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Der Israelit · 1927-07-14 · Heft 28 (14.7.1927) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 28 (14.7.1927)
Date
1927-07-14
Page
– (sequence 7)
Language
German
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14. 3ult 1927 Man Lehnt die Kinderspeistmgen ab, weil die Talmud- Ttzora-Schulen und Jeschiwds, die die Kinder besuchen, akiAsblich pSr^Mrsch seien. Als ob Himger eine Dache der Partei wäret «>«r NöM, KUH die D t u d e n t e n k ü ch e n zu unterstützen, vorausgesetzt, daß sie rituell geführt werden. Herr Lewin bespricht noch ferner die Gründe, warum die Orthodoxie die Unterstützung der Arbeiterfonds in Palästina ablehnen mußte, dabei die Liebe der Orthodoxie und ihre WM süs kill s Ü p s s « s «§r^ ^isroel Wonenb. Hu einem Beschlüsse küln öS in diöfsr Sitzung nicht. Brief aus Lemberg. Kaschrus — Wahle« - Aguda «nd Bes Jaako« — ■ SobesfoH. - Lemberg, 3. Süßt Mit dem Kaschruswesen war es in Lemberg in letzter Zeit nicht mehr am besten bestellt. Noch schlimmer stand es mit der Sab bathe iligung. Es. ist so weit gekommM, daß Bäcker und Metzger am Sabbat backen und Fleisch aushacken. Daß manch einer dann CchM «M? ging Mir M Mm Mandat auit Ms Speisegesetz als aufgehoben erachtete, ergibt sich von selbst. Eine eigentliche Aufsicht unter Verantwortung des Rabbinates gab es nicht. Die sogenannten traaiu standen den Metzgern, die nicht immer guten Willens sind, machtlos gegenüber, Nun soll eine Wendung zum Besseren elnrreten. und zwar auf ärtiiürtttte des Vereins mn drriDi nnn» Der Dos Gewissen W SsmrmW gü wecken als feine Aufgabe betrachtet. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Wohl, der zugleich Vorsitzender der Kultussektion im Kahal ist, wandte sich unter Klarstellung der unmöglichen Zustände an das Rabbinat, mit dem Erfolge, daß Oberrobbiner Brau de die vor Desüin gu einer gelä^i BU §MM Ritualaufsicht wird nun in die Hand des Rabbmats gelegt werden. Höffen wir, daß damit nur der Anfangs gemacht ist, denn es ist noch vieles zu bessern, auch in Bezug auf Sabbat und Mikwoh. Dis Wahlen für die jüdischen Gemeinden werden auf §rm!? mi§ M MrnölM und Provinz vor sich gshen. Ob die neue Wahlordnung gut oder schlecht ist, darüber zu streiten, ist müßig. Die Tatsache ist da und ruft alle gesetzestreuen Elemente auf den Plan zum Kampfe gegen die Faktoren, die am Werke sind, die neue Ordnung für ihre Zwecke auszumM». MW naxf m ln Mein MüMMlMM ir grüßen, daß die galizische Orthodoxie im „Lembergek Wochenblatte" ein gutes Organ hat, das zur Sammlung und Aufmunterung sein Bestes beiträgt. Erfreulich ist die Mitteilung von der Gründung, einer „Benot Agudas Jisroel", mit der Aufgabe, Kenntnis der jüdischen Lehre und Begeisterung für dieselbe in die Kreise unserer Töchter und Frauen zu tragen. Diefmi AäMUMs hmt m mmetetintitr ßeiirÄ mit Kursen auf allen Gebieten des jüdischen Wissens. Auch die Beth Jaakauw-Schule tut ihr Bestes zur Lösung des schwierigsten aller Probleme, des Problems der Mädchenerziehung in Galizien. Einen fchwsrsn Perlust erlitt Lemberg und das thoratreu« ©aXt&ten mit dem Hklmgans? WgjZWig Wolf S chön bl um. Der Verstorbene entstammte dem alten Thoraadel der Stadt Lemberg ,war selbst als großer Thoragelehrter geschätzt und widmete sein ganzes Leben der Lehre und jüdischen Wohltat. Wie eine Säule aus alter Zeit ragte er in das neue Lemberg hinein. J’ftn SCnöenSen in «m«m Neuerstarken bss J£i= ÄfSM MvML ausmütttn. De r Israelit Moore, Drummond Shields, Sir R. Gower und Sir R. Hamilton unterzeichnetes Schreiben, in welchem sie der' Anregung' Finburghs zustimmten und erklärten, die »MW Miwfä mm mrrnuif MM «MM M haben, und daß