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Der Israelit · 1927-07-07 · Heft 27 (7.7.1927) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 27 (7.7.1927)
Date
1927-07-07
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Sette 14 Nr. 27 Der Israelit 7 Juli 1927 auch in den Jahrhunderten drückendster äußerer Not nicht zugrunde gehen würden. Fast 60 Jahre lang war es R. Aschi zu wirken vergönnt und krsrlMlZ m Sen NMlMlNlUlWlNMlrm. mo W Feldärbert ruhte, und alles in das Lehrhaus strömte, in den Kallamonaten Adar und Ellul nahm er den ganzen Talmud gründlich durch, und konnte manche Traktate sogar zweimal behandeln. Noch ein siebentes Geschlecht von Amora-im reiht sich den anderen an, von dessen Vertretern wir wenigstens erwähnen wollen: Mar bar Raw AW UM «Ui I8US{88$, WZ WmÄ; II., den Neffen des oben erwähnten älteren Rabinah, dessen Aussprüche oft schwer von denen seines Onkels zu scheiden sind. Sie alle wirkten in Sura. Mit Rabinah H., der uns als Sauf Haurooh, d- ). «ls der leM, gjjs ZkMS MMWer TW dition Aussprüche überlieferte, geschildert wird, schließt die Reihe der Amoraim ab. Er starb 499. Die nach den Chachme Hatalmud wirkenden Gelehrten, die Saboraim, Meinende, Erwägende, Nachdenkende, die wohl deshalb so genannt werden, weil sie nicht auf Grund direkter UeberlieserrrnH, sondern eigenen NachdentW§ llllö den tainuwWen Moff bsspruHsn, sind m stgsntlrchen Vollender des Talmuds, denn sie machen hie und da noch Zusätze und Bemerkungen, glätten unebene Stellen oder fügen manchmal die halachische Entscheidung mit den Worten Wehilchesso keraw Plauni hinzu. Ihr Wirken fällt in die erste Hälfte des 6. Jahrhunderts, Ganz frei von Qu± feiten ifi her ZaimuW^t auch nach ihnen nicht geblieben, doch sind es nur einige wenige Stellen, an denen die Randglossen der nach den Saboräern lehrenden Gaonim — mehr durch Versehen der Abschreiber als mit Ävs.cht — in den Text hineingeraten sind. Meieftf ist m mir gslungsn, msnchM eine kleine Anregung zum eifrigen, gründlichen Lernen des Talmuds, dessen Wesen sich nur dem tiefer Schürfenden in seiner ganzen Schönheit offenbart, zu geben, denn Haphoch bei, grabe darin und grabe darin, denn alles ist darin. Und es ist ja kern großes Opfer, das wir bringen, fflMTl w>? ISMÄ llBUH, HSte.es irr Mrasch zu Schirhaschirim sagt, indem er das Gottesgesetz mit einem Apfel vergleicht: Wie der Apfel, der überall für weniges Geld zu haben ist, obwohl man ihn nicht ißt, durch Geruch und Farbe erfreut, so erfreut die Thora auch den, der die großstt EchtvtMMsien intern fie Soiies $eil aus die Welt bringt. Sorgen wir, daß der erste Teil in Erfüllung geht, dann wird auch der zweite Wahrheit werden! (Äkten aus den jüdischen Gemeinden der Grenzmark). Die vom Gefamtarchiv der deutschen Juden unternommene Aktion zur Sicherstellurra der Akten ans Den WWM MWiNhW Bl! BlUtWtt Grenzmark ist jetzt zu einem guten Abschluß gekommen. Es ist dem Gesamtarchiv gelungen, aus einer Reihe der wichtigsten, bezw. der am meisten gefährdeten Gemeinden dieser Grenzgebiete die Gemeindeakten zu erlangen. Die neu hinzugekommenen Bestände sind teilweise sehr umfangreich und gehen mit ihren Nachrichten mehrfach bis in das i8. Jabrhundert zurück. Die mmm mm mr mmmw unD Wmiiö»- geschichte wichtigen Materials ist dem Gefamtarchiv durch das Entgegenkommen der Gemeindeverwaltung und durch die unermüdliche Mitarbeit des Herrn Rabbiners Reufeld in Elbing ermöglicht morden. Die Neuerwerbungen bilden eine erfreuliche Ergänzung zu den!m Gefamtarchiv bereits vorhandenen Aktenmassen aus beit jübifdben ©emebben b^r j^|j| £«iU 00« Pvsk«, WeWieUNll und Oberschlesien. Gerade diese Akten stellten eine durch Umfang, Reichhaltigkeit und Alter besonders wichtige Geschichtsquelle dar. Mit ihrer Konzentrierung im Gesamtarchiv ist der Wissenschaft ein unersetzliches Hilfsmittel für die Erforschung der Geschichte dieser einst so herühmten Gemeinden erhalten