Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 24 (16.6.1927)
- Date
- 1927-06-16
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Mt 14 SK. 84 München, 12. Juni. Zu unserer Notiz aus München in Nr. 22 des „Israelit" über die Entsendung eines orthodoxen Studierenden in den Allg. Stud.-Ausfchuß der Universität München wird uns von zuständiger Seite berichtigend geschrieben: „Auf Vereinbarung des „Dachoerbandes der jüdischen Studenten an den Münchener Hochschulen" mit der „Freien Hochschulgruppe" wurde b«r sskWn WSMWii an sch« (3.) Stelle als Kandidat aufgestellt und auch dann gewählt, auf 2 Semester, also f. W. S. 1926/27 und für S. S. 1927. Der „Dachverband" hatte den damaligen Präsiden der V. I. A. München, Pfeiffer, nominiert. Nach Wegzug dieses Bbr. mußte für das S. S. 1927 ein Ersatzmann in den Asta delegiert werden, den der „Dachverband" zu benennen hatte. Nach allseitigsr unt> imemgefcfiräntm äntrtcnntite ÜF TätiMik ln Ur. wur!>c auf unseren Vorschlag Vbr. Heinr. Lamm einstimmig gewählt. — Nr. 4 des „Israelit" vom 27. Jan. 1927 (S. 7) enthält übrigens eine zutreffende Schilderung der Vorgänge zu Beginn des W. S. 1926/27. Marburg, 14. Juni. Am 12. Juni feierte die V. I. A Marburg (im B. I. A.) ihr Zwanzigjähriges Stiftungsfest. Ts ist mol)t tcnnyeidjnenü süs Jffl ZW Ul Wl. |4 «fs islTt religiös emgestöDe GömMschaft von den einst zahlreichen jüdisch-akademischen Verbänden in Marburg allein heute noch besteht. Zur Feier waren viele auswärtige Bundesbrüder, die seit 1907 in Marburg studiert hatten, mit ihren Damen eingetroffen. Der Vormittag galt der Begrüßung und einem Bummel durch die Stadt. Nach dem Festessen fuhr man nachmittags nr Autos zürn Feauenberg Mi DDH ÖDF -yurgrumk den herrlichen weilen Ausblick ins Lahntal. Hiernach vereinigte die Gäste unter reger Teilnahme der Marburger Gemeinde ein gemütlicher Bierabend, der der Feier einen harmonischen Abschluß verlieh. Nur ungern trennte man sich daher spät nachts in dem Bewußtsein, einen schönen Tag verlebt, und mit dem fteudigen Gefühl, alte Studentenerinnerungen wieder aufgefrischt zu haben. Sprechsaal. Aktuelles zur nw2-Mche. Zu dem Artikel »Aktuelles aus der ^D2- Küche" von A. Mannheimer in Dettelbach Nr. 13 Ihrer Zeitung, erlaube mir als jüdischer Wirt Nachstehendes zu erwidern. Soweit WliglLll8° BfllfflllfilH 6en«nni wwbsni ist es selbstverständlich, daß solche zu wahren sind, was einem jüdischen Wirt sicherlich nicht ^unbekannt ist. Die Bemerkung, „in jüdischen Restaurationen" Grünes nicht zu genießen", finde ich jedoch unberechtigt. Ein sich nennender Betrieb, ob groß oder klein, legt doch in Bezug auf Beleiuna von Gemüse Ealat Mr ginau Melde ümUi miß MsPskschrtt u. Dm gewissenhafte Wirtin übernimmt derarttge Arbeiten selbst, mögen diese noch so zeitraubend sein. Ferner sollten diese Arbeiten dem sogenannten Ausstchtspersonal weniger übertragen werden, wie überhaupt für wirklich rituell geführte Betriebe nicht die „Aussicht" eine Hauptrolle spielen darf, da man doch im Laufe von Jahren traurige