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Der Israelit · 1926-11-11 · Heft 46 (11.11.1926) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 46 (11.11.1926)
Date
1926-11-11
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Nr. 46 Der Israelit c^r a{& i[letttmaf 5tot|ct>en liefert ketivert a’a-io n->»’elrt raw meljr als ii npn und p^>3 gehen in den fahren getrennt, in denen myw auf einen Wochentag fällt, fällt dagegen nmiv auf mp, gehen diese mino zusammen, da ein mty durch ™u'5' in Anspruch genommen wird. Für mv» und '§r>» ist folgender Gesichtspunkt maßgebend: nismp fällt meistens zwischen Kt?: 's undrni»2, jnri na®- fällt immer auf D’-m 's, so daß unbedingt 2 dazwischen liegenden nno nämlich mv» und 'so» zusammengelegt werden müssen. In seltenen Fällen fällt msiais zwischen szn untr.irmyru nämlich in den Jahren mit dem rruiy» r"vn und myap mnj?» s"nn- Hier muß ein Ausgleich geschaffen werden, indem man mr>» und 'sv» trennt. a'asa und sind stets getrennt, wenn mvn v8i oder 2"N' nicht auf rnv fallen, sonst gehen sie immer zusammen. Hierbei ist aber zu beachten, daß hierfür immer das folgende Jahr maßgebend ist. Z. B. wird in diesem Jahr 5687 o'2n und ii"i getrennt fein, weil im folgenden Jahr 5688 sowohl m als auch 2"' auf einen Wochentag fallen, wie immer in dem Jahr nach dem Jahr mit dem ni2iy» 8"nn niy'2p nämlich auf Dienstag und Mittwoch refp. auf Donnerstag. wir diese Regeln ltjsg gttssmmkll, so crgwl rrrrn sing Mlrcnnl m icmtm Gqmmaor, an dem mrav auf einen Wochentag zwischen hw'b und fällt, dem ein Jahr folgt, in dem m und ebenfalls auf einen Wochentag fallen. Diese Momente treffen nur in dem Jahre mit dem ni2iy» *rnrj nwap zusammen, also in dem jetzigen Jahr. Der Talmud sagt in •rry’mw 'on: ii’8i ni^tm msipn 2V,1^ ymi 21 1V8 N'21V '2 81V17 ,11»8 t>2 81Sp 12 DWS i>"2'1 1»8 'TD p S7"1 1V8 uv',1 120^ 1108 2V1N 8^ 'n Vyis »811»18 21N2N i’Vy 2V1N 12'81 jii!?7»i maipn 2V7ii> yivn bv nixaer1’3» '"i8 'i»m '2 l>8i»>y 'i ins 181 8i> vt 'L?y»i iv'271 02M'2102NV2N 8'77 '2 V0'VS1 »NIVISI 1»8NS 711^7»1 NILIpN 2!SNt> 01877 21IS'N N7 1V18 'IN V'»SN '2'S^> 8'NV N1'21 NV2N 17'8 ll'VSN -wi>7»' NISIpN „Es spricht Raw Sutra Bar Tuwioh im Namen des Raw: Wenn jemand versteht, die Tekufoth und die Sterne zu berechnen und er tut dies nicht, so ist verboten, von ihm zu erzählen. W ssilM MM ZchlllMli Mn Vast sg sMcht N. Josna b. Lev! im Namen des Bar Kaphra: Jeder, der versteht, die Sonnenwenden und Sterne zu berechnen und tut dies nicht, auf ihn sagt der Vers: Und das Wirken Gottes schauen sie nicht, und seiner Hände Werk sehen sie nicht. Es spricht R. Samuel b. Nachmeni im Namen des Rabbi Jochanan: Woher wissen wir, daß man verpflichtet ist, die Tekufoth und Masoloth zu berechnen, denn so heißt es: Und Ihr sollt hüten und ausführen, denn das ist Eure Weisheit und Eure Einsicht vor den Augen der Völker. Welches ist die Weisheit und Einsicht, die vor den Augen der Völker ist? das ist die Berechnung der Tekufoth und Masoloth." Die Verpflichtung der Kalenderberechnung ist hiernach vom Talmud selsst eindeutig sestgelegt, und man braucht als Quelle zu dieser Verpflichtung nicht das SfrQttffurter D^rnhagduch *ioy» flfljl QJlomerti öf?87 hebt Herr Bender das'^2iy» K"nn my^ap hervor, das nach seiner Behauptung eine große Seltenheit darstellt, da es im Zeitraum von 1800—2000 nur 6 mal Vorkommen soll. Hier ist zunächst zu berichtigen, daß dieses my'2p nicht 6 mal, sondern 8 mal in genannter Zeit sich einstellt. Und zwar ist dies außer den bereits von Herrn Bender genannten in folgenden Jahren der Fall: 1804/5 und 1831/2. Die Ausführungen des Herrn Isaak Sulzbach und v'n»n |’2i D”nn |’2 b'i2ni> des Herrn Rektor Falk i>"X7. auf die Herr Bender hinweist, find mir augenblicklich nicht zur Hand, und ich würde mir auch nicht anmaßen, diesen fachmännischen Untersuchungen entgegenzutreten. Jedoch scheint mir Laß das 8"ri,i myap iaivn bei näherer Betrachtung durchaus keine so große Seltenheit ist, wie es auf den ersten Augenblick aussieht. Zunächst ist zu beachten, daß es 14 verschiedene »vap- Tabeilen gibt, d. h. es sind 14 Möglichkeiten vorhanden, wie ein Jahr des jüdischen Kalenders fallen kann. In 200 Jahren würde demnach im Durchschnitt jede Tabelle im U mol öorfomman. dlun ist ufior Umt m bsschts». daß sieben diese? 