worden. Es ist dies um so bedeutsamer, als der Umschwung der politischen Derbältnisse die meisten dieser Gemeinden entvölkert, wenn mm «MMM Dcrnimrcr Dar. unD mmm seits die Verbindung mit den östlichen Staats- und Stadtarchiven unterbunden worden ist. Neben den Dokumenten aus den östlichen Provinzen besitzt das Gesamtarchiv aus fast allen Teilen Deutschlands zahlreiche und vielfach febr wett hinaufreichende Aktendepots, die ein umfassendes Bild von dem vielgestaltigen Leben der jüdischen Gemeinoen vermitteln und den Grundstock Mr versonen- MI «IllMMMIM DWIIM «WI«». MlH von privater Seite und von Vereinen und Verbänden sind dem Gefamtarchiv historisch wertvolle Schriftstücke und Derwaltungsakte in großem Umfange zugeführt worben. Das Gesanrtarc^io rilltet Wie vor fein dklallf, Die gLfchichtnchen Dokumente ans denjenigen Gemeinden zu erhalten, die infolge der Abwanderung der jüdischen Bevölkerung vor der Auflösung stehen. Zeitschriften. Die uns vorliegenden letzten Hefte von Wohlgemuths „Jeschurun" weisen wieder eine reiche 2-!«, «d M M «SW« vm kr Gediideien verständlicher Arb-erten auf. Besonders hervorzuheben ist die bei der Schwierigkeit des Themas ein wahres Kunstwerk von Popularisierung darstellende Arbeit von Wohlgemuth selbst über Goldbergs „D ie Wirklichkeit der Hebräer" unter dem Titel „Eine Metaphysik des Pentateuch". Dsr MMWfrer kclbrr fronst ferne? fren Vortr-SZ.' „Samfou Nafae{ Hirsch und daS gesetzesireue Judentum", den er an der Berliner Universität gehalten hat und der der akademischen Welt eine anschauliche Vorstellung von der Eigenart und Bedeutungsgröße Rabbiner Hirschs gibt. Von weiteren Arbeiten heben wir hervor: „Darstellung des Rechtsstreites Rabbi Saadja Gaons mit dem Exiliarchen" durch K a a tz und A u e r b a cfr : non hem letzteren «m« ähnlich? g&ronrßttung frö5 V. Löhen foLmifUi mit ZNtStt Gründen gegen die angeötichk messianlsche Bewegung im 3. Jahrhundert, die Marmorstein entdeckt haben will. Joses Carlebach schreibt über „Pessimismus und Messiashoffnung"; S. Grünberg veröffentlicht in mehreren Fortsetzungen eine größere Arbeit über die zum Teil vergessenen nordfranzösischen Klassiker der Bibelexegese. Eine Arbeit von Alexandre Altmann über das Wesen der jüdischen Aesthetik enthält msrtvolls MMssM. MMm infröFißpHt ist Bii von Rabbi Jacob „Zwi Mecklenburg" die uns im letzten Hefte Isidor Werczberger gibt. Das Zusammenwirken des bekannten Vorkämpfers der deutschen Demokratie, Johann Jacobj, mit dem altorthodoxen Rabbiner des Ortes zur Abwehr radikaler Reformbewegungen in der Königsberger Gemeinde ist eine bemerkenswerte historische (Seltfamfeit. Der Herausgeber QlDenft im liOfrten Höfs Bli* Ä^üBi Allste [etnev allzu frilf) Heimgegangenen Gattin um die Ausrechterhaltung und Weiterführung des „Jeschurnn" in schwerster Zeit. Die ersten beiden Hefte der Zweimonatszeitschrift „Der Morgen" von Prof. Dr. Julius Goldstein in Darmstadt bietet an Bemerkenswertem: Müller- Claudius: „Das jüdische Kind .-in der Schule"; Götze- „Träume im Alten StliS AMlt V. Jacobs Wer die Akeda; Josef Carlebach; „Albert Balliu"; Goldsteins Besprechung des merkwürdigen Buches' „Vom unbekannten Heiligtum", dessen französischer Verfasser aus tiefster lleberzeugung zum Judentum übergetreten ist. Die Artikelserie über die Beteiligung der Juden an den verschiedenen Zweigen der deutschen Wirtschaft wird rveitergeführt. Von der Zeitschrift „Die Kreatur" zeichnet sich das erste Heft des zwecken Jahrgangs von seinen Vorgängern dadurch aus, daß es neben den in einer selbstgeschaffenen Sprache geschriebenen und daher kaum verständlichen, nachgelassenen . Schriften Florenz Christian Rangs eine außerordentlich wertvolle, weil wirklich gründliche, Darstellung der Verhältnisse im bolschewistischen Moskau aus der Feder Walter V e n j a - m\ni kNMlii MM scrQialiLwriMlW Ms feinsinnige Vergleichung der geistigen Krise am Ende der Renaissance mck derjenigen der heutigen Kultur . Das Juni/Juli-Heft der Wiener „ M e n o r a h " ist als Sonderheft der polnischen Iudenh <eit gewidmet. Es bringt außerordentlich interessante Bilder von festungsartigen Synagogenbauten in den östlichen.Randgebiei-en des alten Polens POjj fi l ü j tl Hi MsUIl .'