Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 24 (16.6.1927)
- Date
- 1927-06-16
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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16. JllNl 1827 D e Is V L Kli t ütl. 2* Otltt 7 interessiert, die in einer Amerikamsierung des jüdischen Gemeindelebens in Paläst'm« ein nationales Unglück erblicken. 'Die Arbeitslose in pa(a|(tna. Ierus «Um, 5. Jum. Laut Mitteilung des Arbeitsbüros zählte man am 15. Mai in Tel-Awiw 3738 Arbeitslose, von denen 3020 Arbeitslosenunterstützung durch die „Histadruth" (Gewerkschaftsverband) erhielten, und 320 in der produktiven Fürsorge beschäftigt waren. In Haifa zählte man am 20, Mai 1670 ÄrbeitStv??. ^n «m 15. Mai 1091 Arbeitslose registriert. In Afuleh sind 200, in Sisriah 100, in Petach Tikwah 503, in Sichron Iaacob 75, in Rechowoth 200, in Nes-Ziona 175, in Rischon-le-Zion 75, in Chedera 150 Arbeitslose. Im ganzen zählt man in den privaten Kolonien 1100 Arbeitslose. — Die Lage ist noch eine schwere; es wird mil to RöWMH mpn NUgLung öffemWßr Mitn verhandelt. ümevifa. Liberale Selbsterkenntnis. Newyork, 15. Mai. 2er 'iprebicjer des Stempels Snumael in San F r cr nzisko, Rabbi Louis I. N e m m a n, hat einen Doilmg über die Krisis im amerikamfchen Reformjudentum gehalten, der sich durch ein seltenes Maß von Freimut und kritischer Klarheit auszeichnet. „Die liberale Religion", so sagt Rabbi Newman, „hat sich als tragische Enttäuschung erwiesen. Sie sieht sich jetzt einer Krisis gegenüber. bie ihr Geschick für das nächste halbe Jahrhundert bestimmen wird, t«fj kW Qulunfl aus einen Seite den Fundamentalisten (Orthodoxie), auf der andern den Agnostikern gehört. Der Liberalismus als Religion wird zwischen den Armeen der Extremen zerbrochen und unterliegt ihren beiderseitigen Angriffen. Denn der Liberalismus besitzt nur Meinungen, die erum, mi reine MkWuyMM rrn Kraft. Er ist im letzten Dezennium eine Art defensiver Religion geworden, und er wird, wenn er nicht ein aggressives Programm zu formulieren vermag, dasselbe Schicksal erleiden, wie die liberalen poMischen Gruppen in Rußland, Italien und anderen aktivistischen Ländern. Das liberale Judentum ist mehr eine Anpassung an ökonomische und polifri^cife ^eitumftänb*c <rls -ein« gatfitge Offen» barung.. 6ei»t Motiv ist eher Furcht als Prophetie/' Newmcm verlangt dann ein neues Programm, eine neue Technik und eine neue Generation prophetischer Führer, die allein die liberale Religion retten können. Aber' er vergißt zu sagen, auf welche Weise diese utopischen Forderungen erfüllt werden können. Seine Ausführungen gipfeln in b-em 9Serjj*ee>tfIimgsf<f)ireti „Der LiberallstnuS mutz einen EBernlen Messias heroorbringen- oder er Wirb untergehen." 2f?$entinien. Der Kongreß der jüdischen Kolonisten Argentiniens. Buenos A i re s, 8. Juni. M in RiitzLSL taprBß MWH Dm jüMfcDfin Kolonisten Argentiniens erörterte am zweiten Sitzungstage eingehend die Beziehungen zwischen den jüdischen Kolonien in Argentinien und der Jewish Colonifation Association in Paris. Schließlich wurde eine Resolution angenommen, in der zum Ausdruck gebracht wird, daß ixie JCA burcf? i^r ÜB-erf^alten £Iar bewe-ife, bajj fie bis Rechts der Kolonisten nicht anerkennen wolle. Das Exekutivkomitee der Föderation der jüdischen Landwirte wird ersucht, die jüdischen Institutionen in Europa und Nordamerika zur Entsendung einer Kommission nach Argentinien gemäß dem Plane des verstorbenen Leon Chasanowitsch zwecks Prüfung der Lage der Kolonisten unb hes Kolonlsatinnssyfteins her SGC8I zu veranlassen. Cs wurde ferner die Entsendung einer Aolont^cn-- Abordnung nach Paris zwecks Besprechungen mit der JCA beschlossen. Die JCA ist insbesondere zu ersuchen, die Bedingungen der Ansiedlung in der Monteftore- Kolonie in Uebereinstimmung mit den Forderungen der Kolonisten zu regeln oder die Kolonisten auf geeigneteren Boden zu bringen. Kranke und Geschwächte verlangen sofort unsere aussützrlilbe u. Iojlinl. 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