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Der Israelit · 1927-01-20 · Heft 3 (20.1.1927) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 3 (20.1.1927)
Date
1927-01-20
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Cj^^i^3ä5PSgÄ»^sÄp5MMet^ey5«».*&v 7*gJ?«i5. v 20JMM19L7 D e r I s r-a e l i t Nr. 3 Gelte 7 stirte e- 3. Zimmersrode, 26: Dez. Seiten 75. Geburtstag beging Kaufmann Daniel Rof>enblatt dahier in bester Gesundheit und Geistesfrische. Kassel, 16. Januar. Vor einer zahlreichen Zuschauermenge wurde im Kino des Westens der Film der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden in Berlin vorgeführt. Dis Worsitzsnds d-er Zsntralrvohlfatzrtsstelle der Zs^olUischen MU^gzz MM FwU KoiNMWMM W e r th eim,-begrüßte in schönen Worten die Erschtemnm. In tief,empfundener Weife zeigte fie die Aus-, gaben der Mischen Wohlfahrtspflege. Die Ansprache hinterließ einen tiefen Eindruck. Unter dem Titel „Ein Freitagabend" rollte sich nun ein Film ab, der die Notwendigkeit der Wohlfahrtspflege sehr anschaulich zeigte. Eine Reihe von Bildern zeigte die in Deutschland bestehenden Wohlfahrtseinrichtungen. Köln, 16. Januar. Heute fand die offizielle Gründungsfeier des gesetzestreuen Jugendvereins Chewras Limud Thora in Elbechld statt. Es Mienen hterzn ca, 25 junoe Leute, hie A den Worten des Festredners, 1 jL '«.I, I. « ft/ f Af .« Ij f.f. ion. l&Diurr rätc turn m MlMiW m mv, r . fchichtlkchen ueberblick' die hohe Aufgabe der Jugend, für die Verbreitung der Thora-Idee tätig zn sein, und kam insbesondere auf die Verhältnisse im Wuppertal zu sprechen, dessen gesetzestreue Jugend sich um so fester zusammenzuschließen habe, je größer der Jndifferentismus der anderen fei. Er forderte die Versammelten auf, tatkräftig für die Thora sich 'ins Zeug zu legen und sich zuvörderst zur eignen Festigung notwendig sind. Dem 23ortr-ag^ ber oieleir 2S-eifaI£ f<mb, folgte unmttteilfKir hie Organisierung des Vereins; eine Herren- ««1 S<mt<*iU gruppe werden von zwei getrennten Vorständen geleitet, die beide einem Bereinsleiiler unterstehen. Zur Leiterin wurde Fräulein Therese Lion-Barmen gewählt. Alle Anwesenden schlossen sich begeistert dem Verein an, der zweimal wöchentlich Heimabende abhalten will. Als vorläufige Lektüre wurden die Dijukim al Hathauroh ins Auge gefaßt, um der Jugend hierdurch zugleich Gelegenheit zu einer jüdischwissenschaftlichen Schulung zu geben. Zu ihrer körperlichen Ausbildung steht der Limmud Thora-Jugend eine Turnhalle zur Verfügung, während die Religionsgesellschaft sich bereit erklärt hat, dem Verein ihre eignen Räumlichkeiten ohne jedes Entgelt zu überlassen. Weiterhin sind regelmäßige Trefftouren mit den A. I. I. O.- <Nr7UVV-err und' (5sra*©ntppen bev HrrKyekirrtg tns Q£ix^6 ® I lljl Jl M . | )| gefaßt worden. Es ist ein schöner Erfolg, in einer Gegend, wie der Elberfelder, einen Verein erstehen zü lassen, dessen Ziele keine andern sind, als die der Agudoh-Juaend. Daß die Gründung zustande gekommen ist, verdanken wir der tatkräftigen Mitwirkung der gesetzestreuen, in der Religionsgesellschaft zusammengeschlossenen Elberfelder Baalebattim, vor allem den Vorstandsmitgliedern, Herren M. Frank und B. Levi und Herrn I. R. Grünberg, sowie auch der Jugend selbst. Mal iß. 3ünmL 3n noUftcr Mskisml «n? Goistessrische beging Hört Fabrikant Nathan Oppenheim