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Der Israelit · 1927-05-19 · Heft 20 (19.5.1927) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 20 (19.5.1927)
Date
1927-05-19
Page
– (sequence 14)
Language
German
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* r Sötte lo m. ® * r 3 l i t 18i 2Zlat 1827 als einer Viertelstunde war es vollbracht, war die Flasche wieder ausgetauscht und er war wieder in seinem Hause. Boris atmete schwer und sprach nichts mehr. Auch er, Mattes, begab sich erregt, aber zugleich tiefbeglückt, wie einer höheren Gnade teilhaftig, zu Bett. (Fortsetzung folgt.) Wer war öer LUlkjM M? Am 2. Jjar waren es 209 Jahre, daß der große, unter dem Namen „Chacham Zwi" bekannte Rabbi in Lemberg gestorben ist. Einige Notizen über das Leben und die Schicksale dieses merkwürdigen Mannes rnö^en ^ier sollen: Sein eigentlicher Name war Nabln Zwi Hirsch Aschkenasi. Seine Väter und Vorväter Zählten zu den Größten in Israel. Bei den Verfolgungen in Polen und Litauen zur Zeit Chmelnitzkis flüchtete die angesehene Familie Efraim Cohen mit unzähligen anderen aus Wilna, und dabei passierte es, daß Darob AlWttllsi (Later Des Wllcham amt), Dkl Schwiegersohn des Rabbi Efraim war, von der Familie abgesprengt wurde, und, allein im Walde, Schmelnitzkis Kosaken in die Hände fiel. Durch ein Wunder wurde er im letzten Moment, nachdem er bereits den Kopf auf die Schlachtbank gelegt hatte, gerettet. In der Angst, anderen Banditen in den Weg zu kommen, sich 3a!8ß Aschksnssi unksv Mi jüdischen Erschlagenen aus den Boden und wurde so von den vorüberziehenden Horden, die ihn für tot hielten, unbeachtet gelassen. Wilnaer Flüchtlinge, die der grausigen Szene von einiger Ferne zuschauten, waren gewiß, daß Jakob unter den Toden weilte und überbrachten Die Kunde von seiner Ermordung nach TMitsch in Mähren, wohin die Familie Efraim Cohen geflüchtet war. Auf Grund dieser Aussagen hatte der Rabbiner von Prag, Rabbi Heschel, der Frau des Rabbi Jakob (Tochter des Rabbi Efraim Cohen) erlaubt, sich wieder zu verheiraten. Allein allem Zureden der Eltern, der Freunde und des JUWtmm zum Türtz«, uM« Uj>[«re von der Wiederverheiratung nichts wissen, weinte Tag und Nacht um ihren Mann und schlug, obwohl noch jung und schön, alle ihr angetragenen glänzenden Partien mit der Begründung aus, daß sie ihres ermordeten Gatten nicht vergessen könne. Wie groß war das Erstaunen aller und die Freude der Familie und besonders der Frau, als nach einem halben Jahre etwa der vermeintliche Tote plötzlich in Trebitfch ankam und im Haufe der Seinen erschien. Von diesem Ereignis an hatte Rabbi Heschel es für alle Zeiten abgelehnt, auf Grund von Zeugenschaft die Wiederoerheiratung einer Aguna (einer Frau, deren Mann verschollen ist), von sich aus freizugeben. Ää sich in Wien öle üage n!chj!)esier1e, Iil!eben die Flüchtlinge zunächst in Mähren. Im Jahre 5420 wurde das wiedervereinte Ehepaar mit einem Knaben beschenkt, es war der spätere „Chacham Zwi". Rabbi Efraim Cohen, der bei der Flucht aus Wilna fßin MM gxoßöü MrmöW vßkUMN hatte, nahm eine Rabbinerstelle in Budapest an. Dorthin