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Der Israelit · 1927-03-24 · Heft 12 (24.3.1927) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 12 (24.3.1927)
Date
1927-03-24
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
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■v feite 14 Air. 12 lut ■ x 4 *•< — 24. März 1927 frankfurter Berichte. Aus dem Jahresberichte der |jeauenoeremtg«ng. (S&üMh mv unsSkL» isgim MkW zu Ihrer Kenulms brachten, haben wir wieder unendlich scywere Werten durchleb! und mehr wie je ist unjere Bereinigung genötigt, alle verfügbaren Kräfte einzuletzen, um in jqjmerjiev Wirtfcyaslsnot helfend, stützend uno lindernd einzugreisen. (Em ueoerblick über die Entwimung unserer Frauenoereimgung zeigt, wie erfolgreich ihre Arbeit war, wie diese sich ver.iesie, die Ziele net) erweiterten, wie das Land, das Mitglieder uno freunde eint, fest und fester wird und aue bestrebt sind, sich den gemeinsamen Interessen tjingugeberi unb )ie gu jurberrt. L)ayer brcmgt es uns, wir gw tzcm rtzssichs ^ing?n?mrnrsslonsn übergeyen, allen denen yerzuchfl zu danken, die sich in gemeinsamer Arbeit zusammensinoen, um durch opferwillige Tätigkeit und materielle i)hfe ihre Kräfte der guien Sacye zur Verfügung zu stellen. 1. Unsere U n te r st ü tz u n g s k o m m i s s i o n hat im vergangenen Jahre ihr Feld erweitern müssen, da immer meyr Mittelstandstreife in den Strudel der Wirl- Ichaflskrise hineingezogen wurden. Es galt, in diskreter Weise Kamillen, deren Ernährer erwerbslos waren, zu stutzen, wir haben Witwen und Waisen, Alte und Kranke mit Lebensmnteln, Kleidung, Feuerung versehen, Kurunn mwmiim amm. um üllkZ Ml Ml ö8M gkSAö yiifLvököuichllst nißjter IM[b möglich, aus Mim weitere Gebesreudlgteit mir gern hoffen. Hierbei möchten wir auch der ersprießlichen Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsbeihitfe und der weiblichen Fürsorge gedenun, die von beteiligten Vereinen als segensreich empfunden wird. 2. Ganz besonderen Anteil an unserer Liebestätigkeit hat unsere Nahstube, die uns mit größter Vereilrniliigkclr Wett- und Ucrburäjchc, UlndcrkkclSsv und ksäuglingswäschk g«r stsUte. iyipe W[kmgen nxrrcn um io uerDtenftooller, als es nur mit vieler Muhe gelang, die hiesigen Firmen zur kostenlosen Ueberlassung von Stoffen zu veranlassen. Diese Stoffe wurden von den Damen der Nahstube zugeschnitten und verarbeitet, wofür wir ihnen vielen Dank sagen. -'3. Wie alljährlich erfolgte wieder die Ge sch irr- Verteilung z u P e s s a ch , um den wirtschaftlich Schwachen den teuren Jonuof zu erleichtern. 4. unjerer ©lelXennermittlung mar es möglich, 121 Köchinnen, 3 Stützen, 12 Klnvertnavchcn unD 10 Ausyilfrn unterzubringsn. Auch konnten wir einer Anzahl Lehrmädchen und Schneiderinnen Arbeitsstellen verschaffen, in denen sie ihren religiösen Pflichten genügen konnten, was dankbar von ihnen eupfunden wurde. 