seinen 82. Geburtstag. Iesberg, 16. Januar. Die d’Im man dahier beging ihr 55jähriges Bestehen durch einen Familienabend. Herr Lehrer K a tz - Borken hielt einen sehr interessanten Vortrag über Entstehung und Wertung biblischer Frauennamen. Treysa, 16. Januar. Der hiesige Israelitische Frauenverein, der sich seit seiner Gründung als gemeinnützige Einrichtung zu Wohlfahrtszwecken für hiesige Arme und WIM M UMMliW LMM gefterrx aßenö sein WahriMs öuffilimm. Herr seyrrr % hielt eine Festansprache, in welcher er den Werdegang des Vereins in interessanter Weise schilderte. Der Vortrag fand bei den zahlreichen Zuhörern viel Beifall. Mehrere Damen, die den Verein begründen halfen, erhielten besondere Ehrungen. Gießen, 17. Jan. Die Israelitische Religionsgesellschaft dahier sieht auf ihr äOjähriges Bestehen zurück. Acht Jahre nach der Gründung kam Herr Rabb. Dr. Hirschfeld hierher, der nun seit 32 Jahren geistiger Führer der Gemeinde und der dem Bezirke angeschlossenen Gemeinden ist, dessen Wirksamkeit die Geschichte des Aufstieges der Israelitischen Religionsgesellschaft bedeutet. An der Seite des Herrn Rabbiners wirkt seit Bestehen 88£ SißlSlf]?? - ■S^err SZetjrer urttr Äontor Stoin - mit glkllyem Erfolget Dn rrrmr Trmnsrnng Vergangenes und als Ansporn für die Zukunft wurde nun im Anschluß an die Jahresveranstaltung der Chewra Kadischah ein I u b i l ä u m s f e st gefeiert, das allen in schönster Erinnerung bleiben wird. Der Gottesdienst am nSva nns.MP wuchs sich durch die herrliche Festpredigt des Herrn Provinzialrabbiners Dr. H i r f ch f e l d, in der er rückblickend und ausschauend, dankend und mahnend, die Bedeutung der religiösen Gemeinschaft als Rahmen und Wahrzeichen des Thoralebens klar hervorkehrte, nicht zuletzt auch durch die glänzenden Leistungen 88? an öem rtoct; fyrartffurier- Krüfts MUoMken, gw ttmm fj? f* 8 ° * *"e - r> k « nrslS Stiles aus. Am Abend nach Sabbatausgang fanden sich Gemeindemitglieder und Gäste zu. einer Abendunterhaltung zusammen. Musikstücke, Chöre, Sologesänge, Ansprachen, ein Singspiel und eine Kinderaufführung füllten den Abend in harmonischer Zusammenstellung aus, und echte Feststimmung hielt alle Anwesenden bis lange nach Mitternacht zusammen. Es war im religiösen wie gesellschaftlichen Teil ein gelungenes Fest, das in der Geschichte der Gemeinde unvergessen blvihen wird. Fulda, 18. Jan. In den wirtschaftlich so schw Zeiten hat es der Frauenverein verstanden, sich auf Hohe seiner Aufgabe zu halten und vornehmlich Alten M Iranten wmgWM pft ö« s?w«^en- Um &en Umfang seiner Leistling nM öinschränken zu müssen ist auf Sonntag, 30. Januar ein 'Wohltätigkeitsfest feft gesetzt, dessen Ertrag ausschließlich für Gemllus chesed verwendet wird und zwar für Alters- und Krankenhilfe, sowie für die Mische Abteilung des hiesigen Kreis siechenhauses. Das Programm und feine gewifsenl Vorbereitung stellen leinen angenehmen Abend in Aus sicht. Gäste sind recht herzlich willkommen. Näheres durch Frau Jakob F e l d h e i m, Heinrichstr. 8. Deuthen (O.