14 Tabellen sich aus die einfachen Jahre und sieben auf die Schaltjahre sich verteilen. In einem Zyklus von 19 Jahren kommen aber nur sieben Schaltjahre voralso in 200 etwa 74 Schaltjahre. Das Borkontmen der 7 Tabellen der Schaltjahre würde sich also weiter im Durchschnitt auf 10 verringern. Das 8"n.i my'2p kann aber nun nur dann eintreten, wenn der 'iwi ibi» desselben Jahres fällt in der Zeit von Dienstag Mittag 12 Uhr bis Mittwoch Früh 5 Uhr 695/1080, also nur etwa während 17J4 Stunden, so daß da die Woche 168 Stunden hat, nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung dies nur einmal in 9 bis 10 Fällen eintreten würde. Da wie bereits erwähnt, in 200 Jahren ca. 74 Schaltjahre sind, ist es somit ganz normal, daß in diesem Zeitabschnitt das 8"rm jnjrap- 8 mal eintritt. Uebrigens stellt sich dasselbe bereits wieder in den Jahren 2004/5 und 2007/8 ein. Nach der gleichen Methode läßt sich auch die Tatsache begründen, daß no» aiy selten aus Samstag, oder, was das gleiche ist, wieso m-o vrri selten auf Dienstag fällt. Karl Zuntz. Mainzer Jüdische Altertümer. 3Zo<i) einig«? lÜorfe jtit (Sröfftiuttg bet Sammlung am 1 £! LUr im. Wohl Dem, Der feiner Väter gern gedenkt. In den 50er Jahren des 18. Jahrhunderts schrieb SPaler aus fern - eine schichte der Stadt Mainz. In ihr führte er eine bewegliche Klage darüber, daß aus Mainz feit undenklichen Zeiten alle möglichen Denkmäler fortgeschleppt werden. Er bezieht sich dabei auf andere Mainzer Schriftsteller aus dem Mittelalter, die schon zu ihrer Zeit sich über diesen Mißstand aufregten. Was die Römer während der langen Zeit der Rheinbesatzung hier über und unter dem Boden zurückgelassen haben, war in der Tat so gewaltig, daß die Fürsten Deutschlands von hier aus ihre Raritätenkabinette füllen konnten. Die Kurfürsten — oft ohne den damals noch schwach entwickelten historischen Sinn oder um politische Gegengeschenke einzuheimsen oder auch da sie gerne die heidnischen Götterbilder und deren Zubehör aus der Stadt scheiden sahen — ließen es ruhig geschehen, daß man kunstvoll gehauene Grabsteine und Altarsäulen, Fibeln und Brunnenverzierungen wegnahm und irgendwo in Württemberg -oder Sachsen wieder aufstellte. Wie mit den römischen -Denkmälern, ähnlich erging es mit den jüdischen. Im britischen Museum in London kann man silberne Becher sehen, die einst aus der JNnin^er Synagoge entwendet worden waren. JNein wüfjm m ’mr w?r V?? wistn ^Mhnn- Derts in einem Stotz alter Akten. Der im VmhiaDen von I. Kauffmann, Frankfurt a. M. auf dem Fußboden herumlag, und er fand dort das Protokollbuch der Israelitischen Gemeinde von Mainz aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, er erwarb es und es befindet sich noch heute in meinem Besitz. (Jetzt in dem neuen Museum ausgestellt.) Als vor noch nicht ganz einem Jahre Herr Dr. jur. Ladenburg mir den Plan entwarf, hier ein jüdisches Altertumsmufeum begründen zu wollen, lachte ich ihn aus. „Gehen Sie nach London, Frankfurt, New- Nork usw. und suchen Sie sich die Mainzer Sachen zusammen." Aber heute steht das Museum da, und es ist erstaunlich, was da nicht alles zusammengekommen ist. In anerkennenswerter Weise hat allerdings jeder, Private, Vorortgemeinden, Stadtbibliothek und Stadtarchiv, der darum angegangen wurde, seinen kostbaren Besitz als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Als ältestes Stück der Sammlung iar| wo!j)t ein rabbinatlicfjes 9fte<f>tsgutaci>ten aus dem 14. Jahrhundert begeichnet werden, das als Einband einer Hechtsheimer Gemeinderechnung aufgefunden wurde. Merkwürdigerweise begrüßt mich gleich beim Eingang eine meiner Urahninnen. Ein herrlicher Vorhang zum Gebrauch für die heilige Lade in der Synagoge, kostbare Brokatstickerei, stammt aus dem Besitz meiner Ur-Ur-Urgroßmutter, die ihr