5. Eine der erfreulichsten Schöpfungen der Jüdischen Frauenvereinigung ist der Hort fürjüdische Mädchen, der von dem Hortvorstand und den Hortleiterinnen immer mehr ausgebaut wird. Er gewährt annähernd 100 Kindern Pflege, Erziehung und Erholung. Wir haben die feste Hoffnung, daß diese Kinder durch ihren Aufenthalt im Hor^, der ihnen nur Gutes und Schönes umt hh Mb und ZM oQfräfnot eine nroicre Leistungsfähcgkecl unb Acderlsfreudrgkerl ertkt&jk'h lllökden, die ihnen in ihrem späteren Leben zugute kommen wird. In den großen Ferien konnten sie in einem großen Garten bei guter Verpflegung, die das Jüdische Heim lieferte, 4 Wochen in frischer Luft verbringen, betreut von unseren Hortnerinnen, die die muntere Schar in netter Weise zu beschäftigen wußten. Wie alljährlich wurde ihnen auch diesmal eine Chanukkafeier bereitet, die wohl mit zu den schönsten Lichtblicken der Kinder gehört. Wir bitten -unsere untre und Gönner gartj besonders, dieser uujtütc MlMchMNtz ÜMIMIW g« unb urxferc Bestrebungen in der Jugendfürsorge zu fordern und zu stützen. 6. In ähnlicher Weise hat sich die Hermann Lehmann-Schule in Osfenbach über schwierige Zeiten hinweg wieder gehoben, es bestehen 4 Klassen mit 50 Zöglingen, Knaben und Mädchen vom 6. bis 16. Lebensjahre. Wir hoffen, daß diese Schule im Geiste ihres edlen Gründers sich weiter entwickle und daß der Keren §7lflh?0h Jff uns monatlich einen .guJ«±jup ^u den Unttrt5Qltuii55tDltcii dieser Schule gewühri, mtt UNS w? uugtuung haben möchte, eine Ossenbacher Jugend aufwachset. zu sehen, die mit Lust und Liebe zu unserer heiligen Ueberlieferung steht; daß dabei auf die Hilfe gebefreudiger Interessenten gerechnet wird, möchten wir als eine besondere Notwendigkeit hier zum Ausdruck bringen. 7. Unser Nachhilfe-Unterricht für schwächer begabte Kinder liegt in den Händen einiger Damen, die sich in selbstloser Weise zur Verfügung stellten, da indessen bezahlte Kräfte für diese Kinder nicht in Frage kommen, wäre es dringend zu wünschen, daß noch viel mehr Hilfskräfte sich melden würden, um Nachhilfe in dringenden Fällen zu ermöglichen. 8. Auch die 93 tu me n - und!telegramm,SIS l 8 sUUtz uuferu ^reurtkert In empfehlend (Erinnerung. In geschmackvoller Ausführung bildet öle Blumenablösungskarte bei jeder freudigen Gelegenheit ein schönes Angebinde, wie es auch dringend nötig ist, die dem guten Zwecke dienenden Ablösungstelegramme zu benutzen. Das Ergebnis dieser beiden Einrichtungen trägt zur Stärkung der Mittel für 9. E r h o l u n g s s ü r s o r g e bei, die ' bekanntlich um so dringender ist, als.der schlechter gewordene Gesundheriszustand der Kinder uns verpflichtet, dieselben durch'bessere Ernährung und Erholung in Heimen oder auf dem Lande der mehr und mehr drohenden Tuberkulose-Gefahr zu "entreißen und sie für ihre Zukunft zu gesunden und widerstandsfähigen Menschen zu machen. .10. Zum Schluß möchten, wir noch auf den geistigen Teil unseres UJereirtsprogramms Hinweisen. Herr Redok- Un. hLtU m ffliill UNS Ml BlöftfÖQQ zu halten, für die er sowohl durch.ßle Wahl seiner Themen als auch durch seine fesselnde Vortragsweise das ungeteilte' Interesse seiner Zuhörerinnen zu gewinnen verstand/ Er sprach über „Rabbenu Gerschoms Eintritt für das Recht der jüdischen Frau", über „den historischen Hintergrund der Golem-Legende" und über „Uriel Acosta und Baruch Spinoza, die Geschichte einer Verbannung". Wir möchten dem verehrten Redner auch an dieser Stelle nochmals unseren herzlichsten Dank, zum Ausdruck bringen. jQfJfj WstjllliMZF führten unjere Mitglieder .gu ge- Mll'Mr Aussprache jufammen, wobei Frau Murcha Marx.uns einen interessanten Einblick in Wassermanns Werke in besonders übersichtlicher Form tun ließ und Frau Bär uns einen Vortrag über Paula Becker-Modersohn hielt/ wofür beiden Damen hier nochmals herzlichst gedankt sei. ‘ Unserer