Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 28 (14.7.1927)
- Date
- 1927-07-14
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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68. Jahrgang. Frankfurt a. M., den Mfhis Abonnement ab Januar 1834: Deutschland 1 Goldmark monatlich; Ausland: Bterteltabrv-Lise (entsprechend dem deutschen Inlandspreis zuzüglich Kosten des Streifband-BerfdlM MIBSffllifÜSßrri?^?rtca * Frankreich 25 Fr.; Belgien al> 1.7. zr. Bclga ö, Hvllsnv s t¥>«i- “ ”■ i" üi-«; Jugoslawien 69 Din.; Litauen 7.6V Lit.; Rumänien ab 1. 7. 27. 150 Lei; Polen 4 deutsche Goürmark zum Tageskurs oder 7 Zloty. Schweiz 5 Fr. Tschecho-Slowakei 39 Kronen; Ungarn 6 Pengö; Dänemark 8 Kronen Norwegen 6 Kronen; Schweden 3.50 Kronen. Einzelnummer dreißig Goldpfennige. Der Israelit erscheint jeden Donnerstag. Inserate 40 Goldps. für die stebengespaltene Nonpareille-Zeile. Abonnenten zahlen bet Stellengesuchen und Familienanzeigen nur 80 Pf. Die 78 mm Kreits Mekka«»ereile ♦ letzte Tertseite 1.60 Wik., vorletzte Textsette 3.— Mk.; K8MM? tn fiflfe mti DDOfl! TOEIlBffSftSfffifi BKSS ^ei Jnkerütüüfträse» tarifm. Preiserhöhung jeverz. vorvehllll. Snssratrnimnnhmr ytzrch Berlag des Israelit G. m. b. H., Franks. a> M., Gr. Eschenheimer Straße 33, Tel. Hansa 6843 sow. durch sämtl. Annoncen-ExpeK des In- und Auslands Alleinige Jnseratenann. für Franks. Geschästsanz.: Jul. Schmidt, Langestr. 7, ll, Tel. Hansa 4641. Platzvorschr. ohneBerbindlichk.- Agram Gerichtsstand Sermon Veetags-AKttengefeUeKast Zrankfurl am Main. Avoße Lsekenkeimevftraße 23. soeben erschien » 3m Dienste dev Derfieissung \ von Dp. Daffian Dipn^aum. 3m Oie Inhalt: Lin Schicksal. — Auch wir so vorlaut? — Auch wir fojicMt? Dienste der Verheißung. — Voraussetzungen. —I.Verländlichung. Allgemeinde. —Wer<!Veg. preis Alk. 3. Zu beziehen durch ckll^ LössSkSN SuchhanAungön sowie7 durch den Verlag. fimnfifurl a, 1H« LseKerrKermevsßv. 23 Hepman-Dsplag. »lsiis«ai (Söai!afta)isc>a)^>s»a<*SKB&S)(Boais«a)(B«ai Das KGvvleiy. Von Kabius Schach. Ob wir Juden eine Nation oder eine Konfession bilden, — darüber zu streiten, ist heute glücklicherweise unmodern geworden. Im Grunde haben sich über dieses Problem nur solche Juden den Rops gerdrocden,!ie l H t llll 3U» dentum leben. Wer mit dem Judentum vertraut ist, weiß, daß wir weder eine Nation noch eine Konfession im üblichen Sinne sind. Das Judentum ist seiner inneren Bestimmung und seiner geschichtlichen Entwicklung nach ein eigenartiges MnlDß unD Mt sich mit unten nm cfjen. Das Judentum ist Lebensgesetz — für den Einzelnen wie für die Gesamtheit. Daher ist es auch sehr schwer, zu entscheiden, wer zum Judentum gehört und wer nicht mehr. Eine Religion, die fast ohne Dogmen ist, kann schwer die Grenzen ziehen. Schon halachisch hat kn NHtttätt UM LllLgüdühnt und die Zugehörigkeit zum Judentum an nur wenige Kardinalbedingungen geknüpft. Im allgemeinen wird man einem, der behauptet, jüdisch zu fühlen, Nicht das Judentum absprechen dürfen. Aber diese Bedingung ist unerläßliche Voraussetzung. ErnintzNTskl8?kgllrrn?g2hsfsil(""tz sich als Mitglied der Gemeinschaft rechttett. Völlig absurd ist es, einen, der nicht Jude sein will, mit aller Gewalt zum Juden machen zu wollen. Und das geschieht heute leider fast täglich. Es gehört zu den ständigen Erscheinungen, daß eine sich WW lMlMllSk Pr?ss? gwangsweise jüdische Größsn macht. Natürlich nur nach mm Tode. Denn im Leben fürchtet man, daß sie dagegen protestieren könnten. Die Sache ist aber dadurch nicht weniger unsinnig und widerwärtig, daß die Objekte sich nicht mehr wehren können. Als Walter Rathenau vor 4 Jahren durch feige antisemitische Mordbuben umgebracht ifi (4i ist ja lMgikamW. sink Mo mtu semiten in manchem öas Jüdische hassen, das längst gewichen ist), feierten ihn viele jüdische Zeitungen als Stolz und Zierde des Judentums, und unzählige Spalten verkündeten seinen Ruhm. Nun war Walter Rathenau gewiß ein feiner Skülkr Md Froster ^siolitiker^ ein ^rosier Jude aösr war er sicherlich nicht. Cr hat'sehr oft Schlimmes, aber sehr selten ein gutes Wort über Judentum und Judenheit geschrieben. In der Jugend zum Kreise Maximilian Hardens gehörig, war er von der Mentalität eines Renegaten