-S.), 17. Jan. Donnerstag den 23. Dez nw 'kl Mt« die hiesige Chewra MW nach altem Herkommen ihr SHmgchsi Abends 7.30 Uhr fanb piifft für die Chemw-Mglietzer in der HWi-Tm goge em feierlicher GoUeshlLttst fidik (fy&VV ijlüöf Dr. Golinski hielt eine, kilchru^svoük ii der er die Liebestätigkeit und die vielseitigen Verdienste dieses in uneigennützigster Weife wirkenden Vereins in treffender Weise hervorhob und daran anschließend im Gebet der wackeren Männer gedachte, die den Verein geleitet haben. Entsprechende Gesänge des Synagogenchors vertieften die feierliche Stimmung. Anschließend m dick Feier folgte um 8.30 Uhr ein Festessen im KmIerhlOal. Eine stattliche Schar, ii)öf( 200 8i fl‘ Wtejtcbeinsefunheit- Sn längerer, van Humor gewürz- M RM WKW DBF iDrfißifflDt Ml Mll Elltmann, die Anwesenden und gab dabei MöN kllkZ gedrängten Besicht über die Geschichte und die Aufgaben der Chewra sowie über ihre Leistungen in dem abgelausenen Jahre. Außerdem sprachen noch der Vorsitzende des Vorstandes der Gemeinde, Herr Generaldirektor Goldstein, Herr Rabb. Prof. Dr. Golinski, Herr Rabb. Dr. Melchior, Herr Dr. Eckstein, Vertreter der Mamre-Loge und die Vorsteherin des jüdischen Frauenvereins, Frau Julie Freudenthal. Alle Redner zollten dem Wirken der Chewra und ihrem tatkräftigen Vorstand uneingeschränktes Lob und betonten das einträchtige Wirken der Ehewra mit der Gemeindeverwaltung und allen in der Gemeinde bestehenden Vereinen. Auch humoristische Vorträge wurden geboten. Herr Oberkantor Przysuch.Sk von Äsr jmetten Synagoge erfreute die BerssMmz Ni! Ms! MiiirnnpiM vwim »um zwei Jargonlieder, die lebhaften Verfall fanden. In harmonischer Stimmung blieben die Teilnehmer noch lange beisammen. frankfurter Berichte. ^rau Äarotinc ßonjcnf^öt n"i>- Jn Frau Karotins Löwenlhal, me im miu von 74 Jahren von uns ging, verloren nicht allein die Angehörigen und die weitere Familie, sondern wir alle eine feinsinnige mütterliche Freundin und Beraterin, bei der Geist und Gemüt, Verstand und Gefühl, Liebe und Güte sich harmonisch einten. Eine Schwester des vor einem Jahre Heimgegangenen Adolf Stern ‘'"xt. repräsentierte sie, wie dieser, in Aussehen-, Rede und Gesinnung den Adel des Hauses. Bis zuletzt 'geistesrege, das Interesse allen Dingen von Welt und Leben, besonders auf dem Gebiete der Kunst, zugewandt, war sie d-r-e Krrrrrvb tljr’et Streber lxrtb Qcnfce-i, bßt? fc bißt unb 3^le5ert -erne ^hr Andenken bleibt in ihrem Areife unb weil bcrrüber hinaus unoerwischlich. n-a-rw. Gretel Marx rry- . Wie ein Blitz durcheilte Sonntag Morgen die Kunde, Gretl, das dreizehnjährige Töchterchen der Fam-Me Dr. Lion Marx, habe in der Nacht nach nur dreitägigem Kranksein ihre reine Seele ausgehaucht. Die Tragik des Falles genügte schon, um überall ehrlichste Teilnahme auszulösen. In weiten Kreisen empfand man — wenn dieses der Familie ein Trost sein soll — den Schmerz buchstäblich als den eigenen. Aber über das tiefe Mtgefühl mit den hartbetroffenen Eltern, beweinen wir Gretl Marx selbst, die, so jung sie noch an Jahren war, ker-eiis etrrerr C£t<$etrt»er i f>ät4e_ Sös Mflr s!ns blübsnbe J^o||riurKJ rtrc^i -alletrt fiir Ü4 ffiltlBli. IBßfi .