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Der Israelit · 1926-10-21 · Heft 43 (21.10.1926) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
67 (1926)
Issue
Heft 43 (21.10.1926)
Date
1926-10-21
Page
– (sequence 13)
Language
German
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ui' m fievausaegepen von der xradMO— 4,4M M« VM HW\ *t4fM 8, tzKxanhfWj G - MW«x lA26 /sAMAäMWW^Dl MMRM'PUEAO ffvirtt if. fi *-fs*i****i*,t'i*riti irt^ir ^*Wj*ra>;>«•? r/fr '':<Tii«*'mT> p«»i j j'^T77nf?r - * -•*!- ^Tfv iil^t luiffi «i^i «jyu ,._J TST"ln!fM0ii rnütf ^MMMpe-Iiseoek in 9eu(fefiland -M tocl t"3it ÜJi' if»E__ mit der palästinensischen Regierung ten Verhandlungen hat die palästinensische LandesManrscüM ^dex "„Agudas Jisroel" eine Art SSö l t s a £>' st i tn m u « gi -über ' .bie Grundfrage . . LV!.• ii!!. Jl!; J.m Vt;’< .;■ ,"anl;ir:- jir ' , ver Gememvegesetzgebung — stoM^s u n a v h ä n g i g e» ö f f e nt l ich -rechtlicha n e'r - k a n n to'r t h o dqx e G em e in d e n ' g-e - b e n Ä ü r f e n / dile a üft G tun d d e s T h o - rag tz s e tz e st ip ri,ft i-1 ii i er t fin bn— veranfwe .. Er warru AWiWUl uM.LhdM g tH w eii 'üb e 1I'r e^'f e nÄ'e s E r g e b n i s : Bis' zürn >1. Oktober - hatten bereits 7 0 0 0 F a m 111 e n o b e rhäu p t e r , die angesichts i!-,qrch^chn!^sich^rr UN^llZll stAlAsttnensischen Brüder m i n ö e fl e n s 38 000 Meten repräsentieren, ihre Namen in i die AbstimmuNtzslisten eingeträgen!! Damit > ist die auch der englischen-' Regierung (siehe Col. Symes Erklärungen in der Mandat-Kommisston) suggerierte VorstelnL^der AMaßKiMAIWtze als auf 30 000 Seelen^ in öer denkbar glänzendsten, Weise widerlegt, und der Beweis - geliefert,' daß' trotz allem Terror der Kern d er jü d is che n B e v.älterung EreZ 3isrp01ö Dinier Uinn allen, b e w ä h r te y g e Ist i g,fn Fm Ijrevn st e h l, die sich von dem trügerischen Schlagwort der „gefährdeten - nationalen Einheit" Nicht blenden lassen, sondern nur e i n e, Einheit kennen: die Einheit des. um seine. Thorä gescharten Gottesvolkes. Aus den Debatten der Mandal-UommMon des JWMMW/Mer.Pie Forderungen der Agudas Jisroel. Dn $%* Wttn Stetnty f^sraeIU" y bas gedanssnrstche Referat tm Wortlaut veröffentlicht chorden/das die Berichfterstattertn der Man-, dat-Commission des Völkerbundes, Mme. Wicksell, dieser Körperschaft während der Juni- Session erstattet hat. Der Erstattung des Referates, das den Mitgliedern der Commission schriftlich Vorgelegen zu Haben scheint, ging jedoch in der Sitzung vom 22. Juni' eine e i n g e h e n d e A u s s p r a ch e ii £> e r dis 9S e| t e |) u n 9 e n d sS W aab Löumi zur s e l b st ä n d i g e nOrthodoxie und über die Wünsche und Forderungen der Agudas Jisroel voraus, wobei eine große Zahl interessanter Momente zutage träten; ’ Wir halten es deshalb für richtig, diese Diskussion ausführlicher wiederzugeben. Die Mandatarmacht wurde in der Sitzung vor der Mandat-Commission durch den Civll- Stäätssekretär der palästinensischen Regierung, Cob Symes,, vertreten. . aus; tsrrr SJjoj^e ler Äottrmiffion; antwortet C o t. S y m e s zunächst, der Unterfchred zwischen der ZionM-schen Organisation und dem Waad Leumi bestehe darin, daß die erstere die Interessen der Juden der ganzen Welt vertrete, während der Waad Leumi die jüdische Gemeinschaft von Palästina auchfür; ^dte'/r-ell^iösen AntzelegtznheiteN repräsentiere. Der"Wääd --Le'üitti^ oertütt die Meinung der großen Mehrheit der Juden Palästinas, und wenn die Bestimmungen über die jüdische Gemeinschaft in Kraft getreten sein werden, wird festgesetzt sein, daß alle 3uö«n, die nicht durch ten Waad Leumi vertreten zu sein wunmiij iimmm mmwt m MllM «knmi y?r tritt Die sehr grotze Mehrheit Der MDmin meint Oier Hinsicht; was die Gswisssnsfragen anbstrifft, so existiert noch eine Minorität, welche durch ihn nicht vertreten zu sein wünscht. M. van Rees (Holland) macht von einem offiziellen Brief der britischen Regierung vom 16. Juni 1926 Mitteilung, durch den Abschrift eines von dem Sekretär der Jerusalemer Zentrale der Agudas Jisroel ausgehenden Memorandums überreicht wird. In diesem Memorandum wird