Erfahr- «ngsit gcmlllM. Jeder gewissenhaft jüdische Wirt muß früh bis spät auf seinem Posten sein, doch seine schwere Arbeit findet selten Anerkennung. Zum Schluß bemerke: ein Betrieb kann niemals als gelten, wenn es bei Zubereitung von Speisen rc. an Sorgfalt und Sauberkeit fehlt. Einer für Viele. Briefkasten. E. S. Im Osten kennt man bei anderen Anlässen ähnlichen arm genannt „Feldmessen". In Ihrem Falle wird es sich um einen Brauch von Elsaß-Lothringen handeln, über den Kundige im Lande zu befragen sind. L. G. in Würz bürg. Betrag eingeggnaest, Mr WllllNßMüt dsrßucht. D. S. Mit Sicherheit nicht sestgestellt. Aller Wahrscheinlichkeit nach in seiner Geburts- und späteren Wirkungsstadt Troyes in Nordsrankreich. Dr. M. F. in Sa mb or. Solche Ausschreibungen finden Sie sowohl im„Israelir" wie im „Hamburger Israelitischen Familienblatt". JÄmiliennachrichten. Barmizwo: Eli. Sohn des Herrn Dr. Felix Lthmann, Bensheim. mp mtP* — Adolf Hojda, Zögling der Israel. Waisenanstalt, Waisenhaussynagoge. Schabbos Schelach Lecho. — Eli, Sohn des Herrn Moses Schächter, Antwerpen, oan Bernlauerstratze, z. Zt. Präparandenschule Höchberg. -fr rfrv? na^* Frau Lea Jakovsvhn, PlLuen, früher Hamburg, feiert am 21. Juni ihren 75. Geburtstag. 1 Dör Hsraelit frankfurter Berichte. Willy Schwabacher Vst. Unmerkkich spinnt geweihte Vergangenheit ihre leuch- N« ^7in ,bie ferne UWü: 2fr irofi vaksr?-*t bes Mtzl heimgegangeenn Willy Schwabcrcher fr'xr gehörte zu der Edelgarde von 11 Mann, die unter Führung von Samson Raphael Hirsch in einer Zeit der höchsten Bedrängnis der Tauroh ihr Herrenrecht neu erstritt. Der Enkel trug die Tradition bewußt und feurig weiter. Die Tauroh war ihm Wertmesser und Souverain seines Lebens, um sie litt &r oft in fermem m »fiJ! ff|ji gfincrfl murjoite, W« (sin, ju« sich in Frankfurt an ihr ergötzen und erheben sollten. Auch sonst hielt er die Stätte seiner Ahnen in treuem Gedenken, die „Fürsorge der Israelitischen Religionsgesollschaft" weih viel zu erzählen von der liebreich sorgenden und bedachten Art, mit der er stets auf seinen Auslandsreisen sich ihrer erinnerte. Nach kampfreich und mutig oollbr-crcktem. ra, fggg Dorf flWll. BßliiiileUm DasLin ist tr nun zum öwiAen Frieden krngegangeu. Um ihn trauern mit seinen vielen Freunden eine ehrwürdige, hochbetagte, Mutter, seine tapfere Lebensgenossin und heranreifende Kinder. Möge Gott ihnen die Kraft geben, in Würde den Schmerz zu tragen, der wie jeder Schmerz um Unwiederbringliches mit hastigen Händen sofort nach Stillung und Ueberwindung laugen möchte, die dock nur H>djs Dgl NjU OFfflMlU UltB Allirösterin Zeit allmählich und linde zu spenden vermag. Ferienzug Frankfurt—Basel (Freiburg, Schwarzwald, Konstanz). Man schreibt uns: Leider, sind fast alle Feriensonderzüge auf einen Schabbos gelegt. Eine Aenderung hierin ist nach einer Mitteilung der Reichsbahndirektion Frankf“rt ^siich. Sagegen W ZMllNg, 3. M eingelegt werden, WSNtt die Nachfrage nach Fahrkarten für den am 2. Juli verkehrenden Sonderzug so groß wäre, daß die Reisenden