Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 1 (6.1.1927)
- Date
- 1927-01-06
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 Nr. 1 Gott wohnt. Gott verschmähte die mächtige Zeder und den ragenden Berg und wählte einen Dornbusch und einen niedrigen Berg zu seinem Si^. ^.ßcrj^ I^erat^ SjJlojes^ gu Deinen Brüdern. Denn nur mit Liebe, wie schon dein Name (der aus dem Wasser Gezogene) besagt, wirst du das Volk ans Ziel und der Welt das letzte Heil bringen." . Und im brennenden Dornbusch liegt ein Symbol für das Schicksal des jüdischen Volkes. Verschmäht und zur Seite gedrängt, umhegt es doch wie Dornenkranz den Garten und hütet seine Frucht. Es brennet und brennet, wird aber doch nicht verbrannt. Alle lodernden Flammen und alle Fluten des Leides, die über Israel einherstürcs gu »ermc^len. Der treue Schäfer. Ein Schäfchen hatte sich von der Herde losgelöst und war davongelaufen. Erregt lief ihm der Hirte nach, mit bösen Gedanken gegen das störrige Tier. Das Schäfchen blieb aber an einem rieselnden Bergquell stehen und schlürfte gierig das Wasser. Da legte sich des Hirten Zorn, Mofes nahm das Lamm voller Erbarmen in fiintn Arm nun träum m. In fiißjam MsmrntL war es, baß Gott ihn anrief und sprach: „Du bist, Moses, ein treuer Hirte voller Liebe, so sollst Du denn auch meine Herde leiten." Der Mann der großen Liebe. Die guten Engel klagten vor Gott und sprachen: „Wie lange sollen Deine Kinder unten noch unter der rohen Hand der Aegypter schmachten, in der Fron der schweren Arbeit verkommen?" „Bald," sprach Gott, „kommt der Mann, der Träger der großen Liebe, und das große göttlM Crhanmn m srwE bsftsisnd imfc Mössuö über b!e Wett ausgebreitet." Moses half dem angegriffenen Juden und schlug den bösen Aegypter nieder. „Da i st der Mensch, der die Liebe getätigt hat," jubelten die Engel. „Noch nicht," sprach Gott, „er hat ja nur einem Bruder geholfen, das wiegt noch nicht so viel." Moses stand am Brunnen vor dem Tore der midianitischen gssh splnng den hilflosen Mädchen bei, da sie von den vohsn Hivtsn bedroht und bedrängt wurden. „Hier," meldeten die Engel, „der Mann, der in Liebe sich auch denen zuwendet, die nicht seines Blutes sind." „Noch nicht," wehrte Gott ab, „es ist der h ö ch st e Grad der Liebe noch nicht erreicht." Moses hütete die Schafe auf dem Chorew- Verge und trug das durstige Schäflein selbst an die Quelle. Jetzt war der Mann der großen Liebe d a, dessen Herz für Stubsr, Mensch llüd Ireabnn heißem fajtug. Nun brach sich der Strom des großen göttlichen Erbarmens durch und Moses ward für seine große Bestimmung berufen. DerMosesstab. Mit dem Stabe Gottes in der Hand machte sich Moses ins Aegypterland. Dieser Stab war eine Schöpfung aus der Hand Gottes, eine der zehn, die in letzter Schöpfungsstunde beim Herannahen des ersten Sabbatabends entstanden sind. Stbom l^agierte mit dieses 8Mf fiSFl Vlumenwegen des Gan Eden. Es erhielten ihn dann nacheinander Chanoch, Schem, und die drei Erzväter. Es war dies der Stab, mit dem Jakob über den Jordan setzte. Josef erhielt ihn als Erbe und hinterließ ihn im Paläste Pharaos, wo ihn Jithro, der Ratgeber des Königs, entdeckte und mitnahm. Dieser pflanzte ihn in seinen Garten. Keiner hatte die Kraft, ihn aus dem Boden zu reißen. Als es aber Moses mit einer Handbewegung gelang, wußte