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Der Israelit · 1927-06-16 · Heft 24 (16.6.1927) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 24 (16.6.1927)
Date
1927-06-16
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Getr? 10 Nr. 24 Der Israelit 16. Juni 1927 Omen, j'he sch'me rabbo brauste es durch den Raum wie Geisterruf und Sturmestofen; StiMtmen, die aus der tieften Tiese des ^ergcns und der lSöölö über die Lippen strömten; Verzweislungsschreie und Hilferufe dröhnten aus diesem Omen j'he sch'me rabbo durch den Saal. Nie zuvor hätte ich mir vorstellen können, daß diesen millionenmal gesprochenen Worten eine so furchtbar erschütternde Gervalt, erweckt aus tausend Seelengualen, innewohnen könnte. Bleich, tief erschüttert, standen meine Freunde in meiner Nähe. (Schluß folgt.) Die Redaktion des Talmud. Don Albert Zcheimn Der junge Verfasser, der jetzt noch vor Ablauf des Trauerjahres um seinen Vater diesem in die Ewigkeit gefolgt ist, hat die Liebe zur Tauroh, von der er in diesem Vortrag vor der Jugendgruppe in Fürth Zeugnis ablegte, auch gefühlt. Die übersichtliches Zufarnrnenftsllung verdient es, zur üsnnim* wsiimn in!mnbisrn?nben Jugend gebracht zu werden. sen, die neben dem schriftlichen Gesetze vorhanden war, dieses erklärte und ergänzte. Erst von Esra erfahren wir jedoch aus dern da^ man das schriftliche Gesetz deutete und auslegte, denn es heißt dort: „Und die Leviten belehrten das Volk ufw." Die halachischen Bestimmungen, soviel können wir aus den Wendungen des Postuks entnehmen, wurden also in jener Zeit in direkter Anlehnung au die Schrift^ d. Ij. iu ruidraschischer Form gelehrt. Schon früh jedoch löste sich die Lehre der Halacha von dem Gebundensein an den Possuk ab, wurde selbständig gelehrt, vielleicht sogar in Sachgruppen zusammengestellt, also dem Volke in Mischnahform dargeboten. So will der Geschichtsforscher Halevy die Anfänge der Mischnah bis in die Zeit der Anschei Kenesses hagedauloh MülMiHm lasten. Ledensalls sind uns je doch schon aus der Zeit der Sugus, der „Paare donamvirat", d. h. aus der Zeit, wo die stets paarweise genannten Nossi, der Vorsitzende des Synhedriums und der Arv des din, der Vizepräsident des höchsten Gerichtshofes, Hauptträger der Ueberlieferung waren, Mischnahsätze überliksktt, (Fortsetzung folgt.) Hier ist auf 50 Seiten Kleindruck noch viel Interessantes gesammelt und kritisch beleuchtet. Selbstredend fehlt auch das Namen- und Sachregister nicht, ebenso ein hebräisches ItQffttr: ,W UM MWWUst, LM NNlN MN Freunden jüdischer Geschichte und Literatur warmstens empfohlen werden. Preis br. M. 6.60. Kauffmann, Frankfurt a. M. Es ist tatsächlich ein guter „Beitrag zur Geschichte der Juden in Deutschland im 13. Jahrhundert." A. M.. r» ist lmsfHMWH Sache der Leser, die im 3nferale«» keil enthaltenen Empfehlungen ritueller Daren oder sonstige Angaben religionsgefehlichen Charakter» auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. tz» ■ * a ' ||9 erstklassige Ncithold S Photo -Arbeiten nur Schfllerplafz sieben sfiamrd&onzx Wenn wir uns vorstellen, daß eine Akademie von Gelehrten