Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 17 (28.4.1927)
- Date
- 1927-04-28
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 Nr. 17 Der Israelit 28. April 1927 Dabei halfen uns, selbstverständlich, alle Gemeind^ HMkli PSdkMkNvkll BklMtz steuerte eine vor schönsten und rvohwrganrsisi'- testen Gemeinden, die von Riga, sowie die Juden Kurlands bei. Ein Jahr später waren aber die Juden von Kurland und Kowno felber sra zur Peßachzeit. Der Oberbefehlshaber der Armee, Nikolai Nikolajewitfch und sein Gehilfe Januschkewitsch, erklärten sämtliche Juden seines Gebiets für Spions und eriwsien ^kn Ausweisungsbefehl gegen sie. Reiche Leute, Wohltäter, Gelehrte, Bürger wurden in alle Ecken und Enden Rußlands verschlagen. Ihr Fest war getrübt. Als bitterer Spott klang aus ihrem Munde das unnn pn , Der LkMnMlH Der OuDon war gefüllt. Da zeigte der mnpj bp feinen am ’ir>pn ll'p-rr ynss Es ist schwer, das Peßachfest von 1917 zu vergessen. Wie es geschrieben steht (a~s 'ra "a a’aVra/i n« löst# iw» ü'vsiwn ■w» nm nvso rwsu 'iTTIiT 12^>Q1 'vb!2 "Q' ^21 so erging es uns in jenem Jahre. Es war wahrhaftig *ein iiniin pr-Man kann »ixbn.'pi *?sr sagen, daß es im Einzelnen noch größer war, als trix» NX'X'' denn damals flohen die Juden vor Pharao, während jetzt t>sspi np bai nsns f?ft?F fiisijen mutzlkw nJöDrcnD wir Da DiieDen. •uhfV ab prp rrb tamp m babi Nikolaus ll., Januschkewitsch, und sämtlichen Ministern ist es nicht einmal gelungen, zu entfliehen. Das Verderben hat sie erreicht. -1111 in •••unnn pT Wie reagierte Das jüDilöjt Mt auf all Diöfö Tchröllm? Wodurch rächte es sich? Einst wurde der bekannte Berliner jüdische Gelehrte R. Elieser Landshut von einem Christen gefragt, ob es wahr sei, daß die Juden in den mn'^v die Christen anklagen? „Ja, es ist ^tjFf FFnNöMk LaaDZtzul mit MrDe; Mi Hobt uns gemetzelt, vertilgt, vernichtet, geplündert, bedrängt, gepeinigt, und wir haben euch beschimpft. Habt ihr etwa erwartet, daß wir euch dafür segnen? Doch während unter euren Schlägen Hunderttausende von Juden zugrunde gingen, ist noch kein Christ an unseren riin'bv gestorben." •'i 6*TOi aj?ib Vij? bj?n Unlängst meldeten die Zeitungen, daß sich am Vatikan ein Verein „Amici d'Jsraele" '2,irr) si?rriw gebildet habe, zu dem viele Kardinäle und andere Würdenträger der katholischen Kirche gehören. Der Verein behauptet, keinerlei Missions- WSSö Mfölm SU mUm er wolle vielmehr erstreben, im Bewußtsein allen den Juden bisher seitens der Christen zugefügten Unrechts, gemäß dem Geiste der christlichen Kirche mit den Juden in Freundschaft zu leben, wie es der Stifter und die Apostel geboten haben. rrav ^rriw wird darauf sicherlich nicht entgegnen: „Timeo Danaos et dona ferentes" („Ich jflrujfe Dii ranasr (D. D- Dia ößinDo), auch roonn sie Gaben bringen.) Rein, wir werden sagen: ..im ptb nimm i2v'j?i imiw -fii2 Wir haben den Zeitpunkt erlebt, da aus Rom, aus dem wie aus einem Füllhorn, Verfolgungen, Inquisition, Di nb'bv' auf die Juden einströmten, endlich das Wort des Friedens, der Liebe und der Gerechtigkeit erklang. —ivm *vi“r bss —lani^n 7»»- Ein neuer Frauenberuf. Diälasstskentin. In der Stoffwechselabteilung des Eppendorfer Krankenhauses, hat der dirigierende Arzt, Prof. Dr. Brauer, eine interessante Neuerung eingeführt, eine europäische Kuriosität vorläufig, denn bisher hat