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Der Israelit · 1926-12-16 · Heft 51 (16.12.1926) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 51 (16.12.1926)
Date
1926-12-16
Page
– (sequence 9)
Language
German
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16. Dezember 1926 De r Israelit Seite 9 Nr. 51 SInIaoefG*>tiaL fommsti, das bisherige System der frei- RIN $ M MW M W MW ML sei nicht ausreichend. Jabotinsky' sieht in der bisherigen Krise keinen Anlaß zu übertriebenem Pessimismus. Er erkennt an, daß unter den bisherigen Umständen Großes geleistet sei. Zur Durchführung seiner Ideen sei jedoch eine grundsätzliche Reform des politischen Mittels notwendig: England müsse dem jüdischen Volke freie Hand lassen, das Majorisierungsprojekt durchzuführen. Es müsse in diesem Sinne an das Gerechtigkeitsgefühl des englischen Volkes appelliert werüen. Der einzige Diskussionsredner des Abends, Herr Dr. Schloß, vertrat dem Redner gegenüber den Standpunkt der zionistischen Mehrheit, die Realpolitik treibe und die Sßroiefte her SReolftottiflett als gef äbrlidje Utopien noü= Wrfe. öo" SlÜffi, l\l MgWWM selbst nicht vermögen, einen gangbaren Weg zur Durchführung ihrer Pläne zu zeigen. Im Schlußwort, in dem Jabotinsky sich erst zur vollen Entfaltung seiner Rednergabe erhob, verteidigte er sich mit Geschick gegen die Vorwürfe des Vorredners, ohne jedoch im Uebrigen die Möglichkeit einer Realisierung seines Projekts aufzuzeigen. Den deutschen Zionisten insbesondere warf er Mangel an Begeisterungsfähigkeit vor, die resignierende Stimmung sei Zeugnis für das Fehlen echter Ideale. Der Redner begründete schließlich noch seine Forderung auf Schaffung der jüdischen Schutztruppe, deren Existenz gegenüber der arabischen Gefahr heute mehr denn je notwendig fei. ' . Der Beifall, den das Publikum dem Rednek zollte, galt wohl mehr der faszinierenden Rednerpersöntichkeir dieses Idealisten, als seinen Plänen und seiner illusionistischen Va-Banque-Politik. Die Jüdische Äolkspartei in Frankfurt a. TU. r Jm WM ®önntöQ Mg mi lim MMMMM iättMuus dsr« Züdischsn DolkspllNei in MllMs furt a. M. statt. AlL Hauptredner des Abends sprach Herr Dr. Emmerich und gab einen historischen Rückblick über die Entwicklung der jüdischen Gemeinden im letzten Jahrhundert. Die Jüdische Volkspartei habe die Tendenz, alle positiv jüdischen Kräfte zur Opposition gegen die Äörherrschaft der Liberalen zu sammeln und der jüdischen Gemeinde die Führung nicht allein in religiösen, sondern auch in weltlichen, speziell kulturellen und sozialen Fragen zu sichern. Außerdem erstrebe die Volkspartei die Gleichberechtigung aller Gemeindemitglieder. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, in der u. a. Herr Rabbiner Dr. May die höheren idealen Ausgaben der Jüdischen Volkspartei hervorkehrte und Dr. S t m o n bas Verhältnis bre ©etnetttfre zur Schule Jtrrer IrUil UnÜiÄ llMü M MW MlkWM IIU nerhalb der Berliner Gemeinde berichtete Di^Sktür K a r e s k i, Berlin. Er meint, die Erfolge in Berlin rechtfertigen und ermutigen die Arbeit auch in allen anderen Großgemeinden. * Hebräische Musik. Das Frankfurter Symphonieorchester, das von der Stadt als „gemeinnütziges Institut" subventioniert wird und darum verpflichtet ist, allen Teilen der Bevölkerung zu dienen, hat sich aus diesem Grunde entschlossen, ein Sonderkonzert zu veranstalten, das ausschließlich h e - bräischer Musik gewidmet sein wird. Als Dirigent ist Herr Max Neumann verpflichtet worden. Als Solist gewann man A r n o l d A l t s ch u l, den Nachfolger des berühmten Sirota in Marschau. — Das Konzert findet Mittwoch, den 26. Jänuar, statt. — Alles Nähere t»trb noch bef-annt gegeben. 1 .! ( ' fl nst?" •»staitr Am Samstag, Tn's Den 18. Dezember 1926, nachmittags 3.30 Uhr, findet im.Saale Unterlindau 21 ein Vortrag von Herrn Josef Riwlin über das Thema: Zusammentreffen d',er Juden und Araber i n d e r Geschichte statt.' Gäste willkommen. Im Scholem Alechem-Klub. Der Scholem AlecheM-Klub lud für Samstag den 11. Dezember in die „Loge zur Einigkeit" zu einem Chanukah-Vall ein. Vom Ball wissen wir nicht viel zu melden, aber die vorangegangene Aufführung zeugte von ehrlichem Streben, die poetische Kunst der jiddischen Literatur an schönen Proben auch dem Westen zu zeigen, Zu Worte kam der Altmeister der jiddischen ffiuiw 1« ölnunliu, QäM (Dapdin, Mit MM Drama „Gott, Mensch uni) Saufet**. Go schliMM Mlb 45 Ä8I Titel befürchten ließ, verhielt sich glücklicherweise die Sache nicht. Es war weder ein Mephisto noch eine „Sendung Semaels", es war nur ein Thoraschreiber, der sich von Teufel in der Gestalt eines harmlosen Kollekteurs zum Ankäufe eines Loses verleiten ließ, das auch die seltene Eigenschaft hatte, zu gewinnen. Der arme Thoraschreiber, bis dahin einfach, bescheiden und gottergeben, kam zu Geld, wurde „Millionär", hatte beinahe 50.000 Rubel (es kann auch übertrieben fein) und wollte nun mehr und mehr. Er wurde vom Geld besessen und diese eine Gier drängte alle guten Triebe aus feiner Seele bis zur Selbstvernichtung. Würden diese Bretter die Welt bedeuten, Amerika, das dieses Stück hervorgebracht hat, würde durchweg aus Selbstmördern bestehen. Aber Gordin macht „Theater", das weiß alle Welt und wußte auch das Publikum im Saale und be- -latschte bas Spief, bas non Dilettanten vortrefflich getpurlje, mU großer 0egeisterünlllld Nicht Dankbarkeit dafür, daß der sich „totgewonnene" Thorafchreiber wieder lebendig auf der Bühne'erschien und sich höflich bedanken konnte. Was darauf folgte,, ist uns nicht bekannt, die angesagten jiddischen Volkslieder fielen aus. Mn Wo» siisüjeiii, gpn ums M liiifs kur will, bekam man leider nichts zu hören. Ortsgruppe Frankfurt a. M. -es Jüdischen Frauenbundes. Die Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Frauenbundes teilt mit, daß das von dem Jüdischen Frauenbund herausgegebene Kochbuch erschienen ist. Es enthält Rezepte für die einfache und feinere Küche in größter Auswahl, ausgearbeitet auf der Grundlage der jüdischen Speisegesetze, angepaßt den Bedürfnissen unserer Zeit. Die Kochbücher sind zu haben in der Geschäftsstelle Langestr. 