM mirö um Mfk MMLllgen; sie stellt MökfÜWaSS FokböMNgM. M vütz Ml'- mögen der Familie schon für die Arztbehandlung vertan ist. Die andere wird gebeten; auch sie überschätzt den Bittsteller. Die Folge? Zwei solcher Fälle liegen vor. Die eine Familie wandte sich an einen christlichen Sargverleiher und transportierte die Leiche ohne Tahara irn Lsichfarg per Auto in die Heimat, wo dann alles fl« naHMülk wuiM uuD fom so no© SIMM davon als mrt Hilfe der Ehsvksth; M andere öesorgie mit privaten Helfern am Sterbeorte die Tahara, die Einkleidung und den Transport im Zinkfarg vom Krankenhause zur Bahn und in die Heimat. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn die großstädti- 'schen Chevroth in solchen »"2 -Fällen nur ganz vorsichtig ihre Forderungen stellen würden. Gewiß soll hier ttichj Im in LMMMM Oft iü§ OrDtSfe MWgkttkN Totenoerehrung das Wort geredet fein. Doch es ist KU verstehen, wenn Familien, die auf so leidvolle Weise in Trauer versetzt sind, mehr brüderliche Liebe und Mitempfindung erwarten, als sie die Grohstadtchevroth an den Tag legen. Es fei zugestanden, daß auch letztere wie alle jüdischen Institutionen heutzutageeine schwere Mö«z Mfrm öß© Mtm fit mtut vkWW, m iff Dastin-skampf der Klemstadtjudeü, zumal dsr orthodoxen, ein noch viel schwererer ist und sollten denen-, die wider Erwarten in der Großstadt -ihr Erdenwallen abbrechen müssen und auch im Tode noch von ihren Angehörigen draußen -erharrt werden, die letzte Heimkehr erleichtern. Ich würde sogar weder einen Vorwurf noch eine .(S-fcg'eTtafcfcwm gegen hie ssgensvsrch wirkenden örtlichen £>arm |e^ett-f iUeiitt ((© ßlüß 00(011 ÖlöFß zwischengömsMdli'che Organisatton dieses Liebesdienstes „Letzte Heimkehr" aus diesem Bedürfnisse konstituieren und sich allein für den Heimtransport der in großstädtischen Kliniken usw. verstorbenen jüdischen Menschen interessieren wollte. D i e senzu erträgliche n B e d i n g u n g e n i n d r e Hand nehme n und die für die jvnno in den Kliniken meist nicht vorhandenen läumQ irflßüDnio in Der 81M m Wstm, wahrhaftes >>»ü B. C. frankfurter Berichte. Vorkrag im Böch-yamt-rssch, vslendflratze 18. Diesen (nrri 's) vdv, 5 Uhr nachm, findet im obengenannten Beth-Hamidrafch ein Vortrag des bekannten prrr, Herrn Rabbiner Löb Rubin aus Wilkomir (Litauen) statt. Die tiefe Vortragsweise des Redners dürfte von allgemeinem Interesse sein und zahlreichen VsfllH SMaktöll lüffM. Israelitische Gemeinde. Die „Israelitische Gemeinde" hat beschlossen, eine neue konservative Gemeindesynagoge mit einem Kosten- Nk. 34 TMS 7 aufwande von etwa einer Million Mark zu errichten, die durch Aufnahme einer Anleihe gedeckt werden sollen. — Wie in der letzten Sitzung -der Gemeindevertretung mrtgeterlt wurde, sind wiederum acht Mitglieder aus der Gemeinde ausgetreten. Mein mekm WM öl u. ln MNksllN IL HI: Die Verwaltung nimmt Bezug auf die Notiz in der letzten Nummer des „Israelit" und bittet, etwaige Anregungen wegen Aenderung des Winterlehrplanes an die Adresse des Vereins, hier, Langestraße 18, oder direkt an den Vereinsvorsitzenden, Herrn Joseph Sänger, hier, SRijbertjergröeg 41, gelangen zn lassen. Muffar-Vorrrllge lm Elul. Im Monat Elul — ab 28. August — wird im A g ud a-Heim, H ana u e r l an dstraße 17 jeden Abend Maariw bisman-au gebetet. Zwanzig Minuten vor Nacht wird „Mussar" vorgetragen. Jüdischer Jumctbunb. Von Montäg bis Dsnn-srstag abends Turnen. Gymnastik, Leichtathletik und Ballspiele. Sonntags Wanderungen. Die Wanderungen und Spielzeiten werden jeweils in den Turnstunden bekannt gegeben. Leitung der Kurse: Herr Ferdinand Fleck, Friedrich Eisenhuth und Frl. Mathilde Acker. Anfragen und Anmeldungen ans b«jji Büro 2JtCTm|trajge 21. - Dienstag ben 30. August'. MiMWerv ersummiuug im Domrestaurant, Braubachstrahe 8 im Kollegzimmer, abends 8.30 Uhr. Mitgliedskarte mitbringen. Vereinskalender. nn MllmmMgkis »kkwrzri, Verein Tflefav ikhastm. Samstag vorm, nach Schluß der Synagoge. Herr Dr. Eliefer Posen. — nachmitt. 