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Der Israelit · 1927-04-26 · Heft 16 (26.4.1927) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 16 (26.4.1927)
Date
1927-04-26
Page
– (sequence 6)
Language
German
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□Etil ß 3Il 18 St j Israeli! 36. April 1827 führung des bloß Empfundenen hervortritt, womit er wahrscheinlich den Zug des Juden in Paulus verstanden wissen will. Indem Vf. sich ganz auf den Standpunkt der neutestämentlichen Quellen stellt, muß er die Evangelien für älter halten, als die Episteln, zumal er sich ja ohnedies von Schleiermacher trennt. Dann rückt Mathäus an die erste Stelle — es ist das am meisten jüdisch, sogar talmudisch «ussshends Sörmgelium, — Dann MW Dp IMntum miMvultt ih tst&llp fißl ößP Schöpfung bas Ehrrstentums zugestanden werden. Das sind Folgerungen, an welche Vf. wohl nicht gedacht hat und die doch aus seiner Darstellung von selbst heroorgehen. Da er Paulus hauptsächlich als Missionär schätzt, so liegt ihm selbst es gewiß nahe, als solcher zu wirken, daher wohl auch seine anerkennende Stellung dem Juden gegenüber und das (wenn auch nicht ausdrückliche) Abrücken von Chamberlain und seinem Gefolgt. 'Ls. hal Taue Barftellimg m das Licht dsv Kufist gestellt und dadurch tritt Paulus dem Leser menschlich näher. So kann er auch, ohne jeden Augenblick in der kalten kritischen Luft zu atmen, für seinen Helden Teilnahme zu gewinnen suchen. Dem Zwecke dienen auch die zahlreichen bildlichen Darstellungen aus dem Leben des Paulus, dis aus die Rsrraisflrrics und dl« Hroßen MWk WSS Wt ' ' Eines l)ai uns Pf. gezeigt: Es gibt eine Darstellungskunst, welche um so mehr ergreift, je weniger sie alle Wege der modernen Kritik wandelt und der man doch nicht Verflachung der Behandlung vorwerfen kann. Vf. liegt mehr daran, den Geist seiner Quellen hervortreten zu lassen, als die oft unduldsamen Seitenblicke von hier aus aufs Judentum zu richten. Wir geben das gern zu, ohne uns dabei von unserem jüdischen Standpunkte zu entfernen und uns im Geringsten dem seinigen zu nähern. Unter diesen Voraussetzungen können wir gero*? Sü© unter ntn Dielen öönlpon Zllk M- Oreitung empfehlen. Hoffentlich mtb die hier schon «»- gskündigte Fortsetzung diesem ersten Bande entsprechen. Rabbiner Dr. L. A. Rosenthal. Frankfurter Berichte. Beethoven-Feier in der Realschule. •dpi ppff'i ns'i> nu> An uns Juden ist es. das Schöne Japhets jsdsrzslt unD m nMen, dqIorDom sbsrta, ä C3 ÜllZll Dßtirögt. lifl}ßPH lötiin himmelwärts zu heben und uns Zu vervollkommnen strebt, wie es bei der Beethovenfchen-Musik der Fall ist. Beethovens Musik ist ganz Ausdruck, seiner nach dem Hohen und Höchsten strebenden Persönlichkeit. Sie ist erfüllt von Ehrfurcht vor der Majestät Gottes, sie ist voller Religiosität, und den, welcher diesen Tönen lauscht, weht es an wie ein Ahnen der Majestät Gottes, sie ist voller Religiosität. . Ist doch die M.usik allein imstande, das zum Ausdruck zu bringsn. roas Worte nic^t wermögeTJj jj| QOff) Qt* “;|ermap bis föeröinöung Mischen Mnnlichsm und Uebersinnllchem, zwischen Irdischem und Göttlichem. Was wunder also, daß die Realschule der Israelitischen Religionsgesellschast sich für verpflichtet hielt, am 100. Todestage dieses Fürsten im Reiche der Töne, des gewaltigen Herrschers über die Gemüter der Menschen, feiner zu gedenken, Der unermiib-tid^en Tätigkeit 0teum«rm rvgf gslungcm rin mahryllsl kunftterisches