Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 19 (12.5.1927)
- Date
- 1927-05-12
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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TpS?^ ,} Seite iö Nr. 19 Der Israeli! 12. Mai 182? denen ^noch vor mir. Wahrscheinlich hat man dir viele Klassiker ... ft' - ich kenne meine die Hand der Kosaken gelegt sei. Mit habe er nicht gern zu tun. Kornossof, der'su deinem Barmizwahtage geschenkt; Verwalter im fürstlichen Hofgute und verbissene ,'w gfaubc> bo6 aIfc «a,fiter bekommen Judenfeind, — das stand sicher — habe bereits - habe." iirit bent Ko^crken^etrncrri bicfe ^reunb|t^a|t geschlossen. Die Aufregung und Angst im Städtchen war vielleicht übertrieben, aber nicht ganz unbegründet. (Fortsetzung folgt.) Kleine Geschichten. Die Barmizrvah. Welche Bücher der ^üdisr^eri Litercrtu^ hu aber zu dem Tage, der dich zu einem Miede der jüdischen Gemeinschaft macht, erhalten?" „Nur ein Machsor und eine Mischnah." Der Professor blickte den Vater des Knaben an und sagte: „Du bist Vorsteher in der jüdischen Gemeinde! Gibt es dir nicht zu denken, wenn zu dem Tage, der ganz der Gedankenwelt des Judentums geweiht sein sollte, die meisten Juden Schöpfungen anderer Gedankenwelten kaufen? Es muß ja ein Vergnügen fein, Bücher dsr jüdischen Literatur zu schreiben oder zu „erlegen, Wlsti m Wohnung B8HUI, W ipz Msiptsjch!iüenn Uv größte Teil Uv A„fld W, Mainbestrebten, einen Rang im gesellschaftlichen Leben einzlatur zu werden! Ihr Vorsteher jammert über den Rückzunehmen. Denn für diesen Verkehr waren die drei größten und schönsten Raume hergerichtet. Es war gang des jüdischen Interesses; aber selbst die meisten unter euch beachten wichtige, naheliegende Gelegenheiten dieses ein'Luxus, der eigentlich einem Manne, der sich nicht, die das jüdische Interesse fördern, — und die nicht einbildete, nach dem Worte der Thora zu leben, nicht > genügende Beachtung der Bedeutung der Schöpfungen rttlffrtlth Qmftf Qtmmn»* mrtrrtw ^nv»S Slf i Zi. f XL* anstand. Zwei Zimmer waren zu viel, und das Kapital, welches Einrichtung und Miete der beiden Zimmer aUSmacht«, hätte mctndper menjdpndpen?j3jüd^ mcmüjem gemvmnützigen Zweck zugute kommen können. Erst gestern hatte ein Angestellter des Besitzers dieser Räume bescheiden um eine berechtigte Gehaltserhöhung gebeten, war aber abgewiefen worden, da der Geschäftsgang nicht erlaube, das Gehaltkonto noch mehr zu belasten. Erst gestern war das Schreiben einer Wohlfahrtsanstalt unerledigt in den Papierkorb gewandert ... . Die Ausgaben halten sich in der abgelaufenen Woche «lud) gar zu sehr angef>äuft. 2Bar dock) am ^eutigen Salital ble Rarnnzwah bes ältesten Sohnes! Der c-enommierteste Kunstgärtner der Stadt hatte Treppenaufgang und Wohnung in einen Garten verwandelt. Der Synagoge war zur dauernden Erinnerung an den Tag ein silberner Thoraschmuck gestiftet worden. Doch das waren noch Kleinigkeiten gegenüber dem Festessen am morgigen Tage in der Loge, das mit siebzig Gedecken eine Summe verschlang, die wahrlich gereicht hätte, jemandem eine Existenz zu gründen oder ein armes MDtfitn zu NMirlMii. Der Gottesdienst war vorüber, der Varmizwahjunge hatte fein Pensum zur allgemeinen Zufriedenheit erledigt und stand nun am Fenster in der Ausschau nach den ersten Gratulanten. „Papa! Mama! Der Professor kommt!" rief er plötzlich lebhaft. Ae‘ |(f)aft mit dem Srojjoeltet Professor, sie sprach gern llM ihm. aber feilte Üfegönwart machte sie unruhig. Sie i SIMM. W feino MM. fest bliMM AUM sich nicht nur in die Geheimnisse der Natur versenkten, sondern auch in menschliche Seelen eindrangen und das Unwahre und Oberflächliche vor sich ausdeckten. Doch es waren nicht nur die Augen, auch der Mund des Profeffors tonnte peinlich werden, Meser Mnnd sprach gar zu leicht offen aus, was das profesiorliche Gehirn dachte. Die Hausfrau belgrüßte den Verwandten mit den MMi ist flfffj E80 BH WN BBI Ütm ZksUMf; schwärm kommst!" Lächelnd erwiderte der Profesior: „Ich will nicht entscheiden, ob mein frühes Kommen meiner Nettigkeit oder dem Besucherschwarm zugeschriebenwerden muß." „Lieber Vetter, diese Antwort nehme ich nicht