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Der Israelit · 1927-03-24 · Heft 12 (24.3.1927) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 12 (24.3.1927)
Date
1927-03-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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68. Jahrgang. Frankfurt a. den 2q4 Nr. 12 Gegründet von Dr. Lehmann in Mainz. Wonnement ab Januar 1934: Deutschland 1 Goldmark monatlich; Ausland: Bierteljahrpreife (entsprechend dem deutschen Inlandspreis zuzüglich Kosten des Streifband-Ber- ' ~ - — gland 4 sh.; ab 1. Juli Jugoslawien 85 Din.; * Z£aQg:StÜTS Öbev _ __ __ ^anentövl '5 Kronen; Norwegen 6 SttOttfttt; EGweVen S.SV Kronen. Einzelnummer dreißig Goldpfennige. Der Israelit erscheint jeden Donnersta Non - ~ " " Die Ehiffregebühr in Höhe eines dopv. « s^esatauffaeSaett tarifm. Preiserhöh mm mrnmm T. «■ pv* iDID Dlinn [ftlfitfl L .. . w*v*»*«n. ■IIII4 Teschäftsanz.: suh <3f&mU>iJiangiJi». V, H, TL Saum tBlli Inserate 40 Goldvf. für die fiebengespaltene und Famtttenanzeigen nur3v Ps. vorletzte Textseite 3.— Mr.; Rabatt nach Tarif. Bei laufenden ostscheckkonto ^^mkfm^t (Main) Nr^19803. — AuIerdem,an: Postspartasse Wien Nr. direkt an den Verla .... . ... . v........ _ . Warschau Nr. 190787. — Postscheckamt Zürich Nr. Vlll 7Ä4 — Inkasso-Dank Rotterdam — Po. Bukarest - Filiale des Wiener Bankvereins in, Agram. — Der Gerichtsstand für alle aus eckamt Amsterdam Nr. 34889 onnements oder aus Inseraten Ueber den geistigen Nachläß «- Yirschs Vlii- Von Rabbiner ph. Fischer in Saeospakak, Ungarn. I. Folgende Ausführungen wollen unrichtigen Meinungen über die wahren Strebeziele und die eigentümliche historische Bedeutung des in der Ueberfchrift genannten, großen Meisters in Israel, wie sie auch in einem in diesen Blättern MWNtliWN' Ifltiil m Sr*"* sagten — entgegentreten. Und zum Mülke find nur bei der Feststellung dieser Strebeziele keineswegs auf Mitteilungen und Ueberlieferungen eines dem Meiste^ näher oder ferner stehenden Schüler- und MWängerkreises angewiesen. In einem solchen Aäue wäre allerdings die Gefahr nicht aus- LSWofföN, Daß öUkch sfrvaige subjektive Momente in den Mitteilungen und ttdiwftafr rungen der Schüler und Anhänger unsere Kenntnis von der. Wesenheit der Zielpunkte, die der Meister in Wirklichkeit anstrebte, in größerem oder kleinerem Maße getrübt werden könnte. Doch find es eben die klassischen Schriften unseres Meisters, die in überreicher Fülle die herrliche Ddssnrvslt desselben aufs unwiderlegüarru wiMrlerIU' und M mir als Srunir Pfeiler bei unseren mit G. ${ffe gu elltwicksln^ den GedankengängeN benutzen wollen. Vor allem verweisen wir auf jene grundlegende Stelle in den Neunzehn Briefen: „Aber wenn Sie sich fühlen auf der Höhe Ihrer Berufsidee und blicken dann auf die Lehre, die nun enthalten soll Verwirklichung dieser Idee, — Wim ZK <E* U»W MM Müll M wenn Sie denken, datz da S Äoites Will« sein solle; sehen auch nicht die Wirksamkeit, zu der Sie berufen; sondern nur Beten und beschauendes fieben, und dazu b egriffsrvidrige ForderüngM und g e i st l o f e* 2) Hebungen! — Wie? mein Lieber, wenn nun übermäßiger Druck der Jahrhunderte M>chrE gHäüften L'äst zuletzt nür . Rettung des Aeusiere n der Lehre gestattet, ascr'isT T?!st tiim« Raum mMr BtjunösnT W«n« nun Jisroel, aus dem Leben verdünnt, der Welt und dem Leben entfremdet, Anschauung der 'Mel^.und des Lebens verloren und sie in letzter Zeit nicht,/yit hinzu mehr brachte zur Erfassung ^Hirsch-Lektüre" in Nr. 4. S. 3. Zg. 1926. 