Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 5 (3.2.1927)
- Date
- 1927-02-03
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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3 FeblAar 1987 Der Israelit Nr. 5 Seite 7 0. i hi s im in 47 Bleidenstraße 47 (früher: Grosse Eschenhelmerstrasse 2) SPEZIALHAUS «in Näh- «und Stick-Seiden HandaröBiföiGamen jeder Art der Partei zur Hackd: „Religion ist Privajsache", womit Mer jüdische Wunsch abgewiesen werden kann. Ob auch die Gewissensfreiheit und ihr Schutz „Privatsache" ist? -Jedenfalls scheint es, daß wir uns nur auf Las letzte und tägliche Schomer .Jisroel stützen können: - ony ps 's luyi iaai Personalien. Rabbi Abraham Mugdan Breslau, 1. Februar. Am Mittwoch Len 23. Schewat *jgeleiteten mir unferen greifen i’-t. bett g^lshrtsn mtb Kommen Dl. ^ug^an gur lebten Ru^e^atte. mit ihm verlor unser nur» in wieder eine jener kernigen Gestalten, deren ganzes Leben restlos in der .1110 orwurzelt war. Mugdan entstammte einer alten und angesehenen Familie '.in Kempen. Die Grundlage seines Wissens erwarb er sich bei dem angesehenen dortigen ,-wiin min R. Simcho. Rehfisch. Er heiratete nach Blaschke «(Polen) .und konnte dort viele Jahre sein Thorawissen rootiiomimten. (£r . lebte b-arcrc «zls i&cxufzrumn irr fioba, ' ' - 11 -;l 5. mn??n Vf¥ vussiMn hwr gewiesen, nach Kempen zurück, wurde um 1900 zum m der Breslauer Gemeinde als Nachfolger von R. Schije Lewinski erwählt und hat hier fast 26 Jahre eine segensreiche Wirksamkeit entfaltet. Nach dem Tode seiner Frau zog er im..Älter von 7.6 Jahren zu seiner einzigen Tochter nach Berlin, wo er, -78jährig, eines sanften Todes entsravv.-Ajstqff«k Abraham.Mugdan chlief. R. Abraham Mugdan war eine reine, lautere cibCT TfrifÄ-; frnrsB m mm smrwf tu 1701a *~v und war im gewandter, ersahrener und sicherer ntrnn mm. Er war sozusagen min «irnund sprudelte über von wertvollen Thoraworten. Er gehörte zu denen, die, ohne wirken Zu wollen, durch den Reiz ihrer Persönlichkeit wirkten. Er besaß das volle Vertrauen und genoß die einmütige Verehrung allerdw unserer Gemeinde. Das wurde wieder sichtbar, als ein großes Trauergesolge seiner Beisetzung beiwohnte. Alle fühlten. l>af$ bis Semeinbe tn ihm :cboos ©ttjtgaritfles itrtb itt Vrvl»FSir{jttttSi Hn {tiirer i&vdjire sprachen die NaMner Dr. Hoffnmnn, R. Simonsohn und B. Hamburger, welche seiner wertvollen Persönlichkeit nach jeder Richtung eine angemessene Würdigung zuteil werden ließen. Wie sein Leben ein Segen war, so wird sein Andenken unserer Gemeinde zum Segelt gereichen. rraxan. ' Frau Melanie Feiber Hamborg, 30 Jan. In der Blüte der Jahre, auf der??? miM] 8M8 MM IMS üliBSF M NuKersdoMer von uns. Bor wenigen Wochen hotte sie einem Kinde das Leben gegeben: es wurde ihr wieder genommen. Der Gram zehrte an ihr und als in diesen Tagen eine Lungenentzündung sie übersiel, da hielt das Herz nicht mehr stand — ein edler Mensch zerbrach und ließ in tiefstem Weh eine große Familie, eine ganze Gemeinde zurück. 