man Diätassistentinnen nicht gehabt. Diese jungen JNüdcherr stellen die Vermiitlunc^ dar ^roisc^en *wV in dsr statt d«r Sishengsn Müssenzuvereitung Tür reden einzelnen Patienten täglich ein vesonderer Speisezettel zusammengestellt wird. Man hat Nahrungsmitteltabellen ausgearbeitet, die in den Küchen als einziger Bildschmuck an den weitzgetäselten Wänden hängen, aus denen die Diätschwester genau nach Angaben des Arztes die Mahlzeit für ihren Patienten zufqmmenstellen kann. Es ist foz. eine Rechenmaschine für medizinische Mahlzeiten. Denn in einer solchen. Küche wird für 40. 80 ÄwWkchfklkraMe veiWeDensM AN Qi&ntfrt. Da beim es aufpaffen. Es komme» für diese» Posse» nur junge Damen mit abgeschlossener Lyzeumsbildung, die kochen können, in Betracht. Sie brauchen zwar nicht selbst Kartoffelbrei zu rühren und Krankenpuddings zubereiten, aoer sie müssen eine tischfertige Mahlzeit anordnen können mit Beachtung der Abwechslung in der Kost, der Zuträglichkeit für den einzelnen Patienten, der Sparsamkeit und Genauigkeit, und diese Mahlzeiten müssen nett ur.d appetitanregend angerichtet sein. Dr. Brauer schickt seine Damen Aur Erlernung Mnsn noch in LniuohMelSi um ein appetitanregendes Anrichten der Speisen zu lernen. Wichtig für alle Kranken, die an Appetitmangel leiden. Sie müssen wissen, wieviel Kalerien, wieviel Eiweißgehalt, wieviel Zucker die Speisen haben müssen, sie begleiten den behandelnden Arzt, nehmen von ihm die Zusammenstellung der Mahlzeiten entOMil. Dil mm Dann am DmNMiiiM, mitteltabelle» Ausammsttstölle» müsse». Ci»e mehr als interessante Aufgabe, und eine sehr wichtige neue Stellung, die man hier geschaffen hat. Vorläufig sind noch wenig Diätschwestern ausgebildet, und es kommen schon von Sanatorien und Krankenhäusern Anfragen: Können Sie mir eine Diätschwester abgeben? Badehäuser, Kuranstalten und große Hotels verlangen jetzt eine Person, die in der Diätküche ausgebildet ist. Jeder weiß, welche Schwierigkeit es hatte, iu etnenr noch so gut geführten Hote! eine Nütmahizrll, .einen E>asersrh!eim, leicht verdauliche Kost zu bekommen. Die armen Patienten verdarben sich weiter den Magen und reisten schließlich ab in Krankenhaus oder Heim. Die Mahlzeiten im Hotel sollen leicht verdaulicher und weniger fleisch- und fettreich sein, denn auch die Gesunden haben ein Interesse daran, gesund zu bleiben. Sie wollen gemischtere Kost, mehr Gemüse, mehr Obst, mehr Salate. Vitamine. Vitamine predigen Dii mim. Man Dal MW iss Meis fast nur Fleisch, Fisch, Mehl, Zucker und Fett bekommen» das soll anders werden. Die Diätschwester wird dafür sorgen. In der Eppendorfer Diätküche sind dt ei Gruppen, die für ca. 80 Patienten kochen müssen. Entfettungskuren. fiebeehafte Kranke. Herzkranke verlangen sine ganz verschiedene Zusainnrsnseßung der Nabrung. M KlndsvhMßllttdä sMt IU DM eine große Aoüe, für Lungenkranke mutz die Kost anders fein als für Magenkranke, und die salzlose und reizlose Kost der Nierenkranken muß auf das Sorgfältigste mundgerecht gemacht werden. Jede Krankenkost soll abwechslungsreich sein, kleine Mahlzeiten in kurzen Abständen, das erste leichte Frühstück, das aus Kaffee, Tee oder Kakao besteht, das zweite aus Vitaminen, Obst und Gemüsen, die m Mm, an® iWiMin mmh um 4 Uhr wieder Kaffee oder Tee, dann die Abendmahlzeit, dazwischen gibts Getränke für Fieberkranke