Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 32 (11.8.1927)
- Date
- 1927-08-11
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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11 August 1927 Der Israeli! Nr. 32 Seite 7 Meister der Thora in seiner Gemeinde, die fein Erbe hütet. Indem der Redner den Charakter des Raw r'XT als n'2-tv zeichnete, schilderte er in geistvollen Ausführungen, zum Teil mit Deutungen des Rabbi selbst, erschöpfend das Wesen der nro-p, die unerbittlich und dennoäj von einer Liebe getrogen sein muß, die den fohlenden Menschen nicht aufgibt. NSN rW ->-^n «r- „$r|jeU nicht die S ü n d e üb er ihn", sondern betrachte den Fehlenden immer noch als einen, der Herr ist über die Sünde und sie ableg-en kann und muß. Mit einem rief zu Herzen gehenden Appell an die Zuhörer, daß sie sich alle als seine Schüler begreifen und in seinem Geiste leben möchten, klang die anderthalbstündige Rede aus fj?^r mit dem STtaariro-Gebete. Donnerstag ehrte Meior Chujim das Andenken des großen Rabbi und feines Ehrenpräsidenten beim üblichen Mis ch n a h l e r n e n des Morgens. Der Hörsaal war so voll besetzt, daß viele stehen mußten. Anknüpfend an die letzte Mischna in zeichnete der Dozent, Herr Redakteur S. Schachnowitz, in gedrängfss die Auf^abe^ die der ^roerie Rabbiner nach <s. N. Hirsch yv> von der göttlichen! Lvrfehung aus diesen heiligen Posten gestellt, hier und von hier aus für das thoratreue Judentum der Welt zu lösen hatte, gab eine Erklärung des Rabbi über die Wichtigkeit von iiv'b und nim Dvp wieder und schloß mit der Hoffnung, daß bei der Pflege des geistigen vrtpn, das dieser jmbv hier errichtet hat, auch das andere von uns in diesen Tagen der Trauer heihersehnte Heiligtum 101272 neu erjiel^en mag. Blumen zu iam w®. Die Blumenaktion des Keren Hathora zu Schabbos Nachmu findet lebhaften Anklang. Es sind Bestellkarten an eine große Zahl der hiesigen Gemeindemitglieder versandt worden. Wer keine Karten erhalten hat, wird gebeten, solche i-n einem der ivret na-chsteh-endsn Gefchbs git ern>crt<!iTr mäfÄhft ällch Ü4 P!?0ö4-!8Illll1öllst?ällßö ausgestellt sind. Konditorei Grünebaum, Hananerlandstr. 4. Papierhandlung Rachelsohn, Zeil 2. Wurstlerei Salomon, Gr. Eschenheimerstr. 19. Der geschmackvolle Strauß wird gewiß jedermann zufriedenstellen. Mw M Bor Dotiaen Man, nurrMn Mch Diesmal die Blumen an jede gervürrfchte Adresse versandt, so daß auch dieses Mal wieder Gelegenheit gegeben ist, Verwandte, Freunde und Wohltätigkeits-Institutionen mit Blumen zu erfreuen. Aus dem Gemeinderat der Synagogengemeinde „Israelitische Religionsgesellschafi-. Bif ßmmömt fat in « MiP nm ffißunm die Beratung des Voranschlages für 1927 zu Ende geführt. Beim „ K a s ch r u s w e f e n " wurde die ausgezeichnete Zuverlässigkeit unserer Institutionen und der hervorragende Ruf, den sie auswärts genießen, betont; es wurde aber andererseits bedauert, daß >es nicht möglich Tflj Lima »mnsiW — m mrfften ®roirmemöen — oder MMüsstsns «im« DallmMrung öts Kafchrusetats zu erreichen. Ein Zuschuß von mehreren tausend Mark ist erforderlich. Es konnte aber nach längerer Diskussion nachgewiesen werden, daß weder eine Beschränkung der Ausgaben noch eine weitere Gebührenerhöhung im Augenblick möglich fei. Im Verlauf der Mreümnoen miirBie Die ftnrepig Mmm m meirtbe möge Lett geseßSLtt!