der Entwurf in dieser verbesserten Form bereits angenommen worden ist. Bekanntlich hat das Unterhausmitglied NoelBuxt o n eine Bill betreffend Verbot des betäubungslosen Schächtens auch für das englische Parlament entworfen. Gegenüber bett Psmühungsn dsr Unterbausmitgliieder, Major Salmon und S. Finburgh» MäUfei anzufügen, daß nach jüdischem Ritus das Schächten ohne vorangegangene Betäubung gestattet sein soll, blieb Mr. Buxton unbeugsam, woraufhin diejenigen Grippen, die früher seinen Entwurf unterstützten, erklärt .fyxben, iw* Vuxton^Vill abzulehnen. Die Verwaltung Palästinas. London, 8. Juli. Der britische Bericht über die Verwaltung Palästinas und Transjordaniens im Jahre 1926 an die mmmmiffion Ms möittitnnues Iff nun M Weißbuch erschienen. Die wirtschaftliche Lage wirb als ungünstig geschildert, die V e r w a l t u n g hätte aber große Fortschritte zu verzeichnen. Die Staatssinanzen sind befriedigend, dank dem jüdischen Kapital, Ende des Jahres wurde ein Ueberschuh von Lst. 4.0S4.S54 erzielt. Es wurden Anleihen und Vorschüsse gewahrt. Dir Sage Im U ttI-?** 8|flW lift NÜN der Notwendigkeit der Trennung der arabischen und jüdischen Schulen bedingt. Der Notstand unter den jüdischen Einwanderern hat sich durch die gesteigerte Arbeitslosigkeit vermehrt. Die von den Zionisten singeleitete Notstandsaktion reicht nicht hin, der Not &?FT gw rdevUll M Mi RgglLMW llM um Mk M gesucht. Erfreulich sei der Geist der Standhaftigkeit und Entschlossenheit, die schwere Zeit zu überwinden. Grund für allzugroßen Pessimismus hinsichtlich der Zukunft sei nicht vorhanden. Die Politik der Regierung in Palästina ziele darauf, alle Einwohner des Landes, ohne UlMMkV Ml NW UMMMlli Gleichheit zu bangen. 13 081 jüdischtz EMwülLvrer kamen 1926 ins Land, 64.000 Dunam Boden wurden von jüdischen Käufern erworben. Der in jüdischen Händen sich befindende Bodenbesitz in Palästina beträgt gegenwärtig rund 250 000 acres. Der Bericht spricht auch yjjj Jjjj 93^Tt^aTtS>turtg«rt üb«r die JCfttliwiIntt« her atn-eri«, kamschött JudenWt an Der Jewish Agency. Nr. 28 Seite 7 der inneren Stadt verlegt werden muhten. Die O m a r - Moschee hat schwer gelitten, ebenso das Regierung s ged ä u de. In der Umgegend von Jerusalem S)ötJw O I i d«t unb fya-ri betrofseu, wo man bis jetzt 8 Toto zählte. In heiDen OM schäften wohnten keine Juden. Schwer heimgesucht wurde die Gegend von Nablus, dem biblischen Sche chem. In der Stadt selbst hat man bis jetzt 20 Tote aus den Trümmern Herausgeholt: die Opfer in der Umgegend sind nach der Zahl urch Mt ftWDllk. M dflinantfliißrroloinft soll stark gelitten haben. -In Jaffa, Tel-Awiw, Haifa und Liberias spürte man vom Erdbeben wenig, auch sind die jüdischen Kolonien fast vollkommen verschont geblieben. Es scheint, daß die jüdische Bevölkerung auch in AWlM k8w MMstS MWM W. 3m MMU Mi tragt die Zahl der Toten in Palästina 250, der Verletzten 500. In Transjordanien gab es über 500 Tote. Ssh«»eiz. Das Memorandum der aschkenasischen Gemeinden in Jerusalem vor der Mandalskommisfion. Genf, 11. Juli. taüü Um Slrttm Mr grau UBidUU, üir m? treterin Hollands, über den wir in der jüngsten Nummer berichteten, wurde von der Mandatskommission beschlossen, die Erörterung über die Petition der aschkenasischen Gemeinde in Jerusalem so lange zu versch leben, bis die neue jüin lögIöftina in rast getreten i st . England. Beseitigung der SchachtverbstsZefshr such in Schottland. JJontsn, 8. Saß. Qzlzrvcl Moore und mehrere PoüLker Schottlands haben eine DÄ eingebracht, nach der das betäuüungslose Schächten in ganz Schottland verboten werden sollte. Das jüdische Unterhausmitglied S. F r n burgh mmz sich rtt m WMMWMl VÄMkr mit Mm Mk suchen, der Mll eine Klausel anzufügen,!