Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 2 (13.1.1927)
- Date
- 1927-01-13
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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rzidpung agogis aqe zumjvsrae Organ -es Duu-es gesetzestreuer Mischer Kehrer Deutschlands. c.v-L Materialien zur Verwendung jüdischer Mssenselemeute im chemischen Unterricht. Bon Dr. Willy Halberstadt Ln Berlin. (Schluß.) äl üiiiien mt smi. Bf um (fflBmawi 40) kommt schon in »OT an der angegebenen Stelle uni» in Kap. 14, V. 10 vor. Den besten Ausschluß über die Verwendung des Tons im Altertum gibt aber die Schilderung der Arbeiten der Israeliten in Aegypten im 2. B. M. Die Verwendung der aus Stroh und Lehm gemischten und von der Sonne getrockneten Masse zum Bauen ist Ln ärmeren Gegenden im Orient zeute. noch üblich. (Vgl. ''fch zu Kap. 5, B. 14). Die nDvn in «ip'i Äap. 6. V. 21 über das Zerbrechen Böfi TgMsWn (mr iliJ in Mmn QflfMfläi$ gMcht war, wirb aus die Porosität der Tongefäße guruckgefuhrt Im Anschluß daran wird man aus die q’J’-t über das Leuweln von Longesäßen Kaz. 11, V. 33, iiwnsp; 'x 'i? -p-iy eingeyen. Selbst wenn das im Chumifchunterricht geschehen ist, schadet eine Wiederholung gewiß nicht. Auch aus die a'J'i über das Leuweln von Glasgefäßen, Emailgefäßen usw. m'2127 '-2, kann man im Anschluß an die Besprechung dieser Stoffe eingehen (Lehrbuch S. 114). XII. Bei der Besprechung der Metalle und Legierungen (Lesebuch Kap. 42) wird man die in der Bibel vortommenüen Metalle mit ihren hebräischen Namen erwähnen und die Stellen aussuchen lassen (1. B. M. Kap. 4 Vs *?[ 4, M. ^«jP. 31f V. 2Sf tfff ff«f; 1, B. 2ö, Jechestel Kap. 27, B. 121 Berücksichtigung finden muß). Ueber die Bearbeitung des Eisens (Lesebuch S. 128) erfahren wir Näheres aus Jesaja Kap. 44, B. 12, wo das Schmieden geschildert wird. Vom Härten des Stahls (a. a. O.) spricht die n:»n ht |’W3a Vi '^n 'n pns)* Vgl. die Erklärung von Bertinoro; ausführlicher noch ist di« des -stre, der unter *px eine Schilderung des Härtens gibt. XIII. Bei der Besprechung der Gärung (Lesebuch Kap. 54) wird man ausführlich die trän über am noo be^pr«djen, für becett Sßerftäwbnts j<t bU Kenntnis des Sarungsoorgangs nre^enif!«^ ist, so g. l8. ien Bon ■mw/ die Gärung des Teiges beim Stehen <nn®7- .Vielleicht kann mna sogar die «ana in nn mnoo: 'ui -siv- -nirffJ (vao 1» besprechen, die geradezu die einzelnen Stadien der Gärung, durch die Gasentwicklung gekennzeichnet, schildert. Selbstverständlich wird man darauf eingehen, welche Nahrungsmittel als noaa?an verboten sind. (Bier, Sprit usw.). Auch den 102iivn wird man bei der Besprechung der alkoholhaltigen Getränke (Lehrbuch, Kap. 54) besprechen. (Kognak, Champagner). XIV. Bei der Besprechung der F e t t.e (Lehrbuch, S. 163) wird man den Unterschied zwischen erlaubten und verbotenen Fetten 'ipa® asn unb hte daraus heraestellie Pflcin^enrncrrgarrne^ -eingehen uni) erlfören, zoelJpe in den Handel kommenden Fette erlaubt und welche verboten sind. XV. Schließlich ist noch darauf einzugehen, welche Farbstoffe in Bibel und Talmud Vorkommen, und — 1 soweit dies festzustellen ist — woraus sie hergestellt wur- 1 den. (Lehrbuch Kap. 63). Heranzuziehen ist vor allem n-inv Kap. 25, V. 4 mit den dazu gehörigen Erklärungen, ' ferner die mm in mnan 44a. Farbpflanzen werden in jvyu» ('» ‘vn 't pns) erwähnt, wobei besonders interessant die Pflanze nuix» ist, aus der der rote Farbstoff Alizanit gewonnen wurde (vgl. Bart, zur Stelle und iw aunxipM* ~) «He «RH Pinnir- «hemie in der Mbel. Die Verwendung von Alaun als D e i z e