Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 31 (4.8.1927)
- Date
- 1927-08-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2446951-2450442-2450473--74216-2531675- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
§8. JähMNS. a. m. 4, August 1927 e.M KM Nr. 31 Begründet von Dr. Lehmann tn Mainz. Abonnement ab Januar 1824: Deutschland 1 Gowmark monatlich;ÄüStanbr Bietteljahrpreise (entsprechend dem deutschen Inlandspreis zuzüglich,Kosten des Streifband-Versandes) Deutsch-Österreich: Schilling 6.—; Amerika 1 Dollar; England 4 sh.: ab 1. Juli Frankreich 28 Fr,; Belgien ab 1.7.27.Belga6; Holland 3 fl.; Italien ab l. 7.37.18 Lire; Jugoslawien 68 Dtn. : Litauen 7.6V Lit.; Rumänien ab 1. 7. 27. 180 Lei; Polen 4 deutsche Goldmark zum Tageskurs oder? Zloty. Schweiz 6 Fr. Tschecho-Slowakei 38 Kronen; Ungarn 6 Pengö; Dänemark 8 Kronen Norwegen 6 Kronen; Schweden 8.80 Kronen. Einzelnummer dreißig Goldpfennige. . 40 Gokdpf. für die stelengespalte^L Stellengesuchen und Familtenanzetge« nur 30Pf. Textseite 1.80 Mk., vorletzte Textseite 8.— Mk.; Ehiffregebühr in Höhe eines dopp. Fernbriefportos. Rabatt «ach Tarif. Bei laufende» Inferataufträge« tarifm. Preiserhöhung tederz. Vorbehalt. Jnseratenannahme durch den Verlag des Israelit G. m. b. H., Franks, a. M., Gr. Eschenheimer Straße 33, Tel. Hansa 6848 sow. durch sämtl. Annoncen-lseped. des In- und Auslands. Alleinige Jnferatenann. für Franks, »eschäftsanz.: Jul. Schmidt/Langestr. 7, II, Tel. Hansa 4641. Platz vor, chr. ohne Berbindlichk. MÜWM mm SN m SfflSff WarWM mst mmi - su. via m xz-*rs Bukarest - Filiale Des Wirnsr 'Hgnkvervtn? m Agra«. — sLSiHtMLW fm älls ans Dü 3rranZfuct <a»ain:) 19802. — Süugecbeu» M - Sid&fMiö! - WsWg Charakter, Schuld und Schicksal. Dreimal geht durch die jüdische Geschichte Her na'8-Rus, zu verschiedenen Zeiten, von ver- WMnm MrkM in fmneauf gestoßen. Mo ses klagt: MN NS'«;,Wie soll ich allein Eure Mühe, Last und Zank tragen?" . Jesajas mahnt: rur>n nz'H rwtb „Wie konnte zur Buhlerin werden die Stadt der Treue, voll der Gerechtigkeit?" Jirm q j a Q u meint: m iiii nn'K r;M Mt mm einsam und verstoßen die Städt, kölch SN Volk, Herrscherin unter den Völkern?" Moses sieht ein Volk im BZerden, im Sturm und Drang jugendstärken Aufstieges, einer .schweren Vergangenheit entronnen, großen Zielen entgegenstrebend, wachsend mit seinen großen Zwecken. SÄn na'8 ist Ruf des Bangens, aber «rßk Mil, vM loDoi oter map. MH ist das Volk und vielerlei feine Wünsche. Und der bunten Vielfalt seiner Menschen, Meinungen, Wünsche und Willensneigungen gegenüber fühlt sich Moses, der Mensch, nicht stark genug. Die Sterns a m Sy'x m me[ bezeichnen den Weg und den Glanz Uefes «Beltes» ÜQmf jeder hat seine eigene Bahn, fein eigenes Leuchten. Die) v i e len Einzelnen, jeder stark im eigenen Wollen, prägnant in , seinem Wirkungsbereiche, wie dev Himmelskörper, in tsinsrn Heuchtkreise, machen dem Führer schwere ■'! SMÜ BMJM na*? «M. Zu dem Sternensegen muß des Segens zweiter. Teil. noch hinzukommen, wenn sich dieser nicht in Fluch wandeln soll, der Vergleich mit Sand und Er.d e, da,wo.die kleinsten Atome durch festes ZufammenöartBn Ml m Ganz/Z. Gkötzks, Me st e s, eine , ü n v e r b r ü ch l i ch e E t H h e i.t bilden. -D3D ' ÖD’ty' H, rjvl'i ‘ . : Es muß zu dem Segen,, der nach oben weist, noch dev andere hinzukommen, auf daß der ZsngkTkgen in iKrsst ünd WMnns Wst *?!? ^ch vvrüüsgösägt ist. .nab. nan ivrra vanx -sia'i Unbeugsamkeit, ja Hartnäckigkeit,MVp-kann Eharäktergrötze, MärtyrermM, Glaubensheldentum fein, wenn die in dieser Eigenschaft des Gottesvolkes wirkende Kraft von ihrem Urquell gmäPt ist. Dnrnm MUß Mas Fuhmmorl voll der „Unerträglichkeit der Mühen und Lasten der Führung" nicht unbedingt ein Tadel fein. Es