öU4N ÜLNLMvevbdNL Vvöt Mir de re in Frage kommende Instanzen veranlassen, einen staatlichen Schutz des Begriffes mirn nach amerikanischem Muster herbeizusühren, da ja auch in Deutschland die Religionsübung — wie die Verfassung besagt — unter staatlichem Schutze stehe. Es sollte etwas dagegen geschehen, daß viele Unwissende durch Mißbrauch des Wams m MWDW miiiiiD&n. Bei der Position „Synagoge" verättlaßie der Ausgabeetat Erörterungen, ob Ersparnisse hinsichtlich Beleuchtung und Reinigung zu machen seien. Es ergab sich jedoch im allgemeinen die Zweckmäßigkeit der durch Synagogenkomltee und Wirtschaftskommission eingeführ-. ten Methoden. In der Belenchtung werden sich allmählich Ersparnisse durch die Wirksamkeit der eingeführten QaBöatuBren eracBem Allgemein KmSk Skr nnMsst lichö und MbssMMgMw LlWMll MI D «s s c1 m 1111 betrag e beklagt. Man konnte bei diesem Ausfall von Einnahmen daher zunächst auch nicht einer Anregung nähertreten, -die altgewohnte Versteigerung der Mt zw aus abzu schaffen und diese in einem Turnus den Gemeindemitgliedern zur Verfügung zu stellen. Eine andere Meinung ging dahin, daß -eine am Freitag abend in einem Nebsnraurn der Synagoge r>orzunehmende mm hgsssFLN ffirjolfl als Bio Dis« herrge Art haben würde. Beim Sch ule tat wurden Wünsche nach Verbesserungen und Reparaturen im Schulgebäude geäußert. Aus Ersparnisgründen soll nur das All-ernotwendigste geschehen. Man hofft aber mit Bestimmtheit, daß anläßlich der Feier des 75jährigen Bestehens der Real- [äjMß. Me im FMjlM 1925 lüalUünDcn füll,, grästkrk Spenden zu diesem Zwsck -öt'sMZd». Motz vtt TpllpslMk« keitsbestrebungen fand aber -ein Antrag Annahme, die vom Eltevnbeirat begründete Sch u l s p -e i s u n g, die sich für -die Dauer nicht selbst -erhalten kann, in Anbetracht der segensreichen Wirksamkeit diese Einrichtung durch einen lausenden Beitrag zu unterstützen und das entfianbene Defizit zu decken. Edens» kam der Änivag zur Ännohm^, hie r» -n a n s s l d a f it s s 4 clll Ül Beamten in der vom Staate geforderten Höhe auszubezahlen, da diese Bewilligung durch den früheren Beschluß, den Beamten die staatliche Besoldmsgzu gewähren, bedingt ist. — Der Schulreferent führt Klage darüber, daß der Eingang an Schulgeldern zu wünschen übrig lasse. Von mehreren Seiten wurde ein an anderen Anstalten übliches rigorostres Berf-ahr-en gegen MlLv LmpfshlW. zumal sich nachrnoMn Mi, daß es öfters an gutem Willen zur Zahlung fehlt. Es wurde angeregt, das Inkasso durch die städtische Steuerbehörde zu erwägen. Bedauerlich bleibt, daß die Freiplatzst-istung-en, die so vielen zugute gekommen waren, verloren gegangen und so wenige Neustistu-ngen erfolgt sind. Zu ber dringend notm-sn-digsn Erneuerung her fj e t zuugsanlage iD 9 11U f lifl &IP ®8msinderat seine Zustimmung. Er konnte das umso eher, als durch diese Aenderung eine ganz beträchtliche dauernde Ersparnis an Heizm-at-erial h-erbeizu führen ist. Allerdings wurde an die Genehmigung die Bedingung geknüpft, daß diese wesentliche Ausgabe nicht aus den laufenden Mitteln bestritten merd-sn dürfe, sondern ft fj {•f n e iwen liige G ti. m tU e & 11 & 11 D & $ & 01 Wege beschafft werden müsse. Eine längere Debatte knüpfte sich an die Subvention von Mk. 12.000 für di-e Jeschiwa. Es wurde von mehreren Seiten bemängelt, daß das Verhältnis zwischen Gemeinde und Jeschiwa immer noch nicht statutarisch festg-elegt sei. In der klärenden Aussprache betonte man, daß auf jeden Fall diese Anstalt schon deshalb ein morolisch-es Recht auf eine -namhafte Subvention habe btt [U Ur OUuuUtfe iii p«*fßip füi QiMn flusoiDiiflion Unterricht der Jugend im Talmud abnehm-e, der in der Schule in diesem Ausmaße nicht erteilt werden könne. Ferner wird nachgewies-en, daß das Jeschiwakuratorium sehr wohl ein Statut -einger-eicht habe, daß aber über einige die Stellung der Dozenten betreffende Fragen eine Einigung noch nicht erzielt werden konnte. Es wurde