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Der Israelit · 1927-01-13 · Heft 2 (13.1.1927) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
68 (1927)
Issue
Heft 2 (13.1.1927)
Date
1927-01-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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LränkfM ä. M., -4ii 10. K887 Begründet von Dr. Lehmann in Main-. a6 Januar' £eul{^attk- 1 So&mazJ; Ä u s f a n ^; 91IcrieflaJjryreifedeniferecfeenfe feem feeulf(!>e» A«!»nfesprels auÄiiiliil» ßjiftek feei SiülffedHfesfflifc fanfees) Deutsch-Asterreich i Schilling 8.—; Amerika I Dollar' England 4 sh.; ab I.Juli Frankreich 28 Fr.; Velgiey 7 Velga;Holland2 fl.; Italien 80 Lire; Jugoslawien 88 Din.; Litauen 7.60 Llt.; Rumänien 200 Lei; Polen 4 deutsche Goldmark zum Tageskurs oder 7 Zloty; Schweiz 5 Fr.; Tschecho-Slowaket 88 Kronen; Ungarn 60000 Kronen; Dänemark 6 Kronen; Norwegen 6 Kronen; Schweden 3.60 Kronen. Einzelnummer dreißig Goldpfennige. Stellt LösLUirt Mrrr DIMSSÄIZ. lliisurtr LI ffiiftiif. W Mi fisftittiaftiAltiita MititLkLillL-Zkils. AböMSttts» zsWit m Ettzllsusssuchs» lmfi Samiltsnanzstgsn nun 10 Vf. Die TS mm breite Reklamezeile: letzte Tertseite 1.60 Mk.. vorletzte Textseite 3.— Mk.: Chiffregebühr in Höbe eines dopp. Fernbriefportos. Rabatt nach Tarif. Bet laufenden Jnserataufträgen tarifm. Preiserhöhung tederz. Vorbehalt. Jnseratenannahme durch den Verlag des Israelit G. m. b. H., Franks a. M.» Gr. Eschenheimer Straße 33, Tel. Hansa 6848 fow. durch sämtl. Annoncen-Eäved. des In- und Auslands Alleinige Jnferatenann. für Franks. Geschäftsanz.: Jul. Schmidt» Üangeftr. 7, ll, Tel. Hansa 464l. Platzvorichr. ohne Berbtndlichk. Zahlungen direkt an den Verlag auf Postscheckkonto Frankfurt (Main) Nr. 19803. — Außerdem an: Postsparkasse Wien Nr. 79605. — Postsparkassenamt Budapest Nr. 18424. — Postscheckkonto Warschau Nr. 190757. —7 Postscheckamt Zürich Nr. Vlll 7264 — Jnkassü-Bank Rotterdam — Postscheckamt Amsterdam Nr. 34869— Böhmische Unionbank in Prag — ßanca Marmarosch Blank & Co. in Bukarest - Filiale des Wiener Bankvereins in Agram. — Der Gerichtsstand für alle aus Abonnements oder aus Inseraten stch ergebenden Zahlungsverpstichtungen ist Frankfurt a. M. Die Delegierkenversammlung der orthodoxen Gemeinden in der Slowakei. - Die ' Delegierten-Versammlung der orthodoxen Gemeinden der Slowakei fand, wie bereits gemeldet, am 21. Teweth in der landschaftlich überaus, reizvollen Bäderstadt Trencsin- T e plitz statt. Der Wählprüfungs-Ausschuß hatte 170 Mandate für gültig erklärt. In Anwesenheit der Delegierten und zahlreicher Gäste wurde die Landesversammlung um vier Uhr nachmttms eMM umr um mtersmmum m Döerraöbmer £ \ g e v m « n n aus Nova Zamky. Er.-widmete zunächst dem vor wenigen Tagen in. die Ewigkeit abberufenen hervorragenden Mitglied des Rabbinerkomitees, Herrn Oberrabbiner Mosche K a tz in Neutra, sowie dem Mitglied der Landesrepräsentanz, Oberrabbiner Friedrich wurme Nachrufe. Nach Ernennung der Schriftführer und Begrüßungsansprachen verlas der Sekretär ein Schreiben' des Ministers für die Verwaltung der Slowakei, worin die Ver- Dmm öer OttMlM um M KlmfolwmiM W Republik hörvsrgshsbstt Möv-Stt und dis Erwartung geäußert wird, daß die neu zu wählende. Leitung der konfessionellen Organisation in demselben Geiste und mit dem gleichen reichen Erfolge wirken werde wie die bisherige. Oberrabbiner W e b e r, der Präses der Landeskanzlei, erhebt sich, von der ganzen Versammlung stürmisch begrüßt, um