2) Der Sperrdruck ln den Zitaten rührt größtenteils von mir her.. dieser Lehre — und sich glücklich pries, nur das Aeußere gerettet zu haben? Wenn nun ein g e i stl o se r G e ist die lebensvollstkli Tksktz^ ersaßt hnt und sie zur Mumie versi ein eirund Verirrung in Geistesbestrebungen geschreckt, wie Raubvögel scheuchte den Geist vom teuren Leichnam? Wenn Jahrhunderte des Drucks und des Elends, zum Wirken keinen Raum bietend, nur zu dulden und zur Ergebung rufend und Erhebung dazu im Gebete findend und in Beschauung des Ler^T0]^ gerabe dis s e Seite hervorkehren mußten 7 Wenn dazu eine d e n e Disziplin, indereigentlichniederg e l e g t di e f e r Geist, di e s e n Geist s elb st w lederverkörperte,und, was inneres und äußeres Menschen wirken bezeichnet, als ein — mechanisches, — dynamisches, — magisches Weiienbauen ö rs^lss —UttÜ also unverstanden die Uebungen, die Erziehung d es G erstes und Erzeugung des Lebens sein sollten, — oft zu Amu lettenwesen erniedrigt wurden, — un d S i e, mein Be n j am i n, s o nur äußeres Jud ent um und unerkanntes, unbegriffenes, mißver-, stllNÜ V N 8 8 ö U N kll tU!UU^E>nu^Br-uchftliifpon i h lli kSNN 8 N 7 7 -----; — — — Ich gebe Ihnen wiederum nur Grundzüge, allgemeine Ansichten der verschiedenen Lehrteile, fast nur Titl- und Begriffsnennung: Ausführung und)8egründung nur für die Zukunft vorbehaltend. Lesen Sie wiederum nur als Hypothese, aber Ti8 lkffN keine. Ä e d s A n sich t i st mir E r - ge bnis mehrjährlg^rr l^tußinnlö oio n im '0"v und w-n» jedes Detail und jederSchrittinG' moroBestätigung da für;.wenn nur im Begriff ersaßt un d S ch r itt v o r S chr itt g efr agt: was hübe ich hier vernommen? welcher B e g r j f f d e s G e g e. Mt a n d e s? w e lch e r der B e st^tmrmu n g# ^!iö « I d) e Symbolhand lung angso-FÄ.^'tz'L.? was ihr na- 11) r 11 ® e r Q t n * « J QUO und MltAbfi ch t-HF-ftaMUnd so weiter. ■;:g. 55 n, f.). Wir bitten. den freuWichen , Leser, auch die Parallel- und teilweise ergänzenden Stellen auf S. 92 u. f. — S. 94 u. f. — S. 96 u. f. — S. 100 u. f. — S. 104—110 — S. 118 u. f. — nachzulesen.3 * *) II. Alle diese Zitate, wie auch jede Zeile, die der Wriftn geWrtzeU, dvNMM UN8 lllk bare Notwendigkeit der geistigen Erfassung und Durchdringung des Judentums entgegen. „In den Ghettis konnte das Judentum zur Not auch durch die bloße Macht der Erziehung vererbt werden. Auf dem Weltmärkte kann nur derGeistdasJudentumforttragen" lautet ein späteres Wort des Meisters (Jeschurun I. 266). Dieses gewaltige Eintreten für die N°tL-»Sizkri! gsisliM ffirfajfimB tfiii gung des Judentums und die von ihm ausgestellten Richtlinien für eine solche Erfassung und Durchdringung bildeten geradezu eine historische Großtat S. R. Hirschs. Nicht ich, der zum Meister in ehrfurchtvoller Ergebenheit bescheiden aufblickende Epigone behaupte solches, sondern schon -*U Hsstgsnossm, sowohl GkMr haben dies ernannt. Der gksßts Antipode <ö. N> Hirschs, der ehemalige Jugendfreund und Studiengenosse A. Geiger, steht nicht an, mit dieser Proklamierung, der „ d u r ch g e i st i g t e n O r - t h o d o x i e " in den 19 BriefM „ein neues Stadium in der Entwicklungsgeschichte des Judentums beginnen zu lassen". (S. A. Geiger, Leben und Lebenswerk, von L, Geiger. S. 287 u. f.). Und vllß man auch in vgrsländnlss vollen gläubigen Kreisen sofort beim östenlstchesi Auftreten Hirschs in diesem Sinne seine überwältigende historische Bedeutung erkannte, dafür bildet das in diesem Blatte (Jg. 1910, Nr. 1, S. 3 u. f.) abgedruckte Schreiben des Hamburger Arztes Dr. M. I. Michael ein geradezu klassisches DokrttNLnt. Auch dlL in „Aus H. Graetzens Lehr- und Wanhni«hr^s M. 8rllM . 6. 809 lli si und S. 262 u. f. mitgeteilten Briese voll döM noch jugendlichen Graetz an H. bezeugen, daß man sofort beim Auftreten Hirschs eben in dieser Durchgeistigung des Judentums die bedeutsame Tat des Oldenburger -Rabbiners erblickte, man „bewunderte — um rstitMrrf jungen Graetz zu sprechen — den Wieb.dxchrlngerdesGeistes irr das so lange entgeisterte, und verunstaltete Judentum."^ ,1V7\S'-rp - 8) Die Seitenzahl,' ist der 4. Ausgabe der 19 Briefe gemäß verzeichnet. 4) Auch der berühmte Prediger Manyheimer in Wien begrüßte Hirsch bei der Znstallationsseier in Nikolsburg im Hinblicke auf sein Bestreben, das Judentum geistig zu erfassen mit den Worten:

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