erklärt, daß die Delegation des Jüdischen Nationalrates (Waad Leumi) keinerlei Recht hat, im Namen der orthodoxen Juden Palästinas zu sprechen, die aus-religiösen Grünten an der Wahl der Nationalversammlung und. des Nationalrates nicht .teilgenommen Ijabert, berert Stixioritäf ftie rttctji arterfenrtert. Sias glsrchs 9^9^ 5j^rote|t' tjevaoVj bey be^ -patä|i{«*n|r|^e^x Negierung seinerzeit überreicht wurde und der unterzeichnet ist von 7000 Faimlienoberhäuptern. Der Redner fragt, ob dieser Protest begründet ist. - Col. Symes antwortet, daß es. Um die Lage zubegreifen,-notwendig ist, zä definieren, was die orthodoxen jüdischen Gemeinschaften in Palästina sind. Die große Mehrheit der Juden sind Zionisten und Mtglieter derjenigen Gemeinschaft, welche den Waad Leumi wählt. Cs existiert jedoch eine kleine Fraktion, die mau superorthpdoxe Juden nennen müßte, die sich in der Einreichung von Petttionen; sehr ■ rührig zeige,. und. die den-Waad - Leumi im keiner -Weise als Berreter - chrer Ueberzeugung anfehen. Es ist gewiß, daß der Waad Leumi nicht beanspruchen kann,-^ die Meinung dieser Minderheit, zu vertreten. Der Nationalrat wünsche wahrscheinlich, die Totalität der Juden in den weltlichen Fragen zu vertreten. Aber das Gesetzesprojekt für die jüdische Gemeinschaft verhindere, daß eine Minderheit WWUllgM Ul m MMMMMll W H!F WIMM des Naltonalratss zu unterwerfen. M. Rappard (Schweiz) bemerkt, daß die Kommission nicht imstande ist. den Grad der Rechtgläubigkeit dieser oder jener jüdischen Lehre zu beurteilen. Der Redner möchte jedoch die relative Bedeutung der beiden Parteien kennenlernen. Siebentausend Familienoberhäupter haben den Protest unterzeichnet, was zu beweisen scheint, daß die in Rede stehende Mnderheit ungefähr 36 000 Seelen umfaßt. Redner hat anderswo geringere Schätzungen gefunden. Besitzt nun diese Minorität irgendwelche formelle Vertretung, denn wenn bis angegebene Schätzung e£afjr ist. scheint die NUM6vvftl)® ^yeLeulung liejer Ößmortlöt iSS) E o l. Symes antwortet» daß die Zionisten vielleicht die Tendenz haben, die Zahl dieser Minorität von ultraorthodoxen Juden zu unterschätzen und diese Minorität selber, sie zu übertreiben. Der Redner denkt, daß die Zahl dieser Minorität in Palästina eher 3000 als 36 000 Personen ist. aber die Administration besitze keine exakte Ziffer. M. F r e i r e d' A n d r a d e (Spanien) möchte genaue Auskunft über den Stand der jüdischen Mnorität erlangen, die nicht durch ten Waad Leumi vertreten zu sein wünsch. In Artikel 4 des Mandates ist festgesetzt, daß die Zionistische Organisation, soweit nach Meinung der Mandatarmacht ihre Organisation und Konstitution stllstMV MMl mtrDtll; in ÜM-lMMMM MN m Msndatavmacht olle nötigen MahrMln ergreifen solle, um die Mitarbeit a ll e r Juden h^rbeizuführen, die gewillt sind, an der Errichtung des Jüdischen Nationalheimes mitzuarbeiten. Wenn Zionistische Organisation und Waad Leumi auf der einen Seite gewisse Prinzipien kundgegeben haben über die Errichtung des Nationalheimes, und wenn auf der anderen Seite eine Minorität existiert, die mit diesen Prinzipien nicht überzustimmen erklärt, welche Rechnung hat man der Meinung dieser Minorität getragen? Kann vom Standpunkt des.Mandates diese Minorität tatsächlich als SBe» ftanbtetl des 91 a ti o nat J 6 ime s merl-en^ C o l. Symes erklärt, daß die Antwort auf blefe Frage klarer erscheinen wird, sobald die Kommission den genauen Wortlaut des Gememdegesetzentwurfes. kennen wird. Der Text der Verordnung befindet sich noch im Studium in Palästina und wird der Kommission wahrscheinlich rechtzeitig zur Session des nächsten Jahres mrtgeteilt werden. Die Funktion der. Zionistischen Organisation ist vornehmlich politischer Art, während der Waad Leumi ten Wunsch der Majoriät der palästinensischen Juden verkörpert, ihre lokalen Angelegenheiten zu verwalten. Alle diejenigen, die ten Waad Leumi nicht billigen, können außerhalb der Gemeinschaft bleiben, die er repräsentiert. Wenn sie dies tun. bleiben sie nichtsdestoweniger Juden und Bürger Palästinas. M. J> * Qf n & r a I e Lsß &I Mgig? Pflicht der MondKtorm«c^t!fl, ine