den Tatigkeitsbericht zu erstatten. Der Bericht erstreckt sich über hs? sish?sl Hflyss, hl? s?rt des minifierietten Genehmigung der autonomen orthodoxen Organisation in der Slowakei verstrichen find. Er knüpft an die langwierigen Kämpfe/an, hie durchzuführen waren, bis /es > gelang, die Widerstände der für die konfessionelle Zwangseinheit der gegen-. sätzlichen Weltanschauungen begeisterten jüdisch-, nationalen Kreise zu überwinden. Die Orthodoxie glaubt nicht an die rettende Macht einer Einij-eits^roni^ bte cruj1 Kosten der: Neinhert der . geschaffen würde' sie halt fest an den geheiligten Traditionen der großen Männer, des Kefaw Sofer und des Maharam Schik; die die selbständige Organisation der Orthodoxie geschaffen haben. Der Bericht berührt die Bemühungen um-die gesetzliche Regelung der staatlichen Subventionen für die Rabbiner-Gehälter, das Kapitel der konfessionellen-Schule und den Ausbau und die Erhaltung der Jeschiwoth. Seit der Sanktionierung der Satzung haben sich mehrere neue orthodoxe Gemeinden im Lande gebildet, so in Lucenec, Rove Masto, Levoca, Banska-Bistrice, Zilina. Interessant sind die Asußerüngen des Bsricht?s, hi? sich aus hi?? si s i? w «f \ {4? t* Verhältnisse, das sogenannte Karpathorußland (Munkacz) beziehen. Mit Rücksicht auf die letzten Vorgänge in diesem Teil der Slowakei, welche die Aufmerksamkeit der europäischen Oeffentlichkeit auf sich gezogen habest, seien die auf Karpathorußland bezüglichen Sätze des Berichtes wörtlich zitiert: Aus diesem- Grunde, im Interesse des innigen und festen -SufammettlMiItetts alter gleichgesinnten orthodox sählenlen Äenvern^en i-it -er öl-lftitölik, siütiilr Kttrpa th o rusfi kn hinunter gegungen. Dir gestehen offen, wir.sind nach diesem jüdischen Vulkan entgegen dem Rat alter erfahrener Manhigrm gegangen. Ich denke da in erster Linie an den vor 10 Tagen iBsi gewordenen Neutra er Raw ^"sr der uns stets davor warnte, Karpathorufsien zu forcieren. Allein, geehrte Delegiertenversammlung, wir konnten nicht anders handeln. Wir mußten in diesen sauren Apfel beißen, schon mit Rücksicht auf dienichtjüdischen Faktoren, die sehr stark in Betracht kamen. Diese konnten es nicht verstehen und nicht begreifen, daß die orthodoxen Gemeinden der tschechoslovakischen Republik von jioei tra ten gel-eiiet a>erb-ert jottert. £5m altert UsigsiM WPF ht? «ls dveint«r fo grojj (zu ihr gehörten zirka 400 Muttergemeinden und 1200 Frlialgemeinden mit einer jüdischen Seelenzahl nicht weit von 700.000). Diese Organisation konnte von einer Zentrale geleitet werden und wir hier in der Republik, wo wir kaum auf den dritten Teil zufammengefchrumpst sind — in Slovensko und Rusinsko zusammen gibt es zirka 130 Muttergemeinden, 400 Filialen mit etwas über 200.000 Seelen — sollen in zwei Organisationen getrennt-zum Schutze der höheren Interessen der glaubenstreuen Judenheit aufmarschieven? Der frühere Schulminister Habrmann sagte zu Uns: -Es hat doch keinen Mllllj Mb Mk m mmMkii TlMsrMWv f?r?n&?ni gst ■Mn gWMn GlnuvmsgrunvsüWn sich MlMMiiben. non den gleichen Idealen beseelten und die gleichen konfessionellen Ziele vor Augen haltenden Menschen sich von zwei Zentralen vertreten lassen. Es wäre, dies ebenso unpraktisch wie nachteilig. Unpraktisch im Verkehr mit der Staatsbehörde und nachteilig für die betreffende Kirche. ■ So dachten alle maßgebenden Kreise und wir waren.gezwungen, wenigstens den Versuch zu unternehmen,. dte von gewisser Seite stets betonten Gegensätze