30, für Mitglieder zum Preise von Mk. 2.50, für Niijstmitglieder Mk. 3.50. ®or|lo| ter ^ranl|iit(er OInÜ|etnlfJn ^2^28 ^211 Schächten. In der Stadtverordnetensitzung vom Dienstag, den 14. ds. Mts. brachte bei der Verhandlung über den neuen Gebührentarif des Schlachthofes die Völkische Fraktion einen Antrag auf Verbot des rituellen Schächtens ein. Die Stadtverordneten G e m e i n d e r und Schmitz von den Deutfchnationalen begründeten den Antrag, der mit allen Stimmen gegen die der Völkischen und Deutschnationalen abgelehnt wurde. Vereinskalender. Verein Mekor Lhajlm. Freitag abend nach Schluß der Synagoge. Mikro« Dortrag, Herr Paul Aron. Samstag vormittag nach Schluß der Synagoge Dinim. Herr Dr. <£. P osen. —nachm. aU Stunde vor MNM M DklkMMKSl: NkkiWUli W. s Df mann. - lweiws s»/d uöi tm Dermiolokal, rnsv. Herr B. Rachelfohu. Sonntag, morgens nach Schluß der Synagoge (ebenso Mittwoch) avn nix»' Herr Redakteur S. Schachnowitz. — vormittags 9^ Uhr (ebenso Dienstag abend) 6V2 Uhr Gemoro, Herr R. A. G. Posen. — abends 6 Uhr im Vereinslokale Langeftratze 18, Amos, Herr Amold Merzbach. Montag, morgens nach Schul (ebenso Donnerstag), Mifchna Mitgliederlernen. — abends 1 Uhr (ebenso Mittwoch), Gemoro, Herr Rabbiner Dr. Joseph Breuer. — abends 8lU Uhr (ebenso Donnerstag), Gemoro, Herr Dr. Eltefer Posen Dienstag, morgens nach Schul (ebenso Freitag). 111. firn 33L MW Düskllr Allabendlich 8fy4 Uhr ittt Deköinslsbale Echaaslemen, Herr Herz Holpern. Iahrzeits-Stiftungen: Sonntag, 19. Dez. Aron Moses Schwarzfchild- Stiftung. Mittwoch, 22. Dez. Adolf Rosenbaum, Sophie Lehmann und Gabriel Rosenberg-Stistung. Agudas Iisroel-Iugendgruppe. (Das Lesezimmer ist geöffnet: Sonntag nachmittag von 3-10 Uhr abends, Montag—Donnerstag abds. von 7—10 Uhr, nnff vorm, von 10—1 Uhr, nachm, von 3 bis 10 Uhr). Sonntag bis Freitag morgens 8—9 Uhr, ö’ttNTS vs nun, Herr Leopold Oppenheimer. — 9—12 Uhr Gelegenheit zum Lernen jeder Art, OfW D - Yi11—Yii :u7rr ^te?to8,r- Kurs, Den Guth. is—1 iMjv w *]*t, Herr Herz Halpern. — tfk—d'U Uhr nachm, ptfrpj? mm» Herr Ch. Iacoborvitz. — 6—V28 Uhr Stenografie-Kursus, Herr A. G u t h. abend l/z9 Uhr „Geistige und polittfche Sttömungen" (Chassidismus), Herr Red. S. Sch ach now itz. Montag vorm. 9—12 Uhr Gelegenheit zum Lernen jeder Art. Herr Herz Ha Ipern. — 12—1 Uhr Weltfchiur -»»r» «p, Herr Herz Halpern. — 2/49-10 Uhr abends ebenso Mittwoch abends DS? Vvin. Herr R.-A. Murttn Katz. — V29-V2--0 Uhr Turnkurs gemeinsam mit dem Esra, Aula der Realfch. Am Tiergarten 8. — ^9—V2IO Uhr 'S. Herr Hirschüsrg. Hsaslfirol* iS. - 3LD-10 Mv ÄISI E«SMSl Äois. ■ Freitag abend 8 Uhr. Gemütliche Zusammenkunft — nach Schul Mussarschiur des Herrn B. Rachelfohn, Zeil 2. S chabbos TU Uhr vorm, nnnu?- — V2IO- -11 Uhr ,'Vil'p k*mm. Herr Dr. Posen, Tiergarten 42.— 10—U Uhr •psrjnVff nssp, Herr Louis Kahn. — U!