4l/4 Uhr, Herr Dr. Willy Hofmann. Samstag abend 1 Stunde vor Nacht (Schluß) .Midrasch". Herr Herz Halpern. Sonntag, 2k^ ‘Jluguft abenbs 6 Uhr im Vereinslokal, erster Vortrag B. Rächelfo^tt- Die rrvn ^v-Widut. Ja hrzeits-Stiftungen: n n 27. August. Jsaac Bier-Stiftung. Dienstag, 30. August. Moritz Hirscherg-Stistung. (Alle Schiurim wie üblich). itgnba^ 3istoeI-3wgenbgtuppe. (Das Lesezimmer ist geöffnet: Sstttttüg nachmittag von 3-10 Uhr abends» Montag—Donnerstags abd von 7—10 Uhr, rntf vorm, von 10—1 Uhr. nachm, von 3 bis 10 Uhr). 7,2V von 2^11—3/^12 Uhr, Herr Lippmann Kurzweil. «aa »niai- — 3—4 Uhr. Herr Herz Sonnlag von 9-10 Uhr, Herr Herz Haip.ern. ns*’2 xim- Täglich von 12—1 Uhr. Herr Herz Halpern. »»Y» NI- Sonntag von 10—12 Uhr und Montag bis Freitag von 8—12 Uhr Herr Herz Halpern: (Gelegenheit pm Lernen jeglicher Art. Dsenslllg von 8-10 Ur, Herr Ä (Zeil 2) Gebelzeilen. NUN Freitag Abend 6.45 Samstagmorgen 8.— Tarnstagnachrnittag 5.— Barnftagaten^ 6.16 Wochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 6 30 Tesilin-Legen aru. Morgen 4.35 Slrebsamer jünger Mann vorn Banksach, auch WeinövSWs ÄkflSig. ßM 1 BMr blttumg u. Korrsivouv.. ve; herrscht die franz. Sprache , sucht pass.. ' Off. uttt. 25317 ott die (Exp. „ fäx mefatett Gebt», u g. aö. fies 8 ZML Die DanveirsDuie tn BDCDiBeiQ Wucht hat, tn streng relig. Zause, wo Samstag und Feiertage streng geschloffen Lehrstelle gleich welch.Branche. Eintr. spat.Mitte Okt. Off.28275E. Expedient u. Cagerlf( Textil engros, sucht ent- Wicklungsfähige Stellung. Off, unt. 35278 an die Exp. Gesucht per sofort Ausläufer bec Stab fct£>rett {ann, fiic El. KssHW. I§. £?}eirrt>ergßißüiPi. IS Gebrauchte Sukkoh zu kaufen gesucht. Off. unt. 25271 an die Exp. KÖCHIN nur mit guten Zeugnissen in gute Dauerstell'e neben Hausmädchen gesucht. Off. unter 25301 an die Cxped. 8El. ffihfiin mit langjgtzrigen Zeugnissen ßuten suckl Sfefiiung in ruhigem Haushalt. Off. unter 25302 an die Exped. Suche für vorläufig. streng frommes WMiiW Mädchen das kochen k., für in.S-Perf.- Haush. Antritt sof. Refer. erbeten. Zmeitmädch. vorh. Meldg. m. Gebaltsanspr. an Frau Rabb. Dr. Merzbach Darmstadt, Schulftr. 10. Besuch i i hl--*- n*fcnit einer höheren SgüUIS stude« Schüler in orthodoxer Familie, Kleinstadt mit herrlicher Umgebung liebevolleAufnahme Näheres unt. 25311 d. Exp. Suche für meine Tochter, 16 Jahre alt, mit höherer S4ut6Ubtt»8 eine . Stelle tzr Hum SJimfsim uns als feftrmädcfien Kost und Logis im Hause. Moritz, Weinthal Esens-Oftfriesland. Aamiliennachrichlen. Barmizwo: Philipp, Sohn des Herrn M. Weinstock, Frankfurt a. M., Langestratze 24. Synagoge Friedberger Anlage. n*n 'q. ©eburtstag: Herr Saloinorr Hamburger in ÄsgSttffUl ä»i 90- Ätt^iist 10Q7 60. Gedurtstag. Silberne Hochzeit: B. W. Rosenblatt und Frau. Luzern.^_ Suche ein deutsches Svaut&n zu 3 Schulkindern m. Nähu. Kochkenntn. in rel. Haufe Ad. Reichteld, Nove Zämky. Ötth. Sroutettt, Itt $oush. iL ÄrrflEiMstS Mt. LUS llüflÄM sucht Posten l. Deutsch!.. öjö sie d. Hälfte d. Reisespesen bezahlt. Refer. ertteilt Adolf Reichfeld, Adresse bei der Redaktion. Off. unt. 26283 an die Exp. - aKerc/irf; .. Q/zphiscfw lÄunsfansfaff . Pouf Janfce Q m[/- b ■ H FRANKFURT A ■ Qr.Friedber^erstr. Tel. Römer 7707 zu 2 älteren Leuten per 1. September gesucht. Frau I. Blumenthal Ffm., Wtttelsbach. Allee 7. Älteres tsraelit. Fräulein, welch, die Küche selbständig ,Ä, Stell« a.SliilM $ur itt m im. ius^Ufe \ iinlWW rrr Gut empfohlene geprüfte übernimmt 'noch ^Pfleger. Off. unt. N2S9 an die Exp. ^4094462 415563