zwischen Sloviensko und Rusinsko zu. überbrücken und «irr Med-echlrl^-es .Qitf-arrtmetttmrf-ätt itt ivt-e SSege gtt teilen. geefjrte ^e1egleriertr>er|-anxmfrmg, ojjctt > rtrtfe freimütig müssen wir Ihnen heute erklären, der eh r- .1 ich. und. aufrichtig gem«inte Versuch ist gescheitert, arg gescheitert. (Bewegung in der ganzen Versammlung.). In Rusinsko ist mittels Erlasses vom Gouverneur die Autonotnie und die ganze Organisation aufgehoben. Dort gibt es momentan keine Expositur, keine Kanzlei, keine Vertretung, dort herrscht jetzt, gelinde gesagt, ein ex lex, ein ungesetzlicher Zustand. (Allgemeine Bewegung.) Die Folgen für unser ganzes konfessionelles Leben sind unberechenbar. Erhobenen Hauptes, geehrte Delegiertenverfammlung, können wir sagen, daß von unserer Seite kein einziger Schritt unternommen, kein einziger Akt vollführt wurde, der, vom Interesse der rigorosesten Orthodoxie oder vom Gesichtspunkte des radikalsten ChasfiDus m Mein wävö imö Msss llllllMö Mi füllst SIZ Asmchtfst>tiIt ivschsini» mßi. Auch m Zukunft darf nichts geschehen, was auch nur den Schein eines Gegensatzes zwischen hier und dort Hervorrusen könnte. Das einzige, was wir tun können und tun müssen, ist, daß wir mit gesteigerter Aufmerksamkeit auf der Hut sind, daß die dort herrschende Verwirrung lokalisiert. bleibe, daß das npMrmn vrr. der Brand des Zwistes, nicht über die Grenzen von Karpathorußland hinübergvsife und daß die Nüchternheit und Mäßigung und der entschiedene Wille zur Ordnung die Oberhand gewinnen. (Reicher Beifall.) MAHL sMHt -SM i» «Mm und mannhaften Worten von den zahlreichen innerhalb der Gemeinden herrschenden, lokalen Streitigkeiten und sagt u. a. folgendes: Geehrte Dellegiertenversammlung! Der Fortbestand der Orthodoxie ist davon abhängig, ob wir uns dieser eiternden Wunden werden erwehren können, ob die Orthodoxie die entsprechende Kraft wird aufbringen, zu verhindern, daß das unveränderliche Prinzip, wonach in einem Orte zwei orthodoxe Gemeinden nicht zulässig sind, durchbrochen würde. Bon welcher Seite immer gegen dieses Prinzip Front gemacht wird, muß die Gesamto.rthsd-oxrs mit itttttac|>gtebtgf£&v (£n£fd>t*elven£)^it hä&g&en <Steffnrtg n>e^m'enr «art|oxt|ieix rt>iir£vert in Mvi'Nden solche unhaltbaren chaotischen Zustände Eintreten, die früher oder später ganz sicher den kostbarsten Gütern unserer Emunoh unwiederbringlichen Schaden zufügen müßten. (Beifall.) Das einzige Mittel, so . führt der Bericht weiter aus, um überall geordnete Zustände herbeizuführen, ist die Anrufung eines Bes Din, wobei es als notwendig anerkannt wird, die darauf bezüglichen Lücken des Landesstatuts auszufüllsn. Dsr Vericht gipfelt in einern lvarrnen Appell. alles Svsnnenls 5H¥wigw{i?((?n fw ^!? Einheit und Unabhängigkeit der slowakischen Orthodoxie gemeinsam einzutreten. An den Bericht schloß sich nach einer kurzen Pause die Neuwahl derLandesorgane an. Bereits die Wahl des Kandidierungs-Komitees ergab eine überwältigende Mehrheit für die Anhänger der Kanzlei, womit der Beweis geführt war. daß dis im Laufs der letzten Jahre in einzelnen Gernsrnden elrvas larnlend tretene zionistifch-misrachistische Opposition völlig einflußlos ist. Roch stärker trat die Zufriedenheit der ungeheuren Mehrheit der slowakischen Gemeinden mit der Leitung durch den von 140 Wahlberechtigten eingebrachten Vorschlag in die Erscheinung, den Präses der Kanzlei, Herrn Oberrabbiner Weber, per Akklamation

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