zur Vollendung eines wissenschaftlichen Werkes einen Zeitraum von 700 Jahren braucht, so werden wir von diesern Werke kaurn erwarten, datz es von einem einheitlichen Hetzchtspunkt ausgeht, einen einheitlichen Stempel trägt, oder von einem einheitlichen Leitgedanken durchzogen ist; wir werden uns dann wohl darüber klar sein, daß wir zwar eine durchaus erschöpfende Behandlung des betr. Stoffgebietes zu erwarten haben, die dann jedoch keinesfalls von gleichheitlichsm Lfiaraktßr ist und fior Mm MWIZ liche Auffastu^z zugrunde liegt. Müssen wir uns nicht schon im vorhinein sagen, daß wir die gleichen Feststellungen auch beim Talmud machen werden? Wenn auch in Betracht zu ziehen ist, daß der Talmud gerade in den uns weitaus wichrisstkll mm m WltMAn WMND vkp fchung stets streng IN dem verhältnismäßig enggezogenen Rahmen der Thora schebiksaw, des geschriebenen Gesetzes, betreibt, und uns nur in ganz seltenen Fällen Bestimmungen ohne die schriftliche Grundlage, nämlich auf Grund der Tauroh shep'al peh überliefert, so müssen wir doch anfißrßifßite mjßfißk fißfißllkßll, und wßr> auch nur 10 Zeilen Gemoroh gelernt, hat, wird dies wohl bestätigen können, daß trotz der alleinigen Geltungskraft des Schrifiverses den verschiedensten Forschungsmethoden und den ausem-andergehendsten Ansichten ein weiter, geräumiger Spielraum gelassen ist. Wir müssen uns daher eer adern önitmtt tim sein, Eihr Her gange Stilmud aus den verschiedensten Schichten zusammengesetzt ist, daß wir bereits in der Mischnah mindestens 5 oder 6 Generationen und in der Gemoroh weitere 7 Dauraus unterscheiden können, so daß der Talmud nur eine Projektion dieser lebendig-räumlichen Folge von Gelehrtengeschlechtern Qifit, unfi mir uns nur durch orlinölicfjos Studium von der wahren Perspektive des Bildes eine Vorstellung machen können. — Dem Gedanken, diesen Sachverhalt schon durch äußere technische Mittel dem Auge klar zu machen entsprang auch die Anregung eines Gelehrten, die verschiedenen Schichten im Talmud durch andersfarbigen Druck deutlich hervorzuheben, also z. B. tzaZ Daur von Mw mit) Qffjmuel roi Das imune Dam' giM, te Däur vött Mähe weröwö dlätt usf., um so ein wissenschaftliches Studium zu erleichtern. Meines Wissens ist jedoch dieser Gedanke bisher noch nicht zur Ausführung gekommen. Es ist also im Talmud eine bestimmte Entwicklung vorhanden, und wir wollen versuchen, filßsß voll Ifirßll orfton Ansängßll Bis zum Abschluß des Talmud zu verfolgen. In der Gemoroh werden uns nicht selten uralte Tekonaus überliefert, die noch aus der Zeit von Mosche, Jehauschua, Dowid, Schlaumauh, Daniel u. a. stammen und die uns so aus das Bestehen einer mündlichen Tradition schließen las- Beiträge zur lveslyichke üer Juden in veukschland im 13. Jahrhundert, insbesondere auf Grund der Gutachten des R. Mei'r Rothenburg. Von H. 3. Zimmels. Verlag 3. kauffmann, Frankfurt Ist. Das Werk ijt eine «öjung der von Sr. H. P. ©fmiesiGtiTtimB an der IsruelillschrMologlflliM Lehranstalt in Wien gestellten Preisaufgabe: „Sammlung und Erforschung der in den Gutachten des R. Meier Rothenburg enthaltenen