beim Färben (a. a. O.) schildert »"an in Kethuboth 79b. Die angegebenen Beispiele zeigen, wie selbst in einem scheinbar so fernliegenden Fache, wie der Chemie, eine ganze Reihe von jüdischen Kenntnissen gewonnen werden können, und die Arbeit, die an das Heraussuchen des Materials gewendet wurde, ist reichlich belohnt, wenn sie die Durchdringung des Chemieunterrichts an unseren jüdischen Schulen mit jüdischen Bildungselementen zur Folge hat und zur Nacheiferung für andere Fächer an- Die Vorstufe des hebräischen Unterrichts. Von S. Rosenfelder in Ladenburg. Einer an mich ergangenen Aufforderung nachkommenbt m MM MllWg g» ftn «rmnMli llnstchien Des Herrn Millelschul-KDnrekwr Heinrich Mnstädter (s. Nr. 1 d. Bl.). Die Ausführungen des Herrn E. machen es leider nötig, nochmals auf alte Einwände zurückzukommen, die schon so und so oft besprochen und widerlegt wurden und die für mich bereits als erledigt galten. Es darf wohl als feststehend angesehen werden, daß dre Ergebnisse des hebräischen Unterrichts ungenügend sind und die Erfolge in keinem befriedigenden Verhältnisse zu unserer Mühe stehen. Aeitverhältnisfe (Elternhaus und Unterrichtszeit) sind die äußeren Ursachen unseres Mißerfolgs. IN Erkenntnis dieser Hindernisse haben wir es unternommen, durch Verbesserung der Methode ausgleichend zu wirken, d. h. das Interesse am Hebräischen m tröoowi UNS M Mt Mk in NM. Seif Jahrzehnten bemühte man sich, den hebräischen Unterricht aus eine neue Grundlage zu stellen. Es würde geschrieben, gesprochen, beraten, und auch an praktischen Versuchen fehlte es nicht. Die theoretischen Erörterungen sind m. E. zu einem gewissen Abschluß gekommen. Praktisch fehlt aber bis heute noch das Schulbuch der neuen Methode. Darum ist der hebräische Unterricht noch unser Schmerzenskind. Diesen Umstand benützen nun die Gegner zum Jubel. Sie irren sich. Die Rufer in dem Kampf für die neue Methode werden durch die sehr schwachen Einwendungen des Herrn E. nicht beirrt werden. Die Idee ist gu »eit fortgeschritten, und ^altruse roerd^ Mgsh?sf verhallen. Warum soll auch ausgerechnet die Methode des hebräischen Unterrichts keine Entwicklung erfahren dürfen. Sollte das etwa mit dem Entwicklungsgedanken des Judentums Zusammenhängen?. Auch wenn wir mit einer Methode zufrieden wären, hätten wir pflichtgemäß nach möglichen Verbesserungen zu forschen. H. E. erinnert an die „gute" alte Zeit und deutet aus die Fleischtöpfe Aegyptens. Mir hat noch niemand die Güte der alten Zeit beweisen können. Gott schuf die Welt, um fortzuwirken (laasos). Auch die Methode des hebräischen Unterrichts befindet sich im Fließen, und ff). <£- rotrb btie Snlwidtung nicht -auff^atten können. %s fc^emi, als ob ^err §. unter Arüeitsrnet^obe nur Stäbchenlegen, Buchstabenkneten und sonstige „Künsteleien" versteht. Mit dem Schlagwort „Arbeitsschule" läßt sich weder für noch gegen unsre Methode kämpfen. Arbeitsschule ist jede Schule, in der gearbeitet wird. Der Begriff „Arbeitsprinzip" findet sich schon in unseren alten pädagogischen Handbüchern unter „Selbsttätgikeit". Zweck und Ziel des hebräischen Unterrichts ist für unsheute, Verständnis der Bibel und des Gebetbuchs in der Ursprache zu vermitteln. Hierin sind wir alle einig. Nur die Wege sind verschieden. Die a l t e Methode nimmt den Urtext und leitet den Wortschatz daraus ab. Für Kmttr kM MMsrs Wk8. Mur» am tiMßl muz iu Iwi Suskbrnl lang nun s»l. Die neue Methode will den Kindern in ungezwungener, kindlicher Weife einen lebendigen Wortschatz nahebringen. An der Hand eines Vorbereitungsbuches soll etwa in den ersten 3 