Brautkleid für diesen Zweck opferte. Ihr Gatte war Rabbiner in Bamberg, ebenso ihr Sohn, der später die Rabbinatsstelle in Mainz annahm. Aus Weisenau kommt eine Thorarolle, vorläufig noch nicht ausgestellt, mit einem großen runden Loch in der Mitte, ein napoleonischer Tambour hatte sich ein Fell für seine Trommel aus dem Pergament geschnitten. Ein anderer napoleonischer Soldat war der Jsaac Herz, der als „Mameluk" diente und dessen Bild in Uniform man auf einer Beteranentafel sehen M. „ . Schon Damals wurden Die Gesichter der Betreffenden in die lithographierten und dann mit der Hand bunt angemalten Gedenkblätter eingefügt, ganz so wie es noch heute beim Militär üblich ist. Die Aktenstücke aus kurfürstlicher Zeit sind manchmal recht drollig. Jedenfalls muß der Kurfürst viel Zeit gehabt haben, sich um recht kleinliche Dinge zu kümmern. Er residierte in der von Napoleon niedergelegten prächtigen uralten Martinsburg am Ende der Großen Bleiche — damals Burgstrahe genannt — daher unter seinen Erlassen zu lesen ist: „Gegeben zu Martinsburg". So lesen wir eine Verfügung, daß der Judd Abraham in der vorderen Juddegaß den vorspringenden Stein an seinem Hauseingang um 2 Zoll zurückzulegen hat. „Gegeben zu Martinsburg". In einem anderen Aktenstück aus dem Jahre 1848 protestieren eine große Anzahl Gemeindemitglieder in den energischsten Ausdrücken gegen die Einführung einer Orgel in die Synagoge. Das war der Beginn einer Bewegung, die später zur Trennung in zwei Gemeinfsshste. Als jjur |jrcin/jOjengeit das Ghetto feine Bestimmung verlor, hat ein Jude, Mvise ^«yn,?ig?nhänyig Die Tore Des Ghettos einzureitzen begonnen. Das kann man auf einem Bilde in der neuen Sammlung sehen, die näheren, hochinteressanten Umstände bei diesem Vorgang in Salfelds Bilder.aus der Vergangenheit der jüdischen Gemeinde Mainz Nachlesen. Dieser Cahn war, nebenbei bemerkt, der Großvater des vor einigen Jahren in Berlin verstorbenen kgl. preußischen Geh. Legationsrat Dr. Wilh. Cahn, dessen Gattin eine nahe Verwandte Eduard Lasters war. Andere Bilder stellen mittelalterliche Hochzeiten und Beerdigungen in Mainz dar. Eine solche jüdische Hochzeit in Mainz ist vom Maharil, der lange Zeit Rabbiner in Mainz war und dessen 500jähriger Todestag im nächsten Jahre von allen jüdischen Gemeinden der Welt gefeiert werden wird, anschaulich beschrieben. Diese Schilderung gewährt tiefe Einblicke in die Sitten und Gebräuche der damaligen Juden von Mainz. Bei dem Mangel an plastischen Bildwerken in der jüdischen Kunst interessiert besonders die schon früher genannte Ziesenhausen er Tongruppe „Sabbatvorberertung". Der Stifter der formenreichen Rokoköterrinen der Heiligen Bruderschaft war Herz Reinach, der Stammvater der Familie Reinach in Mainz, Frankfurt a. M., Paris. Ganz reizend sind die Malereien an den ausgestellten Esterrollen, bekanntlich das einzige unter den heilMN SBüÄernj d«s mit SBitbcm r>crfefyerx^ merben Sammlung noch lange nicht erschöpft. Es fehlt nameEcy noch die Beschreibung des Silbers. O. L. 11. November 1926 is l|i <zus|<^{!e|jfic^ MaJ^e iec jejer^ Ue Im Snjeealen- (ett enthaltenen Empfehlungen ritueller waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Gharakker» auf Ihre Zuverlaffigkett zu prüfen. Sie verbrennen sich nicht wenn Sie als Enthaarungsmittel „LERASöRVDr.^WEIL der Schwanen- Apotheke, Frankfurt a. M., wählen, da es individuell abgestuft ist in stark—mittel—schwach, und somit jedwedem Bartwuchs und auch der zartesten Haut gerecht wird. Haupt-Depot: Schwanen-Apotheke Frankfurt a. M., wo auch Versachsmengen kostenlos erhältlich sind ERMÄSSIGTE PREISE: Dose mit »/2 kg. Inhalt k RMk. 2.50 einschl. 1 kg. Inhalt ä RMk. 4.50 einschließlich Dose. L. BARBARINO Frankfurt a. M. INHABER A. STERN gegründet 1887 Cigaretten CIGARREN Tabake feinste Hamburger und Bremer Fabrikate Import von ■Stfarren mxi -ßl KaiserstraBe 7 Kaiserstr 81 Id‘'“ H"“*"" Zeil 88 Versand nach auswärts onnefeldfsTee seit lOO Jahren bewähri- § von Millionen gerrunken. 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