historischen und kulturhistorischen Daten." Die Jury, bestehend aus dem Professorenkollegium, den Herren Rektor Dr. A. Schwarz, Prof. Dr. S. Krauß, Prof. Dr. Aptowitzer und Herrn ObersMimr Pi8s> m, & U mmi M Dieter MM dm Preis zusrkannt. Von Dr. Gösrge Alexauder Kohut, dem Gründer der Chajes-Stiftung, ist ein Vorwort beigegeben. — In der mit Blut und Tränen geschriebenen Geschichte des jüdischen Volkes ist das 13. Jahrhundert mit eines der schwärzesten. Man denke nur an die Entsetzen der Kreuzzüge. Zugleich ist diese dunkle Epoche überstrahlt von der Lichtgestalt des „Maharam Roihenbuxg". Füx ben Litexatur^oxfchex roie jxir den Historiker im eigentlichen Sinne des Wortes bildet somit das 13. Jahrhundert reiche Ausbeute. Der Historiker weiß aber, daß Israels Größe vor allem in der spezifisch jüdischen Wissenschaft und deren Pflege ihren Stolz und ihre Größe suchten. Man denke nur an Lippmann Heller, den Verfasser des Tosafot Jom-tob. Rein Historisches ist im ganzen recht spärlich und versteckt eingestreut, trotz des schicksalsschweren Lebens- und Leidens- (Be i basfeffce grtt t>ott Itm mufj aus fe N. SDheie-ririsgös Syellevs. Aost)?nUrg, Uan muß aus seinen zahlreichen dJufr achten das Geschichtliche erst heraussuchen und sachkundig ordnen. Das ist Dr. Zimmels in 137 Seiten umfassenden Schrift durchaus gelungen und so erhält das 13. Jahrhundert auch von dieser Seite aus eine charakteristische und neue Beleuchtung. Interessant ist gleich die auf den ersten Blättern zusammengestellte Verwandtschaft des etwa 1220 geborenen Rabbi Meir, ebenso sein Schülerfrrä. Sefarmt ist ia Die Berljatfiing Dt DMirs. seine Einkerkerung im Gefängnis zu Cnsishsim, ssin 1293 srfalgter Tod, nach welchem die Leiche noch 14 Jahre in Haft gehalten wurde, bis Süßkind Wimpfen aus Frankfurt sie gegen hohes Lösegeld vom Kaffer Albrecht frei bekam. Weniger bekannt dürfte der Grund der Verhaftung sein, wie ihn Zimmels S. 5 erzählt. Es folgen die literarischen Denkmäler R. Meirs, in 12 Nummern zusammengestellt. Im geschichtlichen Teil sind die Verhältnisse der Juden Deutschlands jenen der Nachbartsm&fr gmiMkMstklll, lrksgMrb NllMieW Ungarn und M sluviWen Lunder. — DM HunpNöl'l d'ötz Bultzötz bildet selbstredend die Betrachtung des inneren Lebens der deutschen Juden im 13. Jahrhundert. Ihm sind mehr als 50 Seiten gewidmet in reicher Einzelgliederung: Gemeindeverfassung, Agenden der Gemeinde, Synagoge, Badehaus. Hochzeits- oder Tanzhaus (wie es solche jede größere Gemeinde hatte, z. B. Köln, Augsburg,. Frankfurt a. 9R-), (B-ewieinbecmgeftellte, Slrmertmefem, Sfbgaben 1 Ler Sl>cucntr Fo fa ]!o ri-3 - oiier 514lungsrecht, Gerichtsbarkeit, Maße und Münzen. Gewichte, Beschäftigung der Juden, Handel, Handwerk,Hochschulen, Kunst, Ehe, Stellung der Frau, Kleidung, Schmuck. Für den Etymologen ist die stets beigegebene jüdische Schreibweise interessant, wie ^-10 piBp», Bann a’aiar, usw. Der Verfasser tut gut daran, den Quellennachweis in einem am Schlüsse besonders angefügten Teil zu bieten. ist das Schönheitsmittel für alle, die eine zarte und jugendfrische Haut nicht von zweifelhaften