ßlHßfFl SlIßDl reiz und einer Anmut ohnegleichen ausgez^chttät, mit Getstesgaben begnadigt, die zu den weitgehendsten Hoffnungen berechtigten, war sie der Liebling aller, die sie kannten und der Familie irgendwie nahe standen. Von dieser nun gebrochenen Hoffnung sprach Herr Direktor Dr. F ü n f an der Bahre im Namen der Lehrer und Mitschülerinnen in bewegten Worten. Es sprach dann für die Verwandten Herr Rabbiner Dr. Auerbach, Halberstadt, der hinweisend auf die vor kurzem gehaltene erste Jahrzeit auf Rabb. Prof. Dr. Marx Darmstadt, aus fc^trtera&emegtem Hsrzsn Worts her Liebe und des 9>anL* für IL 3riik«£lLtHäiii Md. KulsU. ororiff Herr ^Pbaklour S. 8ch<kchnotüitz ÄÄ4 Sßflüt im SlUf« trage eines großen Kreises von Freunden, die das Bedürfnis empfanden, chre Teilnahme der Familie zum Ausdruck zu bringen. Möge '"vn der in diesem erschütternden Falle allein zu heilen vermag, den schwergeprüften Eltern seine nvr.z zuteil werden lassen, n^axan Die: Bestattung von Äuttns At. Wer Die Bestattung der irdischen Hülle von Julius M. Bier (siehe Nachruf in Nr. 2 des „Israelit") gestaltete sich am Freitag morgen aus dem Friedhof der Israelitischen -Religionsgesellschaft zu einer imposanten Kundgebung größter Verehrung für den Verstorbenen und herzlicher Teilnahme am Schmerze der Familie. In einem 5p-e|j?eb ^)err D^ctbStrvcir Breuer noch einmal das Bild Julius vor wj.fer geistiges Auge, und die von ihm angeschlagenen warmen Töne verfehlten ihren Eindruck nicht. Herr Nabbiner H o r o o i c z aus Jerusalem entbot in herzlichen Worten den Scheidegruß Jerusalems, das in seinen gesetzestreuen Institutionen um den treuen unb teuren Freund des heiligen Landes trauert. Darauf brachte Herr Rabbiner Dr. Klein, Berlin, in warmer Rede die schmerzliche Teilnahme der Freunde der Familie Bier zum Ausdruck. Herr B. R a ch e l s o h n rühmte das geistige Interesse des Heimgegangenen, das ihn immer von neuem zu GeiNmfmminiifö mit Keunden und Thmgelehrirn über jWe Probt« wegte. Zuletzt itberbrochle Herr Ailttbüch beit' ich« ber FMkf»i-Log«. Äanrt ükerg<rten tötir. ttxiä sisktlich Ifi AH ^lllltUÄ ifildtl. der Erde. Sein pfeift rolrb melier in unfern SKiüe ieWll und sein Andenken wird uns zum Segen werden. .T-axan. Vorlesung des Herrn Dr. Isaak Breuer über Erez Iisroel. Rach längerer Unterbrechung hat Herr Dr. Isaak Breuer seine Vorlesungen über Erez I sroel-Probleme Montag den 24. Januar 1927 im Lokal der FoMllgcNUFUWki MMÜLMWMM iU “ff"?? 830 Uhr statt. Hebräisches Konzert. Das am kommenden Mittwoch, den 26. Januar, im Zoologischen Garten stattfindende „Hebräische Konzert" beginnt pünktlich 8 Uhr. Da alle Plätze unnummeriert sind, liegt es im eigenen Interesse der Besucher, möglichst früh zur Stelle zü sein, um sich einen guten Platz zu sicherst. Lin Lewandowski-Konzert. Ein Nachkomme des großen Synagogenkomponisten gleichen Namens, Oberkantor Manfred Lewand o w s k i, Berlin, sang am Montag abend in der Frankurt-Loge neben Liedern und Arien in italienischer und keit±fci>'cr Spra4>e ttiel>rere k>sbkä!schs Llöhsr Utth Synagvgeniompoflilvnen, löefpntevs VllHs88Ü und schön, mit Liebe und Empfindung vorgetragen, fan-. den reichen Beifall. Ein Freitag-Abend. (Der Film der jüdischen Wohlfahrtspflege.) Die Zentrale der jüdischen Wohlfahrtspflege hat einen Film hergestellt, der in großen Zügen die Art und Weife der Arbeit innerhalb der zentralisierten Wohlfahrtspflege childert. Der Film wurde in einer Sondervorstellung einem zahlreichen Publikum vorgeführt und fand ungexmm MM Der Ausführung Mg ein emlMenver Vortrag vor- E» ist ausschließlich Sache der Leser, die lm Inserakeyteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Daren oder onstige Angaben »rellglonsgesehllcheu Charakter» auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. 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