Ensemble zusammenzustellen, bestehend aus den Damen Frl. Margrit Oppenheimer und Frl. Gustel Hirsch, sowie den Herren M. Firnberg und Konzertmeister Abrascha Schneider, die mit vollendeter Meisterschaft die genialen Schöpfungen Beethovens zum Vortrag brachten. Im Mittelpunkte der Feier aber stand eine längere Würdigung des Meisters aus dem Munde seines berufenen Interpreten Max Neumann, die darin gipfelte, daß es Beethoven, der immer von neuem den Kampf gewagt, der ihn über sich selbst emporhöbsn pt; um in tum mit pm Dopten Wönstt ZllH k* höchsten GutöS teilhastrg zu werben, allen irdischen Leiden zum Trotz sich vollenden zu dürfen. Die Feier war ein musikalisches Ereignis allerersten Ranges, und daß das Publikum sie als solches betrachtete, dafür zeugte der ungeheure Applaus, der den Künstlern zuteil wurde. Israelitische Kuranstalt Bad Soden i X. Die Israelitische Kuranstalt Bad Soden i. T.. die Te MM kmkilkllk unö mm Teil nett attsttaMi eröffnet ihren Sommerbetrieb am 2. Mai. Anfragen sind an Herrn M. Tannenbaum in Frankfurt a. M., Oberlindau 56 zu richten. Wir verweisen auf den Inseratenteil und empfehlen zeitige Anmeldung. Ein Frankfurter jüdischer Künstler in Amerika. ©ergei STibansf 9, ein e^emaligej" y ©r. i^oc^’l^eu tjiSX, MM MslNM? l^-hrer am Sternschen Konservatorium in Berlin, erfreut sich in Newyork als Gesangsprofessor eines bedeutenden Rufes. Zahlreiche deutsche Künstler, die nach Amerika Kommen, setzen bei ihm ihre Studien fort. Für dieses Jahr wurde Klibansky auch für die Meisterklassen in - Boston engagiert. Diesen Sommer beabsichtigt er seine Ferien in Deutschland zu verbringen. Chewras Schäumer Mizrvo. tu QtUeUnf David 3t eu Daus findet der allwöchentliche Turff am ra» morgen nach Schluß des Gottesdienstes Friedberger- Anlage in der Wohnung des Verstorbenen, Gausstrahe 14, statt. L.BARBARINÖ Frankfurt a. M. INHABER A. STERN gegründet 1887 Cigaretten CIGARREN? a b a k e feinste Hamburger und Bremer Fabrikate* Import von Havana-Cigarren und -Cigaretten Kaiserst^ugg J Kaiserstr 81 051 Zeit 88 Versand nach auswärts Beräntwortttch für den allgemeinen Teil und das Feuilleton S. Schachnorvttz, Frankfurt a. M.; Inserate t. SB.: ® Schach» uowitz, ebenda. — Für die pädagogische Beilage: Lehrer L. Kaufmann in Sprendlingen (Kr Offenbach). — Verlag .Israel©.n». £>.«., — Dr»a «ermon © Synagogen - Stickereien Sargenes, Talis Gebetbücher Kauffmann 2 Co., Bncl)hdlg. Frankfurt a.M., Schillerst r. 19, Hansa7220-22 ^siatattn Bavens E s»r btc Gemeinden Gatttngen unv Randegg mit Filialen die Stelle eines Rabbiners mit dem Sitz in Gailtngen, zunächst auf 3 Jahre, sofort zu besetzen. Gehalt; Anfangsgehalt der Gruppe X nebst Kasualien und schöner Dienstwohnung. Bewerber, die auf dem Boden des gesetzestreuen, Judentums stehen, wollen sich mit dem Synagogenrat Gailtngen in SSerbinbang setzen «nt> atö fdjrtft Ihrer SSetoer&Urtg •eit S>ett S^nagegeneat Der Synagogenrat Gailtngen. Junger akademisch gebildeter, orthodoxer Religionslehrer von hiesiger Adas Jtsroel vrioaten Synagogenqemeinde gesucht. Derselbe soll imstande sein, außer Religionsunterricht beginnend mit Anfangsgründen auch eine Thalmudthora zu organisieren. Reflektanten, die gute MWfs ]Mj tstwpiii UMilMM DntTttn mit Lichtbild qn Hans Srymaml, sivayolm. Bedeutende Aktien-Gesellschaft sucht zur Vertretung ihrer Interessen ,, an den Flätion I^anKfurl a. M. 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