mit dem für diesen Tag vorgesehenen Zug nicht befördert werden könnten. Nun scheint die Nachfrage nach Fahrkarten für die Sonderzüge sehr stark zu sein. Es wäre daher zu empfehlen, daß möglichst viele Ferien reifende, die Interesse haben für einen Sonderzug am 3. Juli in der Richtung Basel usw.. sich Karten für den 3. Juli bettellkstj tzllllll tOHUnt lliöllÄlßk Ull ^ön^erzug gaftand«. Die Ermäßigung von 33J/s% käme damit auch den gesetzestreuen Juden zugute. Zweiter Vortrag über Megilath Ruth. Auf Wunsch vieler Mitglieder des Mekor Chajim spricht Herr Dr. S. Ehrmann diesen Samstag, eine Stunde vor Nacht. in Fortsetzung seines Vortrags tzstj GäjjüllllU5. HAH ernrna! Ätegilvih Nu 1 h. Liwjath Chen. Der M i d r a f ch - V o r t r a g im L i w j a t h Chen, Samstag nachmittag nach Mincho im Hörsaale Friedbenger Anlage, wird mit diesem Sabbat wieder ausgenommen. Personalien. BflPP EiUmon Hermann, Wlngeriflmtzö 13 (z. Zt. Vadenwetler), feiert am 21. Juni seinen 80. Geburtstag. Herr Jacob Stern und feine Gattin Recha geb. Heß, Gaußstraße 38 1., feiern am 17. Juni cr. das Fest der Goldenen Hochzeit in voller Körper- und Geistesfrische. Vereiuskalender. »«**« 2Rrf.r S amstag vorm, nach Schluß der Synagoge, Ü'ZN Herr Dr. Eliefer Posen. — nachmitt. 41/* Uhr, mpa. Herr Dr. Willy Hofmann. — i Std. vor Nacht im Hörsaale, Midrasch Ruth, (Fortsetzung) Herr Dr. S. Ehrmann. Sonntag (ebenso Mittwoch) morgens nach Schluß der Synagoge, otk «n. Herr Red Schachnowitz. - vvM, Z'/z tthr (MMo SllMSM l Mündr vor Nacht), mnvs »v» im, Herr I. Soffer. — vorm. 9^4 Uhr (ebenso Dienstag 1 Stunde vor Mincho) iOD>» Herr Rabd.-Aff. G. Pose n. Montag und Donnerstag morgens nach Schluß der Synagoge, mwa, Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch) mp *nm> Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. — abends 8^h lib* (ebenso DSMlttSlllg)» Köp »93 iMM. SM Di-. Mefer Posen. < Dienstag und Freitag morgens nach Schluß der Synagoge, mV». Herr Dr. Eliefer Posen. Jeden Abend 83/4 Uhr im Dereinslokal o"V“ Lernen, Herr H. Halpern. Iahrzeits-Stiftungen: 18. Juni. Benjamin Roos-Stiftung. Sonntag, 19. Juni. Moritz Golde-Stiftung. Mittwoch. 22. Juni. Rabbiner Selignrnnn ‘Ptvomm’’ otmuna. DonnerstüS, 23. Juni. Erna Wetl-Stiftung. Aiuda» 3I»rsel-2usend>r»p^ (Das Lesezimmer ist geMiet: Sonntag nachmittag von 3-10 Uhr abends, Montag—Donnerstags abd von 7—10 Uhr, rntf vorm, von 10—1 Uhr, nachm, von 3 bis 10 Uhr). Sonntag. Tauroh mit Erklärungen, Herr Leop. Op pen heimer, 8—9 Uhr vorm., ebenso Mittwoch _ 16. Juni 1927 9 Uhr abends Bärenstr. 12. —Gemoroh Kiduschin' Herr Ch. I a co b ow itz, 2—31/2 Uhr. ebenso Diens. tag y29 Uhr im Dereinslokal. Montag bis einschließlich Freitag. Gemoroh Sswochim. Herr Dr. S. Ehr mann. 7-3/48 Uhr Donnerstag) s/49 ' Uhr^ abends "Mifchnajös Schabbos, Herr R. A. Martin Katz, :.y29 Uhr (auch Donnerstag) im Dereinslokal. ~ Dienstag, Gemoroh Kiduschim, Herr Dr. I. Posen. Am Tiergarten 42. 