verzog auch Rabbi Jakob Aschkenasi mit seiner Familie, und der Knabe, genannt H e r - schele, wurde von Vater und Großvater erzogen. Seine genialen Fähigkeiten erregten aller Bewunderung und lösten in der Familie die weitgehendsten L^ossnungsN ««-ff ds^ spistss TWÖJ weil übertrossen werben sollten. In jungen Jahren ging Herschele nach S a - l o n i k i, wo sich damals unter Führung des Rabbi E l i j a h u K i b o ein bedeutendes Zentrum der Thora befand. Er saß zu Füßen dieses Meisters und erhielt bald den Titel Chacham. Obwohl noch jung und von Natur aus sehr bepiD&n, mim er Dorf, miß pior in lonpm tinopel, wie ein großer Gaon gefeiert. In seinem Responsenwerke „Chacham Zwi" sind halachische Entscheidungen enthalten, die aus der damaligen Zeit stannnen und um die er von Rabbinen und Gemeinden angegangen wurde. Er zählte damals erst 18 Jahre. In diesem Alter begibt er sich von der Türkei über Belgrad, wo ihm ein ehrender Empfang wird, zu den Seinen nach Budapest. Er heiratet dort die Tochter einer reichen und sehr angesehenen Familie und widmet sich, bar aller materiellen Sorgen, dein rneiteren Studium der Thora. Ern großes Unglück traf ihn im Jahre 1686, da Budapest von den Türken belagert war. Ein Geschoß verirrte sich in seine Wohnung und riß ihm Gattin und Tochter, damals einziges Kind, von der Seite. Er selbst wurde wie durch ein Wnndss Zksktttt, Wt öks MM fein 88ngk§ Vermögen im Stich und gsht noch S ö r ä j e w o, um der Berufung als Gemeinderabbiner Folge zu leisten. Der Krieg folgt ihm aber auch dorthin. Er geht dann nach Venedig, von dort nach Fürth, dann nach Prag und endlich nach Berlin. Er verheiratet sich zum zweiten Male, und zwar mit der Tochter des Oberrabbinm Der Droi MminDM Mono, HlmikMg unD Wandsbeck, Rabbi Meschulim Salman M i r e [ s, und zieht mit seiner Frau nach Altona. Dort wurde ihm ein prächtiges Lehrhaus errichtet, wo er sich ganz dem Studium widmen konnte. Bald hat er einen großen Kreis von Gelehrten und Jüngern aus aller Herren Ländern um sich, und er betätigt sich als Lehrer der Thora für alle feilen. Im Jahre 8457 beschenkte ihn seine Frau mit einem Sohne, der nach dem Vater den Namen Jakob erhielt; der spätere Jakob Emden. Als 10 Jahre später sein Schwiegervater, Rabbi Meschulim Salman Mirels, starb, einigten sich Hätllßurß lllld Wandsbek auf Me dghj Rabbi Zwi zum Oberrabbiner. Altona dagegen war in zwei Parteien geteilt. Ein großer Teil der Gemeinde Altona stimmte für Rabbi Mosche Rothenberg. Es kam Zwar zu einem Vergleiche dahin, daß in Altona das Rabbinat von beiden Rabbinern verwaltet werde. Der ^u^tand behagle aber Rabbi Zwi nicht unv um Reibungen aus dem Wege zu gehen, folgte er im Jahre 5470 dem Rufe der Amsterdamer Gemeinde auf den Sitz ihres Rabbinates. Dort entfaltete er eine rege Tätigkeit und wurde von allen Kreisen in höchstem Maße verehrt. Um diese Zeit führte ir 8W mit aller Energie Den lomnf gegen Die Anhänger des S a b b a t a i Z w i, die auch nach dem Uebertritt und dem Tode des Verführers ihr Spiel nicht aufgaben. Damit machte er sich aber bei großen Teilen der portugiesischen Gemeinde