sMMn Mi Drinaente Wunsch ausgeWochkn, cs mögt dahin gewirkt wökdött, dSß IU ÖEf JtMlwü ITl Gemeindestreitfragen die für di-e Besucher -ein-er doch von der G e s a m t g e m e i n d -e unterhaltenen Anstalt gebührende Reserve bewahrten und sich jeder agitatorischen Tätigkeit enthielten. Schließlich wurden ö/i2 der beantragten Subvention bewilligt, die Genehmigung der skWHka rfis wtr$ llyMW 8OT(tf Don &er a3toriote eines Me BeziehnngM zur Gemeinde festlegenden Negulatws. Mehrfach machten Mitglieder des Gemeinderats von ihrem Juterpellationsrechte Gebrauch, um sich über die Schritte zu unterrichten, die zur Wiederbesetzung des verwaisten Rabbinats erfolgt seien. Es wurde die Meinung geäußert, daß die endgültige Entscheidung sich doch noch längere Zeit hinziehen könne, unb> da fei es dringend itüiig, ln einet {o großen würdigen Dajan einen jmeik Dajan zur Unterstützung zur Seite zu stellen. Andererseits betonte man, die seiner Zeit vom Vorstand angekündig-ten Maßnahmen in der Rabbinerfrage müßten ohne Zeitverlust getroffen werden, damit im Interesse der Gemeinde eine Entscheidung in dieser wichtigsten Frage möglichst bald nach den mm dtdt fiallen tonnt Die Mlv trer Erregung 8if Frühjahrs emgeheleM BökUhlgUNg läßt Ut HvffNUNg Raum, daß alsdann die Lösung der Frage in einer der großen Bergang-enh-eit der Gemeinde würdigen Weste erfolgen werde, Verfaffungsfeier. t'«n ^fepgen ©^nagoigen mürbe der 93-erfaffungslag vuilh gotteMeustllche Mir gemäß den Anordnungen -der beiden Landesverbände festlich begangen. Vorkrag m der Agudas Jisroel Iugendgruppe. Am kommenden Mittwoch, den 17. August, findet in der Aula der Realschule der Israelitischen R-eligionsgesellschaft, Am Tiergarten 8, abends 8,45, der Vortrag bes Herrn Dr. Willi H n f m a n n über „Warum brauchen miT eine OrgftnlMll MH WfttzMVUS»?" M 2ÖU schließend freie Aussprache. Gäste sind herzlich willkommen. Rheinfahrt der Agndas Jisroel Jugendgruppe. Abfahrt Frankfurt -a. M. Ha-uptbahnhof 6.36 Uhr. Treffpunkt am Bahnsteig 18 um 6.20 Uhr, wo Son-derwagen b-ereitgestellt sind. Sonn-tagskart-en nach Mainz M ferDft m iDfen. Biß MssdüMMi MlMMer trafira sich um i utjr Wiesbaden Hauptbhf., TrambahnhaltLstell« dev Üinis 6. Abfahrt des Dampfers pünktlich 8 Uhr ab Mainz Land>e-Brück-e vor der Stadthalle. Personalausweis ist mitzunehmen. Restauration befindet sich an Bord. Berthold Heß ‘rsr* UnfaiBair ist es noch Mr DUMigkn, Die Mn %mmh däß Mir zwÄ Tage vax dem nalionGM TMue-rrng, am 7. Aw, Verthold Heß i>"7 zu Grabe tragen mußten. Ihn, von dem die Bekannten fügten: Er ist das Leben selbst. Der Ausspruch kennzeichnet sein äußeres Wesen. Immer heiter, immer zuvorkommend-, immer liebens- KstrW/ I? eT std-sm entgegen. Er mar jllllg. Mess CMilschaflen kamca aöei müsi aus Vugmd- -lichkeit, sie entstammten seiner Wgeklärtheiit. Er hatte sich durchgerungen zu jüdischster Eigenschaft, zu nuy in seinen jungen Jahren. Daneben waren die Grundzüge seines Charakters Gerechtigkeitssinn und Menschenliebe. Heilsam für manchen Zweifler war es, zu sehen, daß solches Maß und solche Art von Gottvertrauen und m »iWMosM MM Müll ilm MM Mnslstm ]Ml. Lieüauterkest ftmerPersöttlichMt 4l>k»Mkö MB», Wf011010 instinktiv besonders di-e Jugend, die Gelegenheit fand, chn kennen zu lernen. So ward er Freund mit vielen Freunden, gleichaltrigen und älteren, Freund, Berater und Führer. Er wäre Mann gewesen, in der Oefsentlichkeit zu wirken, seine Bescheidenheit verbot es ihm. In seiner anstrengenden geschäftlichen Tätigkeit fand 'er motu Die Ml mm „Lernen", Dort} Datic er M feiDft immer zu wenig gel-erbt, Uttd hiÄt jöden -üttd-öt'M fü-k berufener. Denen