Geheimmitteln erhoffen, sondern überlegene Schönheitspflege aus natürlicher Grundlage treiben wollen. — Siu oon Äaijcv=SSora^ put täglichen Waschwasser, macht daSfclbc nicht nur antffcpttfch, reinigungskrüftig und wunderbar weich, er macht es auch zum belebenden Schönheitswasser, zieht glättend die Poren zusammen, heilt und verhindert bei regelmäßigem Gebrauch Erkrankungen der Haut und schasst durch rege Hautatmung einen klaren, reinen Teint von jugendlicher Frische und Zartheit. Kaiser-Borax wird niemals lose, sondern nur in der bekannten roten Original-Packung geliefert. rmlA fii? Dia MnM Mi Mm aasawiiaü — Aussührüche Gebrauchsanweisung liegt jedem Karton öei. Heinrich Mack Nachf., Ulm a. D. Bad W i l d b a d i. Sch w a r z w a l d. Das streng rituell geführte Hotel Metropol (früher Hotel Weil) ist mit Beginn der heurigen Badezeit auf Herrn B. Zeitlin m MMMM ämppnpni MD mm üen Mssnovierung wurde das Hotel am 4. Juni ds. Js. mit einer Feier eröffnet, der neben zahlreichen Kurgästen und Einwohnern, Vertreter der Aerztefchast, der Stadt- und Badebiehörden anwohnten. Herr Stadffchultheiß Baetzner sprach Herrn Zeitlin die Glückwünsche der Stadt zur Eröffnung aus. Er gab der allgemeinen Befriedigung Ausdruck, daß das Hotel seinem ursprünglichorr Qxae&e erfjatien bleibe unb in fein ex neuen ©efiaft!vlv bis gahstsisbrn isrnsätischsn Kurgäste Wilbbads, bis einen wichligien Teil des hiesigen.Kurlebens bilden und ehr willkommene Gäste seien, eine alle Ansprüche befriedigende Gaststätte sei. Die vorzügliche Küche und die ganze Ausmachung und Anordnung bei der heutigen Feier beweisen, daß das Hotel jetzt in den Händen eines tüchtigen und erfahrenen Fachmannes sei, dem der Erfolg nicht ausbleiben werde. H y g l e n i ] ö) e Hautpflege. Nauhe und spröde Haut, Röte des Gesichts und der Hände, flechtenartige Ausschläge und andere Hautübel, sind größtenteils die Folge einer ungeeigneten ober vernachlässigten Hautbehandlung. Es ist deshalb von größter Wichtigkeit, daß man den Teint mit einem Mittel pflegt, das wirklich die Haut schützt und widerstandsfähig macht. Dies ist unstrsikig: Kaifsr-Vorax — busr täglich bem Waschroasisr zuzffztst Hzul ZäMill ZuzM^sAM mUify, die Gesrchtsmusöekn stärkt und Faktenbildung verhindert. Beim Einkauf verlange man stets „K a i f >e r - B o r a x ", welcher garantiert rein nur in der bekannten roten Oriqmalpackunq von der Firma Heinrich Mack Rachf., Ulm a. D., geliefert wird. Wochenkälender. Iß- QL flUlli 1DÖ7. J 10. L. MtULU EßSJ Samstag - 18 p'0 18 'i 'a p*)3 Sonntag 6? 19 19 Montag 20 20 Dienstag 21 21 Mittwoch 22 23 B otmersia^' Freitag Samstag 13 24 25 24 251 nij? RauMThrmdelDvensSM Mauled Mittwoch abends 8 Uhr 2 Min. 64 Sekunden "I 'N pio Verantwortlich für den allgemeinen Teil und das Feuilleton S. Schachnowitz, Frankfurt a. M.; Inserate i. V.: S Schach» aowitz, ebenda. — Für die pädagogische Beilage: Lehrer L. Kaufmann in Sprendlingen (Kr. Offenbach). — Verlag .Israelit", T.m.b.H., Frankfurt a. M. — Druck Sermon Verlags» Aktiengesellschaft, Frankfurt a. M.

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