unbeliebt, was dazu führte, daß er Amsterdam verließ und sich nach London begab, wo er von seinen vielen Verehrern mit großer Herzlichkeit ausgenommen wurde. SBir irejjen ifjn jj^äter in <£ m b e rt j verstadtund wieder inBerlin. In B r e sl a u verheiratet er seinen Sohn Jakob (Jakob Emden), damals 16 Jahre alt, mit einer Enkeltochter des Rabbi N a f t a l i K o h n , des bekannten Frankfurter Oberrabbiners zur Zeit des großen Ghettobrands. Rach ärgerem Aufenthalte in Polen und in Hamburg wird er als Jeschiwaleiter nach Lemberg berufen, wo er sich in kurzer Zeit infolge seiner Gelehrsamkeit, Frömmigkeit und seiner reichen Kenntnisse in den profanen Wissenschaften die höchste Achtung auch des nichtjüdischen Adels erwarb. Er beherrschte vollkommen Diß Dßuifcöß. tMischß, smnZösisHs und itsliittischi Sprache, neben der immensen Thoragelehrsamkeit, die ihn zu einem der Größten aller Zeiten stempelte. In Lemberg starb er^ im Jahre 5478, kaum 60 Jahre alt. 2!-S Befamtie Pension 9B o f f f In Pcr^renki^chen Ijni if)v £)«us einem lim 6 au unterzogen, so votz vem Publikum nunmehr ein sehr eleganter Speisesaal für 70—80 Personen, sowie eine gleichgroße Südterrasse zur Verfügung steht, wo mehrmals wöchentlich 5 Uhr- Tees bei Konzert stattfinden; außerdem sind eine Reihe komfortabel eingerichtete Fremdenzimmer neu erstanden. Ainderecke. Rätsel. Als Erstes einen Vokal vor einen biblischen Namen stell' und hinter dieses, wähl eine Bezeichnung für Herrscher schnell. . Haft Alles im. geraten 'und auckl ocroulwcnWow so war'g vor langen Zeiten ein Mann, als Arons Sohn. I. Schönberg. Zu dem jüngsten Rätsel in Nr. 18 sandten noch nachträglich (vor Veröffentlichung der Lösung) richtige Lösungen ein: Frieda Diller, Frankfurt a. M; Walter Kahn. Frankfurt a. M.; Schülerinnen Tnmw mm. mim MD Ma MMNDWW. DMvöchheim; A. Goldbetg, Pforzheim; David Kahn, Kattowitz; F. Feiselbeck. Lezapk, Klein-Polen; S. Ottmann, Gladbeck; Selig Nutzbaum, Wiesbaden; Karlo Zipfel, Wiesbaden; Isaak und Jakob Nutzbaum, Fulda; Moritz Nagelberg, Wien II. vom 21. n 28. Mat 1827. I vom 18. 86. 3jar 5887 Samstag 21 Ily'0pN2 '*7 pS Sonntag Mai 22 20 Nontag 23 21 vienstag 24 22 Mittwoch 25 •23 Donnentaa 26 '24 Freitag 27 25 Rausch Cbaudesch Benschen Samstag 28 26 Mauled Dienstag vorm. 7 Uhr 18 Minuten. <E# ist ausschließlich Sache der Leser, die im Inserate«, teil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder lenlüs« Ängaöm rkligionszcschlichen EhmaMr» auf ltzrr Zuverlässigkeit zu prüfen. i Elektrische Beleuchtungskörper Gele g enheilskäufe Herrenzimmerkronen . 3 flammig, echt MeSSt„& M, IgM Sflammig, ......... MK. 28.50 Speisezimmerzugkronen 4flammig, mit Seidenschirm.Mk. 38.— Schlafzimmerlampen.Mk. 9.- Deckenbeleuchtungeniür aiedr® Räl£f Seit| 18961-1Kein,Ladengeschäft, daher billigste Preise Ji GiSöhler, elektrisch. Anlagen Gr. Bockenheimersfr. 521. - Telef. Hansa 5079 In Scheveningen (Holland) in Hotel-Pension Nordsee findet man besten Aufenthalt. Das Hotel steht unter Rabbinatsaufsicht und ist eine Minute vom Kurhaus und Strand entfernt. 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