indessen, die ihn kannten, war er ein kostbarer, unersetzlicher Schatz. An ihn wendeten sich 'oft solche, die ihrem Elternhaus verloren gegangen waren; manche danken es seiner aufrichtenden Sorge, daß sie nicht verkommen sind. Die eine Schwäche, die er hatte, war seine allzugroße Güte. Es war ihm schlechthin unvorftolföar, Dajj oin MmA otmos Sofas üMsithWA förait Und trotz seines außergewöhnlichen Intellektes war es für feine Freunde immer eine Schwierigkeit, ihm klar zu machen, daß -er irgen-djemanden mißtrauen müsse. Gewiß war für einen solchen Menschen leine Lebensreise von 32 Jahren Vorbereitung genug, pvpivi» -H2- Das müssen wir als Trostvers nehmen, die wir ihn mit Bar non ijm fo oarüMiH goMton nnB DcißDrion Gattin, den fo treu behüteten, zarten Kindern, dem so verehrten Vater und geliebten Brüdern und Schwestern betrauern. Möge sein nvtden Seinigen und uns beistehen. n"3s:m Jüdischer Turnerbund Frankfurt a. M. - Die Turnkurse für alte Herren und Zöglinge finden ab Donnerstag den 11. 2tugu|t niefjt nreyr irr der D-entfcyhetven-Mittelschule, sondern in der Turnhalle ver Annäschule, Rechneigrabenstraße statt. Sämtliche Kurse haben wieder begonnen und bitten wir um zahlreiche und regelmäßige Beteiligung. Eine Kefirkuranstalt. Unter Aufsicht und ritueller Veran-troortlichkeit des fiüFFn 3ttßl Jalsn. SranftUFi a. M., ist in mMs? Skbl, Günthersburgastee 19, Tel. Carvlus 47 421, die erste K e f i r k u r a n st a l t errichtet worden, die -eine von zalhreichen Aerzten oft und -tief empfundene Lücke in der diätetischen Versorgung Frankfurts ausfüllt. Die Kefirmilch der neuen Anstalt ist von Herrn Geheim-rat Prof. E. von Noorden geprüft und durch gutachtltff)e neußerunotn; Die uns irn original vorlrsgsn, sufs wäsmst-s smpfsh>l-sn worden. Die Herstellung erfolgt unter Wahrung aller hygienischen Kautel-en, so daß anzunehmen ist, daß die meisten Aerzte von der günstigen Gelegenheit, ein wertvolles diätetisches Mittel anzuwenden, Gebrauch machen. Kefir kann -auch in allen den Fällen zur Verwendung kommen fauch bei Gesunden), in denen Milch angezeigt ist, jedoch mögen il^res Gescymnckes abgeleynt mirb. Darüber hinaus kommen dem Kefir noch befondet-e Wirkunge-n zu, sofern der eintägige Kefir rasch abführend wirkt, während der zwei- und dreitägige Kefir bei Durchfällen a-ngezeigt ist. Zahlreiche Aerzte halten Kefir in vielen Fällen für viel geeigneter als das beliebte Joghurt. Verelvskslkvdkr. Verein Aiekor Ühajim, Samstag vorm. nach^Schlutz der Synagoge, Herr Dr. Elieser Posen. — nachmitt. Uhr, KT5». Herr Dr. Willy Hosmann. Samstag abend 1 Stunde vor Nacht .Midrasch", ^err Oof|er. (Alle Schlimm rote Üblich). Agudas Iisroel-Iugendgruppe. (Das Lesezimmer ist geöffnet: Sonntag nachmittag von 3-10 Uhr abends. Montag—Donnerstags abd von 7-10 Uhr, „atf vorm, von 10—1 Uhr, nachm, von 3 bis 10 Uhr). (Alle Schiurim wie üblich) mim mm raw jinnxi freitag Abend 7.10 amstagmorgen 7.45 Samstagnachmittag 5.— Samstagabend 8 40 IVschsnAsttssbisnft: Morgens 6:10 KachnüttstzZ T»— Tefilin-kegen am Morgen 4.05 Briefkasten. S. I. G. Berlin. Hier in Frankfurt wird nur bis zum 17. Tamus gesagt. Wo dieses auch am lim naisr ina a“”* Gebete und darf gesagt werden. M. H. Oslo. Betrag eingegangen und vorschriftsgemäß verwendet. Familiennachrichten. ©4fciirl4it-- Lirrs TschW.: üstzM LsWg»« und Frau Hedwig geb. Wertheimer, Flehingen. Barmizwo: Siegfried, Sohn des Herrn Joses Baer, Halberstadt, Roonstr. v. i&m rat^- — Walter, Sohn des Herrn Eugen Levy, Ladenburg a. Neckar. 1ön3©eburt5tög: Frau Adele Gittler Wwe., MNiMtt s, Ml 641. jrfert am Samstag, v«n 12. August ihren M. GebunZmg.