/4 Uhr vorm. „Mifchna", Herr Herm. Frankenthal. — Y2I2—V<1 Uhr Mzzur-Schulchan-Oruch, Herr Gerfon Schnerb. — 12—1 Uhr m'wv, Herr Lehrer Hirschberg. — 1 Uhr nachmittags nmv- — 3-4 Uhr *nm, Herr Lippmann Kurzweil. — 3—4 Uhr 'n, Herr Dr. W. Hofmann. — 3—4 Uhr ns? Vvin '"vn. Herr Emanuel Wolf. — 4—5 Uhr ans «n. HerrA.Pun. — ^44-5 Uhr nsr'2 Herr Leo Schnerb. — Ubr und Montag abend von 3/d_s/jo Hör „©emoro KUMMll-. ®crr Darf chlch. — by3 bis Nacht, Geistd.jüd. Gesetzeslehre. Arbeitsgemeinschaftunter Leitung von Herrn Dr. Ehrmann. — mit Nacht im Anschluß nVnan- — nach Nacht Schachspiel zur freien Demmm ~ mmmi Emmm ssu g—i8 a hebr. Sprachkurs für Damen Elijohu Bilitzky. Agudas Jlsroel-Madchengruppe. Sonntag abds. lJ2T—8 Uhr Stenografie-Kursus, Herr A. Guth. Montag 9—10 Uhr ^n. Herr S. Unna, Kl. Obermainftr. 30. — ' Dienstag 7-8 Uhr Stenografie-Kursus. Herr A. Guth. — 7-8 Uhr Sprechstunde der Stellenver-. mittlung. — V-S-l/2w Uhr awm, Frau Hilde 30 feph. -..9-10 Uhr iVvpnn. Herr Dr. W e g e r, gefchl. Arbeitsgemeinschaft. Donnerstag 7—8 Uhr Sprechstunde derStellenvsrwittluna. — Va9 bis 10 Uhr nach Verein- Wuiill nraaiBm or: aneriDo® RodUbökswss 9. — 3/2g bis 3/4i: Uhr? Lehrer Hirfchberg. — 9-10 Uhr Kleiderausgabe der soz. Kommission. — 9—10 Uhr Arbeitsgemeinschaft, Frau Dr Rosenbaum. Grünestratze 42. Frei tag abends 8 Uhr zur nma Arbeitsgemeinschaft. Herrn Dr. Ehrmann, Hanauerldstr. 15. — abends gemütlicher Heimabend bei Frau Dr. Lange, Wittelsbacherallee 9. Litvialh Lhen-Vertt«. Samstag il/4 Uhr, im Hörsaale Friedberger- Anlage , „Des Vaters Tod und Erbe", Herr Redakteur S. Schachnowitz. Gehetzeiie». wi na® f reitag Abend 4.00 amstagmorgen 8.— Samstajnac^irnttag -4t.- Samstasafönö o»iö Wschengattesdienst» Morgens 7.05 Nachmittags 4.— Tefilin-Legen am Morgen 7.05 Aamiliennachrichten. Barmizwo.: Naphtali, Sohn des Herrn Julius Rofemann und Frau Mathilde geb. Schloß. Hamburg, Gemeinde-Synagoge am Bornplatz. 18. Dezember. Grindelhof 81. — Natan Kowatowski aus Warschau, bei Herrn Dr. Schüler, Am Tiergarten 64. Frankfurt a. M. >>m 'S (18. Dez.) — 8WMr, TMl ***% Dausa Allee I7k Synagoge UnterNndau. Frankfun a. M. 25 Dezember. — Erich, Sohn des Herrn Jakob Blumenthal, Fulda, Johannesstr. 12. nisv 's. (25. Dezember.) — Jfaac. Sohn des Herrn Abraham Rothschild und Frau, Frankfurt a. M., Baumweg 14. 25. Dezember. — Werner, Sohn des Herrn Albert Letz. Luxemburger Allee 40. rnaw g. Synagoge Börneptatz. Frankfurt a. M. Vermählte: Hugo Fröhlich, Stuttgart-Mergentheim. Mija Fröhlich geb. Lewinsky, Stuttgart. Silberne Hochzeit: Lehrer Simon Freudenberger und Frau Mir.na geb. Stern in Flieden.. iLOTTERIE HAUS DER! I JUGEND HAUPT- FlilSl&f GEWINN!!1 5°4 30000MK [GESAMTWERT E56ÄÄS1oer©ew,mme 10000MK |210 O O OMK ZIEHUNG AM 30./31. DEZEMBER 1926 In den neueröffneten E d e n - L i ch -t f p. i e l e n, Langestraße, wird demnächst Lucrezia Borgia, mit den ersten Meistern der deutschen Bühnenkunst, wie Albert Bass ermann usw. über die Bühne gehen. Es ist.ein historisches Stück, frei nach dem gleichnamigen Romrrn von Harry Sch eff, das z. Zt. als Film, ÜkllWklV MN NiHSktz VSSNlSi ftMkN I1W0Ü8 durch Europa macht. Die EdeurLichifpiLele m der Lang-eftraße haben die Tendenz, bei. mäßigen Preisen beste Kunst zu bieten.

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