.Das Aufblühen der Assimckackon vor und nach dem Weltkriege" von Rabbiner Schor in Warschau. Auch im übrigen enthält das Heft eine große Fülle reichhaltigen Materials, das ein Bild jüdisch-polnischer Kultur gewährt. Aus Heft 3/4 der „Monatsschrift für Geschichte und MUMM üßß ZMntumL OSfüteu)“ P zü Wiener: „Schriften zur Vibetwissenschaft"; Majbaum, „Samuel Formstecher", Weiß: „Die neuhebräische Aufklärungsltteratur m Galizien" neben einer großen Zahl wissenschaftlicher Rezensionen. I. R. in G. In keiner der rilLMQ kann ein Anhaltspunkt dafür gegeben fiet»* daß ein Schochei, ohne im Besitze von M fein, die nv'NV aus» üben d«r^ Wochenkakender. v. 8.—16. JuK 1937. o. ».-16. Tammus 8687. Samstag Juli 9 nön 9 1 fl 1 ~r'- 1 'i '1 x»is Sonntag 10 10 ' Montag 11 11 SI«; I? 12 Mittwoch 13 13 Donnerstag 14 14 Freitag 15 14 Samstag 16 jlö.om’s 'n p~is Uindoracka. •nrn D’hn '•»ansrn*» xb nimn niirr rrrv»^ .c>'-,V22 ->2rr 'b ntm Da 'DnDSD HSISTN iQirri '211^2 ''2X1,771 ^XDi^b f'2'D DX ''J27j?7l bXDE^D IX njnj rix ins '2V2 '31,7 npn DX "IX T^nxn n'rmt ‘jannx •TDaV^ 7N2D 71^2X1 N^2X .t]"0'2X Lösung des Rätsels in Rr. 26. D D1D MID. 2) dlv Schwalbe, Jesaja 38. 34. t) 00 Motte, Jesaja 51, 8. Richtige Lösungen sandten ein: Judith Aron. Frankfurt a. M.; Jeremias Elzas, Apeldoorn Holland M. Weinreb jun., Ludwigshasen a. Rh.; Paula Marsvttes^ Bremen s Msssg MW, IllUllllll Ullst Nipi firLudenbeigei.DeUsrhöWeim; A. Giddermann, Düsseldorf. E» ist ausschließlich Sache der Leser, die im Inferalen« teil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesehlichen Lharakler» auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. tflaiser-l&crax macht das Wasser des täglichen Bades, der Waschirrigen UttS QOüret&uncjert $um ^j>ei£= «Ttt» ^cijen^eiÜTnUisil. Durch Den Zusatz von Kaiser-Borax wird das Wasser weich; rernigungskräftig und antiseptisch und gewinnt wundervoll belebende Wirkung auf die Hauttätigkeit. Verstärkte Hautatmung und raschere Blutzirkulation heben Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit und so ist die Körperpflege mit Kaiser-Borax der natürlichste Weg .zu Gesundheit und Kaiscr'.Vvrax wird niemals lass, sondert» nur in der bekannten roten Original-Packung geliefert welche für die Reinheit der Ware garantiert. — Ausführliche Gebrauchsanweisung liegt jedem Karton bei. Heinrich Mack Nächst, Ulm a. D. Von der Jerusalemer hebräischen Bibliographie „K i rj -a t h S >e f >e r " liegt das 'erste Heft des 4. Jahrgangs vor, das gewisse prakttsche Aenderungen der Bibliographie erstmals -einführt. Beigegeben sind einige wertvolle t»tfjiertfcf)afMtcbe ©tnbiert, u. ereine mit pftotocrrapftiftfter nmi | j 1 ■ I 1 U 1J I J Wiedergabe versehene über die interessanten Koretz-Drucke. Briefkasten. M. H. Oslo. Kr. 10.— erhalten und weitergeleitet. Ben Jisroel in Tr. Sie erheben allgemeine fdjmere Anklagen, ohne sie mit Tatsachen zn bezMZrtt. Die dieser Tage erschienene Lieferung 14 des K i z z u r S ch u lch an A r u ch mit punktiertem Texte und deutscher Uebersetzung von Rabbiner Dr. S. Bamb-erger (Dsrlag QI. 3. Hofman», Franksart a. M.) enthalt IBEÜEP3 ]owle iie Vorschriften für die Vorlesung aus de r Thora. Die Lieferungen sind einzeln a M. 1.50 oder zusammen, 448 Seiten, zum Preise von M. 21.— beim Verlage zu beziehen. Verantwortlich kür den allgemeinen Teil und das Seullleton S. Schachnowitz, Frankfnrt a. M.; Inserate 1. B.: S. Schach» «owttz, ebenda. — Für die pädcmogische Beilage: Lehrer Lflmfttliat (&- offetfbai). —_Setloo mmw: ffliin. ... NllMM il P. ®«li Arms» engrsellschan. Mankfutt s. M.

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