und Kinder usw. Die jungen Damen sollen nicht unter 20 Jahre alt sein und wegen der Verwendbarkeit im Ausland auch wenigstens Englischund Französisch.gelernt haben. Sie werden vorläufig unentgeltlich im Eppendorfer Krankenhaus ausgebildet. Wenn sie in größerer Zahl ausge6Uhei roerbcn follertj rrtuf^ bem blankenhaus ein Seitiag gezahlt werden. Sie wohnen bei Eltern oder Verwandten oder werden im Studentinnenheim untergebracht. Diese einjährliche Ausbildung ist bei mäßigem Lehrgeld wenigstens kurz. Es gehört Liebe zur Sache dazu und eignen fick dazu nur solche Damen, die arbeitssreudig und lernbegierig sind und einen solchen Berus aussüllen, die Arbeit nicht nur als Arbeit, sondern als Studium betrachten. Wenn sie dazu noch ein angenehmes BIessrr, pula Former», rasche Airffassnrtg unb eimcts Ol!t fö iiirffe &iefe Äellnng sich besonders auch für schon reifere Damen. Die ganz Jungen, die nur das Lyzeum und ein Jahr Koch- 'chule hinter sich haben, müßten sich genau prüfen, ob sie eine solche Stellung aussüllen können, die immerhin etwas Kopfarbeit erfdrdert. Vorläufig — und das ist der große Vorzug dieses neuen Berufes — ist er noch wenig ausgefüllt und dürste den. Frauen ein willnommenes neues tsfn: 88s mm m M UM Der MsllM Dkl AMhllllllg wegen ueveisMnng llllSMMwenn sss ich beeilen, sich im Eppendorfer Krankenhaus oder Berliner Lettehaus anzumelden. Ainderecke. v9v na mn ü -m« iunn cm Vai ’Va ♦nun pm 'n« rri.i '22X '•»mpa Ton cm ’nV .'3 111' 71NP2 v'211.1 . . ''22S.1N ÜN1 -'INLvp 1',12 ''2X1N px •’jpian in nx^> 'itnrn ™ an iti« ö . --'Mtttoh hb1»h Vi) ik pvvv n*vt? lywbooiy na^ öma "Pöri// :ni'nm ri2 mn :]>W1 vm «wl W« MW! uw» m (1 '70// (2 " •isiü'i^ - "i'ni" iss "DX// (3 •pan.i nx i’pna in iikV "föfl// (4 .".ivin.i nasi" airiDD "tlÖS// (5 Nichtige Lösungen sandten ein: Frieda Diller, Frankfurt a- M.: I. Luvdianski. Karlsruhe i. B.: ÜZWQi Mllkl UND 3aR0D MtzDllUIN. WMDllDSllI Lotte und Bernhard Lubinski, c-chweinfurt a. M.>,- I. H. Tempelhof, Saarbrücken; 2l. Silbermann, Düsseldorf; G. Katz, Stuttgart; Jenny Fischbein, Halberstadt; M. Nagelberg II., Wien; Selig Nutzbaum. Fulda; Oskar Artmann. Remscheid; Paula Margultes. Bremen; B. Heymann, Siegburg; F. Häusler, Duisburg; S. Schlager, Essen; Viktor Hammel, Frankfurt a. M.; Schülerinnen Emmy Kahn, harrst ^.eubenberger otö Dettshöchheim; Emanuel Trotz. Karlsruhe: -A. Goldberg. Pforzheim; Bella Weinreb. Frankfurt a. M.; Ernst Grünglück, Frankfurt a- M.; Nathan Reich, Hamburg; Leib Domowitz, Eydtkuhnen; Hans Zinkes. Frankfurt-Rödelheim; Herm. Stern, Hrusov; Joseph Philipsohn, Schüler der Adaß Iisroel-Schule Berlin; Fritz Grotzmann. Frankfurt «, M.i mm mmol, MllMM a. M.i Dklinan Bloch. Wien; Hannay Deiselbeck, Lezaisk L. BÄRBARINO Frankfurt a. M. INHABER A. STERN gegründet 1887 Cigatotton CIGARREN Ti*11» feinste Hamburger und Bremer Fabrikate Import von Havana-Cigarren und -Cigaretten Kaiserstraße 7 Kaiserstr 81 “*”* Zeil 88 Versand nach auswärts Das Haus der guten Uhren Ittatt Gr. Friedbergerltr.43, Ecke Schälergalf e Fett Schweizer u. Mütter Präzisions uhren L.LL Moderne Juwelen, Gold- und Silberwaren in großer Auswahl Das neue Besieckl 10 fli: Sinmuflafia. m äas Auflai2?j2ll28 m suite SÜh&PJil&tieÄ Versiärl^L FeiasieJuwellerwa.ro, uni>e^renzt haltbar! 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