8V--10 Uhr.abends (ebenso Samstag V2U Uhr) —' Gemoroh «owa ^amo, He-r Dr. M Dofmallll. s/-g-10 W. Gemoroy Bezoh, Herr Leo Schnerb (Schabbos W Uhr) s/49-10V4 Uhr. Schabbos, Schulchan Oruch, Herr Gerson Schnerb 3/4i2- 3/4 l Uhr im Vereinslokal. — Mischnajos. Herr Lehrer Hirschberg. 12-1 Uhr im Vereinslnkal. — Gemoro Kiduschin, Herr Tarsis. 2V2 3^2 Uhr. — Chaje Obont. Herr Pn v. DßMjstLlSllal. — ^tz^miscy ist. NllWi.' Here R. A. Martin Katz. VsS-l/r« Uhr im Dereinslokal. - Gemoroh Sewochim, Herr Dr. S. Ehrmann, 3/4 Std. vor Nacht im Dereinslokal. Aguda» 2isroel-Mädchenzruppe. Sonntag, Ausflüge nach vorheriger Anzeige. Monta g T'nach, abends l/29 Uhr, Herr S. Uns. Uhlandstratze 58part. /g^cöü Ärbellsgemeinschüft), ^0 Uhr. Herr Dr. Weg er. Zobelstratze. - Jüdische Literatur. V29— V210 Uhr. Frl. Joel. Fellnerstraße 51. Mittwoch, Handarbeitsabend (eot. mit Referaten) ab 1/29 Uhr im Vereinslokal. D onnerstag. Dinim, M Uhr.Herr Lehrer Hirschberg im Vereinslokal. — Bereschis (geschlossene Ehrmann. Danauttlütidstr. iöl ©cööbBos, Schemuel I. Herr Julius Lewin. direkt nach Schul im Vereinslokal. - Z'eno ur'eno, Frl. Maria Marcos. 11 Uhr im Vereinslokal. — Chumisch mit Raschi. Herr Lehr. H irschberg, 4-5 Uhr im Dereinslokal. — Jefchajohu (14tägig). Herr Dr. A. Merzbach. Uhr im Vereinslokal. Uhr. 1ÖDHIQ0, Herr Redakteur S. Schachnowitz. Besßamldrafch, Ostendstratze 1». von Sonntag bis Donnerstag einschl. allabendlich von 3/48 —9Uhr 5,1212 'Oö, Herr Rabb. M Karpel N»/? rr32"Schmr des Herrn Dr. Jsaae Breuer eo„nta3Dorm. 'fz9 Ws, DlkNSlllll Dtß DSÜkl^Hräg qhmo 8 Uhr. 8^-Verein vstendfiratze 1» ^biner S. Web er. 5,12112 'oa von Samstag abend bis einschließlich Donnerstag abends nach umn 2'iv» V. 2. A. (Frankfurt a. M.) t HfUDcrmtiximiöi werden Oberlehrer für deutsche und auslänmsche Realschulen und Gymnasien mit Fakaltus Mr Deuftch. Englisch. Chemie und Naturwissenschaften ^ucht. Die Stellenvermittlungszentrale des B. j. Adresse Rechtsanwalt Martin Katz, Frankfurt am Main. Roßmarkt 23. ' Aüdischer Hurneröund. Sonntag. Ballspielejkleine Ostparkwiese.. Montog^ £Urn!n 111 &\ 11 - «in tuintu uuu uereyrar fiir Herrn, Annaschule, Rechnetgrabenstraße. Dienstag, v—7 Uhr, Turnen der fänabert bis 10 3af)te, Annaschule, Rechneigrabenstratze. SiknstaQ, 7—8V2 Uhr, Turnen der Knaben über 10 Jahre. Annaschule. Rechneigrabenstraße. Mittwoch 41/2—5V2 Uhr, Turnen der Mädchen bis 10 Jahre, Annaschule, Rechneigrabenstraße. Mittrooch s^z-7 ttyr» MMN m w Jahre. Aunllschulo. Rechttelgrabenftratze. Mttwoch Tl/a—SV3 Uhr, Gymnastikstunde der Frauen. Realschule, Tiergarten 8. Mittwoch, 8V2—10 Uhr. Turnen der Damen-Abtlg. II. Annaschule, Rechneigrabenstratze. Donnerstag 7-8V2 Uhr. Turnen der Zöglinge. Obermainbrücke, Dentschberren-Mittelscbuis. Sonnentag Uhr. Minen M Alt. Herren, HeuLschherrcn-MMelschstle. ObemtalnbrÜcke. Donnerstag 8V2—10 Uhr. Gymnastik-Turnen der Damen-Abtlg. I., Liebfrauenschule. Schäfergasse. Schwimmen, Wanderungen, Radtouren. Gebetzeiten. NdV 712V Freitag Abend 7.45 ^amstagnachmittag 5.— Samstagabend 9.40 Tvochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 Tefilin-Legen am Morgen 2.30