112-7' a n'j Dem Gedächtnis dieser Frau huldigen alle Zeiten: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Da steht die Mutter auf und gibt Kunde von einem an ihr geübten dk ms beispielloser Treue und unerreichter Höhe und sie dankt der Tochter, die in den Zeiten des Krieges, die Flucht und Preisgabe behaglichster, sorglosester Verhältnisse bedeuteten, sich bewährte als eine Heldin, die, in güten wie in schweren Tagen, die Sorge um das Wohl der Mutter auf dem Herzen trug. Da kommt der Gatte und dankt dsr Genossin fünfsinhalSjährig-sn -g.em-etn{amen THelö^etts für all öas, was [U tljm in fvtTjJsn §«l)l¥n des Glückes an selbstloser Liebe und Hingebung gegeben: dankt ihr, daß sie in Jahren des Ueberflusfes ihn in seinem Streben, für andere weitherzig zu wirken, on-"' zu helfen und i>rriv' nirrr . zu dienen, noch stark und verständnisvoll gefördert, daß sie in Zeiten wirtschaftlicher Enge die war, die sie gewesen, ihn in seinem Gottvertrauen befestigte, daß sie, so anspruchsvoll und streng gegen sich selbst, gegen bas öeben fo b-efc^etbett, gegen anbere fo gütig toar. Da f ' I o> « ' jj-.».. ' : o tommi ber <&otpxf ber SCräge^r bey VfF ItfS'Fft' zende, vierjährige Knabe: und wir fühlen für ihn den Dank, den er der Mutter schuldet, er stammelt ihr einen rcnp und ergriffen wissen wir, daß die Seele der Mutter jubelt, wenn sie aus Himmelssphären herabblickt auf dieses Kind, das dem Judentum und großer Ahnen würdig, heranzuerziehen das Sehnen ihres frommen Herzens gewesen. Am Freitag mittag haben wir sie begraben. Und als am Freitagabend Max Ferber an seinen Sabbattisch trat, da glaubte der jn 1«’»' triumphieren zu können, glaubte, ip diesem so jüdischen und sabbatlichen Haus nun herrschen zu können. Aber der 3iv — und er trug die edlen Züge der Verklärten — eilte hinzu und legte seine Hände aus das Haupt des Gatten, aus das Haupt des zarten Knaben und rief ihnen zu: pyrtn trn ras? — und er forderte sie auf. nrsitsr bas Sieben zu trag«», t» Srömmig. W urb MiWit, n MfzutzM ruf te Wähmi dieser frommen Frau und edlen Mutter — und dadurch ihr Andenken zu segnen für alle Zeiten, dadurch sich selber wieder dem Leben in frommer Bejahung - zuzuwenden.! KiaV "3-np 'n»na' _ vkkli«, 1, PM, A»s BkWHMg Skl APhU Äisroel Ws- und ZugendgriiW Berlin) sindet am Sonntag, 6. Februar 1927, nachm. 5 Uhr in der Synagogenvorhalle, Artilleriestraße 31, eine T r a u e r f e i e r fjilRMinnLr. S), statt. Me Gedächtnisrede hält Herr Nabb. Hr. Hermann Klein. i?i Ml M m mim mmm 5!kk nach lunMem, mil großer Gevuw ertragenem Leisen Herr Lob Schasheimer. Eine der immer seltener werdenden Persönlichkeiten hat die hiesige Gemeinde in ihm verloren, einen strengen Wahrer jüdischer Traditionen, dem die peinliche Erfüllung jeder einzelnen n-sn das höchste war. Das, was ihn ganz besonders auszeichnete, war fein ungeheurer Fleiß in seiner Arbeit; in ihr fand er Befriedigung und in ihr sah er Sinn und Zweck des Lebens. Safj er bet Sub-ert unb Christen «tleich bocfi geatbiei t \ r m! L 5 ' ’ 1 ■ \ unv g^sch^tzt trewves öre große Anteilnahme Del seinem Begräbnis, bei dem Herr Rab.b Dr. Hanovsr in beredten Worten die hervorragenden Charakterzüge des Entschlafenen zeichnete und dem Schmerze der Familie Ausdruck verlieh. Möge m-BM der schwergeprüften Gattin mit ihren Kindern seinen Trost zuteil werden lassen. masan. Oberaula» 24. Jan. Im Alter von 76 Jahren verstarb am 18. Januar Hierselbst David Wallach. 