Irthro. daß der Mann zu großen Aufgaben bmm m. Vsn U Zb Äär er Im Myses. Es befanden sich gehn Buchstaben darin, die Anfangsbuchstaben der zehn Plagen, die bis dahin keiner deuten konnte. Später soll König David den Stab als Zepter benutzt und ihn für den letzten und größten der Könige, für M o - schiach, aufgehoben haben. Der Israelit 8. Januar 1927 Im Palaste des Königs Vierhundert Türen hatte der Palast Pharaos, deren jede von Löwen und Bären und anderen wilden Tieren vewM war. Ms Masos und Ahron kamen, duckten sich die Bestien und begleiteten sie wie die treuen Hunde ins Innere des Palastes. Sie hatten dann durch die Reihen gewaltiger Riesen zu gehen. Leoparden reckten sich und brüllten fürchterlich. Aber Moses winkte mit dem Gottesstabe und sie lagerten sich ihm ruhig zu Füßen. Im Palaste war gerade großes Fest zu Ehren des großen Königs, der an diesem Tage Geburtstag feierte. Abgesandte aller Länder der Welt waren mit reichen Geschenken erschienen Als Moses und Al^ron endlich vor Spfjcprao |tcmdes einzigen Gottes. Da schüttelte Pharao skeptisch den Kopf und sagte, er kenne einen solchen König nicht. „Er ist der König aller Könige, Schöpfer von Himmel und Erde," belehrte Moses. Pharao suchte aber in einer großen Liste, in der alle Götter der Völker verzeichnet waren, und fand nichts. „Du gleichst," sagte Moses spöttiföl Mm uiWschMm MIM mm Kvhsn, der fernen Herrn auf dem Friedhofe sucht, den doch ein jüdischer Priester nicht betreten darf Was sollte unser Gott, der lebt und Leben schafft und aller Leben erhält, in der Reihe deiner toten Götter?" „Laßt nun die Geschenke sehen, die mir Euer Gott zur Huldigung schickt und Eure Botschaft hören." „Seine Botschaft lautet: Schicke sein Volk, das du in den Banden der Knechtschaft hältst, in die ^rei^eit." Da Mw Pharao in önMannwm Zorn; „Ich kenne Euren Gott nicht, der nicht einmal ein Geschenk für den großen Pharao übrig hat." „Die folgen noch," schloß Moses, „es sind z e h n an der Zahl; wenn der letzte Gruß erfolgt ist, dann wirst Du Gott kennen und seine Kinder anflehen, daß sie aus dem Lande ziehen . . ." Wer weiß cs? Kür unsere Kleinen. 1. Welcher pivg, der nur einmal in der min vorkommt, wird ca. 30 Mal im Jahre geleient? 2. Welche Sidra kann in einem Jahre zmeimal, oder auch in einem Jahre gar nicht geleient werden? 3. Welche mviL' die nicht die erste ist, kann in einer Woche zweimal geleient werden? 4. Wie kommt es vor, daß an 6 auseinanderfolgenden Tagen an jedem Abend ein anderer Gruß geboten roirb? Er ist ausschließlich Sache der Leser, die im Inseraten teil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesehlichen Lharakterr auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Sie verbrennen sich nicht wenn Sie alsEathaarungsmittel„LERASöR“Dr.WFIL der Schwanen* Apotheke, Frankfurt a. M.t wählen, da es individuell abgestuft ist in stark—mittel—schwach, und somit jedwedem Bartwuchs und auch der zartesten Haut gerecht wird. Haupt-Depot: Schwanen-Apotheke Frankfurt a. M, wo auch Versuchsmengen kostenlos erhältlich sind FRMASSIGTF PREISE: Dose mit */z kg. Inhalt ä RMk. 2.50 einschl. 1 ker. 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Ofsenbach). — Verlag »Israelit", T.m.b.H., Frankl urt u.s>. — Druck geraunt Verlags« Aktiengesellschaft, Frankfurt a. M. 67