Kasse tarn der Ertrag eines wohlgelungenen Chamikko-Familiensestes im Zoologischen Garten sehr zu statten, indem alle daran Beteiligten sich in uneigennütziger Weise bemühten, die Spesen möglichst zu verringern oder selbst zu tragen, so'daß der Ertrag des Festes, das der Not der Zeit eigentlich nicht entspricht, doch den mimnm mm mutt rani: Map Bißl'ßin Ansporn Wll für üW lmiere FrkUllvr und Gönner. Wir brauchen jede einzelne Kraft, jede Frau und jedes junge Mädchen zur Mitarbeit, wie wir auch dankbar sind für jedes neue Mitglied, für jede Spende und jede Erhöhung des Mitgliedsbeitrags. In dieser schweren Zeit kann keiner zuviel tun, keiner darf zurückstehen, jeder sei seiner menschlichen Pflicht treu, unentwegt treu, dann können wir beruhigt weiter arbeiten, weiter sorgen, jeher-an feinem Platze Mitwirken an der Linderung des MM 2um WM üor MMMit. Unter Postscheckkonto ist: „Jüdische Arauenvsrernrgung 43 358." Vereinskalender. Verein Mekor Ctzajlm. Samstag vormittag nach Schluß der Synagoge Dinim, Herr Dr. E. Posen. — nachm. 3'/i Uhr im Vereinsloka Mikro, HerrDr. W. Hofmann Sonntag, morgens nach Sehlutz dsr Synagoge Bin Hr CßS&üIlEU! @ Schachnowitz. — vorm. 8^2 Uhr und Samstag eine Stunde nach Nacht Gmoro „Peffochim", Herr I. Soffer. — vormittags Q1!* Uhr (ebenso Dienstag abend) 6V2 Uhr Gemoro, Herr R. A. G. Posen. — abends 6U2 Uhr im Vereinslokale Langestraße 18, „Amos", Herr Arnold Merz bach Montag, morgens nach Schul (ebenso Donnerstag», Mischna Mitgliederternen. — abends 1 Uhr (ebenso Mittwoch), Gemoro, Herr Rabbiner Dr. Joseph Breuer. — abends 8V4 Uhr (ebenso Donnerstag), Gemoro, Herr .Dr. Elteser Posen, Dienstag, morgens ncrch Schul <ebenso Freitag), ' Mischna» Dm Dr. Äi«s?r Pv^n, Allabendlich S*U Uhr im Dereinslokale ^chaaslernen, Herr Herz Halpern. I a h r z e i t s - S t i st u n g e rt: Mittwoch, 30. März. Rabb. Isak-Strauß-Ststg. Donnerstag, 3i. März. Direktor Mendel Hirsch- Stiftung. Aguda, Iisroel-Juzendzruppe. (Das Lesezimmer ist geöffnet: Sonntag nachmittag 88» 3-10 uß? flößnna. anflntaasSonncrsiöas ödd« von 9-10 Uhl ha# um. BBB 10-1 Uhr. nachm, von 3 bis 10 Uhr). Sonntag bis Freitag morgens 8—9 Uhr, trwrpB Qtf min, Herr LeoyvldOppenheimer. — 9—12 Uhr Gelegenheit zum Lernen jeder Art, Herr Herz Halpern. — V2II—'/2I Uhr, Stenogr. Kurs, Herr Gurh. — 12—1 Uhr Weltschiur '21' *n, Herr Herz Halpern. — 2U*—&U Uhr nocHm, }*»n*r*p Herr Ch- Jaeobowiß. AlölitAtz Wiani b—12 H(jr Selegen^elt |uin Qertten jeder AN. Herr Derz Halpern. — 12—1 Ahr Weltschiur *0r Herr Herz Halpern. - s/49 —10 Uhr abends ebenso Mittwoch abends v'En ösr Herr R.-A. Murtin K aß. — 1/29 - V21O Uhr Turnkurs gemeinsam mit dem Esra, Aula der Realsch. Am Tiergarten 8. — ^9— Uhr ksts» '2 tnm, Herr Hirschberg, Hegelstrotze i3. - 3/49-lÖ Uhr yrttrp, Herr Ernanuel Wolf. Schabbos llk Uhr vorm, nnnw- — V2IO- -II Uhr wirp'inai. Herr Dr. Posen, Tiergarten 42.— -11 Uhr nirrp. Herr Louis Kahn. — ItTiv nnvtU Cti/UA«/»»1 ÄArr Äornt r i>tt h o tt« l'o 111/4 Uhr nornt. .Dufchna'. HerrHerm. Frankenth si. - ifM-i/d UQr KtMlsSchulchMMiM. Herr Gerson SchNSkß. — 13—^. Ühk Herr Lehrer Hirfchberg. — 1 Uhr nachmittags nma- — 3-4 Uhr mm, Herr Lippmann Kurzweil. — 3—4 Uhr 8a* '3. Herr Dr. W. H 0 fmann. — 3—4 Uhr '»izn öjt ffairr. Herr Emanuel W0 lf. — 4--5 Uhr ü'w «n, HerrA. P un. — 1/44 -5 Uhr nsvj mm, Herr Leo Schnerb — 3/44_3/3 Uhr und Montag abend von 3/46 — 3/410 Uhr .Gemoro Kidduschin", Herr T a r f ch i ch. — V/3 bis Nacht, Geist d. jüd. Gefetzeslehre. Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Herrn Dr. E h r m a n n. — Mauzoe Schabbos von 8 bis 10 Uhr hedr. Sprachkurs für Herren. Herr Elijohü Bilitzky. Kgubof 3lscoef>mSh^ensvtippei :; Dann lag avvtz. 1/37-g UM QtenooraTtceKutfus Herr A. Güth. ' Montag 9—10 Uhr yjn» Herr S. Unna, Kl. Obermainftr. 30. — - Dienstag 7-8 UhrStenograste-Kurfus. Herr A. Guth. — 7-8 Uhr Sprechstunde der Stellenvermittlung. — i/s9—t/210 Uhr -ö’K’M. Frau Hilde Joseph. — 9-10 Uhr —»VN"'-»n. Herr Dr. W e g e r, geschl. Arbeitsgemeinschaft. Donnerstag 1—8 Uhr Sprechstunde der Stellenvermittlung. — i/29 bis iO llfjr nach Verein» Körung FüPzj?(MMlu?L, Qea A. MsrzvaA, Röderbergweg s. — 3{$ bis 3Uto Uhr g'z'i, Herr Lehrer Hirschberg. — 9—10 Uhr Kleiderausgabe der soz. Kommisston. — 9—10 Uhr Arbeitsgemeinschaft, Frau Dr. Rosenbaum. Grünestratze 42. 2 ch 2 b b os nach Schluß der Syagoge m'KTrnrKS:, Frl. Marcus. — 4—5 Uhr nachm, »foa, Herr Lehrer Hirschberg — 11/4 Std. vor Nacht 1TW>, Herr Arnold Merz bach, Kap. 13—21, - 11 tägig. - 111/4—121/4 Uyr Hastauroh - Schiur des Herrn Jul. Lew in. — nach Nacht Schachspiel zur freien VerfUgnng. — 8—iO Uhr hebr. Herr Samstag 42/4 Uhr. im Hörsaale Friedberger- Anlage, Midrasch Vorlrag, „Das Reine vom Unreinen". Beshamidrafch, Ostendstratze 11 Don Sonntag bis Donnerstag einschl. allabendlich von 3Ai8 _9U5t r-,12-,2 '8a, Öen Rabb. M. Karvel vNklidfttlltze ir Rabbiner S. Weber. 1,1202 'aa von Samstag abend dir einschließlich Donnerstag abends nach uan a'-iva v. X A. (Frankfurt a. M.) Stellenvermittlung: 1. Student sucht in Universitätsstadt Nebenbeschäftigung an Schule, Hauslehre oder derql. 81 j>UePerl»sfuu^snlöstlil^steit |iir einen Arzl unD 3\ec0tsanroalt in'LWikutzkn.. Lie neue Adresse ist: Rechtsanwalt Martin Katz Frankfurt am Main, Röderbergweg 71. SehetzelSe». °>r»aw mv Freitag Abend 6.15 Samstagmorgen 8.— 5amstagnachmittag 4.30 Samstagabend 7.35 3Vc>c^engc>ttes^ienst: Morgens 6.30 Nachmittags 6:— Tefilin-Legen am Morgen 5 — nos hv Abgefüllt Unter Aufsicht der Ritual-Kommission der Israel. Gemeinde Frankfurt a. M. (Rabbiner Dr. Hoffmann) L „KRONTHÄL” Das köstliche Mineralwasser Zu feaiißhon duroii die ffäi©tniedQrIig&ii: Otto KI«la & Co»j Hauptgüterbabn/io/i Tel. Taunus ^17i Jos. Leleiihner, Hanauerlandsfr. 140, Tel. Carolus 4<i560 Wir wir hören, wird im schönen Bad Nauheim am 1. April das altbekannte anerkannt erstklassige jüdische streng religiös geleitete Hotel Flörsheim die Pforten seines vollkommen renovierten und mit allem erdenklichen Komfort (Zentralheizung, fliehendes Wasser) ausgestatteten Hauses wieder eröffnen und bietet schon für die Peßachtage bei mäßigen Preisen angenehmen Aufenthalt. Die hervorragende Verpflegung sowie schöne Aufenttzaltsräume bürgen für gute Erholung, der Seder wird in würdigster Weife gegeben. Cs kann jedermann, %M. küflöpfiat Md NMM MsMsllÜW..Mk Mnfohfen werden, fernen Aufen/hall m Hülel nehmen. Das köstliche Mineralwasser nvv by 1V2 ist zu beziehen durch die Hauptniederlagen: Otto Klein u. Co., Hauptgüterbahnhos, Tel. Taunus 2271; Jos. Leleiihner, Hanauerländstr. 140, Tel. Carolus 44560. Die beliebten Kronthaler Wasser-Quellen gehören der Stadt Frankfurt.

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