an; ich betrachte dein familiäres Kommen vor der Gratulationskur als Zeichen verwandtschaftlichen Empfindens, — unb itS^ Jpojje ba^er, Dag b-u trog Seiner fopbaren Zeit morgen bei unserem Festesten nicht fehlen wirst!" Der Angeredeie schüttelte den Kops und sagte: „Wenn ich noch lebe und gesund bin, will ich gern zu dem Hochzeitsmahl des jungen Mannes kommen. Doch die Barmizwah erscheint mir noch nicht das geeignete Lebensalter zu einer großen Feier. Man gibt auf diese Weise solch einem Jungen eine Bedeutung, die er noch gar nicht hat. Wer trotz des Ernstes der Zeit eine Gesellschaft geben will, der sollte nicht eine Barmizwah zum Vorwand nehmen." Der Professor wandte sich an den Knaben mit der Frage: „8Vas hast du gesagt?" „3re gange ^rbralj unb ble Haftarah^. „Die heutige Sidrah ist nicht leicht. Ist sie dir erklärt worden?" „Ich habe sie nur übersetzt; zu mehr hat die Zeit nicht gelangt." „Nun, bisher warft du noch ein Kind und hast für dein Tun nicht die volle Verantwortung getragen. Jetzt bist du aber Erwachsener. Von heute ab darfst du eine solch« Stntmori nicht mehr geben. Du bist ein SBar wdizmatj, ein <§„hn her gervorhen^ beshcclb darf dir nicht genügen, den Wortlaut der Thora, der Offenbarung Gottes an jeden Abrahamsnachkommen, zu verstehen, du mußt auch ihren Sinn zu erfassen suchen, damit sich der Geist -der Thora mit deinem Denken verbindet." Der Professor machte eine Pause, um den Eltern Gelegenheit zum Fortspinnen der Unterhaltung zu geben, doch da sie schwiegen, wandte er sich wieder an den Jungen. ..Du hast. roohl auch deshalb kelen Zeit gesunden. Göll Du CDarlos Hillens unD Walllöf Mott lesen muWst?" „Wühsf du das mt%l DnM9" staunte ihn Uv Junge an. „Weil ich auch einmal ein Junge wie du war. Damals hatte ich in deinem Alter Campes Robinson und den Lederstrumpf längst hinter mir und die Klassiker der jüdischen Literatur ist eine solche verpaßte Gelegenheit. Viele unter euch wären, wenn sie ihre Geschäfte s? sWssst ™mi m Sir itmin iMMlgMn Aim» legenhetten des Judentums, in ihrem geschäftlichen Wirken so bankrottiert wie in ihrem jüdischen." Es kamen Gäste, und der Professor verabschiedete sich. Saly Geis. Ainderecke. *n i •» n o»py nw rftvnn ts ■»»ik n»K3 »i»pn x^> n ivia nxi 'iroia1? X'2in nx n nbw 'Nttr ia *npa - anxana ■ni»'»» - unpto m: m ’sm ty bü f« , mwtotodu Mm im »ai am Imi >aa ^aiaa -mxsnVi 1122^ 12^ Tnw nxin irivx '•»nnan ’j» axi M Nil p'lL »'X '1' E. Agulnik, Bad Kreuznach. :pmö flw'wan maa^» rui* ap’i -n»i »•»irm v'aan muni tf’enn Knaa» xi^aa vVx atapm l!?a.a ■»o’ao ->w ^am jma *ixp atx nya* a’aat nxxann •»anxiJ tr>T’aVn,a D’soxna :n^n n*aaw naarfc ’raw an ."'HVaV' maj p’baa anx .onrnm D’a^a^nn, an -a'ata.a maw mxxa.a o’saa naan np^ann ’anx ..aain.a •'Tin" Tiflj mp um nnn« mtm mm pius D’xnaBm.a Vy .as'i nVia^ nxxa.a nxaa Wrian p ’anx •namn aninaa hw tpsi.a aiapa anaa naa nam Mb ]nu naian naty.a *]ioa xaaa am1? 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M; I. 5). Tempelho^. Saarbrücken II.; I. Lupo lian« ki, Karlsruhe i. B.; Guste Brecher. Gelfenkiichen; Senta Berlinaer. Sckweinfurt a. M.; Lotte und Bernhard Lubinski. Schweinsurt a. M.; Mirjam Rotbenberp, Breslau; Paula Maraulies, Bremen; Schlager, Essen; Leib Domowitz, Eydtkuhnen; A. Lilbermann, Düsseldorf. *nmi ^01 mso rr»n mor an'aa nx a»a^> pn’a^nn m.ala,'X3 na»n n^nna aia^^ an a'xa an’a’mn. ^a na»an nnx ''»aa -ann ■»a’a nmaa an^ nnaa1 ’a bm p»na annxn 'anxi niavini xaaa apaal iax a'aaaV jna»n j?T7jp-T 'ji=nzrn 'iT’-iap' FtSlFf .staxn na^nai *?nan a'a fnann^ iax a^a^an aaia^n nnx f»pa pia bruan sna»n -jiva •’,,x b& ’aasran ^raan xin» ’»» ar»! .xaa»n *»»aa aaa*?» n» ^aa a’Ta^nn nx aia^> by a’avx ^naan anaa ana» ^aar» ia^ a'anaa VnaanEa’aarn na’na nsr»a ♦aaonn'aa iniananni a^'.a imanann nxlanab anmn^ aa’ar» bh^V msa ns*i ^~?nn *rraa ~?irnr snjv an? imi bai ir’aa ^3 MDb 8319 5,mn >Dy»ra ns 8'»^» •inx Va bv iaai'2 ama» na nx npVnan 'N'a^n nnx npVnav> lansv wa^a a’soxna naana nxann nxna nnx n^'i naahn ‘ nna p’^na nnx n^'i Elektrische Beleuchtungskörper Gelegenheilskäufe Hewenzimmerkronen 3flammig, echt Messing;.. . 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