Schuljahren eine gute Grundlage für das Hebräische geschaffen werden, sodaß die Kinder jeden nicht allzu schwierigen Text mit Verständnis zu lesen („übersetzen") vermögen. Für Lehrer von heute ein mühevoller Weg. Lang und kurz! Lang zur Quelle, kurz zum Ziele. Herr E. erinnert sich seiner Jugendzeit, wo er mit -öttter )übt(c£)=heu1|c^en UeBerje^ung von ein^m au| Un Sag?in ganges Kapitel Pentateuch prüMtierte. Ich bin ungefähr demselben heimatlichen Boden entwachsen wie Herr E. und habe wohl das gleiche Ueberfetzungsbuch benutzt. Wir wollen aber doch die Umgebung nicht vergessen, in der wir aufgewachsen sind und die Unterrichlszeit auch in Rechnung stellen. Heute unter gleichen Verhältnissen würde mit einer besseren Methode sicherlich noch weit Besseres geleistet werden. Welche Zeit und Kraft mit der „Chedermethode" vergeudet wird, habe mrfnt mimn mmmstäiigtm in Wen lkW lilh beobllchlen rönnen. Uobrigens ist Chedermethode kein feststehender Begriff, denn es gibt auch im Osten moderne Chedarim, von denen wir sehr viel lernen könnten; sind ja unsre modernsten hebräischen Lehrbücher aus jenen Chedorim heroorgegangen. Herr E. schreibt: „Nicht bei der Elternschaft, sondern in den Kreisen der Lehrer entstand mit der Zeit eine allgemeine Abneigung gegen diesen Mechanismus." Richtig ist, daß vor allem in den Kreisen der Schüler Ueberdruß gegen den blöden Drill entstand, und die Lehrer sich hernach fragten: Sind wid nicht schuld an diesem Mßbehagen und an dem Mißerfolg?. Und die Elternschaft? In Baden wurde von Fachleuten (Rabbiner, und Lehrer) ein Lehrplan aufgestellt, der der neuen Methode MM WlUUNg lW. dp Wllt sich in Ms? Mzmherzrgen Zerreißung von Gebetstücken und lehnt mechodische Neuerungen ab, weil ihre Ergebnisse, noch nicht gesichert seien. So kam es, daß niemand «ine Freude am Lehrplan erlebt« und er nun umgearbeitet werden muß, noch bevor er in Kraft tritt. Gerade «in Nichtfachmann war es, der in einem Begleitschreiben zum badischen Lehrplanentwurf, einer Reform der hebräischen Lernmethode das Wort redete. Herr E. schreibt: Der Kampf gegen di« alte Methode sei n i ch t mit der Begründung geführt worden, daß durch m m mmifüm m mnm um schwere Arven zugewum werde. MM hübe gegen sie nur leingemandt, daß infolge der Verschiedenheit des Satzbaues und der Wortfolge öfters die Textworte falsch übertragen werden. Das sttmmt doch wiederum nicht Immer und überall wurden als Mängel der alten Methode di« Stoffauswahl, der Mechanismus (Schlauch, Eselsbrücke) der Drill, die Abtötung jeder Lernlust, der Mangel an Selbsttätigkeit und dergl. betont! Herr E. glaubt immer wieder, das Uebersetzungsbuch empfehlen zu müssen und meint, ohne dieses müßte der Lehrer di« Uebersetzung so oft wiederholen, bis sie Eigentum des Kindes geworden ist, ein Verfahren, das langtoetltg unb öbe rncrcht unb bie Dis^i^rlin unter^ö^tt. Als Antwort ijlerauj füg« idj eim «Wg V^w PSNt«- teuchunterricht an und überlaste den Vergleich einer objektiven Beurteilung. . Es hat keinen Zweck, den fremdsprachlichen Unterricht an unseren Mittelschulen zum Vergleich und zur Nachahmnug für den hebräischen Unterricht heranzuziehen. Denn die Methoden sind auch dort so verschieden und so unbefriedigend wie bei uns. Man hat auch dort mit der reinen Sprechmethode Versuche gemacht und heute neigt man zu einer vermittelnden Methode. Aber auch der alte Plötz fristet noch in manchen Schulen sein Monarchendasein. Hier wie dott sehen wir dieselben Mißerfolge, öirsktSk UstgüMSkstykil unD M glkilM Mmstfk. Lüst l*n Diilw Mühen, Tränen und „Durchfällen" ver Mittel«