33 Jahre \im er öls AMlMlMsM an W Witzö uufßfBi si m^kndöwösens und verstüNo es, durch Menschenfreundlichkert und Friedensliebe sich die Zuneigung nicht nur feiner Gemeindeglieder, sondern auch die weiterer Kreise zu erwerben. Die starke Beteiligung von Nah und Fern bei seinem Leichenbegängnis legte Zeugnis ab von feiner Beliebtheit. - Prov.-Rabb. Dr. Cohn-Marburg und Lehrer Heilbrunn würdigten am Grabe die Verdienste des Verstorbenen. rrasan- Müllheim in Baden, 1. Februar. Nach kurzer Krankheit verschied hier der Altvorsteher der hiesigen jüdischen Gemeinde, Her Elias Heim im hohen Alter von 83 Jahren, aber bis in den letzten Tagen noch geistig rege. Ein großes Trauergeleite aus Nah und Fern geleitete den Verewigten zur letzten Ruhestätte. Da auf Wunsch des Verstorbenen keine Reden auf dem Friedhof gehalten werden sollten, entwarf Herr Kantor Alperowitz im IMWWft Bill Silö iißBS hchM Wimn URB fc\mwr das in echtjüdischer Tradition wurzelte, sprach Worte des Dankes der hiesigen jüdischen Gemeinde aus, der Elias Heim 47 Jahre als Synagogenrat angehörte und deren Geschicke 19 Jahre lang als Vorsteher leitete. Auch war er längere Zeit Synodalabgeordneter. Sein Haus und fein Leben war im altjüdischen Sinne geführt in echter Frömmigkeit, vereint mit seiner ihm ebenbürtigen Gattin, tru£ ivev b-ör S>7 Satjrö ttt treuer IcLic, urt^ mor es- It^rrt oergonn^ oor 9 das Heft der goldenen Hochzeit zu feiern, umgeben von feinen beiden Töchtern, Schwiegersöhnen, Enkelinnen, Verwandten und Freunden. Ein besonderer rnv aa? war ihm das Lesen des „Israelit", der ihm seit Jahrzehnten den Schabbos verichönerte. Ein langes, arbeitsreiches und gottgefälliges Leben hat hier seinen Abschluß gefunden. Die Gemeinde wird sein Andenken stets in Ehren halten. masan- Familiennachrichten. Geboren: Eine Tochter: Leopold Oppenheimer und Frau Recha geb. Tachauer. Kitzingen a. M.. Rojknstwtze 18. 30,3omiar 1827. ©. in s. Betröge eingegangen und von bek Expedition ihrer Bestimmung zugefnhrt. "Einen pivs für Ihren Fall finden Sie in Psalmen Kapitel 13, Vers 5. tn sm w Tmüttk % in nur Mil tle Lynagoge statt zum Beten von eine« .^errn R. als Geireidelager benutzt wird, ist so un^ glaublich, daß wir doch erst Erkundigungen etnziehew MMN. M. K. in Oslo. Betrag eingegangen und rv eiterg sg eh eit onnefeldtsTee seir lOO Jahren bewahrt von Millionen gemunken. Heirat Suche für Verwandte, intelligentes, sehr gebildetes, äutzerll geschüfrs tüchtiges Wtüjo angene^st er e Qtn fa«. 30f aw$ jlreng orthodoxer angetshener Familie mit schön. Mitgift paffende Partie Witwer nicht ausgeschloss. Antworten erbeten unter @00 an die Ann -Erped. Jul. Schmidt. Frantfurtm., Langestraße 7 Heirat Für meine Schwester, 37 I., mittl Figur, sehr gebildet, orttzob. und äuberft tücktis m joauiöai! uhd fficftowi MN so mm mwm wuw paffende Tavtie gesucht. Strengste Dtstret. zugesichert. Offerten unter an die Exped. d. Bl. ßeiraf Vornehme Israel. 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