ist 'damit nur der eigene Charakter des Gottesvolkes gezeichnet; die Sorge flieht aus dem Gedanken. an das, >was zwischen Hammer und Amboß der späteren Geschichte aus diesem Material geschmiedet werden kann. Daß Israel stark ist MllMMlliW- WM MUMME es'ja feine Thora. qn pty» ■’isa nmn mna na ’isa „Wie aber, bangt sich der Führer, soll ich es allein tragen"; später, wenn das Menschliche in, mir dem Gesetze der göttlichen mim vmallsn unD nur mm uull Gesetz. Sk? handhabt von Menschen, die ich noch nicht söhö, ihnen voranschreiten? Wie sollte es dann werden, wenn widrige Umstände, unwürdige Führer, diese Kraft in fremde Kanäle ablenten?- , Jesajas erlebt es, was des ersten Führers banges Ahnen war. Sein nam zeichnet schon SiM f|ulD. (lg Ist DK -MIMWM, BES Sehers, der eine lichte Welt zusammenbrechen sieht. Neun Jahrhunderte etwa trennen zwischen Moses und Jesajas. Dazwischen liegen Einzug ins Heimatland, das Aust und Ab der Richter- und Königszeit. der trennende Riß zwischen Su&a mch DsrmI, Ii4 Zuckungen zwischen Verfall und Erhebung in der Zeit der letzten judäischen Könige. Er sieht Samarias Schuld voll, und dessen Zerbrechen an den eigenen Götzen, die es sich aus Stein und Holz gefertigt, er sieht weiter auch Jeru- Fäll Im uäHßsrlZMzH ZLUMM., NW so sehr der Fall der Wälle, 'der Hall der inneren Festung, des Rechtes, 8er Liebe, der Gottesnähe schmerzliche, anklagende ist es, na»K der ihm das abringt. Die Linie ist bei allen Windungen in' denneun IüWUWMeU WWkN M8 M« UNö UM NS'll klar und überstchllich geblieben. Er Wt MtzM Uebergang, keine Entwicklung in Höhe öder Tiefe, er sieht nur Extreme, er sieht nur . ein Oben ö d e r ein. Unten, eine H i m m e l s h ö h e oder eine Kluft und dazwischen nichts. „Wie ist gut V m I e r ,t rt gemorben die <S i <t b t" b e r Tr eue und des G-taubens>! " mH ma«2- Gestern Noch „voll des Rechtes, Züfluchtsstätte der Gerechtigkeit" pix vsva mu^a na stb' und heute schon eine M ö r derhö h l e amirna NNV1- Auch im Geistigen gilt' das' Talmuöwört: vNDai p'ttb nx v'biV v'bix anva nm is rnr bttt I . „Sie .stergen zur S i e t n e nhohe hinauf öder sinken bis zum St au b e." — Iirmejahu beweint em Schicksal, das Möses ahnend befürchtet, das Jesajas anklagend voraussieht. Es ist die Klage des Vaters, der, nachdem er genug gemahnt und gewarnt, nun, da in Mißachtung seiner väternur noch das Unglück steht, nur noch Tränen und Trauer und Klage hat, kein Wort der Anklage und Schuldigsprechung mehr. Mit diesem na naV' nam kann aber rücklliusltz biss Wendung ^um beginnen. Wie es dröillNWtz Tom ßiDt, so auch örsisFÜl Tra- Bileam spricht tij sn- Moses singt 12N2' i T a '> Und dazu die sinnige und tiefinnige Bemerkung der Midraschweisen: aaaw avbaa 7iai l.raTa rrbi 'iai n^aa s1? .siaw' naab Ja, das blleämitische ina trifft unfern eigentsickssn <£barafter bis ins lebte. Allein mtb (IHjtil »«i«,[ ß 11 > . anders und d e s s e r und höher als die andern, „ohne mit den Gesetzen für Steigen und Sinken anderer Völker rechnen zu müssen", so steht Israel, lehrend und wegweisend, eiü im da. Dsnn ksm JikMMPü auch i lm r u f der B e w u n d e r u n g werden für ein Volk, das seine Ausgabe in der Geschichte in seiner ganzen Tiefen erfaßt und erfüllt und dem höchster Lohn winkt nach der Verheißung des ersten Führers. türm' rn n Dann ist iia kein Schicksalswort mehr; es bezeichnet in seinem dreifachen Sinne, nach seinem dreifachen Gebräuche im Munde von Bileam, JirmejahU und Moses: Eh ar a kte r, Leistung und Verheißung. U-ochsnrundschau. Nationaler Minoritätenschutz und Züricher Konferenz. Wir haben üüswahrend der letzten Monate n»fssbssr^r»st mit be*r; oon amerikani^^-^ionistii«1>er Seite geplanten Minyrilätenschütz-Kvnf e r e >n z beschäftigtdie ursprünglich nach Genf