ooöfommen« Gewisfensfreihett zu sichern. Die Zionistische Organisation und der Waad Leumi beschäftigen sich sowohl mit politisch-administrativen als auch mit den religiösen Fragen. Der Redner wünscht jedoch, daß man die Prinzipienfrage, die hier gestellt wird, präzisiere. Die Pflichten der Mandatarmachh was die religiösen Angelegenhelten - betrifft, sind in Artikel 15 des Mandates definiert, der lautet: „Die Mandatarmacht wird für die vollkommenste Gewissensfreiheit gerantieren, ebenso wie die freie Ausübung aller Formen ' tem Kulten, die mit der-öffentlichen 4)rdnung und den-guten Sitten verträglich find." Die Juten also, die die Zionistische Organisation und den Waäd Leumi nicht billigen, auch wenn sie Juden-bleiben, bilden doch in gewissem Sinne keinen Bestandteil der Bevölkerung, da sie nicht Mitglieder des Jü dtsch e n National Heimes sind. Sie werten jedochdas Recht haben,'sich, wie H-cr s ü f> t i q en s j« i> e rm. an xt tun £<x nn xib^tr c til «m m|| i n.t j . . Die MMflhe DDer nDmMsMiNve Leitung der Zionistischen Organisation zu beschweren, aber sie scheinen dieses Recht gegenüber ten religiösen Plänen der Zionistischen Orgamsation nur dann ausüben zu können, wenn ihre Gewissensfreiheit nicht vollkommen respektiert wird. Col. Symes antwortet, daß es sich da um eine sehr komplizierte Frage hantelt. Die Gewissensfreiheit steht jeder Person zu, die sich auf dem palästinensischen Territorium befindet, welches auch die Gruppe sei, zu der sie gehört, und nichts wird die freie Ausübung der Kulte beeinträchtigen. Die dissidierende Fraktion, um m m iW M mim. inranm nto mm mi i» efffert sich nur wenig für die zionistischen Konzeptionen des Nationalheimes und besitzt von der Konstitution eines Staates anscheinend ei ne theokratische Auffassung. Aber die Verwaltung hält es für unvernünftig, der großen Me§>heit der Juden in Palästina das Recht und die Möglichkeit zu versagen, sich nach einem modernen- und demokratischen System zu organisieren, einfach deshalb, weil eine kleine Minderheit existiert, die in voller Aufrichtigkeit dieses System als verabscheuungswürdrg und unmoralisch betrachtet. Ein von einem Mitglied dieser Minorität, Dr. B r e u er, jüngst veröffentlichtes Buch deftniert die' allgemeine Haltung dieser ultraorthodoxen Juden n?i« j^rocr -es |cm toürhc, ••einemob-ecne Minichafl cnatti iMn LDeen gu vrgnnismrkn, - M. F r e i r e d' A n d r a d e dankt dem Colonel Symes für feine Erklärungen, mit denen er übsreinstimmt. M. van Rees möchte wissen, was man unter „difsidierender Minorität" versteht. Es scheine ihm, daß hier gar nicht von difsidierender Minorität einer Gruppe die Rede sein kann, sondern daß vielmehr in Palästina es zwei einander entgegengesetzte und unversöhnliche Gedankenströmungen gibt, auf der einen Seite .die Zionistische Organisation und auf der anderen die orthodoxen Juden Diese letzteren bilden ni$i Sima sim BiffMmnm MmBßjWlt lonmm fit gehören einer örgarttfaltbtt ab, die sich Üßei? H8NZ8 Welt erstreckt, und die sich in religiöser Hinsicht von ten zionistischen Auffassungen durchaus unterscheidet. Ihr Wunsch ist, in religiöser Beziehung absolut unabhängig zu sein, aber sie werten sich nicht weigern, an dem Aufbau des Nationalheimes mitzuarbeiten, vorausgesetzt, daß man diese Unabhängigkeit anerkennt. Was diese Mnderheit anbetrifft, so zitiert der Redner die folgende Stelle aus einem Briefe des Dr. Breuer, den Colonel Symes soeben genannt hat, einen Brief, von dem Kopie ihm zugestellt worden ist. Dr. Breuer hat sich nach Palästina begeben, wo er die Wünsche der orthodoxen Juden ten lokalen Instanzen, ITÄfomra QDfr M, LklMW iMlMMll YNl fs fjoißt in DiBfem Brief: „Endlich hat mir Mr. Ventrvich zu varstehsn gegeben, er begreife, daß die einzige. Möglichkeit einer friedlichen Uebereinkunft in der Bildung zweier gänzlich von einander unabhängiger und gleiche Rechte genießender Organisationen bestehe, die sich schließlich von selbst in gewissen Angelegenheiten, in denen keine Meinungsverschiedenheiten bestehen, begegnen würden. Aber er hat mir erklärt, daß eine ö f f e n t-

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