>aß bie Schaltung nach jüdischem Ritual von diesem Gesetz nicht betroffen wird. Mr. Finburgh erhielt ein von Colonel Erdbeben in Palästina. Scrujotsnt, 12. Juli, Telegramme ällS WISMM WIÜM VM LMM schweren Erdbeben, das sich Sonntag nachmittag in Palästina bemerkbar machte. In den Vorstädten von Jerusalem find mehrere Häuser eingestürzt. aus dem Oelberg wurden mehrere Personen unter den Trümmern begraben. — In Jericho stürzte ein Hotel ein, wobei drei T o u - t j ft e ums ß -e £> e n t -cc m e rt. Irr T r <r rr s j o r o a - w Ütt iLllsn 300 MMfPSll wm BiDin gctamncn sein. * * Weitere telegraphische Berichte aus Jerusalem melden: In der Altstadt dauerte das Beben eine ganze Mi- UUfö UJ|$ -eine 2tnga^I uou Hausern, zürn Ernswr-z. ES güS 26 Tow UNO 30 SaWcrvcrlWL. Sie Gebäude der Hebräischen Universiiai wurden so schwer beschädigt, daß die Vorlesungen in ein Haus Der Streik der hebräischen Lehrer in Palästtna. Jerusalem, 8. Juli. Ärn den 7. Juli, traten | äm 111 ä Lehrer an den SchUlö« dök ZiMiMHöN EWlMue in den Streik. Sie gaben als Grund an, daß sie seit Februar die Gehälter nicht ausgezahlt erhalten haben. Der Unterricht an den Schulen ruhte vollständig. Heute, den 8. Juli, wurde an allen Schulen der Unterricht wieder ausgenommen, .und zwar infrlzr tm MMilllMWttM Mi DräMMh Mb M88 Leumi. Die von der Zionistischen Exekutive eingesetzte Kommission, die die Frage der Gehälter der zionistischen Beamten in Palästina im Zusammenhang mit der Notwendigkeit, Ersparnisse zu machen, zu studieren hatte, hat Ihra MM WkiiMl unö Wkk Kk8S«MmsM kutioe unterbreitet. Die Kommission schlägt vor, 42 Beamte in den verschiedenen Kategorien zu dispensieren und die Gehälter einer großen Zahl anderer Beamter beträchtlich zu reduzieren. .. Die Kommission hat auch eine definitive Gehälter- •aus<jear&eitet, nacf; ber nunmehr verfuhren merben sölltö. Die Zionistische Exekutive und die Entweihung jüdischer Feiertage. Jerusalem, 25. Juni. UM MjllWMM WsWl! pn Ziomsttschen Exekutwe und döS Jüdischen NattDNaljDNDS einerseits und den Obernrbbmern Kook und Jakob Meir, den Rabbinern Margulies und Berlin, sowie dem Maler Hermann Struck andererseits, die das religiöse Leben in den jüdischen Kolonien zum Gegenstände haben, werden fortgesetzt. Die Exekutive und die Leitung des Jüdischen Nationalfonds verurteilten die vorgekommenen Fälle ÖfffnififB'ff jübijk^er ^elertage in auf bem Vödött dös Jüdischen NaüonalsonDs erräytetM Kovmim aus das Entschiedenste und stellten strengste Maßnahmen in Aussicht, damit in Zukunft solche Vorfälle nicht weiter sich ereignen können. Anlaß gaben Vorfälle in Ksar Ezekiel, En Charod und Balfouria zu Schewuoth. Kumattien. Ueberwälttgender Wahlsieg der liberalen Partei. Bukarest, 8. Juli. Die gestern in Rumänien durchgeführten Wahlen zum Parlament haben zu einötn überwältigenden MM ftSÜ B8m MMssi?rfr«sidenten Irolianir Fesührten liberalen Partei geführt. Obwohl das Endergebnis noch nicht vorliegt, glaubt man schon heute, daß die Wahlen einen vollständigen Zusammenbruch der beiden von Cuza und von Codrecmu geführten antisemitischen Parteien erbracht haben, die wahrscheinlich kein einziges Mandat errungen haben. Auch die Partei Aorrescus, der währsnd seiner Minrsterpräsidentenschaft alle demoumfan \i (4? mimm W. tim ohne Mandat. Die Wahlen gingen überall ohne Störung vor sich. Mit der siegreichen Partei Bratianus war dir Union rumänischer Juden bei den Wahlen verbunden. Ebenso bie Jüdifih-Äiberalen in ber SBufotattUl. Die Übrigen jü- ÜlslykN Pllincicn WgkN gum Mil mit ve" Mnl»er^eüen, zum Dell mit anderen Parteien in den Wahlkamps.

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